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Germanismen im Französischen durch Sprachkontakt während dem 1. und 2. Weltkrieg. Eine Analyse fremdsprachlicher Entlehnungen in der Literatur von Joseph Joffo

Titel: Germanismen im Französischen durch Sprachkontakt während dem 1. und 2. Weltkrieg. Eine Analyse fremdsprachlicher Entlehnungen in der Literatur von Joseph Joffo

Hausarbeit , 2013 , 35 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexandra Bünck (Autor:in)

Französische Philologie - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Beim dem Lesen des Romans "La Jeune Fille au pair" entstand die Idee, den deutschen Sprachkontakt in Frankreich während der beiden Weltkriege zu untersuchen. Aufgrund dieses umfangreichen Themas beschränkt und spezialisiert sich diese Hausarbeit auf deutsche Entlehnungen aus der Literatur von Joseph Joffo. Ziel der Hausarbeit ist, aufzudecken, welche deutschen Entlehnungen während der beiden Weltkriege in die französische Sprache gelangt sind.

Eine der wichtigsten Hauptquellen ist das Buch "La Langue allemande en France: De 1830 à nos jours" von Paul Lévy. Dieses Werk wurde ausgewählt, weil der Autor ein wichtiger Zeitzeuge ist und den für diese Hausarbeit wesentlichen Zeitraum persönlich erlebt hat. Sprachwissenschaftliche Definitionen stammen aus unterschiedlichen Lexika.

Exemplarische Beispiele stammen aus Lévys Werk oder aus Joseph Joffos Werken "Un sac de billes" und "La Jeune Fille au pair". Ersteres ist seine autobiografische Erzählung, in der er berichtet, wie er als Jude im Alter von zehn Jahren mit seinem Bruder vor den Nationalsozialisten geflüchtet ist. Letzteres handelt von einem jungen Au-pair-Mädchen, welches auf der Suche nach dem Schicksal ihrer Eltern, unter dem Vorwand die französische Sprache zu erlernen, zu einer jüdischen Familie zieht.

Als Grundbaustein der Hausarbeit beginnt Kapitel 1 mit den Definitionen der Termini Sprachkontakt, Entlehnungen, Lehnwort und Lehnprägung. Anschließend werden der Sprachkontakt und die Sprachpolitik in Frankreich während der beiden Weltkriege in Kapitel 2 vorgestellt. Der behandelte Zeitraum wird in Erster Weltkrieg, Zwischenkriegszeit und Zweiter Weltkrieg unterteilt. In Kapitel 3 folgt eine Auflistung, Kategorisierung und Analyse deutscher Entlehnungen aus den Werken "La Jeune Fille au pair" und "Un sac de billes" von Joseph Joffo. Im Schlussteil gibt es noch ein kurzes Resümee der Arbeit. Die Arbeit endet mit einem Ausblick inklusive einer eigenständig angefertigten Umfrage zum persönlichen Bekanntheitsgrad von den Entlehnungen aus der Literatur von Joseph Joffo anhand von französischsprachigen Muttersprachlern als Probanden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definitionen

1.1 Sprachkontakt

1.2.1 Lehnwort und Fremdwort

1.2.2 Lehnprägung

2. Sprachkontakt und Sprachpolitik in Frankreich während der ersten beiden Weltkriege

2.1 Erster Weltkrieg

2.2 Zwischenkriegszeit

2.3 Zweiter Weltkrieg

3. Fremdsprachliche Entlehnungen aus dem Deutschen in der Literatur von Joseph Joffo inklusive Analyse

3.1 La Jeune Fille au pair

3.2 Un sac de billes

3.3 Deskriptive Analyse der Umfrageergebnisse

Schlussteil

Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss des deutschen Sprachkontakts auf das Französische während der beiden Weltkriege zu untersuchen. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation und linguistischen Analyse von Entlehnungen aus der Literatur von Joseph Joffo, um aufzudecken, welche Begriffe Eingang in die französische Sprache gefunden haben und wie sie dort rezipiert werden.

  • Linguistische Analyse von Sprachkontakt, Lehnwörtern und Lehnprägungen
  • Historischer Kontext von Sprachpolitik und Besatzung während der Weltkriege
  • Analyse deutscher Entlehnungen in Joffos Werken "La Jeune Fille au pair" und "Un sac de billes"
  • Empirische Untersuchung zum Bekanntheitsgrad dieser Entlehnungen bei frankophonen Muttersprachlern
  • Interpretation der soziolinguistischen Auswirkungen des Sprachkontakts auf die heutige Zeit

Auszug aus dem Buch

3.1 La Jeune Fille au pair

In Joseph Joffos Roman La Jeune Fille au pair wird regelmäßig der Terminus «aryen» oder auch «aryenne» verwendet, wie die folgenden beiden Beispiele zeigen: „Son physique typiquement aryen.“ und „Il considéra avec aménité la si jolie aryenne.“ Der Terminus leitet sich ursprünglich vom Lateinischen ARIANUS und ARIENUS ab. Bei genauerer Betrachtung dieser Zitate handelt es sich um eine semantische Entlehnung aus dem Deutschen, weil es um den arischen Rassebegriff nach Adolf Hitler geht. Außerdem ruft der Begriff bestimmte Assoziationen hervor, die mit der Zeit der Nationalsozialisten zu tun hatten; somit ist der Begriff negativ belastet.

Eine weitere assimilierte Entlehnung in La Jeune Fille au pair ist das Adjektiv «berlinoise», welches vom deutschen Adjektiv «berlinisch» entlehnt wurde. In Joseph Joffos Roman tauchen auch zahlreiche Fremdwörter auf, wie z.B.: (1) «les Bund Deutscher Mädel», (2) « le Führer», (3) «Hitlerjugend», (4) «un leitmotiv», (5) «Der Stuermer» und (6) «la Wehrmacht». Gerade Fremdwörter haben einen negativen Status in der Sprachgeschichte, weil sie oft in Verbindung mit einer entwürdigten, objektiv meist stärkeren Kultur assoziiert werden. Dies ist häufig der Fall, wenn sich der eigene Staat mit dem Staat einer anderen Sprache bekriegt hatte oder noch weiterhin Krieg zwischen den Staaten herrscht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des deutsch-französischen Sprachkontakts während der Weltkriege ein und benennt die literarischen Quellen von Joseph Joffo als primäre Untersuchungsgrundlage.

1. Definitionen: Hier werden zentrale linguistische Begriffe wie Sprachkontakt, Lehnwort, Fremdwort und Lehnprägung definiert, um ein theoretisches Fundament für die Analyse zu schaffen.

2. Sprachkontakt und Sprachpolitik in Frankreich während der ersten beiden Weltkriege: Das Kapitel beleuchtet den historischen Rahmen, in dem politische Ereignisse und Besatzungen den Sprachkontakt zwischen Deutschland und Frankreich maßgeblich beeinflussten.

3. Fremdsprachliche Entlehnungen aus dem Deutschen in der Literatur von Joseph Joffo inklusive Analyse: Dieses Kapitel identifiziert und kategorisiert spezifische Entlehnungen aus Joffos Werken und verknüpft diese mit den Ergebnissen einer Umfrage zum Bekanntheitsgrad unter Muttersprachlern.

Schlussteil: Das Resümee fasst zusammen, dass viele Begriffe aus der Zeit der Weltkriege aufgrund negativer historischer Assoziationen ihren Status als Fremdwörter behalten haben und die Sprachveränderung durch den Kontext der Zeit geprägt ist.

Ausblick: Hier wird diskutiert, ob Phänomene wie die Vermischung von Singular- und Pluralbildung als Sprachbeschädigung zu werten sind und wie Sprache durch gesellschaftliche Nutzung neue Bedeutungen generiert.

Schlüsselwörter

Sprachkontakt, Lehnwort, Fremdwort, Lehnprägung, Weltkriege, Joseph Joffo, Sprachpolitik, Entlehnungen, Germanismen, Kontaktlinguistik, Sprachwandel, Besatzung, Deutsch-französische Beziehungen, Lexikon, Umfrageanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Sprachkontakt zwischen Deutschland und Frankreich, der durch die beiden Weltkriege forciert wurde, und analysiert die dabei entstandenen Entlehnungen im Französischen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die linguistischen Prozesse der Entlehnung, die historischen Hintergründe der Besatzungszeit sowie die literarische Verarbeitung dieser Sprachkontakte bei Joseph Joffo.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzudecken, welche deutschen Entlehnungen während der Weltkriege in die französische Sprache gelangten und inwiefern diese heute noch bei Muttersprachlern bekannt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine literaturwissenschaftliche Analyse der Werke Joseph Joffos mit linguistischen Definitionen und einer empirischen Umfrage zur Bestimmung des Bekanntheitsgrades der Entlehnungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, eine historische Einordnung der Sprachkontakte in den verschiedenen Kriegsphasen sowie die detaillierte Analyse der Entlehnungen aus den Romanen Joffos inklusive der Umfrageauswertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachkontakt, Entlehnungen, Germanismen, Sprachpolitik und die spezifische Literatur von Joseph Joffo charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Umfrage in der Arbeit?

Die Umfrage dient dazu, den persönlichen Bekanntheitsgrad der untersuchten Germanismen bei frankophonen Muttersprachlern zu ermitteln und so die regionale und altersspezifische Verbreitung der Lehnwörter statistisch zu belegen.

Warum wird Joseph Joffo als primäre Quelle gewählt?

Joffos autobiografische Erzählungen dienen als Zeitzeugnisse, die den direkten Kontakt mit dem deutschen Sprachraum und den Nationalsozialisten aus der Perspektive eines jüdischen Kindes thematisieren und somit authentische Entlehnungsbeispiele liefern.

Was besagt die Analyse zur Lehnprägung?

Es wird festgestellt, dass bei vielen Lehnübersetzungen das französische Determinans-Determinatum-Verhältnis angepasst wurde, um das Verständnis in der französischen Sprache zu fördern.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Sprache?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Sprache einem ständigen Wandel unterliegt und nicht allein durch Etymologie erklärbar ist, da gesellschaftliche Kontexte und politische Ereignisse die Bedeutung von Wörtern massiv beeinflussen können.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Germanismen im Französischen durch Sprachkontakt während dem 1. und 2. Weltkrieg. Eine Analyse fremdsprachlicher Entlehnungen in der Literatur von Joseph Joffo
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Romanistik)
Veranstaltung
Sprachkontakt
Note
1,0
Autor
Alexandra Bünck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
35
Katalognummer
V303479
ISBN (eBook)
9783668023314
ISBN (Buch)
9783668023321
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Französisch Linguistik Romanistik Sprachwissenschaft Weltkrieg Entlehnung emprunt Kultur Sprache Sprachkontakt Sprachpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandra Bünck (Autor:in), 2013, Germanismen im Französischen durch Sprachkontakt während dem 1. und 2. Weltkrieg. Eine Analyse fremdsprachlicher Entlehnungen in der Literatur von Joseph Joffo, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/303479
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Leseprobe aus  35  Seiten
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