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Die Wirkung der wirtschaftlichen Versorgungslage im Ersten Weltkrieg und ihre Auswirkung auf soziale Konflikte und Revolution

Title: Die Wirkung der wirtschaftlichen Versorgungslage im Ersten Weltkrieg und ihre Auswirkung auf soziale Konflikte und Revolution

Seminar Paper , 2015 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carina Kaufmann (Author)

History of Europe - Ages of World Wars

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Summary Excerpt Details

Inwiefern sich Hunger, Konflikte und Revolution gegenseitig bedingen und inwieweit sich aus Hunger derartige Konflikte ergeben, die dann wiederum in einer Revolution enden, soll in der vorliegenden Arbeit untersucht werden. Hierbei soll der Schwerpunkt insbesondere auf der Versorgungslage der deutschen Bevölkerung und der damit einhergehenden Schwierigkeiten im Zeitraum von 1914 bis 1918 liegen.

Vor diesem Hintergrund ist es zunächst notwendig, den Revolutionsbegriff zu definieren und auf den aktuellen Forschungsstand der Revolutionsforschung einzugehen. Im Anschluss soll die Lebensmittelversorgung der Deutschen Bevölkerung mit ihren folgenreichen Schwierigkeiten dargestellt und analysiert werden, bevor auf die Radikalisierung der Stimmungslage innerhalb der Bevölkerung eingegangen wird. Abschließend betrachtet die vorliegende Arbeit die Spannungen und Stimmungslage innerhalb der OHL, der Regierung und der Kriegsleitung und beschreibt die revolutionären Ereignisse.

Hunger, soziale Konflikte, Revolution - Auf den ersten Blick handelt es sich bei diesen drei Wörtern um eine Aufzählung bzw. eine Aneinanderreihung von Substantiven, deren Beziehung zueinander zunächst nicht ganz ersichtlich sein mag. Ihre Bedeutungen und Ausmaße bleiben im Verborgenen und treten erst bei genauerer Auseinandersetzung mit den jeweiligen Begriffen zum Vorschein. Durch die Berücksichtigung der Bedeutung, die hinter den jeweiligen Wörtern steht wird klar, dass es sich bei dieser Art von Aufzählung insbesondere um eine Steigerung handelt.
Während “Hunger“ im Hinblick auf die Ausgestaltung des Begriffes in der Realität harmloser als “Konflikte“ zu sein scheint, stellt die “Revolution“ das folgenreichste und hierarchisch höchste Glied in dieser Reihe dar. Doch was hat dies mit der Geschichte des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg zu tun?
Berücksichtigt man die Vorgänge und Ereignisse des Ersten Weltkrieges, so wird deutlich, dass diese drei Begriffe in einem viel engeren Zusammenhang stehen, als anfangs angenommen. Überträgt man diese Begriffe nämlich auf die Geschehnisse und Entwicklungen im Deutschen Reich, so lassen sich die bloßen Wörter mit entsprechenden konkreten Inhalten und Assoziationen füllen.
Sind Wortbedeutung und die damit verbundenen Bedeutungen für das Deutsche Reich im Ersten Weltkrieg klar, so bleibt die Frage, in welcher Beziehung diese Wörter und somit im übertragenen Sinne auch in welchem Verhältnis die jeweiligen Entwicklungen zueinander stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Überlegungen

1.1 Forschungsstand

1.2 Definition des Revolutionsbegriffes

2. Hunger und soziale Konflikte als Wegbereiter der Revolution 1918/19

2.1 Deutschlands Situation vor Kriegsbeginn

2.2 Deutschland zu Beginn des Ersten Weltkrieges

2.3 Problematik der Lebensmittelversorgung

2.4 Das Rationierungssystem

2.5 Der Schwarzhandel

3. Konflikte, Unruhen und Protestpotential

3.1 Die Situation des einfachen Volkes

3.2 Die Protestbereitschaft der Arbeiterschaft

3.3 Der Widerstand des Heeres

4. Die Revolution 1918 und ihre Begünstigungsfaktoren

4.1 Die Niederlage des Deutschen Reiches

4.2 Die Begünstigungsfaktoren der Revolution

4.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der prekären Versorgungslage, daraus resultierenden sozialen Konflikten und der Entstehung der Novemberrevolution von 1918/19 im Deutschen Reich. Es soll geklärt werden, inwieweit Hunger und soziale Not das Vertrauen in die staatliche Ordnung untergruben und als Katalysatoren für die revolutionären Ereignisse gegen Ende des Ersten Weltkrieges fungierten.

  • Versorgungslage und Lebensmittelknappheit während des Ersten Weltkrieges
  • Entwicklung staatlicher Zwangswirtschaft und Rationierungssysteme
  • Soziale Spannungen und die Verschärfung klassengesellschaftlicher Gegensätze
  • Protestbewegungen in Arbeiterschaft und Heer als Vorboten der Revolution
  • Zusammenbruch der staatlichen Autorität und das Ende der Monarchie

Auszug aus dem Buch

2.4 Das Rationierungssystem

Mit der Zwangsbewirtschaftung des Getreides bewegte sich die Reichsregierung zumindest schrittweise in Richtung einer staatlich gelenkten Versorgungspolitik, da aufgrund der sich immer weiter verschlechternden Versorgungslage, dringender Handlungsbedarf von Seiten der Regierung bestand. So wurde durch einen Bundesratsbeschluss im Januar 1915 festgelegt, sämtliches Getreide zu beschlagnahmen und die Landwirte dazu zu zwingen, ihre Getreidevorräte zu deklarieren. Durch diesen Beschluss wurden Getreideerzeugung und -verwaltung unter staatliche Aufsicht gestellt. Für die Verteilung des Getreides waren nun die Getreidegesellschaften und Kommunalverbände zuständig, wobei letztere dann wiederum das Bezugssystem auf Karten einführte. Die Getreiderationierung war der Beginn des sich entwickelnden Rationierungssystems der Lebensmittel. Es stellte zudem einen Versuch dar, die immer knapper werdenden Nahrungsmittel gerecht zu verteilen und wurde zumindest zu Beginn noch von der Bevölkerung begrüßt.

Diese äußerte nämlich einen zunehmenden Unmut den Behörden und der Reichsregierung gegenüber und forderte ein verstärktes Eingreifen und Handeln derselbigen. Wurden zunächst nur Brotkarten eingeführt, um die Getreide- und Brotrationen der Bevölkerung zu reglementieren, umfasste das Rationierungssystem bereits 1916 sämtliche Grundnahrungsmittel. Im Laufe des Krieges verringerten sich die Rationen der jeweiligen Lebensmittel drastisch. Erhielt man in Berlin 1915 noch zwei Kilogramm Brot pro Woche oder 225 Gramm Mehl pro Tag und Kopf, so waren es 1916 rund 170 Gramm Mehl und im letzten Kriegsjahr nur noch 160 Gramm pro Tag und Kopf. Ähnlich sah es bei Kartoffel- und Fleischrationen aus. Erhielt der Normalverbraucher 1916 beispielsweise noch ein Pfund Kartoffeln pro Kopf und Tag, so waren es 1917 bereits nur noch drei Pfund pro Woche. Durch die Einführung der Reichsfleischkarte im Oktober 1916 erfuhren auch die Fleischrationen ähnliche Kürzungen. Im Vergleich zu den Rationen in Friedenszeiten, welche im Durchschnitt zwischen 600 und 700 Gramm pro Woche lagen, erhielt man nun lediglich 250 Gramm. Im letzten Kriegsjahr wurden die Fleischrationen sogar von der Einwohnerzahl der Städte abhängig gemacht. Durch das immer schlechter werdende Nahrungsmittelangebot und den immer geringer werdenden Rationen, sank die durchschnittliche Kalorienzufuhr von rund 3000 Kilokalorien in Friedenszeiten auf knappe 1000 Kilokalorien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Überlegungen: Hinführung zum Thema und Definition der zentralen Begriffe Hunger, soziale Konflikte und Revolution im Kontext des Ersten Weltkrieges.

2. Hunger und soziale Konflikte als Wegbereiter der Revolution 1918/19: Analyse der wirtschaftlichen Gesamtlage, der unzureichenden Kriegsvorbereitung und der daraus resultierenden Mangelwirtschaft durch Blockaden und Rationierungen.

3. Konflikte, Unruhen und Protestpotential: Darstellung der wachsenden Radikalisierung in der Zivilbevölkerung, bei der Arbeiterschaft und im Heer aufgrund existentieller Not.

4. Die Revolution 1918 und ihre Begünstigungsfaktoren: Untersuchung der militärischen Niederlage, des Vertrauensverlusts in die Führungseliten und der finalen Faktoren, die zum Zusammenbruch der Monarchie führten.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Novemberrevolution, Lebensmittelversorgung, Rationierungssystem, Schwarzhandel, soziale Konflikte, Arbeiterbewegung, Kriegsmüdigkeit, OHL, Mangelwirtschaft, Klassengesellschaft, Nahrungsmittelnot, politische Radikalisierung, November 1918, Ende der Monarchie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und Begünstigungsfaktoren der Novemberrevolution 1918/19, wobei der Fokus gezielt auf der Rolle von Hunger und sozialen Konflikten während des Ersten Weltkriegs liegt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Zentrale Themen sind die Lebensmittelrationierung, die Auswirkungen der britischen Seeblockade, der florierende Schwarzmarkt sowie die zunehmende Protestbereitschaft in verschiedenen Bevölkerungsschichten.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Mangelernährung und die damit verbundene soziale Not der Bevölkerung zu den politischen Konflikten führten, die schließlich in die Revolution und das Ende der Monarchie mündeten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse genutzt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und zeitgenössischer Quellen basiert, um die kausalen Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher Not und politischem Umbruch aufzuzeigen.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Scheitern der deutschen Kriegsernährungswirtschaft, dem Versagen der Regierung bei der Bewirtschaftung sowie der schleichenden Radikalisierung von Arbeiterschaft und Heer durch Hunger und Autoritätsverlust.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt zusammenfassen?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Novemberrevolution, Rationierungssystem, soziale Konflikte, Mangelwirtschaft und Zusammenbruch der staatlichen Autorität charakterisieren.

Warum war das Rationierungssystem laut der Analyse kaum erfolgreich?

Das System war eine reine Reaktion auf Marktkrisen, linderte den Mangel kaum, förderte durch Ungerechtigkeit das Misstrauen gegen die Behörden und wurde zudem durch den Schwarzhandel untergraben.

Welche Rolle spielte der "Kohlrübenwinter" für die Stimmung im Volk?

Der Kohlrübenwinter markierte einen Höhepunkt der Versorgungskrise und verdeutlichte das absolute Scheitern der staatlichen Nahrungsmittelversorgung, was zu einem aggressiven Grundton in der Bevölkerung und zu verstärktem politischem Protest führte.

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Details

Title
Die Wirkung der wirtschaftlichen Versorgungslage im Ersten Weltkrieg und ihre Auswirkung auf soziale Konflikte und Revolution
College
University of Frankfurt (Main)  (Historisches Seminar)
Course
Wirtschaftsgeschichte
Grade
1,3
Author
Carina Kaufmann (Author)
Publication Year
2015
Pages
28
Catalog Number
V303870
ISBN (eBook)
9783668023413
ISBN (Book)
9783668023420
Language
German
Tags
wirkung versorgungslage ersten weltkrieg auswirkung konflikte revolution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carina Kaufmann (Author), 2015, Die Wirkung der wirtschaftlichen Versorgungslage im Ersten Weltkrieg und ihre Auswirkung auf soziale Konflikte und Revolution, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/303870
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