Diese Hausarbeit widmet sich der Erforschung möglicher Zusammenhänge zwischen dem Einsatz von Lob als Verstärker und der Anzahl von Krankmeldungen sowie Vertragsabschlüssen der Mitarbeiter. Es wird ausgewertet, inwieweit Lob positiven Einfluss auf diese zwei Merkmale nimmt. Man vermutet zur Folge eine Abnahme der Krankmeldungen sowie einer steigenden Anzahl von Vertragsabschlüssen.
Für die Prüfung wird der Verkaufsbereich eines nicht bekannten Unternehmens genutzt, bei dem es zu reichhaltigen Beschwerden von Kunden gekommen ist – eine zu lange Wartezeit in der Hotline, bis die Interessenten von einem Mitarbeiter beraten wurden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Hypothesen
1.1 Einführung
1.2 Fragestellung
1.3 Hypothesen
1.3.1 Nullhypothesen (H0)
1.3.2 Alternativhypothesen (H1)
2 Methode
3 Ergebnisse
3.1 Deskriptive Datenanalyse
3.2 Verteilung der Krankmeldungen
3.2.1 Hypothesenprüfung
3.3 Anzahl und Verteilung der Vertragsabschlüsse
3.3.1 Boxplots für die Vertragsabschlüsse Süd und Nord
3.3.2 Hypothesenprüfung
4 Diskussion der Ergebnisse
5 Literaturverzeichnis
6 Anhang
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Lob als operante Verstärkung auf die Arbeitsleistung von Mitarbeitern im Vertrieb, wobei insbesondere der Zusammenhang zwischen Lob und der Anzahl von Krankmeldungen sowie Vertragsabschlüssen analysiert wird.
- Grundlagen der operanten Konditionierung und Verstärkungspläne
- Empirische Analyse des Einflusses von Lob auf die Leistungsbereitschaft
- Vergleich von Test- und Kontrollgruppen hinsichtlich Verkaufszahlen
- Statistische Auswertung mittels deskriptiver Methoden und Inferenzstatistik
- Diskussion der betriebswirtschaftlichen Relevanz von Mitarbeitermotivation
Auszug aus dem Buch
1.1 Einführung
Eine bekannte Form des Lernens ist die operante Konditionierung, bei der bestimmte Verhaltensweisen bekräftigt oder abgeschwächt werden. Die Organismen assoziieren Ihr eigenes Verhalten, welches gewissermaßen ein operativer Eingriff auf die Umgebung ist, mit deren Konsequenz. (Myers, (2008), S.354)
Die Begriffe Belohnung und Verstärker stammen speziell aus dem Behaviorismus – einer Wirtschaftstheorie über das Verhalten von Menschen und Tieren, welche nach Vorarbeit von Psychologen Edward Lee Thorndike entstanden ist. Er stellte das Prinzip des Effektgesetzes auf. Die Theorie besteht darin, dass Verhaltensweisen häufiger auftreten, die angenehme Konsequenzen zur Folge haben, ebenso auch bestimmtes Verhalten seltener gezeigt wird, die unangenehme Konsequenzen auf sich ziehen. (Myers, (2008), S.951)
Diese Forschung wurde von dem vertrautesten Vertreter Burrhus Frederic Skinner fortgesetzt und beendet. Skinner ist der Auffassung gewesen, dass aus spontanem Verhalten Reiz-Reaktions-Muster zu erlernen sind – umgangssprachlich das Lernen durch Belohnung und Bestrafung möglich ist. (Myers, (2008), S.355)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Hypothesen: Dieses Kapitel führt in die behavioristischen Grundlagen der operanten Konditionierung ein und stellt die spezifischen Forschungsfragen sowie die aufgestellten Null- und Alternativhypothesen vor.
2 Methode: Hier wird das Untersuchungsdesign erläutert, welches durch die Aufteilung des Sales-Bereichs in eine Test- und eine Kontrollgruppe zur Untersuchung der Auswirkungen von Lob gekennzeichnet ist.
3 Ergebnisse: Die gewonnenen Daten werden deskriptiv ausgewertet und inferenzstatistisch mithilfe des Chi-Quadrat-Tests sowie des U-Tests nach Mann-Whitney auf Signifikanz geprüft.
4 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden interpretiert, wobei die positive Auswirkung von Lob auf Vertragsabschlüsse bestätigt, die Wirkung auf Krankmeldungen jedoch kritisch hinterfragt wird.
5 Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Fachliteratur.
6 Anhang: Enthält ergänzende Tabellen wie die U-Test-Tabelle zur statistischen Verifizierung.
Schlüsselwörter
Operante Konditionierung, Lob, Verstärker, Mitarbeiterleistung, Arbeitsmotivation, Vertrieb, Vertragsabschlüsse, Krankmeldungen, Deskriptive Statistik, Inferenzstatistik, U-Test nach Mann-Whitney, Betriebsklima, Behaviorismus, Personalmanagement, Leistung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob der bewusste Einsatz von Lob durch Führungskräfte als positive Verstärkung die Leistung von Mitarbeitern im Vertrieb messbar verbessern kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die behavioristische Lerntheorie, Methoden der Mitarbeitermotivation und die statistische Auswertung von Leistungsdaten in einem betrieblichen Umfeld.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu belegen, dass die Anzahl der Vertragsabschlüsse durch Lob steigt und die Krankheitsrate der Mitarbeiter gleichzeitig sinkt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde ein Between-subjects-design angewandt. Die Daten wurden mittels deskriptiver Statistik, Fisher-Test auf Unabhängigkeit und dem U-Test nach Mann-Whitney analysiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, das methodische Vorgehen bei der Gruppeneinteilung sowie die detaillierte Darstellung und statistische Prüfung der erzielten Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie operante Konditionierung, Lob als Verstärker, Mitarbeitermotivation und statistische Signifikanzprüfung charakterisieren.
Wie wurde die Kontrollgruppe im Vergleich zur Testgruppe definiert?
Die Gruppe Süd agierte als Kontrollgruppe ohne spezifische Lob-Instruktionen, während die Gruppe Nord (Testgruppe) von Führungskräften gezielt positives Feedback erhielt.
Warum konnte bei den Krankmeldungen kein signifikanter Effekt nachgewiesen werden?
Obwohl die Daten Tendenzen zeigten, überstieg der ermittelte P-Wert das Signifikanzniveau von 0,05, was statistisch dazu führte, die Nullhypothese beizubehalten.
Welchen Einfluss hat das Gehalt laut der Studie auf die Motivation?
Die Studie deutet darauf hin, dass Gehalt allein nicht die höchste Priorität für eine dauerhafte Motivation hat, sondern vielmehr das Arbeitsumfeld und Anerkennung eine entscheidende Rolle spielen.
Welche Limitationen nennt der Autor für seine Studie?
Als wesentliche Einschränkung wird die geringe Stichprobengröße von jeweils zehn Personen pro Gruppe angeführt, die eine Verallgemeinerung der Ergebnisse erschwert.
- Quote paper
- Kevin Sanchez Mendez (Author), 2015, Die Auswirkung von Belohnung und Verstärkung auf die Arbeitsleistung von Mitarbeitern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/303030