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Stabile Labilität und labile Stabilität in der russischen Geschichte

Titel: Stabile Labilität und labile Stabilität in der russischen Geschichte

Essay , 2015 , 9 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Petra Rodloff (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie stabil war die russische Herrschaft in der Frühen Neuzeit? Anhand der im Laufe der „Sammlung der russischen Erde“ eroberten Gebiete Kasan und Astrachan werden die geographischen, ethnischen und herrschaftlichen Begebenheiten auf Stabilität, Labilität und ihre Wechselwirkungen untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Die Frühe Neuzeit in Europa und Russland

II. Mehr als ein Wortspiel

III. Geographie: (K)eine eurasische Frontier

IV. Gesellschaft: Die Fesselung der Eliten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen geographischer Expansion und gesellschaftlicher Strukturierung im Russland der Frühen Neuzeit (1550–1650), um die Mechanismen der Etablierung legitimer Herrschaft durch die Konzepte der „stabilen Labilität“ und „labilen Stabilität“ zu analysieren.

  • Analyse der russischen Expansion als Wirtschaftskrieg und dessen Auswirkungen auf Staatlichkeit.
  • Untersuchung des Ulozhenie von 1649 als Instrument der gesellschaftlichen Stabilisierung und Stagnation.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Frontier-Begriff in der historischen Forschung zur russischen Steppe.
  • Darstellung der Transformation der Elitenstruktur nach der Eroberung des Khanats Kasan.
  • Evaluation des Verhältnisses von Zwang, Loyalität und Landbesitz (Pomest'e-System).

Auszug aus dem Buch

Gesellschaft: Die Fesselung der Eliten

Anders als in der Geographie gestaltet sich das Stabilität-Labilität-Verhältnis bei der Gesellschaft eines sich entwickelnden und entwickelten Staates: Geprägt von den in ihm lebenden Menschen und ihrem Handeln oder von Staatswegen erzwungenem Nicht-Handeln, kann das dem Staat zu Grunde liegende Gesellschaftssystem sich bis zur Stagnation stabilisieren, wodurch es sich bis zum Zusammenbruch eines Staatswesens labilisiert, da die Entwicklung der menschlichen Gesellschaften Veränderungen unterliegt, die nicht unterdrückt werden kann.

Für die russische Gesellschaft in der Frühen Neuzeit konstatiere ich im Allgemeinen zunächst (um 1550) eine ‚labile Stabilität‘, die sich mit dem Ulozhenie von 1649 in eine Stabilität wandelt, die späterhin stagniert und zum absoluten Bruch führt. Diese Entwicklung ist im Jahre 1649 nicht absehbar; aus diesem Grund sollte das Ulozhenie nicht direkt mit gesellschaftlichen Ereignissen im 19. Und 20. Jahrhundert in Verbindung gebracht werden, obgleich diese durch die auf es berufene Stagnation verursacht worden sind. Stattdessen muss es in seiner Entstehungszeit unter dem Zaren Alexej Michailowitsch, dem zweiten Herrscher aus der Romanow-Dynastie, als wichtiger Stabilisierungsversuch von Gesellschaft und Staat gewürdigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die Frühe Neuzeit in Europa und Russland: Einleitung in den historischen Kontext der russischen Imperiumsbildung im Vergleich zu den Entwicklungen in Europa zwischen 1550 und 1650.

II. Mehr als ein Wortspiel: Theoretische Herleitung und Definition der zentralen analytischen Begriffe „labile Stabilität“ und „stabile Labilität“ innerhalb geographischer und gesellschaftlicher Grauzonen.

III. Geographie: (K)eine eurasische Frontier: Kritische Untersuchung der russischen Expansionspolitik, insbesondere der Eroberung Kasans und Astrachans, unter Abgrenzung vom amerikanischen Frontier-Konzept.

IV. Gesellschaft: Die Fesselung der Eliten: Analyse der gesellschaftlichen Transformation und der Bedeutung des Gesetzbuches Ulozhenie von 1649 für die Stabilisierung und spätere Stagnation des russischen Staates.

Schlüsselwörter

Russische Geschichte, Frühe Neuzeit, Stabile Labilität, Labile Stabilität, Ulozhenie, Herrschaftslegitimation, Expansion, Kasan, Khanat, Pomest'e, Elite, Zarenreich, Steppe, Stagnation, Staatlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung des russischen Staates zwischen 1550 und 1650 und untersucht, wie Russland durch spezifische geographische und gesellschaftliche Prozesse Stabilität erlangte oder verlor.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der russischen Expansion in die Steppengebiete, der ökonomischen Bedeutung von Tributzahlungen und der rechtlichen sowie sozialen Bindung der Eliten an den Zaren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, mittels der selbst definierten Kategorien „stabile Labilität“ und „labile Stabilität“ zu belegen, wie Herrschaft in der Frühen Neuzeit legitimiert wurde und warum staatliche Stabilisierungsversuche langfristig zu Stagnation führen konnten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine analytisch-historische Methode, indem sie theoretische Definitionen auf historische Fallbeispiele (z.B. die Eroberung von Kasan) anwendet und bestehende Forschungsliteratur (wie die von Michael Khodarkovsky oder Matthew P. Romaniello) kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine geographische Analyse der russischen Expansionspolitik und eine gesellschaftliche Untersuchung der Elite unter besonderer Berücksichtigung des Ulozhenie von 1649.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Stabilität, Labilität, Ulozhenie, Pomest'e und das Konzept der Frontier geprägt.

Welche Rolle spielte das Ulozhenie von 1649 für die Stabilität des Staates?

Das Ulozhenie wird als ein notwendiger Stabilisierungsversuch unter Zar Alexej Michailowitsch bewertet, der den Staat zwar regierbar machte, aber gleichzeitig eine Politik der Stagnation einleitete, die in späteren Jahrhunderten zum Zusammenbruch beitrug.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der tatarischen Eliten nach der Eroberung Kasans?

Die Autorin zeigt auf, dass der Status der Eliten (Mirzas und Tarkhans) durch die Umwandlung ihrer Ländereien in Pomest'e-Güter und die Verpflichtung zu militärischen Diensten für den Zaren grundlegend transformiert und in das russische Herrschaftssystem integriert wurde.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stabile Labilität und labile Stabilität in der russischen Geschichte
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Veranstaltung
Proseminar: Holy Russia - Wie heilig war 'heilig'? - Russland in der Frühen Neuzeit
Note
1,7
Autor
Petra Rodloff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
9
Katalognummer
V306183
ISBN (eBook)
9783668040342
ISBN (Buch)
9783668040359
Sprache
Deutsch
Schlagworte
russland geschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Petra Rodloff (Autor:in), 2015, Stabile Labilität und labile Stabilität in der russischen Geschichte, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/306183
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Leseprobe aus  9  Seiten
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