In der Marktforschung ist die statistische Analyse ein bedeutender Faktor, um das Konsumentenverhalten zu analysieren. Durch die Auswertungen lassen sich relevante Schlüsse, Neigungen und Trends feststellen. Auch im Alltag finden wir einen großen Teil statistischer Erhebungen. Sei es z.B. um Wahlprognosen zu erstellen, Fahrgastzahlen zu ermitteln oder die Kundenzufriedenheit zu ermitteln. Diese Daten und Fakten haben in der Marktforschung, und somit in der Statistik, einen sehr hohen Stellenwert.
Die Statistik wird in verschiedene Teilbereiche unterteilt. Bei der deskriptiven, der beschreibenden Statistik, werden die Daten in Tabellen oder Grafiken aufbereitet und komprimiert. Ein sehr komplexes und umfassendes Teilgebiet ist die induktive Statistik. In diesem Bereich werden mithilfe von Wahrscheinlichkeitsrechnungen, die auf Stichproben angewendet werden, Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit gezogen.
In dieser Studienarbeit wird das theoretische Wissen im Zuge der Auswertung eines Fragebogens mit dem Thema „Beurteilung und Bewertung von Marken“ veranschaulicht. Dieser Datensatz dient als Untersuchungsgrundlage und wird mittels der Statistiksoftware SPSS aufbereitet und ausgewertet. Dabei werden unter der Fragestellung der Vorhersagbarkeit der Markentreue statistische Zusammenhänge analysiert, interpretiert und in verschiedenen Tests dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
2.1 Theoretische Hintergründe
2.1.1. Begriffsbestimmung: Markentreue
2.1.2. Begriffsbestimmung: Grünes Image
2.2. Forschungsfragestellung
3. Methode
3.1. Forschungsdesign und Stichprobe
3.2. Befragungsinstrument
4. Ergebnisse und Auswertung
4.1. Beschreibung und Analyse der Ergebnisse
4.2. Hypothese 1: Geschlechtsspezifischer Stellenwert der ökologischen Einstellung
4.2.1. Verfahren
4.2.2. Auswertung und Ergebnis
4.3. Hypothese 2: Zusammenhang zwischen dem grünen Markenimage und der Markentreue
4.3.1. Verfahren
4.3.2. Auswertung und Ergebnis
4.4. Hypothese 3: Geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen der Markentreue und dem grünen Image einer Marke
4.4.1. Verfahren
4.4.2. Ergebnis und Auswertung
5. Diskussion der Ergebnisse
5.1. Fazit
5.2. Grenzen und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konsumentenverhalten im Kontext des Wertewandels hin zu mehr Nachhaltigkeit und analysiert, inwieweit ein ökologisches „grünes“ Markenimage statistisch signifikante Auswirkungen auf die Markentreue hat und ob dabei geschlechtsspezifische Unterschiede auftreten.
- Wertewandel durch LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability)
- Begriffsbestimmung von Markentreue und grünem Markenimage
- Einfluss der ökologischen Einstellung auf das Kaufverhalten
- Statistische Hypothesenprüfung mittels SPSS (T-Test und Korrelationsanalyse)
- Analyse geschlechtsspezifischer Differenzen bei Markenvertrauen und Umweltbewusstsein
Auszug aus dem Buch
2.1.2. Begriffsbestimmung: Grünes Image
Ein grünes Image eines Unternehmens definiert sich nicht nur dadurch, dass es sich im engeren Sinne auch für den Umweltschutz engagiert. Es geht also nicht nur um die ökologischen Aspekte wie beispielsweise bei der Produktion, sondern vielmehr um die Glaubwürdigkeit gegenüber den Konsumenten. Denn Unternehmen, die durch ihre Kommunikationsmaßnahmen eine ökologische und nachhaltige Firmenpolitik kommunizieren, sollten im Hinblick des Klimawandels auch die Realität darstellen. Denn Unterschiede zwischen Kommunikation und Realität werden von dem Konsumenten wahrgenommen und schädigen somit dem Image des Unternehmens (vgl. Nachtwey 2009, S. 112).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zusammenfassung: Gibt einen Überblick über die Bedeutung statistischer Analysen in der Marktforschung und erläutert kurz den Aufbau der Studie anhand eines Fragebogens zur Markenbewertung.
2. Einleitung: Beschreibt den gesellschaftlichen Wertewandel in Richtung Nachhaltigkeit (LOHAS) und leitet die Relevanz der Untersuchung für Unternehmen ab.
3. Methode: Erläutert das Forschungsdesign der quantitativen Online-Befragung mit N=327 sowie das eingesetzte Instrument zur Erfassung von Markenpersönlichkeit und Werten.
4. Ergebnisse und Auswertung: Präsentiert die statistische Prüfung dreier Hypothesen mittels SPSS, wobei sowohl ökologische Einstellungen als auch der Zusammenhang zwischen grünem Image und Markentreue analysiert werden.
5. Diskussion der Ergebnisse: Führt die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Grenzen des grünen Images im Kontext anderer Qualitätsmerkmale sowie zukünftige Implikationen für das Markenmanagement.
Schlüsselwörter
Marktforschung, Markentreue, Grünes Image, Statistik, SPSS, LOHAS, Nachhaltigkeit, Konsumentenverhalten, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Ökologische Einstellung, Markenpersönlichkeit, Korrelationsanalyse, T-Test, Markenvertrauen, Wertewandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem wahrgenommenen „grünen“ Image einer Marke und der Markentreue der Konsumenten unter Berücksichtigung potenzieller geschlechtsspezifischer Unterschiede.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Schwerpunkte liegen auf dem gesellschaftlichen Wertewandel hin zur Nachhaltigkeit (LOHAS), der Operationalisierung von Markentreue und der statistischen Auswertung von Konsumentenurteilen zu ökologischen Markenattributen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu ermitteln, ob sich das grüne Image einer Marke eignet, um die Markentreue vorherzusagen, und ob Frauen oder Männer signifikant unterschiedliche Wertvorstellungen in Bezug auf Umweltschutz und Markenvertrauen aufweisen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Studie basiert auf einer quantitativen Methode mittels eines Online-Fragebogens (N=327). Die Auswertung erfolgt mit der Software SPSS, wobei T-Tests für unabhängige Stichproben und Korrelationsanalysen nach Pearson genutzt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die methodische Vorgehensweise sowie die detaillierte statistische Prüfung von drei spezifischen Hypothesen zur ökologischen Einstellung und Markentreue.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die Arbeit lässt sich primär über die Schlagworte Markentreue, Grünes Image, Nachhaltigkeit, statistische Signifikanz und Geschlechterforschung definieren.
Wurde für die Analyse die gesamte Stichprobe verwendet?
Nein, der Datensatz wurde vorab bereinigt. Nur Teilnehmer mit einer tatsächlichen Markenkenntnis flossen in die finale Analyse ein, wodurch sich die Stichprobe auf N=257 reduzierte.
Gibt es signifikante Unterschiede zwischen Männern und Frauen?
Die statistischen Tests zeigen für die untersuchten Dimensionen (ökologische Einstellung, Markentreue, grünes Image) überwiegend keinen signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschied.
Hat ein grünes Markenimage einen positiven Einfluss auf die Markentreue?
Ja, die Korrelationsanalyse nach Pearson bestätigt einen signifikanten positiven Zusammenhang: Ein glaubwürdiges grünes Image stärkt das Vertrauen in die Marke und damit die Markentreue der Kunden.
- Quote paper
- Andreas Webers (Author), 2015, Grünes Markenimage. Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der ökologischen Einstellung und der Markentreue in der Bevölkerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/303100