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Ästhetik und Aisthesis. Das Wesen der Wahrnehmung

Titel: Ästhetik und Aisthesis. Das Wesen der Wahrnehmung

Hausarbeit , 2015 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es soll in dieser Arbeit zunächst der Begriff Ästhetik eingeführt und dessen Überholung und Neubewertung im 18. Jahrhundert durch den Philosophen Alexander Gottlieb Baumgarten dargelegt werden.

Dem folgt eine genaue Betrachtung des Wesens der Wahrnehmung, bei der die geistige, leibliche und sinnliche Komponente untersucht wird. Hierfür werden Theorien und Erklärungsmodelle des Künstlers Josef Beuys, der Philosophen Georg Picht und Wolfgang Welsch, des Philosophen und Phänomenologen Maurice Merleau-Ponty sowie des amerikanischen Psychologen James J. Gibson herangezogen. Danach werden ältere und aktuelle Methoden der sinnlichen Wahrnehmungserziehung vorgestellt und diskutiert.

Abschließend sollen die Aufgaben und Ziele der Wahrnehmungserziehung, die der Herausbildung eines reflektierenden, kritischen Bewusstseins dienen, zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ästhetik / Aisthesis

2.1 Der Quell des Ästhetischen

2.2 Alexander Gottlieb Baumgarten

3. Das Wesen der Wahrnehmung

3.1 Vom Geist der Wahrnehmung

3.2 Leibliche Wahrnehmung

3.3 Sinnliche Wahrnehmung

4. Wahrnehmungserziehung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der „Aisthesis“ – der sinnlichen Wahrnehmung – im Kontext der Pädagogik. Ziel ist es, die Entwicklung des Ästhetikbegriffs von Alexander Gottlieb Baumgarten bis hin zu modernen Wahrnehmungstheorien nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie eine ganzheitliche Wahrnehmungserziehung die Ausbildung eines reflektierenden und kritischen Bewusstseins fördern kann.

  • Historische Herleitung des Begriffs Ästhetik
  • Phänomenologische und psychologische Theorien der Wahrnehmung
  • Die Rolle des Leibes im Wahrnehmungsprozess
  • Abgrenzung zwischen isolierter Sinnesschulung und integrativer Wahrnehmungserziehung
  • Förderung von Synästhesien und ganzheitlichem Sensorium

Auszug aus dem Buch

3.2 Leibliche Wahrnehmung

Der französische Philosoph und Phänomenologe MAURICE MERLEAU-PONTY untersuchte die Rolle und Tragweite des Leibes für die Wahrnehmung. Zunächst stellte er vereinfachend fest, dass wir durch unseren Leib nicht nur in der Welt verankert sind, sondern vor allem durch ihn unsere Welt wahrnehmen. Der Leib als Vehikel sei jedoch kein belangloses Instrument, das wir willkürlich benutzen oder beiseite lassen können, sondern notwendiger wie tatsächlicher „Durchgangsort“ unseres Weltbildes. „Ding und Welt sind mir gegeben mit den Teilen meines Leibes.“

Um das Ineinander von Welt, Körper und Ich zu anschaulich zu machen, brachte MERLEAU-PONTY vorzugsweise das Beispiel eines Blinden und seines Blindenstocks an. Dem Blinden ist der Blindenstock mehr als ein nützlicher Gegenstand, mit dessen Hilfe er sich in seiner Umgebung orientiert, er ist mehr als der verlängerte Arm, der den nicht ausgebildeten oder defekten Sehsinn ersetzt. Der Blindenstock ist ein gewichtiger Teil seiner Existenz, der seiner Wahrnehmung Unentbehrliches hinzufügt. Als eine Art Erweiterung seiner Leiblichkeit wird dieser zu einem Teil seiner Selbst, der Vervollständigung bzw. Ganzheit seiner Wahrnehmung bedeutet.

Hinsichtlich der Wahrnehmung des Menschen kommt dem Leib eine vergleichbare Funktion zu. Der Leib ist das wahrnehmende Subjekt, das den Menschen in der Welt verankert und zugleich sein Tor zur Welt ist.

Auch Elastizität und Kapazität des Leibes spielen für den Prozess der Wahrnehmung eine Rolle. Wahrnehmung sei untrennbar mit den Erfahrungen der Vergangenheit verknüpft, die in der Gegenwart und Zukunft ihren Ausdruck finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den pädagogischen Paradigmenwechsel seit den 1980er Jahren und begründet die Notwendigkeit einer ganzheitlichen sinnlichen Wahrnehmungserziehung.

2. Ästhetik / Aisthesis: Hier wird der historische Wandel des Ästhetikbegriffs von der griechischen „Aisthesis“ zur wissenschaftlich fundierten Disziplin durch Alexander Gottlieb Baumgarten erläutert.

3. Das Wesen der Wahrnehmung: Dieses Kapitel untersucht die geistigen, leiblichen und sinnlichen Komponenten der Wahrnehmung unter Einbezug von Theorien von Beuys, Picht, Welsch, Merleau-Ponty und Gibson.

4. Wahrnehmungserziehung: Es wird die Differenz zwischen isoliertem Funktionstraining und einer integrativen Sinnesschulung herausgearbeitet, um ein ganzheitliches Wahrnehmungssystem zu entwickeln.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer bildungstheoretischen Einordnung, in der Wahrnehmungserziehung als unverzichtbarer Baustein für ein kritisches und vernünftiges Bewusstsein definiert wird.

Schlüsselwörter

Aisthesis, Ästhetik, Wahrnehmungserziehung, Alexander Gottlieb Baumgarten, Sinnliche Erkenntnis, Leiblichkeit, Wahrnehmungsprozess, Maurice Merleau-Ponty, Josef Beuys, Ganzheitliches Sensorium, Synästhesie, Integrative Sinnesübung, Bildende Kunst, Bildungstheorie, Kritische Wahrnehmungsfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung und die pädagogische Relevanz der sinnlichen Wahrnehmung (Aisthesis) für die Herausbildung eines kritischen und reflektierten Bewusstseins.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Ästhetik, die philosophische und psychologische Analyse von Wahrnehmungsprozessen sowie didaktische Ansätze zur Wahrnehmungserziehung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass sinnliche Wahrnehmung weit über das reine Datensammeln hinausgeht und als ganzheitlicher Prozess entscheidend zur menschlichen Urteilsfähigkeit beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, bei der philosophische, phänomenologische und psychologische Erklärungsmodelle zur Wahrnehmung vergleichend betrachtet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen des Ästhetischen, die Bedeutung des Leibes als Subjekt der Wahrnehmung sowie aktuelle Methoden der Wahrnehmungserziehung, wie z.B. die integrative Sinnesübung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Aisthesis, ganzheitliches Sensorium, Wahrnehmungskritik und integrative Sinnesbildung beschreiben.

Wie unterscheidet sich die „integrative Sinnesübung“ von der klassischen Sinnesschulung?

Während klassische Ansätze wie die von Maria Montessori oft auf isoliertes Funktionstraining einzelner Sinne setzen, betont die integrative Übung das Zusammenspiel der Sinne und das synästhetische Gestalten.

Warum spielt das Beispiel des „Blindenstocks“ bei Merleau-Ponty eine so wichtige Rolle?

Das Beispiel verdeutlicht, wie körperliche Werkzeuge zur Erweiterung der eigenen Leiblichkeit werden und somit zeigen, dass der Körper kein neutrales Instrument, sondern ein „Durchgangsort“ unseres Weltbildes ist.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ästhetik und Aisthesis. Das Wesen der Wahrnehmung
Hochschule
Universität der Künste Berlin  (Bildende Kunst)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
12
Katalognummer
V307405
ISBN (eBook)
9783668057906
ISBN (Buch)
9783668057913
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ästhetik Aisthesis Alexander Gottlieb Baumgarten Wahrnehmung Wahrnehmungserziehung Joseph Beuys Georg Picht Wolfgang Welsch Pädagogik MEIKE AISSEN-CREWETT
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Ästhetik und Aisthesis. Das Wesen der Wahrnehmung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/307405
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Leseprobe aus  12  Seiten
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