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Die wissenschaftlichen Revolutionen von Thomas S. Kuhn außerhalb der Wissenschaft

Titel: Die wissenschaftlichen Revolutionen von Thomas S. Kuhn außerhalb der Wissenschaft

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Fritzi Julia Froehlich (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Thomas S. Kuhns Theorie zur Wissenschaft ist deshalb so herausragend, weil sie eine entscheidende Verwandlung im Bild der Wissenschaft seiner Zeit bewirkte. Diese Verwandlung des Wissenschaftsverständnisses findet durch die Beschreibung Kuhns statt, der Wissenschaft nicht als innovativ und auf Fortschritt gerichtet, sondern als konservativ charakterisiert. Sie sei nur darauf bedacht bereits bestehende Paradigmen zu präzisieren und weiter auszubauen.

In dieser Arbeit versucht die Autorin zu überprüfen, ob Kuhns Ergebnisse zum Funktionieren und Einstellungen der Naturwissenschaften nicht noch viel weitreichender sind als bisher angenommen. Im Mittelpunkt steht dabei Kuhns Erkenntnis, dass die Naturwissenschaft nicht nach Fortschritt und Veränderung strebt, sondern bereits darauf abzielt, gefundene Paradigmata zu bestätigen und auszuweiten. Denn dies ist auch ein allgemeines Verständnis der Lebensführung. Gerade während des Studiums gilt der Anspruch, im Leben voranzukommen, Veränderungen zu begrüßen und sich weiterzuentwickeln.

Ist dies eine Selbsttäuschung? Einer intuitiven, ersten Einschätzung nach sind Paradigmen auch mit Weltbildern (oder Weltanschauungen) vergleichbar. Beide stellen Grundannahmen dar, die uns entlasten, um die Masse an Reizen und Informationen sinnvoll zu strukturieren und verarbeiten zu können.

Die Fragen, die daraus entstehen, sind deshalb folgende: Entsprechen Paradigmen in der Wissenschaft Weltbildern in der alltäglichen Lebensführung? Worin liegt die Abgrenzung zu Weltanschauungen? Sind Veränderungen der Weltbilder von uns gewünscht? Nehmen wir abweichendes Verhalten (Anomalien) von unseren Weltbildern an? Gibt es auch bei Weltbildern Krisen und welche Konsequenzen werden daraus gezogen?
Diese und weitere Fragen werden in der vorliegenden Arbeit beantwortet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kuhns Wissenschaftsphilosophie

2.1 Paradigma

2.1.1 Begriffs- und Funktionsklärung

2.1.2 Inkommensurabilität

2.2 Wissenschaftsbegriff

2.2.1 Wissenschaftshistorie

2.2.2 normale Wissenschaft

2.2.3 Analogie des Rätsellösens

2.3 Fortschritt in der normalen Wissenschaft

2.3.1 Krise der normalen Wissenschaft und Entdeckungen

2.3.2 Wissenschaftliche Revolutionen

3. Anwendbarkeit in der Philosophie am Beispiel René Descartes

3.1 Abriss der Meditationen

3.2 Abgleich mit Kuhns Theorie

3.2.1 Philosophie als Wissenschaft

3.2.2 Leib-Seele-Einheit und Dualismus als Paradigmenwechsel

3.2.3 Fazit der Anwendbarkeit

3.3 Pluralismus als Lösungsstrategie

4. Erweiterung der Theorie Kuhns auf die Lebensführung

4.1 Weltbilder als Denkstrukturen bei Kuhn und in der Psychologie

4.2 Weltbilder in der Lebens-Philosophie

4.3 Weltbilder als Paradigmen der Lebensführung

4.3.1 Inkommensurabilität

4.3.2 Die Gemeinschaft der Vertreter eines Weltbildes

4.3.3 Revolution der Weltbilder und der Fortschrittsbegriff

4.4 Fazit

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Übertragbarkeit von Thomas S. Kuhns wissenschaftstheoretischem Modell der Paradigmenwechsel auf geisteswissenschaftliche Disziplinen und die alltägliche menschliche Lebensführung. Dabei wird erforscht, inwiefern Paradigmen mit Weltbildern und Weltanschauungen vergleichbar sind und ob sich der für die Naturwissenschaften beschriebene Prozess der wissenschaftlichen Revolution auch in der individuellen Bewusstseinsbildung oder philosophischen Theorieentwicklung nachweisen lässt.

  • Kuhns Wissenschaftsphilosophie (Paradigma, Inkommensurabilität, normale Wissenschaft).
  • Kritische Analyse der Anwendbarkeit auf die Philosophie am Beispiel von René Descartes.
  • Unterscheidung zwischen starren Ideologien und flexiblen Weltanschauungen.
  • Analyse von Weltbildern als Denkstrukturen und Mechanismen der Kategorisierung.
  • Konzept des biografischen Paradigmenwechsels als Reifungsprozess.

Auszug aus dem Buch

3.3 Pluralismus als Lösungsstrategie

Allerdings ist bei allen Gemeinsamkeiten ein gravierender Unterschied zwischen den Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften festzustellen. Denn auch mit Descartes‘, wenn auch unbeabsichtigtem, Dualismus gilt die Auffassung des Leibes und der Seele als Einheit keineswegs als überholt, ihre Vertreter sowie deren Thesen und Argumente dies betreffend sind keinesfalls nichtig geworden. Ganz im Gegenteil werden sie nur als andere Auffassungen, als andere Perspektiven auf dieselbe Problematik verstanden. Besonders deutlich wird dies bei der Betrachtung von Lehrbüchern eines Fachgebiets der normalen Wissenschaft z.B. der Mathematik im Vergleich zu einem der Philosophie. In der Philosophie wird ein Themenfeld mit unterschiedlichsten Lösungsansätzen aus den unterschiedlichsten Epochen dargelegt, mit einer Ehrwürdigung der entsprechenden Vertreter.

In einem Mathematiklehrbuch dagegen findet sich ebenfalls eine Problemstellung, aber nur mit der Lösung, gemäß des aktuell akzeptierten Wissensstand und lediglich als didaktischer Kniff werden gelegentlich alte Ansichten vorgeführt. Dementsprechend wird auch nur Forschung gemäß des letzten, gültigen Paradigmas anerkannt. Die Philosophie dagegen, bzw. die Geisteswissenschaften im Allgemeinen, bieten einen Pluralismus an, in dem verschiedene, sogar gegensätzliche Paradigmen koexistieren können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung auf, ob sich Kuhns naturwissenschaftliches Modell auf die Geisteswissenschaften und die menschliche Lebensführung übertragen lässt.

2. Kuhns Wissenschaftsphilosophie: Das Kapitel erläutert die zentralen Fachbegriffe Kuhns, wie Paradigma, normale Wissenschaft und wissenschaftliche Revolution, und stellt den zirkulären Fortschrittsprozess dar.

3. Anwendbarkeit in der Philosophie am Beispiel René Descartes: Hier wird untersucht, ob Descartes' Werk als Paradigmenwechsel verstanden werden kann, wobei die Unterschiede zwischen Natur- und Geisteswissenschaften hinsichtlich ihrer Offenheit für Pluralismus hervortreten.

4. Erweiterung der Theorie Kuhns auf die Lebensführung: Dieses Kapitel analysiert Weltbilder als kognitive Strukturen und vergleicht Ideologien sowie Weltanschauungen mit wissenschaftlichen Paradigmen.

5. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer Reflexion der eigenen Weltanschauung zur Wahrung eines pluralistischen Weltverständnisses.

Schlüsselwörter

Thomas S. Kuhn, Paradigma, Paradigmenwechsel, Wissenschaftsphilosophie, Inkommensurabilität, normale Wissenschaft, René Descartes, Leib-Seele-Dualismus, Weltbilder, Weltanschauung, Ideologie, Kategorisierung, Lebensführung, Pluralismus, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die von Thomas S. Kuhn für die Naturwissenschaften entwickelte Theorie der wissenschaftlichen Revolutionen auch auf geisteswissenschaftliche Bereiche und die individuelle Lebenswelt angewendet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Paradigmen, der kritischen Überprüfung philosophischer Ansätze am Beispiel Descartes und der soziopsychologischen Erforschung von Weltbildern und Ideologien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob Paradigmen in der Wissenschaft Weltbildern in der Lebensführung entsprechen, wo die Abgrenzung zu Weltanschauungen liegt und ob sich Veränderungen dieser Weltbilder als "biografische Paradigmenwechsel" begreifen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und vergleichende Interpretation. Kuhns Modell wird systematisch auf philosophische Texte und sozialpsychologische Konzepte appliziert, um Gemeinsamkeiten und strukturelle Unterschiede herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Kuhns Konzepte, wendet diese exemplarisch auf den Leib-Seele-Dualismus von Descartes an und diskutiert anschließend die Übertragbarkeit auf die menschliche Lebensführung, unter Einbeziehung des Unterschieds zwischen Ideologie und Weltanschauung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Paradigma, Paradigmenwechsel, Inkommensurabilität, Weltbild, Ideologie, Lebensführung und Pluralismus.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Ideologien und Weltanschauungen?

Ideologien werden als starre, monopolistische Kategorien definiert, die bei Anomalien in eine Krise führen. Weltanschauungen hingegen werden als flexiblere Sinnesstrukturen beschrieben, die Widersprüche aushalten und Pluralismus ermöglichen.

Welche Rolle spielt René Descartes in dieser Untersuchung?

Descartes dient als Fallbeispiel, um die Anwendbarkeit des Paradigmenbegriffs auf die Philosophie zu prüfen. Sein Werk wird dabei als Versuch interpretiert, durch einen Paradigmenwechsel eine Krise der Scholastik zu bewältigen.

Was bedeutet der Begriff "biografischer Paradigmenwechsel" in dieser Arbeit?

Er beschreibt den Prozess, bei dem ein Mensch seine fundamentalen Überzeugungen (Ideologien) aufgibt oder modifiziert, weil die bisherige Sichtweise die Realität nicht mehr hinreichend erklären kann, was als eine Form von Reifung verstanden wird.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die wissenschaftlichen Revolutionen von Thomas S. Kuhn außerhalb der Wissenschaft
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Thomas S. Kuhn: Die Struktur wissenschaftlicher Revolution
Note
1,3
Autor
Fritzi Julia Froehlich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
24
Katalognummer
V303901
ISBN (eBook)
9783668026643
ISBN (Buch)
9783668026650
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kuhn; Descartes; wissenschaftliche Revolution; Weltbilder; außerwissenschaftlich; Geisteswissenschaften; Paradigmenwechsel;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fritzi Julia Froehlich (Autor:in), 2015, Die wissenschaftlichen Revolutionen von Thomas S. Kuhn außerhalb der Wissenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/303901
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Leseprobe aus  24  Seiten
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