Der Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg 2004 betont, dass im Fächerverbund EWG „ausgehend von den Erfahrungen der Schüler und Schülerinnen Strukturen der Massenmedien […] untersucht“ werden sollen. Die heutige Stunde knüpft somit hier im weiteren Sinne an die Leitgedanken des Bildungsplanes an. Im engeren Sinne werden in der Unterrichtsstunde zwei Kompetenzen des Themenfeldes „Umgang mit Massenmedien“ angebahnt. Die SuS sollen Medien kritisch hinterfragen, gesellschaftlich einordnen, deren Wirkung reflektieren, die Gefahren zunehmender Kommerzialisierung und Einflussnahme der Medien aufzeigen und ihr eigenes Medienverhalten kritisch hinterfragen können. Auch die Arbeitsbegriffe „Neue Medien“ und „Medienkritik“ lassen sich der Stunde zuordnen.
Inhaltsverzeichnis
1 Bedingungsanalyse
1.1 Institutionelle Bedingungen
1.2 Soziokulturelle und anthropologische Voraussetzungen
1.3 Methodische und fachinhaltliche Voraussetzungen
1.4 Einbettung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtssequenz
2 Didaktische Reflexion
2.1 Bezüge zum Bildungsplan und didaktische Grundüberlegungen
2.2 Begründung
2.3 Sachanalyse
2.4 Kompetenzen
2.5 Stundenziel
3 Methodische Reflexion
3.1 Einstieg und Überleitung
3.2 Erarbeitung
3.3 Sicherung und Abschluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der didaktischen Planung und methodischen Reflexion einer Unterrichtsstunde im Fächerverbund EWG, welche die Chancen und Risiken sozialer Netzwerke am Beispiel von Facebook thematisiert. Zentrales Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zur kritischen Auseinandersetzung mit modernen Kommunikationsmedien zu befähigen und eine fundierte Urteilsbildung im Kontext der Informationsgesellschaft zu fördern.
- Analyse des Mediennutzungsverhaltens von Jugendlichen in der modernen Informationsgesellschaft.
- Untersuchung von Facebook als Kommunikationsplattform, Wirtschaftsfaktor und politisches Instrument.
- Förderung der Medienkompetenz in den Bereichen Medienkunde, Medienkritik und Mediennutzung.
- Methodische Gestaltung eines schülerzentrierten Unterrichts durch kooperative Lernformen wie das Partnerpuzzle.
- Anbahnung von Urteilsfähigkeit hinsichtlich Datenschutz, Privatsphäre und gesellschaftlicher Teilhabe.
Auszug aus dem Buch
1.3 Methodische und fachinhaltliche Voraussetzungen
Die Sozialformen Einzel-/Partner- und Gruppenarbeit wurden in der Klasse bereits mehrfach erfolgreich erprobt. Auch wurden zwei Lerntheken, ein Partnerpuzzle und ein Kurzprojekt durchgeführt. Die Gruppen fanden sich meist selber zusammen. Jedoch gab es auch hier manchmal kleine Probleme, die dazu führten, dass Lehr- und Lernzeit verloren ging. Daher führe ich in letzter Zeit verschiedene Methoden zur Gruppenbildung durch (Kurzthemen-Gruppen, Zufallsgruppen). Für mich ist es besonders wichtig, auch während der Einzel-/Partner- und Gruppenarbeit im gesamten Klassenzimmer präsent zu sein, um die SuS einerseits zu motivieren und ihnen als diskreter Ratgeber oder Dialogpartner bei Bedarf zur Seite zu stehen.
Des Weiteren versuche ich gerade, methodische Grundlagen in Bezug auf die Themenentfaltung, Gesprächsgestaltung und Informationsstrukturierung einzuführen. Jedoch werden auch hier durch die häufigen Ausfälle die Zeitabstände groß und es bedarf zielgerichteter Wiederholungen.
Das Sozialverhalten in den einzelnen Gruppen ist gut, da die SuS sich gegenseitig bei Schwierigkeiten unterstützen und keine abfälligen Bemerkungen in Richtung der schwächeren SuS fallen. Mobbing ist in dieser Gruppe kein Problem. Individuelle Unterschiede bei der körperlichen und seelischen Entwicklung, insbesondere zwischen Mädchen und Jungen, führen dennoch zu unterschiedlichen Verhaltensweisen, da fachliche und methodische Fähigkeiten und Fertigkeiten unterschiedlich ausgeprägt sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel erläutert die institutionellen, soziokulturellen und fachlichen Rahmenbedingungen der Klasse sowie die Einbettung der Unterrichtsstunde in die gesamte Unterrichtssequenz.
2 Didaktische Reflexion: Hier wird der Bezug zum Bildungsplan hergestellt, eine fachliche Begründung geliefert, eine Sachanalyse zu Facebook durchgeführt und die angestrebten Kompetenzen sowie das Stundenziel definiert.
3 Methodische Reflexion: Dieses Kapitel beschreibt die methodischen Entscheidungen für den Unterrichtsverlauf, unterteilt in Einstieg, Erarbeitungsphase sowie die Sicherung und den Abschluss der Stunde.
Schlüsselwörter
Medienkompetenz, Soziale Netzwerke, Facebook, Medienkritik, Medienkunde, Politische Bildung, Handlungsorientierung, Unterrichtsplanung, Internet, Massenmedien, Gruppenarbeit, Datenschutz, Jugendliche, Informationsgesellschaft, Urteilsbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen und methodischen Vorbereitung einer Unterrichtsstunde zum Thema Soziale Netzwerke, speziell am Beispiel von Facebook, für eine siebte Klasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Chancen und Gefahren von Facebook, die ökonomische und politische Rolle sozialer Netzwerke sowie die Förderung von Medienkompetenz bei Jugendlichen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Medien kritisch zu hinterfragen, deren Wirkungen zu reflektieren und ein fundiertes Urteil über ihr eigenes Medienverhalten zu bilden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Unterricht folgt dem Prinzip der Handlungsorientierung und nutzt kooperative Methoden wie das Partnerpuzzle, um die aktive Auseinandersetzung der Lernenden zu fördern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse, eine didaktische Reflexion der Lernziele und Inhalte sowie eine methodische Reflexion des geplanten Unterrichtsverlaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Medienkompetenz, Medienkritik, Soziale Netzwerke, Urteilsbildung und schülerorientierter Politikunterricht.
Warum wurde explizit Facebook als Fallbeispiel gewählt?
Aufgrund der hohen Relevanz für die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und der Vielseitigkeit des Themas in Bezug auf Aspekte wie Datenschutz, Kommerzialisierung und Partizipation.
Welche Rolle spielt die Ampelmethode im Unterrichtsentwurf?
Die Ampelmethode dient dazu, das Meinungsspektrum der Klasse zu Beginn und am Ende der Stunde abzubilden, um Lernfortschritte und Meinungsänderungen sichtbar zu machen.
- Quote paper
- Alexander Eisen (Author), 2015, Lehrprobe zum Thema "Facebook". Fluch oder Segen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/304062