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Die Bestrebungen zur Erhöhung der Sexualmoral durch die katholische Kirche in den 1950ern. Eine Untersuchung

Titel: Die Bestrebungen zur Erhöhung der Sexualmoral durch die katholische Kirche in den 1950ern. Eine Untersuchung

Hausarbeit , 2011 , 13 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Bachelor of Arts Christin Franke (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Anfang der 50er Jahre die katholische Kirche beständig an Prestige gewann sollte wieder Zucht und Ordnung in den Alltag zurück gebracht werden. Mit der Verbreitung von gottgewollten Geboten und zahlreichen Verboten wurde die Gesellschaft anfänglich begeistert, schließlich jedoch eingeschüchtert und entrüstet. Wie die katholische Kirche letztlich versuchte Zucht und Ordnung wiederherzustellen und welche Auswirkungen und Folgen dies auf die Gesellschaft hatte, soll in der vorliegenden Arbeit diskutiert werden.

Hierfür wird zunächst ein Blick auf die Ausgangssituation in den 1950er Jahren geworfen, die zu den genannten Bemühungen durch die Kirche geführt hat. Anschließend soll betrachtet werden welche Veränderungen in Politik und Gesellschaft die Folge waren, und wie die Gesellschaft reagiert hat. Selbstverständlich können die einzelnen Bereiche aufgrund der begrenzten Seitenzahl nur in einem gewissen Umfang angeschnitten werden, für eine Beurteilung der Wirksamkeit und Auswirkungen katholischer Bestrebungen zur Sexualmoral in der Nachkriegszeit sollte dies allerdings ausreichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Wiederherstellung von Zucht und Ordnung in den Fünfziger Jahren

2.1 Gründe für die Einführung einer sittlichen Ordnung und Inhalte der christlichen Moral

2.2 Gesetze und Verbote

3 Folgen und Auswirkungen der christlichen Moral

3.1 Reaktion der Gesellschaft und die Entwicklung revolutionärer Gedanken

3.2 Aufklärung und Verhütung

4 Fazit

5 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bemühungen der katholischen Kirche in der deutschen Nachkriegszeit der 1950er Jahre, durch die Etablierung einer strengen Sexualmoral wieder „Zucht und Ordnung“ in die Gesellschaft zu bringen, sowie die gesellschaftlichen Konsequenzen und Widerstände, die diese Politik hervorrief.

  • Die Ausgangssituation der Gesellschaft in der frühen Nachkriegszeit
  • Die Rolle der katholischen Kirche als moralische Instanz
  • Staatliche und kirchliche Mechanismen der Disziplinierung (Gesetze, Verbote, Tabuisierung)
  • Die Auswirkungen auf das Aufklärungsverhalten und das Leben Jugendlicher
  • Die Entstehung gesellschaftlicher Gegenbewegungen und revolutionärer Gedanken

Auszug aus dem Buch

3.1 Reaktion der Gesellschaft und die Entwicklung revolutionärer Gedanken

Wie bereits geschildert nutzte die Katholische Kirche ihren wachsenden politischen Einfluss in der Adenauerzeit, um mit Gesetzen und Publikationen ihre Auffassung von Sexualmoral als Lösung für die entsprechenden Herausforderungen der Nachkriegsgesellschaft durchzusetzen.

Anfänglich schuf das von einem Großteil der Gesellschaft angenommene Glaubensbekenntnis ein beruhigendes Gefühl von Friede und Gemeinschaft. Unter Anderem publizierte man in Fernsehbeiträgen der Wochenschau, eine breite Masse der Bevölkerung, die an Festveranstaltungen der Kirchen teilnahmen. Glückseligkeit und das Entstehen einer neuen christlichen Lebensart wurde somit in ganz Deutschland kundgetan. Auch bei den Jugendlichen fand diese Moralvorstellung Anklang, wie eine spätere Umfrage zeigte. Erstaunlicherweise stellte sich während dieser Interviews heraus, dass ein Großteil der Jugendlichen noch 1962 vorehelichen Aktivitäten ablehnend gegenüberstand. Aber war dem wirklich so? Äußerlich machte es jedenfalls den Anschein, dass die Gesellschaft die konservativen Veränderungen bedingungslos anzunehmen schien. Zucht und Ordnung herrschte in allen Lebenslagen, aber wie sah die Realität wirklich aus?

Durch die Betonung angeblicher unangenehmer Konsequenzen außerehelicher sexueller Verlangen sahen sich die Menschen eingeschüchtert und in eine Scheinwelt katapultiert, in der sexuelle Begierde und Aktivität als schändlich und unzüchtig galt. Die Gesellschaft war geprägt von Verboten. Die Menschen waren im Begriff, unsittliche Handlungen zu unterlassen oder wenigstens darüber zu schweigen, um einen guten Ruf zu wahren. Auch Ängste über das tatsächliche Eintreten der prophezeiten Folgen außerehelicher oder frühzeitlicher sexueller Aktivitäten machten sich in der Gesellschaft breit. Von dem Grundrecht der freien Persönlichkeitsentfaltung, war nichts mehr zu spüren. Ein Zeitzeuge berichtete: „Wir hatten alle solche Angst. Onaniert haben wir, aber wir waren uns sicher, dass unsere Körper daran kaputt gehen würden. (Begrenzter Samenvorrat, schwindendes Rückenmark usw.)“ Ein als natürliches Bedürfnis geltendes Grundrecht mutierte weitestgehend zu einem strikten Verbot oder war zumindest zur Heimlichkeit verdammt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die schwierige Nachkriegssituation in Deutschland und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Auswirkungen der kirchlichen Bemühungen um eine neue Sexualmoral in den 1950er Jahren.

2 Die Wiederherstellung von Zucht und Ordnung in den Fünfziger Jahren: Dieses Kapitel analysiert die Motive der Kirche, konservative Werte zu propagieren, sowie die konkreten gesetzlichen und moralischen Instrumente, die zur Durchsetzung dieser Ordnung angewendet wurden.

3 Folgen und Auswirkungen der christlichen Moral: Hier werden die gesellschaftlichen Reaktionen auf die restriktive Moral sowie die Auswirkungen auf die Aufklärung und das Leben der Menschen kritisch untersucht.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die kirchliche Sexualmoral realitätsfern war und den Grundstein für die Unzufriedenheit legte, die schließlich in die sexuelle Revolution mündete.

5 Bibliographie: Das Verzeichnis enthält die verwendeten Fachbücher und Quellen, die zur historischen Einordnung der Nachkriegsgesellschaft herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Nachkriegszeit, katholische Kirche, Sexualmoral, Zucht und Ordnung, Adenauerzeit, Konservatismus, Verbote, Familienleben, Jugendkultur, Aufklärung, Verhütung, sexuelle Revolution, gesellschaftlicher Wandel, Geschlechterrollen, Moralvorstellungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Versuch der katholischen Kirche, in der Bundesrepublik der 1950er Jahre durch eine restriktive Sexualmoral die gesellschaftliche Ordnung wiederherzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernbereichen gehören die moralischen Leitbilder der Adenauerzeit, die Rolle der Kirche in der Politik, das staatliche Vorgehen gegen „unsittliches“ Verhalten und der daraus resultierende gesellschaftliche Druck.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, welche konkreten Instrumente zur Moralrestaurierung eingesetzt wurden und wie die Bevölkerung, insbesondere die Jugend, darauf reagierte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Auswertung von Zeitzeugenberichten sowie zeitgenössischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Gründe für die kirchliche Einflussnahme, die Umsetzung durch Gesetze wie den „Kuppeleiparagraphen“ sowie die Auswirkungen auf das Erziehungsverhalten und die sexuelle Aufklärung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Nachkriegszeit, Sexualmoral, kirchlicher Einfluss, gesellschaftliche Repression und der Weg zur sexuellen Revolution.

Warum war für die Kirche die Bekämpfung außerehelicher Sexualität so zentral?

Die Kirche betrachtete die sexuelle Ungebundenheit als Zeichen moralischen Verfalls und als Gefahr für das christliche Familienideal, welches für den gesellschaftlichen Wiederaufbau als essenziell angesehen wurde.

Wie wirkten sich diese Moralvorstellungen konkret auf Jugendliche aus?

Jugendliche waren durch das Tabu-Thema Sexualität verunsichert und litten unter einem Mangel an sachlicher Aufklärung, was häufig zu Ängsten und illegalen Abtreibungen führte.

Inwiefern trug die Politik zur Durchsetzung dieser Moral bei?

Beispielsweise durch den Einfluss von Ministern wie Franz-Josef Wuermling, die Verhütungsmethoden erschwerten und die Eheschließung sowie Kinderreichtum staatlich förderten.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bestrebungen zur Erhöhung der Sexualmoral durch die katholische Kirche in den 1950ern. Eine Untersuchung
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaften)
Note
2,3
Autor
Bachelor of Arts Christin Franke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V308413
ISBN (eBook)
9783668065253
ISBN (Buch)
9783668065260
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nachkriegsgesellschaft Katholische Kirche Aufklärung und Verhütung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Christin Franke (Autor:in), 2011, Die Bestrebungen zur Erhöhung der Sexualmoral durch die katholische Kirche in den 1950ern. Eine Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/308413
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Leseprobe aus  13  Seiten
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