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"Saget mir ieman, waz ist minne?" Walther von der Vogelweide und die Frage nach dem Wesen der Minne

Titel: "Saget mir ieman, waz ist minne?" Walther von der Vogelweide und die Frage nach dem Wesen der Minne

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 17 Seiten

Autor:in: Tobias Crump (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"Saget mir ieman, waz ist minne?" (Ton 44 nach Comeau bzw. L. 69, 1 ff. nach Karl Lachmannscher Zählweise) ist ein Minnelied von Walther von der Vogelweide und beschäftigt sich mit der Frage nach dem Wesen der Minne. Eine Frage, die auch heute noch in der Forschung aktuell ist.

Ich werde in der folgenden Arbeit auf diese Frage eingehen und mich mit der Abkehr Walthers von der Tradition der Hohen Minne beschäftigen, die er mit diesem Diskurs über die Rolle von Mann und Frau, einleitet und die die „Forderung nach Gegenseitigkeit in den Minnesang“ einführt.

Es geht ihm hierbei nicht um die Schönheit der Frau oder den Wunsch, sich einer zu nähern, sondern vielmehr um das Wesen der Minne, die für ihn beidseitig sein muss.
Hat Walther mit der revocatio am Ende seines Liedes seine vorherigen Aussagen zurückgenommen oder dient diese nur dazu, den höfischen Konventionen von Minnesang zu entsprechen? Und ist der Sprecher, das Lyrische Ich, stellvertretend für Walthers persönliche Meinung zu verstehen oder nur als literarische Person, die nichts mit den Ansichten des Autors zu tun hat?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überlieferung

2.1 Form

2.2 Aufbau

3. Textanalyse

4. Bewertung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Minnelied "Saget mir ieman, waz ist minne?" von Walther von der Vogelweide. Das Hauptziel besteht darin, Walthers Abkehr von der traditionellen Hohen Minne und seine Forderung nach Gegenseitigkeit im partnerschaftlichen Liebesverhältnis zu analysieren sowie die Funktion der eingearbeiteten rhetorischen Mittel und der Revocatio am Ende des Liedes zu ergründen.

  • Analyse des Wesens der Minne aus der Perspektive Walthers von der Vogelweide.
  • Untersuchung der Überlieferungsgeschichte des Liedes in verschiedenen Handschriften.
  • Untersuchung der formalen Struktur und des Aufbaus der Stollenstrophen.
  • Diskussion der Rolle des lyrischen Ichs als Minnesänger versus Minneherr.
  • Deutung der Revocatio als Mittel der konventionellen Anpassung oder provokativen Distanzierung.

Auszug aus dem Buch

3. Textanalyse

Walther bedient sich in diesem Minnelied einer klassischen Komponente des Minnesangs, er spricht sowohl die vrouwe als auch das Publikum ieman an, wobei nicht definitiv zu sagen ist, ob es sich um ein fiktives oder reales Publikum handelt. Dies ist aber auch nicht entscheidend, wenn man bedenkt, dass wahrscheinlich mehrere Versionen des Liedes auf verschiedene Vorträge zurückzuführen sind. Diese höfische Modell-Situation aus Minneherr, Minneherrin und Minnepublikum bietet für ihn den Einstieg in die Frage nach dem Wesen der Minne. Sie ist wohl eher als theoretisch und als Einführung in das Thema des Liedes anzusehen, auch wenn Martin Wenske sie als „sokratisch“ ansieht.

Ob Walther hiermit dem „Hohen Sang [..] eine bestürzende Absage“ erteilt, wie Ingrid Kasten vermutet, bleibt aber noch festzustellen.

Walther behauptet in Strophe I weiz ich des ein teil (I,2), sagt jedoch auch, dass er gerne sô west ich es gerne mê (I,2). So nutzt er seine rhetorischen Fähigkeiten, um seine Urteilfähigkeit herabzusetzen und die seiner Hörer zu erhöhen. Er macht deutlich, dass er sich durchaus in den Grundzügen und Merkmalen der Minne auskennt, aber lernwillig und für Anregungen offen ist, wie er mit der sich baz denne ich versinne (I,3) klarstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Minnelied "Saget mir ieman, waz ist minne?" ein und formuliert die zentrale Fragestellung bezüglich Walthers Abkehr von der höfischen Tradition.

2. Überlieferung: Hier werden die verschiedenen Handschriften und Strophenfolgen des Liedes sowie die textkritischen Entscheidungen für diese Arbeit dargelegt.

2.1 Form: Dieser Abschnitt erläutert die diskursiven Merkmale des Liedes und das besondere Verständnis von Minne bei Walther.

2.2 Aufbau: Die formale Strophenstruktur und die harmonische Zweiteilung des Liedes werden hier strukturell analysiert.

3. Textanalyse: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte Interpretation der einzelnen Strophen sowie der rhetorischen Strategien und der Rolle des lyrischen Ichs.

4. Bewertung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einordnung des Liedes in den Kontext von Walthers Werk und seiner Bedeutung für die Weiterentwicklung des Minnesangs.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Walther von der Vogelweide, Minnesang, Saget mir ieman, waz ist minne, Minne, Gegenseitigkeit, Höfische Konventionen, Lyrisches Ich, Revocatio, Überlieferung, Handschriften, Literaturwissenschaft, Mittelhochdeutsch, Hohe Minne, Minneklage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Minnelied "Saget mir ieman, waz ist minne?" von Walther von der Vogelweide und untersucht, wie der Dichter darin kritisch mit den Konventionen des Minnesangs bricht.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen das Wesen der Minne, die Forderung nach Gegenseitigkeit in der Liebe und die rhetorische Auseinandersetzung mit dem Publikum und der Minneherrin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob Walther mit diesem Lied eine radikale Absage an die höfische Liebeskonzeption erteilt oder ob es sich um ein bewusstes Spiel mit diesen Konventionen handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die philologische Methoden wie den Vergleich von Handschriften (Überlieferung) mit interpretatorischen Ansätzen der Germanistik kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Überlieferungsgeschichte, eine formale Analyse sowie eine detaillierte Strophen-für-Strophe-Interpretation des Liedtextes.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Minnesang, Gegenseitigkeit, Revocatio, mittelalterliche Literatur, Walther von der Vogelweide und höfische Konventionen.

Warum spielt die Strophenfolge eine so große Rolle für die Interpretation?

Je nach Handschrift (z.B. EFO im Vergleich zu C) ändert sich die Abfolge der Strophen, was maßgeblich beeinflusst, ob das Lied als provokative Absage oder als Ausdruck eines liebestrunkenen Werbens wahrgenommen wird.

Welche Bedeutung kommt der "Revocatio" im Lied zu?

Die Revocatio am Ende des Liedes dient als Widerruf oder Distanzierung, wobei die Forschung diskutiert, ob sie lediglich der Absicherung vor einem konservativen Publikum dient oder den vorherigen Bruch mit der Tradition noch unterstreicht.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Saget mir ieman, waz ist minne?" Walther von der Vogelweide und die Frage nach dem Wesen der Minne
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Autor
Tobias Crump (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V302071
ISBN (Buch)
9783668010284
ISBN (eBook)
9783956877469
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Walther von der Vogelweide Ton 44 Saget mir ieman waz ist minne? L. 69.1ff
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Crump (Autor:in), 2014, "Saget mir ieman, waz ist minne?" Walther von der Vogelweide und die Frage nach dem Wesen der Minne, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/302071
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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