Der vorliegende Stundenentwurf wurde für die Klassenstufe 6 konzipiert, an einem Gymnasium, das seinen Schwerpunkt auf den sprachlichen Bereich gesetzt hat. Die Stunde findet im Medienraum statt. Das Thema der Stunde ist die Einführung des Present Perfect. Besprochen wird die Bildung des Present Perfect und die Schülerinnen und Schüler (SuS) werden durch das Arbeitsmaterial mit bejahten Aussagesätzen sowie Fragen im Present Perfect konfrontiert.
Der Unterrichtsentwurf enthält detaillierte Analysen zu den institutionellen, soziokulturellen, kognitiven und affektiven Bedingungen. Er beleuchtet das Wissen der Schüler und die gegebenen Voraussetzungen. Es folgt eine Sachanalyse, eine didaktische Begründung und eine Diskussion der Lernziele und Kompetenzen. Zuletzt werden noch die nötigen methodischen Entscheidungen besprochen.
Inhaltsverzeichnis
1)Bedingungsanalyse
1.1) Institutionelle Bedingungen
1.2) Soziokulturelle Bedingungen
1.3) Kognitive und affektive Bedingungen
1.4) Deklaratives und prozedurales Wissen
1.5) Physiologische Bedingungen
1.6) Persönliche Voraussetzungen
2) Sachanalyse
3) Didaktische Begründung
4) Operationalisierbare Lernziele/Kompetenzen
5) Methodische Entscheidungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisch fundiertes Konzept für die Einführung des "Present Perfect" im Englischunterricht der Klasse 6 zu entwickeln. Dabei steht die kognitive Aktivierung der Schülerinnen und Schüler sowie die Förderung kommunikativer Fähigkeiten durch einen handlungsorientierten und schülerzentrierten Unterrichtsansatz im Mittelpunkt.
- Methodische Gestaltung der Grammatikeinführung
- Einbettung des "Present Perfect" in lebensweltliche Kontexte mittels Film
- Förderung prozeduralen Wissens durch induktive Lernphasen
- Binnendifferenzierung und Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen
- Einsatz ganzheitlicher Lernformen zur Sprachförderung
Auszug aus dem Buch
5) Methodische Entscheidungen
Die Stunde beginnt mit einer kurzen Warm-up-Phase, da die SuS möglicherweise durch die vorangegangene große Pause noch unruhig sind und sie so die Möglichkeit haben, sich wieder auf den Unterricht einzustellen und sich zu konzentrieren. Zudem haben SuS, die vergessen haben, dass der Unterricht heute im Medienraum stattfindet, etwas mehr Zeit, um den Raum aufzusuchen und den Einstieg der Stunde nicht zu verpassen. Als Warm-up spielen die SuS in Partnerarbeit das 4-Fragenspiel, welches sie bereits kennen. Dabei denkt sich jedes Kind zwei Begriffe, Personen oder Orte aus, die das jeweils andere Kind durch das Stellen von Fragen erraten muss. Dabei dürfen keine W-Fragen gestellt werden und das Gegenüber darf lediglich mit „yes“ oder „no“ antworten. Dieses Spiel ist insofern sinnvoll, als es die SuS sprachlich und kognitiv aktiviert.
Als Stundeneinstieg erhalten die SuS einen 5-minütigen Ausschnitt aus dem Disney-Film „The Lion King“ von 1994, den sie vermutlich bereits aus ihrer Kindheit kennen und zu dem sie wahrscheinlich auch inhaltliches Vorwissen mitbringen. Der Filmausschnitt geht von Minute 50-55 und die Dialoge der Szene beinhalten 8 Formen des Present Perfect. Neben den zahlreichen Formen des Present Perfect eignet sich der Filmausschnitt besonders, da er eine angemessene Sprachgeschwindigkeit und Aussprache aufweist, wenige Charaktere auftreten und die Handlung leicht verständlich ist (cf. Lütge, Englisch Methodik 56f.). Außerdem ist der Film den meisten SuS vermutlich bekannt, sodass ein Lebensweltbezug und Schülerinteresse gegeben ist (cf. ibid.) und die SuS vermutlich eher gewillt sind, sich emotional und kognitiv mit den damit verbundenen Inhalten intensiver auseinanderzusetzen (cf. Thomson 183). Die SuS erhalten die Aufgabe, während des Ausschnittes so viele Wörter oder Phrasen mitzuschreiben, wie sie verstehen. Dadurch wird ihre Aufmerksamkeit auf die Sprache gelenkt und sie nehmen den Film nicht unreflektiert und passiv auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1)Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel untersucht die institutionellen, soziokulturellen, kognitiven, physiologischen und persönlichen Voraussetzungen der Zielgruppe, um eine passgenaue Unterrichtsplanung zu gewährleisten.
2) Sachanalyse: Hier wird das grammatikalische Phänomen des "Present Perfect" fachwissenschaftlich analysiert, inklusive seiner Bildung und der relevanten Anwendungskontexte.
3) Didaktische Begründung: Dieses Kapitel erläutert die Verankerung des Themas im Kernlehrplan NRW und begründet die methodische Entscheidung für ein explizites, induktives Vorgehen unter Berücksichtigung kommunikativer Kompetenzen.
4) Operationalisierbare Lernziele/Kompetenzen: Hier werden die konkret angestrebten Lernziele definiert, die sich auf das Verständnis der Struktur und die produktive Anwendung in Sätzen beziehen.
5) Methodische Entscheidungen: Dieses Kapitel beschreibt den konkreten Phasenverlauf der Unterrichtsstunde, vom Warm-up über den Medieneinsatz bis hin zur abschließenden Festigung durch Pantomime.
Schlüsselwörter
Present Perfect, Englischunterricht, Grammatikeinführung, Handlungsorientierung, induktive Methode, schülerzentrierter Unterricht, Binnendifferenzierung, Medienkompetenz, Fremdsprachenerwerb, kognitive Aktivierung, Lernziele, Unterrichtsentwurf, Sprachbewusstheit, schüleraktivierend, mediengestütztes Lernen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit präsentiert einen detaillierten Unterrichtsentwurf zur Einführung der Zeitform "Present Perfect" für den Englischunterricht in einer sechsten Klasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die fachdidaktische Analyse der Grammatik, die methodische Gestaltung von Einstiegsphasen mittels Filmanalyse und die Förderung schülerzentrierter Lernprozesse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Lernenden die Struktur des "Present Perfect" verständlich zu machen, sodass sie positive Aussagesätze in dieser Zeitform korrekt bilden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein handlungsorientierter, schülerzentrierter Ansatz gewählt, der induktive Lernprozesse nutzt, um vom deklarativen zum prozeduralen Wissen zu gelangen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Analyse der Lernvoraussetzungen, die fachliche Einordnung der Zeitform sowie die methodische Planung der Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Present Perfect, Handlungsorientierung, induktive Methode, Fremdsprachenerwerb und schülerzentrierter Unterricht.
Warum wird der Film "The Lion King" als Einstiegsmedium gewählt?
Der Film bietet einen hohen Lebensweltbezug, eine verständliche Sprachgeschwindigkeit und enthält bereits zahlreiche Formen des "Present Perfect", was eine natürliche Konfrontation mit der Struktur ermöglicht.
Welche Rolle spielt die Pantomimeaufgabe zum Stundenabschluss?
Die Pantomime dient der spielerischen Festigung und Automatisierung der neuen Grammatikstruktur sowie der Steigerung der aktiven Beteiligung aller Schülerinnen und Schüler.
- Arbeit zitieren
- Deborah Heinen (Autor:in), 2015, Grammatikeinführung im Englischunterricht am Beispiel des Present Perfect, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/306701