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Franz Josef Strauß und die DDR-Kredite. Ein Vergleich mit "Nixon-goes-to-China"

Title: Franz Josef Strauß und die DDR-Kredite. Ein Vergleich mit "Nixon-goes-to-China"

Examination Thesis , 2015 , 67 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sebastian Behner (Author)

Politics - Region: Western Europe

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Die mediale sowie politische Aufmerksamkeit des Sommers 1983 lag auf einer Bürgschaft der noch jungen christlich-liberalen Bundesregierung unter Helmut Kohl für die DDR. Ein Kredit in Höhe von einer Milliarde D-Mark wurde der DDR von einem westdeutschen Bankenkonsortium unter Federführung der Bayerischen Landesbank bereitgestellt.

Ein solches Handeln einer im Gegensatz zur sozialdemokratischen Regierung der Ära Schmidt konservativ ausgerichteten Regierung, und insbesondere die Initiierung dieses Kredites durch die ideologischen Klassenfeinde Franz Josef Strauß und Alexander Schalck-Golodkowski, sorgten für Aufsehen und Verwunderung in der öffentlichen Wahrnehmung und den Medien.

CSU-Vorsitzender Strauß war für sein stark ausgeprägtes antikommunistisches Verhalten bekannt. Nun verhandelte eben dieser CSU-Politiker mit Alexander Schalck-Golodkowski, dem Chef des Bereichs Kommerzielle Koordinierung im Ministerium für Außenhandel der Deutschen Demokratischen Republik, über einen Kredit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR und setzte sich speziell für dessen Zustandekommen ein.

Durch diesen Kredit über eine Milliarde D-Mark und einem weiteren Kredit über 950 Millionen D-Mark im Jahr 1984, für den die BRD ebenfalls bürgte, musste die DDR – anders als andere osteuropäische Staaten wie Rumänien oder Polen – nicht ihre Zahlungsunfähigkeit erklären und konnte den Staatsbankrott verhindern. Mit der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse in der Sowjetunion und den zeitgleichen Geldflüssen von West- nach Ostdeutschland kam es zu einer deutsch-deutschen Annäherung zu Zeiten des Kalten Kriegs.

In der folgenenden Arbeit werden Franz Josef Strauß und die DDR-Kredite von 1983 und 1984 beleuchtet. Dabei wird untersucht, in wiefern es sich um ein ähnliches Phänomen wie "Nixon-goes-to-China" handelt, welches sich auf den Besuch des amerikanischen Präsidenten in China bezieht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Forschungsstand und Interesse

1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit

2 Nixon-goes-to-China

2.1 Erklärung des Nixon-goes-to-China-Phänomens im historischen Kontext

2.2 Das Besondere an Nixons Besuch in China

2.3 Zwischenfazit: Nixon-goes-to-China als Metapher und seine Wirkung bis heute

3 Die Beziehungen zwischen der BRD und der DDR

3.1 Politische Beziehungen beider Länder nach dem Zweiten Weltkrieg

3.2 Wirtschaftliche Strukturen und Handelsbeziehungen zwischen beiden Staaten bis zu den Milliardenkrediten 1983/1984

3.3 Zwischenfazit

4 Franz Josef Strauß und Alexander Schalck-Golodkowski

4.1 Alexander Schalck-Golodkowski – Leiter des Bereichs Kommerzielle Koordinierung der DDR

4.2 Die Person Franz Josef Strauß und sein politisches Wirken bis zu den Milliardenkrediten 1983/1984

4.3 Strauß‘ Haltung gegenüber der DDR und dem sozialistischen System im Kontext seiner öffentlichen Wahrnehmung

4.4 Zwischenfazit

5 Franz Josef Strauß und die DDR-Kredite

5.1 Die DDR-Kredite und ihre Auswirkungen

5.2 Reaktionen auf die DDR-Kredite

5.3 Die besondere Rolle des Franz Josef Strauß

6 Konklusion: Strauß-goes-to-DDR?

6.1 Nixon-goes-to-China

6.2 Strauß und die DDR-Kredite

6.3 Strauß-goes-to-DDR?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Milliardenkreditbürgschaften der Bundesrepublik Deutschland für die DDR im Jahr 1983 als ein deutsches Analogon zum „Nixon-goes-to-China“-Phänomen zu verstehen sind. Dabei steht die Rolle von Franz Josef Strauß im Zentrum, um zu beleuchten, wie ein dezidierter Antikommunist einen für seine politische Identität eigentlich widersprüchlichen Kurswechsel einleiten und durchsetzen konnte.

  • Analyse des „Nixon-goes-to-China“-Phänomens als Metapher für radikale politische Kurswechsel.
  • Untersuchung der deutsch-deutschen Beziehungen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten.
  • Porträt der Akteure Franz Josef Strauß und Alexander Schalck-Golodkowski.
  • Evaluation der Kreditverhandlungen und der öffentlichen Reaktionen darauf.
  • Vergleich und Einordnung der Strauß-Initiative in das gewählte theoretische Rahmenmodell.

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Besondere an Nixons Besuch in China

Bis zum Amtseintritt Richard Nixons verfolgten die USA eine Politik der kommunistischen Eindämmung und Isolierung. Diese sollte jedoch durch ein neues Balancesystem der Weltmächte ersetzt werden, indem eine deideologische Politik betrieben und das kommunistische Feindbild abgebaut werden sollten.

Nixon selbst war als Republikaner entschiedener Anti-Kommunist und hatte 1966 noch die Fortsetzung militärischer Interventionen der USA gefordert. Doch anders als in den auf Isolation des Kommunismus ausgerichteten Regierungen vor ihm forcierte die Regierung unter Richard Nixon eine Eindämmung dessen ohne Isolation. Die Außenpolitik sollte vom Image der Weltpolizei und von der Fixierung auf den Vietnamkrieg losgelöst werden, um nationale Interessen besser zu vertreten und mehr Handlungsspielraum bei der Gestaltung der US-Außenpolitik zurückzuerlangen. Dies nahm zudem verbündete Nationen stärker in die Pflicht, eigenverantwortliche Politik zu betreiben.

Die Annäherungs- und Entspannungspolitik der Nixon-Kissinger-Doktrin wurde durch innenpolitische Forderungen zusätzlich begünstigt und unterstützt. Die amerikanischen Streitkräfte sollten aus Asien abgezogen werden und es gab eine große Zustimmung in der amerikanischen Gesellschaft, die Volksrepublik China anzuerkennen.

Richard Nixon entwickelte sich in den 1950er Jahren zu einem scharfen Kritiker Pekings. In diesem Zusammenhang hielt er sich selbst, gerade aus innenpolitischen Gründen, für das Gelingen einer amerikanischen Annäherungspolitik an die Volksrepublik China für am geeignetsten. Als Anti-Kommunist musste er sich keine Vorwürfe der Beschwichtigung oder der Schwäche machen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema der DDR-Milliardenkredite und Darlegung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.

2 Nixon-goes-to-China: Historische Herleitung und Definition des Phänomens als Metapher für politisch kontraintuitive, aber strategisch bedeutsame Entscheidungen.

3 Die Beziehungen zwischen der BRD und der DDR: Analyse der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des innerdeutschen Verhältnisses nach 1945.

4 Franz Josef Strauß und Alexander Schalck-Golodkowski: Porträt der Hauptakteure und ihres politischen bzw. administrativen Handelns im Kontext der Kreditverhandlungen.

5 Franz Josef Strauß und die DDR-Kredite: Detaillierte Untersuchung der Kreditinitiierung, der Involvierung von Strauß und der Reaktionen auf die wirtschaftliche Unterstützung der DDR.

6 Konklusion: Strauß-goes-to-DDR?: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage durch Anwendung der Metapher auf das Handeln von Franz Josef Strauß.

Schlüsselwörter

Franz Josef Strauß, DDR-Kredite, Nixon-goes-to-China, Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Demokratische Republik, Alexander Schalck-Golodkowski, Milliardenkredite, Antikommunismus, Kalter Krieg, deutsch-deutsche Beziehungen, Innenpolitik, Außenpolitik, Kreditbürgschaft, Kurswechsel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Kreditbürgschaften der Bundesrepublik Deutschland für die DDR im Jahr 1983 und vergleicht diese Entscheidung mit dem amerikanischen „Nixon-goes-to-China“-Phänomen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Mittelpunkt stehen die deutsch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen, die Rolle von Franz Josef Strauß als Initiator der Kredite und die politische Wirkung dieses für einen Hardliner ungewöhnlichen Handelns.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird untersucht, ob das Handeln von Franz Josef Strauß bei der Kreditinitiierung als ein historisch vergleichbares Phänomen zum China-Besuch von Richard Nixon gewertet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse und den Vergleich politischer Akteure und deren strategischer Entscheidungen im Kontext des Kalten Krieges.

Welche Inhalte prägen den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der deutsch-deutschen Beziehungen, die Vorstellung der Akteure Strauß und Schalck-Golodkowski sowie die Untersuchung der konkreten Kredite und ihrer politischen Folgen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit zusammenfassen?

Kritische Begriffe sind unter anderem Franz Josef Strauß, Milliardenkredite, DDR-Wirtschaft, Antikommunismus und der Vergleich mit Richard Nixons Außenpolitik.

Welche Rolle spielte Alexander Schalck-Golodkowski bei den Krediten?

Als Leiter des Bereichs Kommerzielle Koordinierung war er der entscheidende Verhandlungspartner auf DDR-Seite, der Devisen durch meist unkonventionelle Wirtschaftsgeschäfte beschaffte.

Warum galt das Handeln von Franz Josef Strauß als besonders brisant?

Strauß war als überzeugter Antikommunist bekannt und hatte eine Politik des Entgegenkommens gegenüber dem DDR-Regime zuvor strikt abgelehnt, was sein Engagement für die Kredite in der Öffentlichkeit und seiner eigenen Partei zur Überraschung machte.

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Details

Title
Franz Josef Strauß und die DDR-Kredite. Ein Vergleich mit "Nixon-goes-to-China"
College
University of Siegen
Grade
2,0
Author
Sebastian Behner (Author)
Publication Year
2015
Pages
67
Catalog Number
V304114
ISBN (eBook)
9783668027664
ISBN (Book)
9783668027671
Language
German
Tags
Strauß Franz Josef Strauß DDR Kredit Kredite 1983 1984 Schalck-Golodkowski KoKo Bereich Kommerzielle Koordinierung Kohl Helmut Kohl März Wirtschaft DDR-Wirtschaft CSU
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Behner (Author), 2015, Franz Josef Strauß und die DDR-Kredite. Ein Vergleich mit "Nixon-goes-to-China", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/304114
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