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Der Wandel der Entwicklungspolitik. Die zivil-militärische Zusammenarbeit im Afghanistankonflikt

Titel: Der Wandel der Entwicklungspolitik. Die zivil-militärische Zusammenarbeit im Afghanistankonflikt

Hausarbeit , 2014 , 19 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: B.A. Lasse Zipfel (Autor:in)

Geschichte Europas - Europa ab kaltem Krieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In zwischenstaatlichen Konflikten gibt es eine klare Trennung zwischen Militär und Zivilisten. Bei den "Complex Emergencies" also den neuen Formen von Konflikten stellt sich diese Trennung weitaus schwieriger dar. Die Konflikte stehen oft im Zusammenhang mit humanitären Notlagen. Innerstaatliche Kriege, bei denen diese Trennung nicht mehr vorgenommen und die somit zu Kriegen unter Berücksichtigung der Bevölkerung werden, haben zur Folge, dass die einst vorherrschende Distanz zwischen entwicklungspolitischen und militärischen Akteuren und ihren Aufgaben sich in den letzten Jahrzehnten stark verringert hat. Aufgrund der konfliktreichen und gefährlichen Regionen in denen das Militär und humanitäre sowie entwicklungspolitische Akteure gemeinsam arbeiten, hat sich ein neues Paradigma gebildet: "Keine Entwicklung ohne Sicherheit - keine Sicherheit ohne Entwicklung".

Militärische Mittel können als Instrument für Krisenprävention und Krisenmanagement notwendig sein um einen Konflikt zu beenden. Dauerhafter Frieden wird allerdings nicht allein durch militärische Eingriffe erreicht. "Eine langfristige Stabilisierung ist nur durch einen "entwickelten" Frieden möglich, der mehr ist als die Abwesenheit von Gewalt." Dies wiederum hat zu Folge, dass die Interaktionen bei der Friedenskonsolidierung zwischen zivilen und militärischen Akteuren wichtiger, zahlreicher und komplizierter werden.

Über die Gestaltung der zivil-militärischen Schnittstellen wird national und international kontrovers diskutiert, wobei sich die zivilen Akteure mit Fragen nach der Reichweite, den Chancen und Risiken sowie den Regeln und Prinzipien der "neuen Nähe" zum Militär beschäftigen. Auf der militärischen Ebene entstanden ab Ende der 90er Jahre Überlegungen hinsichtlich der Auseinandersetzung mit der Entwicklungszusammenarbeit. In Deutschland finden wir dieses Verständnis in den Begriff der "Zivil-Militärischen Zusammenarbeit im Ausland".

In dieser Hausarbeit möchte ich die aus den oben beschriebenen Aspekten resultierende Zusammenarbeit der zivilen, entwicklungspolitischen und militärischen Akteure genauer untersuchen. Beschränken werde ich mich auf den Afghanistankonflikt. Im Vordergrund soll die Frage beantwortet werden, wie die Zusammenarbeit auf nationaler Ebene mit ihren Institutionen und Ministerien funktioniert und welche Gefahren oder Chancen in Afghanistan für die Akteure auftreten oder auftreten können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklungspolitisch-militärische Beziehungen

2.1 Grundlagen und Finanzierung

2.2 Zusammenarbeit und Organisation in Deutschland

2.3 Zusammenarbeit der Akteure im Ausland, Fallbeispiel: Afghanistan

2.3.1 CIMIC

2.3.2 PRTs

2.3.3 NGOs

3. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die durch den Wandel internationaler Konflikte geprägte Zusammenarbeit zwischen zivilen, entwicklungspolitischen und militärischen Akteuren, mit einem expliziten Fokus auf das Fallbeispiel Afghanistan. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie diese Kooperation auf nationaler Ebene organisiert ist und welche Chancen sowie Risiken sich für die beteiligten Akteure im Einsatzgebiet ergeben.

  • Strukturen und Herausforderungen zivil-militärischer Zusammenarbeit
  • Finanzierungsproblematiken entwicklungspolitischer und militärischer Vorhaben
  • Die Rolle von CIMIC (Civil-Military Cooperation) bei Stabilisierungseinsätzen
  • Die Konzeption und Umsetzung deutscher Provincial Reconstruction Teams (PRTs)
  • Das Dilemma humanitärer Hilfsorganisationen (NGOs) im Konfliktkontext

Auszug aus dem Buch

2.3.1 CIMIC

Ebenso wie es auf nationaler Ebene zu Verbindungen zwischen den einzelnen Akteuren der Entwicklungspolitik gekommen ist, führt das Ende der bipolaren Weltordnung und die damit verbundenen neuartigen Konflikte, auch auf operativer Ebene zu einer stärkeren Kooperation der einzelnen entwicklungspolitisch zivilen und militärischen Akteure. Diese neuen, langwierigen Konflikte mit ihren komplexen Ursachen können gerade vor Ort nicht mehr allein mit militärischen Mitteln gelöst werden.

In diesem Zusammenhang ist das Militär im Bereich der neuen Friedensmissionen selbst mit zivilen Aufgaben betreut. Zusammengefasst sind diese Maßnahmen in der "Zivil-Militärischen Zusammenarbeit" (ZMZ) bzw. CIMIC.

Eine Verbindung zwischen humanitärer Hilfe und dem Militär sollte bereits in den 90er Jahren bei der "humanitären Intervention" in Somalia und Bosnien-Herzegowina stattfinden. Dieser erste Kooperationsversuch scheiterte allerdings, da die Akteure zum Teil mit den neuen Aufgaben überfordert waren sowie eine Abstimmung der militärischen und zivilen Komponenten kaum stattgefunden hat. Die Erfahrungen aus diesen friedensunterstützenden Missionen der NATO bildete die Grundlage der heutigen CIMIC-Konzeption. In Deutschland findet dieses Konzept unter der synonym zu verwendenden Bezeichnung Zivil-Militärische-Zusammenarbeit (ZMZ). Unterschieden wir hier eine Definition im engeren und im weiteren Sinne. Die Definition im weiteren Sinne bezieht sich in erster Linie auf die inter-ministerielle Ebene sowie der transnationalen Kooperation auf strategischer Ebene, die als ZMZ/I (Zivil Militärische Zusammenarbeit im Inland) bezeichnet wird. Die Definition im engeren Sinne befasst sich mit dem Zusammenwirken der zivilen und militärischen Akteure. Dieser wird als ZMZ/A bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Wandel der internationalen Politik seit 1989 und die daraus resultierende Notwendigkeit einer engeren Verzahnung ziviler und militärischer Akteure im Rahmen des Paradigmas „Keine Entwicklung ohne Sicherheit“.

2. Entwicklungspolitisch-militärische Beziehungen: Dieses Kapitel analysiert die strategischen Grundlagen, insbesondere den Aktionsplan der Bundesregierung, sowie die komplexen Herausforderungen der ressortübergreifenden Finanzierung.

2.1 Grundlagen und Finanzierung: Es wird die Entstehung des Aktionsplans zur zivilen Krisenprävention beleuchtet und die damit verbundene Problematik der Mittelallokation zwischen verschiedenen Ministerien dargelegt.

2.2 Zusammenarbeit und Organisation in Deutschland: Hier werden die nationalen Koordinierungsstrukturen wie der Ressortkreis, der Beirat und das Zentrum für internationale Friedenseinsätze hinsichtlich ihrer Effektivität und Schwächen untersucht.

2.3 Zusammenarbeit der Akteure im Ausland, Fallbeispiel: Afghanistan: Dieses Kapitel transferiert die theoretischen Konzepte auf die operative Ebene im Afghanistan-Einsatz und beleuchtet die Praxis der Vernetzten Sicherheit.

2.3.1 CIMIC: Die Ausführungen behandeln das Konzept der Civil-Military Cooperation, dessen Organisation auf drei Ebenen sowie die damit verfolgten Ziele bei Stabilisierungseinsätzen.

2.3.2 PRTs: Hier werden die deutschen Provincial Reconstruction Teams als integrierte zivil-militärische Einheiten mit ihrem spezifischen „Drei-Säulen-Konzept“ detailliert beschrieben.

2.3.3 NGOs: Dieser Abschnitt thematisiert das Dilemma von nichtstaatlichen Hilfsorganisationen, die zwischen der notwendigen Sicherheit durch das Militär und der Wahrung ihrer Neutralität und Unabhängigkeit abwägen müssen.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass trotz der Weiterentwicklung von Kooperationsmechanismen weiterhin erhebliche Herausforderungen in der Abstimmung und der Finanzierung bestehen.

5. Literaturverzeichnis: Dies ist das abschließende Verzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Entwicklungspolitik, Zivil-militärische Zusammenarbeit, CIMIC, Afghanistan, Vernetzte Sicherheit, Krisenprävention, Friedenskonsolidierung, PRT, Nichtregierungsorganisationen, NGOs, Humanitäre Hilfe, Bundeswehr, Außenpolitik, Stabilisierung, Konfliktmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt den Wandel der Entwicklungspolitik in einer Post-Konflikt-Weltordnung und die damit einhergehende zunehmende Kooperation zwischen zivilen und militärischen Akteuren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die strategische Ausrichtung der zivil-militärischen Schnittstellen, die Finanzierung dieser komplexen Vorhaben sowie die operativen Strukturen vor Ort.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie die Zusammenarbeit auf nationaler Ebene funktioniert und welche spezifischen Gefahren oder Chancen sich aus der Kooperation in einem konkreten Konfliktgebiet wie Afghanistan ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, die sich auf die Auswertung von Regierungsberichten, Fachliteratur und Positionspapieren stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Im Hauptteil werden nationale Koordinierungsstrukturen, das Konzept der CIMIC, die Arbeit der PRTs sowie die Position und die Dilemmata von Nichtregierungsorganisationen detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Vernetzte Sicherheit, CIMIC, PRT, Zivil-militärische Zusammenarbeit und das humanitäre Dilemma in Konfliktregionen.

Welche Bedeutung haben die PRTs im deutschen Afghanistan-Konzept?

Die Provincial Reconstruction Teams (PRTs) bilden den Präzedenzfall einer integrierten zivil-militärischen Einheit, die durch ein „Drei-Säulen-Konzept“ versucht, zivile und militärische Kompetenzen unabhängig, aber koordiniert zu vereinen.

Warum geraten NGOs in ein Dilemma bei der Zusammenarbeit mit dem Militär?

NGOs benötigen Sicherheit für ihre Arbeit, die oft nur durch militärische Präsenz gewährleistet werden kann. Gleichzeitig riskieren sie durch die Nähe zum Militär ihre Neutralität und Unabhängigkeit zu verlieren, was sie vor Ort zur Zielscheibe machen kann.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Wandel der Entwicklungspolitik. Die zivil-militärische Zusammenarbeit im Afghanistankonflikt
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Geschichte der Entwicklungshilfe
Note
2,3
Autor
B.A. Lasse Zipfel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V308113
ISBN (eBook)
9783668065451
ISBN (Buch)
9783668065468
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wandel entwicklungspolitik zusammenarbeit beispiel afghanistankonflikts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Lasse Zipfel (Autor:in), 2014, Der Wandel der Entwicklungspolitik. Die zivil-militärische Zusammenarbeit im Afghanistankonflikt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/308113
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Leseprobe aus  19  Seiten
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