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Der Thronstreit von 1198. Die Kaiseridee in den Wahlanzeigen Philipps von Schwaben und Ottos von Poitou

Title: Der Thronstreit von 1198. Die Kaiseridee in den Wahlanzeigen Philipps von Schwaben und Ottos von Poitou

Term Paper , 2015 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Kremer (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Der Thronstreit zwischen Philipp von Schwaben und Otto von Poitou stellt für viele Historiker eine Zäsur in der Geschichte des Mittelalters dar. Hans Martin Schaller urteilt, dass „der deutsche Thronstreit 1198 bis 1218 […] einer der Katastrophen der deutschen Geschichte“ sei“ und Bernd Schneidmüller schreibt, dass „die Doppelwahl 1198 mit all ihren Umständen als Wendepunkt der Reichsgeschichte betrachtet [werden müsse]“.

Nachdem Kaiser Heinrich VI. gestorben und sein Sohn, der gerade dreijährige Friedrich, nicht in Deutschland anwesend war, wurde durch unterschiedliche Fürstengruppen sowohl der Staufer Philipp von Schwaben, ein Bruder Heinrich VI., als auch der Welfen Otto von Poitou, Sohn des Herzogs Heinrich des Löwen, zum König gewählt. Dabei stellte sich erstmals die Frage, nach welchen Kriterien sowohl König als auch Wähler ausgewählt würden und wer in einem Streitfall die vermittelnde Instanz einnehmen solle. Dieser Prozess führte nach Schneidmüller „zur Präzisierung des Wesens einer Wahlmonarchie“ und dass „ in den Jahren nach 1198 eine beträchtliche Sensibilisierung, Rationalisierung und Systematisierung des Denkens über Königswahlen und Reichsverfassungen statt[fand]“.

Eine besondere Rolle nahm in diesem Konflikt der damalige Papst Innozenz III. ein, der noch heute als einer der bedeutendsten Päpste des Mittelalters gilt . Er hatte das Ziel, die Rechte der Kirche auszuweiten, und sah einen Anspruch darin, sich an der Entscheidung über den zukünftigen Kaiser richtungsweisend zu beteiligen. Seine Auffassung über die Mitspracherechte der Kirche in dieser Auseinandersetzung kollidierte mit der staufischen Ansicht Philipps, der in langer familiärer Tradition eine gegensätzliche Kaiseridee verfolgte.
Inwiefern diese verschiedenen Auffassungen den Thronstreit und die Wahlanzeigen beeinflusst haben und welche Rolle im Streit den Wahlanzeigen Philipps und Ottos zukommt, soll in dieser Hausarbeit geklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die staufische und die kuriale Kaiseridee

1. Der historische Hintergrund bis zum Wormser Konkordat

2. Friedrich I. Barbarossa und die Entwicklung der staufischen Kaiseridee

3. Der Thronstreit 1198 und die Rolle Innozenz´ III.

III. Die Wahlanzeigen

1. Die Inhalte der Wahlanzeigen

2. Die staufische und kuriale Kaiseridee in den Wahlanzeigen

3. Die Wahl des Papstes

IV. Abschließende Bewertung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die unterschiedlichen Auffassungen von der Kaiseridee den Thronstreit von 1198 beeinflusst haben und wie sich diese Gegensätze in den Wahlanzeigen der beiden Kontrahenten, Philipp von Schwaben und Otto von Poitou, widerspiegeln.

  • Analyse der staufischen und kurialen Kaiseridee im historischen Kontext.
  • Untersuchung der Inhalte und des Stils der Wahlanzeigen von Philipp von Schwaben und Otto von Poitou.
  • Betrachtung der Rolle von Papst Innozenz III. im Thronstreit und dessen machtpolitische Interessen.
  • Gegenüberstellung der unterschiedlichen Erwartungshaltungen der Staufer und Welfen gegenüber dem Papsttum.

Auszug aus dem Buch

2. Die staufische und kuriale Kaiseridee in den Wahlanzeigen

Wie bereits zuvor erwähnt, sind die Wahlanzeigen sehr unterschiedlich und verweisen auf zwei verschiedene Auffassungen der Kaiseridee.

Die welfischen Anhänger baten um die Erlaubnis des Papstes, nach Rom zu ziehen und gingen auf die „weitreichenden Forderungen“ des Papstes ein. Egon Boshof führt an, dass die Welfen „sich also, um Innozenz´ III. Unterstützung zu gewinnen, von vornherein päpstliche Rechtspositionen zu eigen“ machten. Für Klaus von Eickels lag es „insbesondere für die schwächere Partei nahe, den Papst um eine richterliche oder schiedsrichterliche Entscheidung zu ersuchen“, während die weitaus stärker aufgestellten Staufer „kaum Vorteile von einem päpstlichen Eingreifen zu erwarten hatten“, da sich Philipp gegen die Rekuperationspolitik des Papstes in Mittelitalien gestellt hatte. Mit Tod von Ottos Onkel und Unterstützer Richard Löwenherz am 6. April 1199 verlor die Partei dazu ihren mächtigsten Anhänger.

Philipps Wahlanzeige ging verspätet beim Papst ein. Ob dies an der von dem Staufer empfundenen geringen Bedeutung der Rolle des Papstes ausging, oder in den Wirren des Thronstreits schlicht unterging, ist nicht zu klären. Vieles deutet aber auch die erster Variante hin.

Der Ton in der Wahlanzeige Philipps ist deutlich selbstbewusster und bestimmender als in der welfischen Anzeige. Vermutet wird, dass der Verfasser der Wahlanzeige der Kanzleinotar war. Eindeutige Nachweise dafür, dass er dieses fordernde Schreiben wirklich verfasst hat, gibt es allerdings nicht. Csendes schließt aber aus, dass Philipp als Urheber zu nennen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in den historischen Kontext des Thronstreits 1198 zwischen Philipp von Schwaben und Otto von Poitou ein und skizziert die wissenschaftliche Relevanz der Thematik.

II. Die staufische und die kuriale Kaiseridee: Hier werden die theoretischen Grundlagen der gegensätzlichen Machtansprüche von Kaisertum und Papsttum sowie die Rolle Innozenz' III. beleuchtet.

III. Die Wahlanzeigen: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Inhalte und die unterschiedliche politische Rhetorik der Wahlanzeigen von Philipp und Otto sowie die Entscheidung des Papstes.

IV. Abschließende Bewertung: Das Fazit fasst zusammen, wie die divergierenden Kaiserideen den Verlauf des Thronstreits massiv beeinflusst haben und wertet die Bedeutung der Wahlanzeigen aus.

Schlüsselwörter

Thronstreit 1198, Philipp von Schwaben, Otto von Poitou, Innozenz III., Kaiseridee, Wahlanzeigen, Staufer, Welfen, Papsttum, Reichspolitik, Wahlmonarchie, Mittelalter, Kaiserkrönung, Machtpolitik, Translatio imperii.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt den deutschen Thronstreit nach dem Tod Heinrichs VI. im Jahr 1198 und analysiert, wie die beteiligten Parteien ihre Ansprüche in Wahlanzeigen an den Papst formulierten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen der Konflikt zwischen staufischer und kurialer Kaiseridee, die Rolle von Papst Innozenz III. als Schiedsrichter sowie die Kommunikation zwischen den deutschen Königen und der römischen Kurie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Auffassungen von kaiserlicher und päpstlicher Autorität den Thronstreit beeinflussten und wie dies in den überlieferten Wahlanzeigen zum Ausdruck kam.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenorientierten Analyse der Wahlanzeigen und stützt sich dabei auf die fachwissenschaftliche Literatur zum Thema.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Kaiserideen, eine detaillierte Inhaltsanalyse der Wahlanzeigen von Philipp und Otto sowie die Untersuchung der päpstlichen Entscheidungsfindung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Thronstreit 1198, Staufer, Welfen, Innozenz III., Kaiseridee, Wahlanzeigen und Reichspolitik.

Wie unterscheidet sich der Ton der Wahlanzeige Philipps von derjenigen Ottos?

Philipps Anzeige ist deutlich selbstbewusster und bestimmender, da er die Kaiserweihe als bloße Zeremonie betrachtet; Ottos Anzeige ist hingegen unterwürfiger, da er auf die Unterstützung des Papstes angewiesen war.

Warum lehnte Papst Innozenz III. die Kandidatur Philipps von Schwaben ab?

Der Papst fürchtete eine Einkesselung des Patrimonium Petri und nutzte zudem die Exkommunikation Philipps als Vorwand, um die staufische Machtausweitung zu verhindern.

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Details

Title
Der Thronstreit von 1198. Die Kaiseridee in den Wahlanzeigen Philipps von Schwaben und Ottos von Poitou
College
University of Duisburg-Essen  (Historisches Institut)
Course
Der Thronstreit 1198
Grade
1,0
Author
Katharina Kremer (Author)
Publication Year
2015
Pages
19
Catalog Number
V308304
ISBN (eBook)
9783668066021
ISBN (Book)
9783668066038
Language
German
Tags
1198 Thronstreit kurial staufisch Innozenz III. Friedrich Barbarossa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Kremer (Author), 2015, Der Thronstreit von 1198. Die Kaiseridee in den Wahlanzeigen Philipps von Schwaben und Ottos von Poitou, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/308304
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