Der Film „Independence Day“ von Roland Emmerich zeichnet ein typisches Weltuntergangsszenario in der heutigen Zeit aus der Sicht der USA. Der Beginn des Films spielt am 2. Juli. Über jeder Großstadt der Erde tauchen außerirdische Raumschiffe auf, die von einem riesigen Mutterschiff im Weltall gesteuert werden. Der Satellitenempfang rund um die Welt ist gestört, da die Aliens diese benutzen um ihre Kommunikation zu gewährleisten. Der US-Präsident Thomas J Whitmore stuft die Situation als ungefährlich ein und versucht freundlichen Kontakt mit den unbekannten Wesen aufzunehmen. Währenddessen erkennt der Satellitentechniker David Levinson einen Code, der ein Countdown bis zum Angriff der Aliens ist, durch den die Satellitenstörungen verursacht werden. Kurz bevor die Attacke beginnt, gelingt es ihm seine Exfrau Connie, Whitmores Pressesprecherin und den Präsidenten zu warnen. Die menschlichen Verteidigungsversuche scheitern allesamt aufgrund der überlegenen Schutzschildtechnik der Aliens. Nur dem Kampfpiloten Steven Hiller gelingt es ein feindliches Raumschiff abzuschießen. Dabei stürzt er selber in der Wüste Nevadas in der Nähe der berühmt berüchtigten Area 51 ab. Dorthin bringt er den besiegten Alien und trifft auf den Trupp um den Satellitentechniker David und den Präsidenten. Eben hier existiert schon seit den 1950er ein Raumschiff, das von Dr. Okun untersucht wird und dessen Energieversorgung erst jetzt mit dem Eintreffen des Mutterschiffes wieder funktioniert. Nachdem der Präsident bei der Untersuchung des besiegten Aliens erfährt, dass die Außerirdischen die Menschen vernichten wollen, entwickelt David den Plan die Schutzschilde der Aliens mit einem Computervirus außer Kraft zu setzen. Am 4. Juli findet der von Whitmore organisierte weltweite Gegenangriff der Menschen statt, während dem Steven Hiller und David Levinson mit dem gefundenen Ufo in das Mutterschiff eindringen und dieses durch den Computervirus und eine Atombombe funktionsunfähig machen wollen. Der Plan gelingt und die Menschen können sich und die Erde gegen die außerirdische Invasion schützen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. Filmanalyse: Film „Independence Day“
2.2. Sequenzprotokoll: Independence Day
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, eine detaillierte Filmanalyse der Blockbuster-Produktion „Independence Day“ von Roland Emmerich vorzunehmen, wobei der Fokus insbesondere auf der technischen und gestalterischen Umsetzung einer ausgewählten Schlüsselsequenz liegt. Dabei wird untersucht, wie filmische Mittel wie Kameraführung, Schnitttechnik, Ton und Szenenbild eingesetzt werden, um die filmische Erzählung und die posthumanistische Thematik der Bedrohung durch übermächtige außerirdische Kräfte zu vermitteln.
- Analyse filmischer Gestaltungsmittel (Kamera, Schnitt, Ton)
- Einordnung in das Science-Fiction-Genre und den Posthumanismus
- Untersuchung der Sequenzstruktur und des Spannungsaufbaus
- Dokumentation des filmischen Ablaufs mittels Sequenzprotokoll
- Darstellung der Bedeutung der Sequenz für den gesamten Film
Auszug aus dem Buch
Die Kameraführung in der gewählten Sequenz
Die Kameraführung in der gewählten Sequenz unterstützt die Problematik, die den ganzen Film beherrscht. Die Menschen müssen sich vor den Aliens retten. Um dies zu zeigen wird in der Sequenz die gesamte Breite an Einstellungsgrößen ausgenutzt. Sie variieren von der Totalen bis zur Detailaufnahme, je nachdem aus welcher Sichtweise gefilmt wird. Während der Flugszenen, die den Kampf zwischen Mensch und Alien zeigen, wechselt die Kamera zwischen Steven Hillers Cockpit, dem Cockpit des Aliens und den äußeren Begebenheiten.
Wenn die Kamera aus dem Raumschiff des Aliens filmt, werden vor allem Halbtotalen verwendet. Es wird der Canyon gezeigt und die bevorstehenden Hindernisse, die zu umfliegen sind. Der Alien selbst ist nie zu sehen, genauso wenig wie eventuelle Schwierigkeiten mit dem Fluggerät.
Im Gegensatz dazu ist der Fokus des Bildes aus der Sicht von Steven Hiller durch Detail- und Großaufnahmen auf die im Moment bestehenden Probleme mit seinem Jet gesetzt. Die Maschine hat kaum noch Treibstoff und er muss eine Lösung finden, um der brenzligen Situation schnellstmöglich zu entfliehen. Das wird durch den durchgehenden Wechsel des Blickes auf sein Gesicht und den Bordcomputer gezeigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Handlung des Films „Independence Day“ ein, erläutert dessen Einordnung in das Genre des Actionfilms bzw. der Science-Fiction und verortet ihn im Kontext des Posthumanismus.
2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der filmischen Gestaltungsmittel der gewählten Sequenz sowie ein umfassendes Sequenzprotokoll, welches den Ablauf bildlich und technisch aufschlüsselt.
Schlüsselwörter
Filmanalyse, Independence Day, Roland Emmerich, Science-Fiction, Posthumanismus, Kameraführung, Schnitttechnik, Sequenzprotokoll, Actionfilm, Spezialeffekte, Steven Hiller, Alien-Invasion, Filmdramaturgie, Weltuntergangsszenario, Filmgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Filmanalyse grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer detaillierten Analyse einer ausgewählten Sequenz aus dem Film „Independence Day“ von Roland Emmerich, wobei der Schwerpunkt auf der filmischen Umsetzung liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die Analyse filmischer Gestaltungsmittel, die Einordnung des Films in das Science-Fiction-Genre und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Posthumanismus.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, durch die Untersuchung von Kamera, Schnitt und Ton aufzuzeigen, wie filmische Mittel die erzählte Bedrohung und den Kampf des Protagonisten gegen die außerirdische Macht visualisieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine filmwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die durch ein detailliertes Sequenzprotokoll gestützt wird, um Einstellungen, Kamerabewegungen und Ton-Bild-Relationen präzise zu erfassen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die filmische Gestaltung der Kampfszene, untersucht die Kameraführung, die Montage sowie die Bedeutung von Ton und Setting und dokumentiert den Ablauf tabellarisch im Sequenzprotokoll.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Filmanalyse, Science-Fiction, Posthumanismus, Kameraführung, Schnitttechnik, Spezialeffekte und Filmdramaturgie.
Warum spielt die Kameraführung für die Analyse der Sequenz eine so zentrale Rolle?
Die Kameraführung ist entscheidend, um die Dynamik und die subjektiven Perspektiven im Kampf zwischen dem Piloten Steven Hiller und dem Alien zu vermitteln, wobei Einstellungsgrößen gezielt eingesetzt werden.
Welche Bedeutung hat das Sequenzprotokoll für das Verständnis des Films?
Das Sequenzprotokoll bietet eine exakte technische Aufschlüsselung der Szene in 55 Einstellungen und macht die schnellen Schnitte sowie die Verwendung von Bild- und Tonebenen transparent nachvollziehbar.
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- Anna Berghe von Trips (Author), 2013, Filmsequenzanalyse von Roland Emmerichs "Independence Day", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/306153