Ideale Lektüre für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Im Rahmen dieser Arbeit soll der Empirismus, als eine der wichtigsten Denkströmungen der Neuzeit, näher beleuchtet werden. Dabei gilt es nicht nur die Entstehungsgeschichte und die wichtigsten Vertreter jener Zeit zu nennen. In dieser Arbeit sollen vor allem die Interdependenzen der verschiedenen Vertreter hervorgehoben werden und eine Einordnung in die Gedankengänge jener Zeit erfolgen. Dazu sollen auch konträre und ergänzende Strömungen kurz angeschnitten und beleuchtet werden. Welche Vertreter gab es und was haben Sie mit Ihrem individuellen Schaffen am Gesamtkonzept des Empirismus beigetragen?
Das weitere Ziel dieser Arbeit besteht in der genauen Darstellung der einzelnen Elemente des Empirismus. Es gilt hierbei, das komplette Gedankengut und die einzelnen Theorien der verschiedenen Vertreter verständlich zu machen. Die Theorien sollen auf Nachvollziehbarkeit hin überprüft und in einigen Punkten kritisch beleuchtet werden, um so eine vollständige Vorstellung des „Kerns der empirischen Forschungslehre“ zu erhalten. Was macht also die empirische Denkweise aus und welche Sicht der Dinge haben die Vertreter des Empirismus?
Um die verschiedenen Strömungen jener Zeit voneinander abzugrenzen soll in der vorliegenden Arbeit auch auf die spezifischen Unterschiede der diversen Formen des Empirismus eingegangen werden. Es haben sich örtliche wie auch zeitliche Differenzen in der Interpretation der empirischen Lehre ergeben, welche es genauer zu erörtern gilt. Wo liegen also die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Denkweisen jener Zeit?
Zur Abrundung des historischen Bildes des Empirismus und um einen Bogen in die Gegenwart und die Relevanz des Empirismus am heutigen Tage zu spannen, sollen Teildisziplinen der heutigen Forschung näher beleuchtet werden.
Inhaltsverzeichnis
Forschungsfragen
1 Einführung
2 Historisches und Entwicklung des Empirismus
2.1 Aufklärung – Hintergründe
2.2 Entstehung des Empirismus
2.3 Denkströmungen der Zeit
2.3.1 Rationalismus
2.3.2 Skeptizismus
2.3.3 Materialismus
2.4 Entwicklung des Empirismus
2.4.1 Britischer Empirismus/Sensualismus
2.4.1.1 Merkmale des Britischen Empirismus
2.4.1.2 Britischer Pre-Empirismus (ca. 1600 – 1680 n. Chr.)
2.4.1.3 Hauptzeit des Britischen Empirismus (ca. 1680 – 1770 n. Chr.)
2.4.2 Logischer Empirismus/Neopositivismus
2.4.3 Konstruktiver Empirismus
3 Die Vertreter des klassischen Empirismus
3.1 John Locke
3.1.1 Leben
3.1.2 Hauptwerk
3.1.3 Die gesellschaftliche Auswirkung von Lockes Werken
3.2 David Hume
3.2.1 Leben
3.2.2 Werke
3.3 Thomas Hobbes
3.3.1 Leben
3.3.2 Werk
4 Wesentliche Bausteine der empirischen Erkenntnistheorie
4.1 Alle Erkenntnis muss auf Erfahrungen zurückgeführt werden
4.2 Annahme einer vom Wahrnehmenden unabhängigen materiellen Wirklichkeit
4.3 Alle Begriffe und Konventionen sind relativ
4.3.1 Der Begriff der Wahrheit
4.3.2 Der Begriff des Wissens
5 Probleme des Ideensystems
5.1 Das Induktionsproblem
5.2 Lösungsvorschläge zum Induktionsproblem
6 Empirismus in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen
6.1 Überblick über Empirismus in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen
Empirismus in der Betriebswirtschaftslehre
6.2.1 Kultur und interkulturelle Geschäftsbeziehungen
6.2.2 Exportzahlen in der genaueren Betrachtung
6.3 Empirismus in den Naturwissenschaften am Beispiel der Medizin
6.4 Empirismus in den Sozialwissenschaften
6.4.1 Stichprobenziehung von Ehepaaren
6.4.2 Simulieren oder Fragen?
7 Zusammenfassung und kritische Würdigung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit dem Empirismus als einer zentralen Denkströmung der Neuzeit, untersucht dessen Entstehungsgeschichte, die wichtigsten Vertreter sowie die Interdependenzen ihrer Theorien. Das primäre Ziel ist es, das Wesen der empirischen Forschungslehre umfassend darzustellen, kritisch zu hinterfragen und die Relevanz empirischer Forschungsideen für die heutige Wissenschaftslandschaft aufzuzeigen.
- Historische Entwicklung und philosophische Einordnung des Empirismus
- Analyse klassischer Vertreter wie John Locke, David Hume und Thomas Hobbes
- Kritische Beleuchtung zentraler empirischer Probleme, insbesondere des Induktionsproblems
- Anwendung empirischer Ansätze in modernen Disziplinen wie Betriebswirtschaftslehre, Medizin und Sozialwissenschaften
Auszug aus dem Buch
3.1 John Locke
John Locke wurde in Wrington als Sohn einer wohlhabenden Familie im Jahre 1632 geboren. Lockes Kindheit und Erziehung im Elternhaus war geprägt durch Kirche und Religion und der puritanischen Bewegung, die sich für die strikte Trennung von Staat und Kirche einsetzte. Locke begann 1646 seine humanistische Ausbildung an der damals sehr angesehenen Westminster School in London. Später studierte er am Christ-Church-College in Oxford Philosophie, Medizin und Naturwissenschaften. Zentralpunkt seines Studiums waren die Schriften Aristoteles.
Er unterhielt sich stets in führenden Gelehrtenkreisen und war sowohl in der Politik als auch in der Verwaltung tätig und wurde in die „Royal Society“ aufgenommen. Eine Aufnahme in die Royal Society kann als Auszeichnung für außerordentliche wissenschaftliche Leistung angesehen werden, da die Teilnehmerzahl der Royal Society stark limitiert ist. Im Jahre 1667 übernahm er die Stelle als Arzt und Sekretär beim Earl of Shaftesbury (späterer Lordkanzler), wodurch er einen tiefen Einblick in die damaligen politischen Intrigen bekam. Als der katholische Karl II. an die Macht gelangte, gingen Locke und der Earl, beide Protestanten, nach Frankreich und Holland und kehrten erst nach dem Regierungsantritt von Wilhelm von Oranien nach England zurück.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert den historischen Wandel von mystischen Erklärungsmodellen hin zu einer wissenschaftlich fundierten, auf Beobachtung basierenden Forschung und verortet den Empirismus als Wegbereiter dieser Entwicklung.
2 Historisches und Entwicklung des Empirismus: Dieses Kapitel skizziert die Entstehung des Empirismus im Kontext der Aufklärung und grenzt ihn von Strömungen wie Rationalismus, Skeptizismus und Materialismus ab.
3 Die Vertreter des klassischen Empirismus: Hier werden die Biografien, Hauptwerke und philosophischen Positionen von John Locke, David Hume und Thomas Hobbes detailliert vorgestellt.
4 Wesentliche Bausteine der empirischen Erkenntnistheorie: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahmen, dass alle Erkenntnis aus Sinneserfahrung stammt und dass Begriffe und Wahrheiten als relativ zu betrachten sind.
5 Probleme des Ideensystems: Das Kapitel widmet sich der kritischen Schwachstelle des Empirismus, dem Induktionsproblem, und diskutiert philosophische Lösungsansätze.
6 Empirismus in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen: Anhand praktischer Beispiele aus der BWL, der Medizin und den Sozialwissenschaften wird die Bedeutung empirischer Methoden für die moderne Forschung veranschaulicht.
7 Zusammenfassung und kritische Würdigung: Das Fazit resümiert den nachhaltigen Einfluss des empirischen Denkens auf die wissenschaftliche Welt und betont die Bedeutung nachvollziehbarer Beweise für den Fortschritt.
Schlüsselwörter
Empirismus, Aufklärung, Erkenntnistheorie, John Locke, David Hume, Thomas Hobbes, Induktionsproblem, Rationalismus, Sinneserfahrung, Sozialforschung, Wissenschaftstheorie, Betriebswirtschaftslehre, empirische Adäquatheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Empirismus als eine der einflussreichsten philosophischen Strömungen der Neuzeit und beleuchtet dessen historische Entwicklung sowie seine Anwendung in der heutigen Wissenschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der empirischen Philosophie, die Analyse bedeutender Vertreter, die theoretischen Grundlagen der Erkenntnisgewinnung und die praktische Umsetzung empirischer Methoden in verschiedenen Disziplinen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, das Gedankengut der empirischen Schule verständlich zu machen, die Interdependenzen der Vordenker zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie empirische Prinzipien die moderne Forschungspraxis geprägt haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische und literaturanalytische Arbeit, die philosophische Originalwerke und ergänzende Fachliteratur vergleichend auswertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die wichtigsten Vertreter (Locke, Hume, Hobbes), die Kernelemente der empirischen Erkenntnistheorie, die logischen Herausforderungen wie das Induktionsproblem sowie konkrete Anwendungsbeispiele in Wissenschaftsdisziplinen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Empirismus, Erkenntnistheorie, Induktionsproblem, Erfahrung, Sinneswahrnehmung und Wissenschaftstheorie.
Wie definiert John Locke das menschliche Wissen bei der Geburt?
Locke beschreibt den menschlichen Geist bei der Geburt als „unbeschriebenes Blatt“ (tabula rasa), das erst im Laufe des Lebens durch äußere Sinneserfahrungen und innere Reflexion mit Wissen gefüllt wird.
Was ist das „Induktionsproblem“?
Das Induktionsproblem hinterfragt die wissenschaftliche Praxis, von einer begrenzten Anzahl an Einzelfällen auf ein allgemeingültiges Gesetz zu schließen, da eine solche logische Schlussfolgerung prinzipiell nicht absolut gesichert ist.
Wie unterscheidet sich der konstruktive Empirismus von früheren Ansätzen?
Der konstruktive Empirismus, geprägt von Bas van Fraassen, fokussiert sich weniger auf die Suche nach absoluter Wahrheit, sondern darauf, Theorien zu entwickeln, die „empirisch adäquat“ sind, also die beobachtbaren Phänomene korrekt beschreiben.
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- Alexander von Hohenberg (Author), 2014, Der Empirismus. Vertreter, Theorie und die Auswirkungen auf die moderne Forschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/302982