Nach der eingehenden Überprüfung einiger Gedichte Goethes und deren Analyse, wurde mein Interesse für die Übersetzungen geweckt, die Goethe von einigen Werken Alexander Manzonis gemacht hat. Ins Besondere ins Auge stach mir die Ode „Der Fünfte Mai“, die Manzoni 1821 zum Tod Napoleon Bonapartes geschrieben hatte.
Des weiteren werde ich auf Goethes Reise nach Italien und den Ursprung seines Interesses für Manzoni eingehen. Anschließend werde ich die Ode „Il cinque maggio“ analysieren und mit Goethes Übersetzung vergleichen. Dabei lege ich ein besonderes Augenmerk auf die Wahl seiner Wörter und der sinngemäßen Bedeutung. Um die Unterschiede zwischen Ode und Übersetzung herauszufinden, behelfe ich mir eines interessanten Artikels von Burkhart Kroeber aus der Zeitung Akzente.
Ein weiterer wichtiger Punkt meiner Arbeit ist die Beschreibung des Einflusses von Goethes Übersetzungen auf die europäische literarische Welt. Abschließend gebe ich eine Zusammenfassung über die Ergebnisse meiner Forschung und Analyse.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Goethes Italien Reise
2.1 Goethes Interesse an Manzoni
2.2 Ursachen der Übersetzung dieses Gedichtes
3. „Il Cinque Maggio“. Analyse von Manzonis Gedicht
I. Teil
II. Teil
4. „Der 5. Mai“. Analyse und Fehler in der Übersetzung
4.1 Analyse
4.2 Unterschiede in der Übersetzung
5. Echo der Goethe-Manzonis Freundschaft in der europäischen literarischen Welt
6. Abschluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Verbindung zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Alessandro Manzoni, wobei der Fokus auf Goethes Übersetzung der berühmten Ode „Il cinque maggio“ (Der fünfte Mai) liegt. Ziel ist es, die Beweggründe für diese Übersetzung sowie die literarische Bedeutung der wechselseitigen Wertschätzung beider Autoren für die europäische Rezeptionsgeschichte zu analysieren.
- Goethes Italienische Reise und seine Faszination für die italienische Literatur.
- Die Entstehungsgeschichte und Analyse von Manzonis Ode auf den Tod Napoleons.
- Vergleichende Untersuchung zwischen Original und deutscher Übersetzung hinsichtlich Wortwahl und Metrik.
- Der Einfluss von Goethes Übersetzungsarbeit auf die Bekanntheit Manzonis in Europa.
Auszug aus dem Buch
3. „Il Cinque Maggio“. Analyse von Manzonis Gedicht
Ei fu. Siccome immobile, Er war - und, wie, bewegungslos,
Dato il mortal sospiro, Nach letztem Hauche-Seufzer
Stette la spoglia immemore Die Hülle lag, uneingedenk,
Orba di tanto spiro, Verwaist von solchem Geiste;
5 Così percossa, attonita So tief getroffen, starr erstaunt,
La terra al nunzio sta, Die Erde steht der Botschaft.
Muta pensando all’ultima Stumm, sinnen nach der letztesten
Ora dell’uom fatale; Stunde des Schreckensmannes,
Nè sa quando una simile Sie wüßte nicht ob solcherlei
10 Orma di piè mortale Fußtapfen Menschenfußes
La sua cruenta polvere Nochmals den blutgefärbten Staub
A calpestar verrà. Zu stempeln sich erkühnten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsinteresses an Goethes Übersetzungen von Manzonis Werken, insbesondere der Ode auf den Tod Napoleons.
2. Goethes Italien Reise: Beleuchtung der biografischen Hintergründe von Goethes Italienreise und der Entstehung seines gleichnamigen Berichts.
2.1 Goethes Interesse an Manzoni: Analyse der Vermittlung durch Gaetano Cattaneo und die wachsende Sympathie zwischen den beiden Dichtern.
2.2 Ursachen der Übersetzung dieses Gedichtes: Erläuterung der politischen und persönlichen Beweggründe, die Goethe zur Übersetzung der Ode führten.
3. „Il Cinque Maggio“. Analyse von Manzonis Gedicht: Textuelle Analyse der Ode, unterteilt in einen epischen und einen lyrischen Teil.
I. Teil: Fokus auf die historische Figur Napoleon, seinen Aufstieg und Fall sowie das christliche Motiv.
II. Teil: Untersuchung der spirituellen Befreiung und der Ewigkeitsperspektive im letzten Abschnitt des Gedichts.
4. „Der 5. Mai“. Analyse und Fehler in der Übersetzung: Kritische Auseinandersetzung mit der metrischen und semantischen Umsetzung durch Goethe.
4.1 Analyse: Betrachtung der freien Rhythmik und des Verzichts auf das strenge romanische Reimschema.
4.2 Unterschiede in der Übersetzung: Identifikation konkreter Fehlinterpretationen in Goethes deutscher Fassung.
5. Echo der Goethe-Manzonis Freundschaft in der europäischen literarischen Welt: Darstellung der literaturgeschichtlichen Nachwirkung der Freundschaft in zeitgenössischen Zeitschriften.
6. Abschluss: Fazit zur Bedeutung der Übersetzung als Sprungbrett für Manzonis Bekanntheit in Europa und Zusammenfassung der Ergebnisse.
Schlüsselwörter
Goethe, Manzoni, Der fünfte Mai, Il cinque maggio, Napoleon, Übersetzung, italienische Literatur, Rezeptionsgeschichte, Romantik, Gedichtanalyse, Literaturgeschichte, europäische literarische Welt, Metrik, Klassizismus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Übersetzung von Manzonis Ode „Il cinque maggio“ durch Johann Wolfgang von Goethe und deren literaturgeschichtliche Bedeutung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die literarische Beziehung zwischen Goethe und Manzoni, die Analyse der napoleonischen Ode sowie die Herausforderungen literarischer Übersetzung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Motivation für Goethes Übersetzung zu klären und den Einfluss dieser Arbeit auf die europäische Wahrnehmung von Manzonis Werk zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär auf Textvergleichen, historischen Kontextualisierungen und der Auswertung zeitgenössischer Rezensionen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Entstehungskontext des Gedichts, eine detaillierte Analyse von Manzonis Ode sowie ein kritischer Vergleich mit Goethes deutscher Übersetzung vorgenommen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören Goethe, Manzoni, Napoleon, Übersetzungstheorie und europäische Literatur des 19. Jahrhunderts.
Warum war Napoleons Tod der Ausgangspunkt für dieses literarische Werk?
Napoleons Tod bewegte Manzoni dazu, eine Ode über Macht, Schicksal und christliche Erlösung zu verfassen, was Goethe wiederum durch seine Bewunderung für den Kaiser zur Übersetzung anspornte.
Welche spezifischen Fehler werden bei der Übersetzung durch Goethe identifiziert?
Die Arbeit weist auf semantische Ungenauigkeiten hin, etwa bei der Interpretation von „i percorsi valli“ und der Bezeichnung des „uom fatale“, die teils auf Sprachbarrieren zurückzuführen sind.
Welche Rolle spielte die Rivista Viennese in der Rezeption?
Die Rivista Viennese fungierte als ein wichtiges Bindeglied, da sie als einzige Zeitschrift Paralleltexte und Übersetzungen anbot und somit den intellektuellen Austausch zwischen den Kulturen förderte.
- Arbeit zitieren
- Eleonora Baldelli (Autor:in), 2014, "Der 5. Mai". Goethes Übersetzung von Alexander Manzonis Gedicht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/306058