Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ist ein großes Kapitel in Rechnungswesen. In diesem Dokument wird es genau beschrieben und auf alle Einzelheiten eingegangen.
Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ist eine Art der Gewinnermittlung, eines Kalenderjahres, in einem Betrieb. Hierbei werden alle Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben erfasst, welche entweder bar oder über Bankkonten zu- bzw. abgeflossen sind und in die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung geschrieben. Dieses Prinzip beschreibt man grundsätzlich als Zufluss-Abfluss-Prinzip. Es gibt nur wenige Ausnahmen von diesem Prinzip, darunter fallen die Anschaffungs- und Herstellungskosten von Gebäuden und gewissen Wirtschaftsgütern des Umlaufvermögens. Die Ausnahme bei diesen ist, dass sie erst bei Ausscheiden aus dem Betriebsvermögen als Betriebsausgabe absetzbar sind.
Unterscheiden muss man aber trotzdem, obwohl die Anschaffungs- und Herstellungskosten erst bei Ausscheiden aus dem Betriebsvermögen abgesetzt werden dürfen, ob sie ganz normal in das Anlageverzeichnis aufzunehmen sind, als Beispiel dafür gilt Grund und Boden, oder nicht.
Am Ende des Jahres, wird dann der Gewinn oder Verlust eines Unternehmens als Differenz zwischen der Summe der Betriebseinnahmen und der Summe der Betriebsausgaben ermittelt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einnahmen-Ausgaben-Rechnung
2 Gesetzliches
2.1 Doppelte Buchführung
2.1.1 Warum doppelte Buchführung?
2.1.2 Die steuerliche Gewinnermittlung
2.1.3 Vor- und Nachteile der doppelten Buchführung
3 Was ist erforderlich?
4 Erfassung der Betriebseinnahmen und –ausgaben
4.1 Einnahmen-Ausgaben-Journal
4.2 Bankeinnahmen und Bankausgaben
4.3 System
4.4 Zeitpunkt der Eintragung und Belegsammlung
5 Betriebseinnahmen
5.1 Tageslosung (Barverkäufe)
5.1.1 Direkte Tageslosung
5.1.2 Indirekte Tageslosung
5.1.3 Verbuchung der Tageslosung
5.2 Gutscheine, Schecks & Kreditkarten
5.2.1 Gutschein
5.2.2 Schecks & Kreditkarten
6 Betriebsausgaben
6.1 Arten der Betriebsausgaben
6.2 Absetzung für Abnutzung
6.2.1 Abnutzbare Anlagegüter
6.2.2 Nicht abnutzbare Anlagegüter
6.3 Berechnung der AfA
6.4 Verbuchung der AfA
6.5 Ausnahmen
7 Wareneingangsbuch
8 Anlagenverzeichnis
9 Lohnkonto
10 Aufzeichnungen für die Umsatzsteuer
10.1 Grundlegendes
10.2 Vorsteuer
10.3 Umsatzsteuervoranmeldung
10.4 Verbuchung
10.4.1 Nettomethode
10.4.2 Bruttomethode
11 Vorteile für Einnahmen-Ausgaben-Rechner
12 Unterlagen
13 Endprodukt
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist eine detaillierte Aufarbeitung der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung als Methode der Gewinnermittlung. Dabei wird erläutert, welche Anforderungen an die Aufzeichnungen gestellt werden und wie diese gesetzlich korrekt umgesetzt werden müssen, um den betrieblichen Pflichten nachzukommen.
- Grundlagen und rechtliche Einordnung der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung
- Methodik zur systematischen Erfassung von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben
- Regelungen zur Umsatzsteuer und Vorsteuer in der Praxis
- Vorgehensweise bei der Abschreibung von Anlagegütern (AfA)
- Dokumentationspflichten und steuerliche Begünstigungen
Auszug aus dem Buch
5.1.1 Direkte Tageslosung
Die direkte Tageslosung wird prinzipiell in den meisten Geschäften angewandt. Man versteht unter der direkten Tageslosung alle Verkäufe eines Arbeitstages, die mit Hilfe von Kassenzettel oder Ausdruck der Computerkasse am Ende des Arbeitstages erfasst werden.
Bei jedem Barverkauf wird ein Kassenzettel ausgefüllt. Der Kunde erhält das Original, der Durchschlag bleibt im Geschäft. Der Betrag des Kassenzettels wird in die Kontrollliste des Kassenblocks eingetragen. In den meisten Fällen geschieht das heutzutage automatisch und wird von diversen Softwaren am Computer eigenständig erledigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einnahmen-Ausgaben-Rechnung: Definiert die Art der Gewinnermittlung für einen Betrieb und beschreibt das maßgebliche Zufluss-Abfluss-Prinzip.
2 Gesetzliches: Erläutert die Kriterien, ab wann Unternehmen zur doppelten Buchführung verpflichtet sind und wo die Grenzen zur Einnahmen-Ausgaben-Rechnung liegen.
3 Was ist erforderlich?: Listet die notwendigen Aufzeichnungsarten auf, wie Betriebseinnahmen-Ausgaben, Wareneingangsbuch und Anlagenverzeichnis.
4 Erfassung der Betriebseinnahmen und –ausgaben: Beschreibt die praktische Umsetzung der laufenden Aufzeichnung, insbesondere durch das Einnahmen-Ausgaben-Journal.
5 Betriebseinnahmen: Detailliert die verschiedenen Arten von Einnahmen und erklärt Methoden wie die direkte und indirekte Tageslosung.
6 Betriebsausgaben: Definiert Betriebsausgaben und erläutert die Absetzung für Abnutzung (AfA) sowie die Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter.
7 Wareneingangsbuch: Beschreibt die Notwendigkeit und die inhaltlichen Anforderungen an die Führung eines Wareneingangsbuchs für gewerbliche Unternehmer.
8 Anlagenverzeichnis: Erklärt die Anforderungen an das Anlagenverzeichnis zur Dokumentation der jährlichen Abschreibung.
9 Lohnkonto: Umreißt die gesetzlichen Anforderungen an die Führung von Lohnkonten für beschäftigte Mitarbeiter.
10 Aufzeichnungen für die Umsatzsteuer: Behandelt die Verpflichtung zur Umsatzsteueraufzeichnung, Vorsteuerabzug, Umsatzsteuervoranmeldung und die Wahl zwischen Netto- und Bruttomethode.
11 Vorteile für Einnahmen-Ausgaben-Rechner: Geht auf steuerliche Begünstigungen, wie den Gewinnfreibetrag, für Unternehmen ein, die diese Rechnungsart nutzen.
12 Unterlagen: Informiert über die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen für Bücher, Aufzeichnungen und Belege.
13 Endprodukt: Bietet eine Übersicht darüber, wie die Zusammenstellung einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung in der Praxis aussehen kann.
Schlüsselwörter
Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, Gewinnermittlung, Betriebseinnahmen, Betriebsausgaben, Umsatzsteuer, Vorsteuer, Abschreibung, AfA, Wareneingangsbuch, Anlagenverzeichnis, Lohnkonto, Gewinnfreibetrag, Zufluss-Abfluss-Prinzip, Buchführungspflicht, Kassabericht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung als eine Form der Gewinnermittlung für Unternehmen in Österreich und erläutert die damit verbundenen gesetzlichen Anforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der korrekten Erfassung von Einnahmen und Ausgaben, den Regeln für die Umsatzsteuer, der Abschreibung von Anlagegütern sowie den Dokumentationspflichten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Unternehmern und Interessierten einen klaren Leitfaden an die Hand zu geben, wie die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung gesetzeskonform geführt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Gesetzesanalyse, unter Einbeziehung offizieller Richtlinien des Bundesministeriums und der Wirtschaftskammer Österreich.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die praktische Aufzeichnung, steuerliche Aspekte der Umsatzsteuer sowie spezifische Anforderungen an Hilfsbücher wie Wareneingangs- und Anlagenverzeichnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, Gewinnermittlung, AfA, Umsatzsteuer, Vorsteuer und Aufzeichnungspflichten.
Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Tageslosung?
Die direkte Tageslosung basiert auf Kassenzetteln oder Ausdrucken der Kasse am Ende des Tages, während die indirekte Tageslosung über eine Rückrechnung des Kassenbestands ermittelt wird.
Was sind geringwertige Wirtschaftsgüter?
Dabei handelt es sich um Anschaffungen mit Kosten bis maximal 400 Euro netto, die sofort in voller Höhe als Betriebsausgabe abgesetzt werden können.
Was ist der Gewinnfreibetrag?
Es handelt sich um eine steuerliche Begünstigung, bei der natürliche Personen einen Teil ihres Jahresgewinns steuerfrei stellen können, sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Welche Aufbewahrungsfristen müssen Unternehmer beachten?
Grundsätzlich sind alle steuerrelevanten Unterlagen sieben Jahre aufzubewahren; bei Unterlagen, die Grundstücke betreffen, gilt eine Frist von mindestens 22 Jahren.
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- Andreas Stöbich (Author), 2015, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Gewinnermittlung im Betrieb, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/306102