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Die narrative Dimension des Kunstwerks anhand der Skulpturengruppe „Apoll und Daphne“ von Gian Lorenzo Bernini und des Gemäldes "Reisepläne" von Adolph Menzel

Title: Die narrative Dimension des Kunstwerks anhand der Skulpturengruppe „Apoll und Daphne“ von Gian Lorenzo Bernini und des Gemäldes "Reisepläne" von Adolph Menzel

Term Paper , 2015 , 18 Pages , Grade: 14,0

Autor:in: Nigar Ghasimi (Author)

Art - Overall Considerations

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Summary Excerpt Details

Das Phänomen der Bilderzählung existiert bereits seit frühester Zeit. Man könnte meinen, dass es ein tief angelegtes Bedürfnis des Menschen ist, Zusammenhänge erschließen zu wollen und kognitives Verständnis zu entwickeln. In zahlreichen frühen gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen sind Bildmotive und Bilderzählungen zu finden. Ob zu Dekorationszwecken von Textilien in der Antike oder als Relief mythologischer Sagen in der römischen Sarkophagplastik. Oder so wie im mitteleuropäischen Raum bereits seit 1400, nach der ersten Papierherstellung in Form von Andachtsbildern, auf denen heilige als Schutzpatrone abgebildet waren und die für den häuslichen Gebrauch als Gebetsbilder hergestellt wurden. Ohne jeden künstlerischen Anspruch als einfache Erinnerung eines religiösen Gemäldes, welches man nun im Kleinformat ins private mitnehmen konnte. Ausschlaggebend war, dass die Möglichkeit der einfachen und günstigen Reproduzierbarkeit dieser Bilder, sie für die breite Masse zugänglich machte und eine Art Ersatz für das gelesene Wort war da nur sehr wenige Menschen des Lesens fähig waren. Man kann also annehmen, dass die literarischen Methoden bereits vor ihrer Benennung unbewusst als solche auch in anderen Gattungen, wie bei diesem Beispiel, in dem die literarische Form dem Bild bereits innerwohnt, Anwendung fanden.
Da die Kunstwissenschaft eine eher junge ist, bedient sie sich heute meist der literarischen Analyseverfahren. In dieser Arbeit werde ich mich mit den Hürden der Analysemethoden beschäftigen, welche Wolfgang Kemp in „Ellipsen, Analepsen, Gleichzeitigkeiten. Schwierige Aufgaben für die Bilderzählung“ thematisiert und werde anhand verschiedener Beispiele die Anwendbarkeit prüfen. Neben dem Gemälde der Genremalerei „Reisepläne“ von Adolph Menzel, werde ich verstärkt auf Berninis Skulpturengruppe „Apoll und Daphne“ eingehen und hier auch den Aspekt der Mythologie unter Berücksichtigung der Zeitlichkeit untersuchen. Die Problematik, die sich ergibt ist natürlich, dass nicht jede einzelne Methode auf jedes Kunstwerk anwendbar ist. Es bedarf der Selektierung, bzw. einer genauen Auswahl um Zutreffendes konstruktiv anwenden zu können. Diese Problematiken bespricht Wolfgang Kemp in seiner Schrift, stets im Hinblick auf die Bilderzählung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bilderzählung. Problematik und Anwendbarkeit.

2.1. Narration in der mythologischen und skulpturalen Darstellung bei Berninis „Apoll und Daphne“

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die narrative Dimension von Kunstwerken und prüft, inwiefern literarische Analyseverfahren, insbesondere die von Wolfgang Kemp postulierten Kategorien wie Analepse, Ellipsen und Gleichzeitigkeiten, auf die bildende Kunst und speziell auf die Skulptur anwendbar sind.

  • Grundlagen der Bilderzählung und die Herausforderung der Zeitlichkeit in statischen Medien.
  • Analyse der narrativen Struktur in Adolph Menzels Gemälde „Reisepläne“.
  • Untersuchung der skulpturalen Umsetzung mythologischer Erzählstoffe am Beispiel von Berninis „Apoll und Daphne“.
  • Reflexion über die Rolle des Betrachters bei der Konstruktion narrativer Zusammenhänge durch Leerstellen.
  • Kritische Bewertung der Anwendbarkeit literaturwissenschaftlicher Begriffe auf die Kunstgeschichte.

Auszug aus dem Buch

2. Die Bilderzählung - Problematik und Anwendbarkeit

Als Basis der Erzählforschung nennt Kemp zunächst die Unterscheidung zwischen „erzählter Zeit“ und „Erzählzeit“. Also zwischen der Dauer, über die sich eine Handlung erstreckt, wie beispielsweise eine Geschichte, die sich über zehn Jahre ausweitet – der erzählten Zeit - und der Zeit, die der Rezipient benötigt, um die Handlung zu lesen. – die Erzählzeit. Das Erzähltempo oder die Zeitdeckung einzusetzen, bzw. zu variieren ist bei der Bilderzählung fast unmöglich, da sich das Prinzip der Rhythmisierung, nämlich des Verhältnisses zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit meist nicht in einem Bild verarbeiten lässt. Während wir uns in der Literatur die Zeit nehmen können, die wir uns nehmen möchten, um etwas zu erzählen, können Bilder dies auf Grund des begrenzten Raumes, der ihnen zur Verfügung steht und der ab einem gewissen Punkt ausgeschöpft ist, nicht. Dieses Phänomen führt Kemp durch William Hogarths Bilderzyklen an. Diese seien vollgepackt mit Ereignissen und Eindrücken, und durch die großen Zeitsprünge zwischen den einzelnen Bildern sei ein Zusammenhang durch den Betrachter nur sehr schwer zu erschließen. Die Lücke zwischen beispielsweise zwei Bildern nennt Wolfgang Kemp „Intervall“ und bezeichnet diese ebenso als „äußere Leerstelle“ bzw. als Ellipse. Daneben existiert eine weitere Leerstelle, nämlich die „innere“, welche er für die Lücken innerhalb eines Bildes verwendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen der Bilderzählung ein und definiert die methodische Herangehensweise unter Einbeziehung kunsttheoretischer Ansätze von Wolfgang Kemp.

2. Die Bilderzählung. Problematik und Anwendbarkeit.: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Erzählforschung auf die bildende Kunst übertragen und die Schwierigkeiten bei der Darstellung von Zeitlichkeit erörtert.

2.1. Narration in der mythologischen und skulpturalen Darstellung bei Berninis „Apoll und Daphne“: Dieses Kapitel analysiert spezifisch die Möglichkeiten narrativer Gestaltung in der Barockskulptur und die Bedeutung der Mehransichtigkeit für den Erzählprozess.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und stellt fest, dass die skulpturale Narration stark von der aktiven Einbindung des Betrachters und dem Wissen um mythologische Vorlagen abhängt.

Schlüsselwörter

Bilderzählung, Wolfgang Kemp, Zeitlichkeit, Analepse, Ellipse, Gleichzeitigkeit, Kunstgeschichte, Bernini, Apoll und Daphne, Adolph Menzel, Narration, Skulptur, Mythologie, Bildanalyse, Leerstellen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Konzept der Bilderzählung und der Frage, wie Zeitlichkeit und narrative Abläufe in der bildenden Kunst, insbesondere in Gemälden und Skulpturen, dargestellt und vom Betrachter rezipiert werden können.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Anwendung literaturwissenschaftlicher Analysemethoden (wie Analepse und Ellipse) auf visuelle Medien sowie die Analyse der Beziehung zwischen Bildinhalt, Zeit und Betrachterwahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung der Anwendbarkeit von Wolfgang Kemps Thesen zur Bilderzählung auf unterschiedliche Kunstwerke, um zu klären, wie erfolgreich narrative Strukturen in statischen Kunstwerken konstruiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die kunsthistorische Werkanalyse, wobei sie sich auf die von Wolfgang Kemp entwickelten narratologischen Analyseverfahren stützt und diese auf konkrete Fallbeispiele anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Bilderzählung und eine vertiefende praktische Untersuchung anhand von Adolph Menzels Gemälde „Reisepläne“ sowie Gian Lorenzo Berninis Skulpturengruppe „Apoll und Daphne“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben dem Kernthema „Bilderzählung“ sind Begriffe wie „Zeitlichkeit“, „Mehransichtigkeit“, „Mythologie“ und „Rezipientenrolle“ maßgeblich für das Verständnis der Arbeit.

Welche besondere Bedeutung hat die Mehransichtigkeit bei Berninis Werk?

Die Mehransichtigkeit ist laut der Verfasserin der entscheidende Faktor, der es dem Betrachter ermöglicht, bei einer Skulptur eine erzählte Zeit zu erleben, da das Umschreiten des Werkes sukzessive Informationen über den Prozess der Metamorphose preisgibt.

Warum ist die Kenntnis des Mythos bei „Apoll und Daphne“ so wichtig?

Da die Skulptur eine Momentaufnahme darstellt, können wesentliche narrative Zusammenhänge – wie die Motivation der Flucht oder die Hintergründe der Verwandlung – ohne die explizite Kenntnis des zugrunde liegenden Ovid-Mythos vom Betrachter allein aus dem Objekt heraus kaum vollständig erschlossen werden.

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Details

Title
Die narrative Dimension des Kunstwerks anhand der Skulpturengruppe „Apoll und Daphne“ von Gian Lorenzo Bernini und des Gemäldes "Reisepläne" von Adolph Menzel
College
University of Marburg  (Kunsthistorisches Institut)
Course
Grundlagen der Kunstgeschichte und Einführung in die Bildkünste
Grade
14,0
Author
Nigar Ghasimi (Author)
Publication Year
2015
Pages
18
Catalog Number
V305572
ISBN (eBook)
9783668034464
ISBN (Book)
9783668034471
Language
German
Tags
Wolfgang Kemp Narration Bernini Apoll und Daphne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nigar Ghasimi (Author), 2015, Die narrative Dimension des Kunstwerks anhand der Skulpturengruppe „Apoll und Daphne“ von Gian Lorenzo Bernini und des Gemäldes "Reisepläne" von Adolph Menzel, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/305572
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