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Theoretische Erklärungen für die Bildungsnachteile von Schülern mit Migrationshintergrund

Title: Theoretische Erklärungen für die Bildungsnachteile von Schülern mit Migrationshintergrund

Seminar Paper , 2012 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: Klaus Ebert (Author), Sandra Ebert (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation

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Fast tagesaktuell und immer wieder neu werden in politischen Debatten die Problematiken der Bildungserfolge von Schülern mit Migrationshintergrund diskutiert.
Die Ergebnisse zur Bildungsbeteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund weisen erschreckende Tendenzen auf. Sie zeigen eine systematische Benachteiligung im Bildungssystem. Indikator für dieses Ergebnis ist die starke Präsenz der Kinder mit Migrationshintergrund in Sonder- und Hauptschulen, in Gymnasien hingegen sind sie deutlich unterrepräsentiert. Häufig verlassen sie die Schule ohne jeglichen Abschluss.

Die Pisastudien von 2000 und 2003 deuten dies an, indem sie den Kindern aus zugewanderten Familien schlechtere Testergebnisse in der Lesekompetenz bescheinigen und zeigen, dass sie Klassen öfter wiederholen müssen.
Seit Pisa und anderen scheint es, als würden Politiker verzweifelt umherirren, um das Bildungssystem zu „verschlimmbessern“. Kaum ein Schuljahr vergeht, ohne dass gravierende Veränderungen im Schulsystem für neuen Gesprächsstoff sorgen. Beispiele hierfür sind G9 oder G8+, Werkrealschule und mit dem Machtwechsel in Baden – Württemberg kommt nun auch noch ein Konzept der Gesamtschule hinzu.

Ein unglaublich großes Netz an Möglichkeiten, welches die Frage aufdrängt, ob hier noch sowohl SchülerInnen als auch Eltern einen Überblick haben, um die passgenaue Schule zu finden?!
Doch ist dies der wirkliche Grund für die vermeintlich schlechten Bildungserfolge von SchülernInnen mit Migrationshintergrund?
Frau Dr. Heike Diefenbach, eine Soziologin und Ethnologin, die als Expertin in Sachen Migration bezeichnet wird, hat in einer ihrer Veröffentlichungen einen Versuch unternommen, theoretische Erklärungen für die Bildungsnachteile von SchülerInnen mit Migrationshintergrund darzustellen.
Im nachfolgenden Text wollen wir diese Erklärungsmuster im Wesentlichen kurz skizzieren und am Ende unserer Ausführungen noch einen kleinen Exkurs in empirische Befunde mit einem entsprechenden Fazit wagen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangssituation

2. Erklärungsmuster für die Bildungsnachteile von SchülerInnen mit Migrationshintergrund

2.1 Die Erklärung durch kulturell bedingte Defizite

2.2 Die humankapitaltheoretische Erklärung

2.3 Erklärungen durch Merkmale des schulischen Kontextes

2.4 Die Erklärung durch institutionelle Diskriminierung

3. Abschließende Worte

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den theoretischen Erklärungsansätzen für die systematische Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem auseinander. Ziel ist es, die von der Soziologin Dr. Heike Diefenbach formulierten Erklärungsmuster zu skizzieren, deren wissenschaftliche Belastbarkeit zu prüfen und den aktuellen Forschungsstand sowie notwendige Perspektiven zu beleuchten.

  • Analyse der Bildungsbeteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund.
  • Darstellung kulturtheoretischer und humankapitaltheoretischer Erklärungsmodelle.
  • Untersuchung schulkontextueller Merkmale und institutioneller Diskriminierungsprozesse.
  • Kritische Reflexion über die Wirksamkeit bisheriger integrationsfördernder Maßnahmen.
  • Diskussion über notwendige gesellschaftliche und bildungspolitische Strukturveränderungen.

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Erklärung durch institutionelle Diskriminierung

Der Erklärungsstrang der Bildungsnachteile von Schülern mit Migrationshintergrund, der sich auf die institutionelle Diskriminierung dieser Schülergruppe konzentriert, fußt auf der zentralen Annahme, dass das System Schule einer Systemlogik folgt, deren Ziel es ist, ihre Funktionen, darunter die Selektion von Schülern, mit ihren Organisationsinteressen, darunter die eigene Systemerhaltung, zu verbinden. Diefenbach (2011, S. 444) bezieht sich an dieser Stelle auf Kronig, der die These in den Raum stellt, dass die Auslese und Selektion von Schülern schulrechtlich und institutionell gewünscht sei. Doch wie wird nun dieser Prozess gesteuert? Einerseits wird angenommen, dass die Schüler ausgesondert werden, deren Legitimation zur Selektion am leichsten hergestellt werden kann.

Andererseits soll durch die Selektion die größte Entlastung für das System Schule hergestellt werden. Auf Schüler mit Migrationshintergrund treffen demnach diese beiden Kriterien zu: Ihren Familien wird oftmals gesellschaftlich zugeschrieben, dass sie geringe Deutschkenntnisse haben und somit eine langfristige schulische Unterstützung seitens der Eltern nicht gewährleistet ist. Durch diesen Standpunkt werde diese Auswahl gesellschaftlich weitgehend legitimiert und akzeptiert. Flam (2007, S. 2 f.) erklärt hierzu, dass Kinder der unteren Schichten sowie mit mangelnden Hochdeutschkenntnissen nach wie vor diskriminiert würden, so dass sie die Kriterien Klasse und Sprache zu ihrer negativen Auslese beitragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ausgangssituation: Dieses Kapitel skizziert die systematische Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen System und illustriert dies anhand aktueller Statistiken.

2. Erklärungsmuster für die Bildungsnachteile von SchülerInnen mit Migrationshintergrund: Dieser Hauptteil systematisiert die theoretischen Ansätze, die zur Erklärung dieser Nachteile herangezogen werden, unterteilt in familiär-kulturelle Faktoren und institutionelle Schulmerkmale.

2.1 Die Erklärung durch kulturell bedingte Defizite: Es wird analysiert, inwiefern eine kulturell geprägte Sozialisation und fehlende vorschulische Förderung zu einem Startnachteil im deutschen Schulwesen führen.

2.2 Die humankapitaltheoretische Erklärung: Dieser Abschnitt betrachtet Bildungserfolge als Ergebnis ökonomischer Investitionen der Eltern und erklärt Nachteile durch ein geringeres Humankapital der Migrationsfamilien.

2.3 Erklärungen durch Merkmale des schulischen Kontextes: Hier wird der Fokus auf institutionelle Faktoren wie Schulform, Klassenzusammensetzung und Sprachumgebungen gelegt, die Lernprozesse maßgeblich beeinflussen.

2.4 Die Erklärung durch institutionelle Diskriminierung: Dieses Kapitel beleuchtet, wie das System Schule durch Selektionsmechanismen und institutionelle Denkmuster zur Verfestigung von Nachteilen bei Migrantenkindern beiträgt.

3. Abschließende Worte: Die Autoren ziehen ein kritisches Fazit zur aktuellen Forschungslage und plädieren für tiefgreifende strukturelle Reformen im Bildungssystem.

Schlüsselwörter

Bildungsbenachteiligung, Migrationshintergrund, Bildungsbeteiligung, Humankapitaltheorie, institutionelle Diskriminierung, Schulerfolg, Chancengleichheit, Bildungssoziologie, Selektionsmechanismen, Integrationsförderung, Sprachdefizite, soziales Milieu, Schulsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen für die systematische Benachteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf soziologischen Erklärungsmodellen, wie kulturell bedingten Defiziten, humankapitaltheoretischen Überlegungen und institutionellen Diskriminierungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretischen Erklärungen von Dr. Heike Diefenbach verständlich zusammenzufassen und kritisch zu prüfen, ob diese das Phänomen der Bildungsungleichheit ausreichend begründen können.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenfassung bestehender bildungssoziologischer Studien, ergänzt durch eine kritische Reflexion des aktuellen Forschungsstandes.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Im Hauptteil werden vier verschiedene Erklärungsmuster detailliert skizziert, die von kulturellen Unterschieden bis hin zur systembedingten institutionellen Diskriminierung durch die Schule reichen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Begriffe wie Bildungsbenachteiligung, Selektion, Humankapital und institutionelle Diskriminierung sind für das Verständnis der Arbeit zentral.

Was bedeutet die "humankapitaltheoretische Erklärung" in diesem Kontext?

Dieser Ansatz betrachtet Bildungserfolge als direktes Resultat der finanziellen und zeitlichen Investitionen der Eltern, wobei Migrationsfamilien aufgrund sozioökonomischer Faktoren oft weniger Ressourcen bereitstellen können.

Welche Rolle spielt die Schule als Institution laut den Autoren?

Die Schule wird nicht als neutraler Ort betrachtet, sondern als Institution, die durch ihre Systemlogik – wie Selektion und Notengebung – zur Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen oder migrantischen Milieus beitragen kann.

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Details

Title
Theoretische Erklärungen für die Bildungsnachteile von Schülern mit Migrationshintergrund
Grade
1
Authors
Klaus Ebert (Author), Sandra Ebert (Author)
Publication Year
2012
Pages
21
Catalog Number
V301568
ISBN (Book)
9783668003606
ISBN (eBook)
9783956872358
Language
German
Tags
Bildungssoziologie Migration und Bildung Bildungsystem Migrationshindergrund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Klaus Ebert (Author), Sandra Ebert (Author), 2012, Theoretische Erklärungen für die Bildungsnachteile von Schülern mit Migrationshintergrund, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/301568
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