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Der Techno-Underground in Berlin. Die Rolle und Bedeutung der Szene für die Stadt

Title: Der Techno-Underground in Berlin. Die Rolle und Bedeutung der Szene für die Stadt

Term Paper , 2015 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nadine Haas (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit geht es um die Akteure der Techno-Szene, welche in der Stadt Berlin angesiedelt sind, und darum, welche Rolle sie für das Bild und die Entwicklung der Stadt spielen.

Die Szene wurde in Berlin stark durch den Mauerfall 1989 und der daraus entstehenden Stadtstruktur geprägt. Viele Häuser und Industriegebäude standen nach der Wende leer, hatten unklare Besitzverhältnisse und boten der Szene viel Raum für neue Ideen. Es herrschte gerade bei vielen Ostberlinern und denen, die neu hinzugezogen waren, eine Stimmung des Aufbruchs, was dazu führte, dass sich der Techno weiterentwickelte. Die Akteure der Szene bewegen sich im Stadtraum umher und funktionieren die Leerstände zu Orten um, an denen sie ihre Feste inszenieren und prägen und verändern damit das Stadtbild. Mit den Jahren entwickelte sich Berlin so zu einem zentralen Treffpunkt der Techno-Szene weltweit, der jedes Wochenende zahlreiche Fans der Musikrichtung anlockt. Mittlerweile genießt die Stadt Berlin den Ruf als Welthauptstadt der Clubkultur.

Grundlage dieser Arbeit stellt die ethnografische Untersuchung von Anja Schwanhäußer dar, die Kommunikationsweisen, Praktiken, Einflüsse sowie den Lebensstil des „Techno-Underground“ durch mehrere Monate Feldforschung genau untersucht hat.

Dabei geht es um die Frage, was die Techno-Szene auszeichnet. Zuerst wird darauf eingegangen, wie sich der „Techno-Underground“ nach der Wende in Berlin entwickelte.
Danach werden verschiedene grundlegende Szenen-Aspekte wie etwa die Raumnutzung, Hierarchien, subkulturelle Inszenierung oder der Konsum von Drogen beschrieben. Dann wird noch dargestellt, was die Musik Techno ausmacht und wie die Arbeitsverhältnisse in der Szene aussehen. Daraufhin folgt ein Exkurs zum Thema Individualität einer Stadt und abschließend gibt es ein Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Berlin nach der Wende

3. Techno-Szene

3.1 Ordnungen und Hierarchien

3.2 Subkulturelle Inszenierung

3.3 Drogen und Genuss:

3.4 Techno- Musik für den Moment

3.5 Arbeiten in der Techno Szene

3.6 Flyer und andere Medien

4. Exkurs: Individualität einer Stadt

5. Bezug zum Film „Berlin Calling“

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die soziologische Bedeutung der Techno-Szene für die Stadtentwicklung Berlins nach der Wende. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche spezifischen Merkmale die Techno-Szene auszeichnen, wie sie urbane Leerstände transformiert und welche Rolle sie für die kulturelle Identität der Stadt spielt.

  • Historische Entwicklung der Berliner Techno-Szene nach dem Mauerfall
  • Einfluss von Subkulturen auf die Raumnutzung und Stadtstruktur
  • Soziologische Analyse von Lebensstil, Drogenkonsum und Arbeitsweisen innerhalb der Szene
  • Vergleich der theoretischen Konzepte zur Stadtindividualität mit der filmischen Darstellung im Werk „Berlin Calling“

Auszug aus dem Buch

3. Techno-Szene

Das Lebensgefühl, das im Berlin nach dem Mauerfall entsteht, verkörpert kaum einer so gut, wie die Techno-Szene. Die leerstehenden Gebäude und Brachen werden von den umherschweifenden Akteuren dieser Szene zu „Locations“ umfunktioniert. „Mit Umherschweifen ist eine Haltung zur Umwelt gemeint, die in alle Richtungen offen bleibt und bereit ist, sich auf unterschiedlichste Verführungen einzulassen“ (ebd., S. 35).

Alte Kellergebäude, Fabrikhallen oder bauliche Reste der DDR symbolisieren das Transistorische. Hier ist eine alte Zeit vergangen und die neue hat noch nicht eingesetzt. Die Gebäude werden von der Szene zu dieser Zeit temporär angeeignet, um Partys zu veranstalten, die außerhalb legitimer Räume der Gesellschaft liegen. Diese Praxis ist seit 1989 aufgrund von Prozessen der Transformation im Ostberliner Stadtraum gang und gebe, da die alten Industriegebäude nur langsam anderweitig genutzt werden (vgl. ebd., S. 10).

Hakim Bey bezeichnet solche Locations als „Temporäre Autonome Zonen“ (ebd., S.10) und diese sind im Verständnis der Szene-Angehörigen die letzten Räume, die vage und unbestimmt und noch nicht verwertbar sind. „Ihre ursprüngliche Geschichte ist beendet und der Verlauf einer zukünftigen, neuen Geschichte noch offen (ebd., S. 10). Es gibt eine Wechselwirkung zwischen den Räumlichkeiten und dem Befinden der Feiernden. Indem die Szene diese leerstehenden Gebäude in Berlin umfunktioniert, entsteht eine Art zweite Stadt, die als eigentliche Stadt empfunden wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Techno-Szene in Berlin ein und erläutert die ethnografische Grundlage sowie die Fragestellung nach den Merkmalen dieser Subkultur.

2. Berlin nach der Wende: Dieses Kapitel beschreibt die historischen und räumlichen Bedingungen der Nachwendezeit, die durch massiven Leerstand der Szene als Freiraum dienten.

3. Techno-Szene: Hier werden die zentralen Charakteristika der Szene, von der Raumnutzung über soziale Hierarchien bis hin zu Drogenkonsum und Arbeitsformen, analysiert.

3.1 Ordnungen und Hierarchien: Es wird untersucht, wie sich trotz der flüchtigen Natur der Szene soziale Ordnungsstrukturen und Privilegien herausbilden.

3.2 Subkulturelle Inszenierung: Dieses Kapitel behandelt das Prinzip des „Do-it-yourself“ und die Entstehung von Netzwerken und Kollektiven.

3.3 Drogen und Genuss:: Die Funktion von Rauschzuständen als Mittel zur Intensivierung des Erlebens und zur Abgrenzung vom Alltag wird beleuchtet.

3.4 Techno- Musik für den Moment: Es wird analysiert, wie die Musik zur klanglichen Überhöhung des Augenblicks und zur Bildung einer Gemeinschaft beiträgt.

3.5 Arbeiten in der Techno Szene: Dieser Abschnitt beleuchtet die prekären Arbeitsverhältnisse und die Bedeutung von „Szenekapital“ gegenüber traditionellen Erwerbsformen.

3.6 Flyer und andere Medien: Die Bedeutung von Kommunikationsmedien für die Identitätsstiftung und den Zusammenhalt der Szene wird dargestellt.

4. Exkurs: Individualität einer Stadt: Mithilfe von Rolf Lindners Konzepten werden die „Textur“, das „Imaginäre“ und der „Habitus“ auf die Stadt Berlin angewendet.

5. Bezug zum Film „Berlin Calling“: Der Film dient als Fallbeispiel, um die Schattenseiten der Partyszene und die Suche nach Selbstverwirklichung kritisch zu hinterfragen.

6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Techno-Szene das Bild Berlins nachhaltig geprägt hat und als wesentlicher Bestandteil der urbanen Erlebniskultur anzusehen ist.

Schlüsselwörter

Techno-Szene, Berlin, Nachwendezeit, Subkultur, Raumnutzung, Temporäre Autonome Zonen, Szenekapital, Stadtentwicklung, Berlin Calling, Clubkultur, urbane Erlebniskultur, kollektiver Lebensstil, Individualität einer Stadt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziologische Bedeutung und die Entwicklungsgeschichte der Techno-Szene in Berlin nach dem Mauerfall sowie deren Einfluss auf die Stadtstruktur und Identität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die räumliche Umgestaltung durch die Szene, die soziale Organisation innerhalb von „Collectives“, die Rolle von Drogen und Musik sowie die Verknüpfung von Subkultur und Stadtidentität.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin geht der zentralen Frage nach, was die Berliner Techno-Szene charakterisiert und wie sie durch die Nutzung von Leerständen die Stadtentwicklung und Wahrnehmung Berlins nachhaltig geprägt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische und deskriptive Analyse, die primär auf der ethnografischen Untersuchung von Anja Schwanhäußer sowie kulturanalytischen Konzepten von Rolf Lindner basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der räumlichen Möglichkeiten nach der Wende, die soziologische Betrachtung der Akteure, ihrer Arbeitswelten und Inszenierungsformen sowie einen Exkurs zur Stadtindividualität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Techno-Szene, Berlin, Subkultur, urbane Räume, Szenekapital, Stadtidentität und kollektive Lebensstile.

Inwiefern hat die Nachwendezeit die Techno-Szene geprägt?

Der enorme Leerstand an Industriegebäuden und Häusern bot einen „Ausnahmezustand“, der es der Szene ermöglichte, sich durch das Besetzen von Räumen frei zu entfalten und eine eigene Infrastruktur zu entwickeln.

Warum wird der Film „Berlin Calling“ als Beispiel herangezogen?

Der Film verdeutlicht die theoretischen Erkenntnisse an einem konkreten Fallbeispiel, insbesondere im Hinblick auf die Schattenseiten der Partykultur, wie soziale Isolation und Drogenproblematik.

Welche Rolle spielt das „Szenekapital“ in dieser Untersuchung?

Szenekapital dient als Erklärungsmodell dafür, wie sich Mitglieder innerhalb der Szene durch informelles Wissen, Netzwerke und spezifische Praktiken Positionen erarbeiten, die abseits klassischer beruflicher Laufbahnen stehen.

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Details

Title
Der Techno-Underground in Berlin. Die Rolle und Bedeutung der Szene für die Stadt
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Soziologie)
Course
Stadt im Film
Grade
1,7
Author
Nadine Haas (Author)
Publication Year
2015
Pages
16
Catalog Number
V305976
ISBN (eBook)
9783668040823
ISBN (Book)
9783668040830
Language
German
Tags
Techno-Szene Techno Techno-Underground Ethnografie Raumsoziologie Stadtsoziologie Berlin Berlin Calling Stadt im Film
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Haas (Author), 2015, Der Techno-Underground in Berlin. Die Rolle und Bedeutung der Szene für die Stadt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/305976
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