Die Kultur eines Unternehmens gehört zu den zentralen Grundlange seines Handelns und betrifft im Prinzip jeden Bereich seines Tätigwerdens. Es gibt praktisch keine Aktion, weder nach Innen noch nach Außen gerichtet ist, die nicht von der jeweiligen Unternehmenskultur beeinflusst wird.
Dabei ist jede Art von Unternehmenskultur nicht nur ein Unikat, sondern wird von einer Vielzahl von Prämissen beeinflusst und geformt. Eines der wichtigsten ist dabei der nationale Hintergrund des Unternehmens und damit die im jeweiligen Land herrschende Kultur, die wiederrum die Unternehmenskultur auf einer direkten Art und Weise beeinflusst.
Durch die zunehmende Internationalisierung der Geschäftsbeziehungen kommt es immer öfter zu Konflikten zwischen den jeweiligen Unternehmenskulturen. In Rahmen dieser Studienarbeit soll der Einfluss der lokalen bzw. nationalen, kulturellen Gegebenheiten auf die Unternehmenskultur erläutert werden sowie auf die daraus resultierenden Herausforderungen eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Abstrakt
2. Definition Unternehmenskultur
3. Entstehung der Unternehmenskultur
4. Einfluss der lokalen bzw. nationalen Besonderheiten auf die Unternehmenskultur
5. Herausforderungen der multinationalen Unternehmens aufgrund unterschiedlicher Unternehmenskulturen
6. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht den Einfluss nationaler kultureller Gegebenheiten auf die Ausprägung von Unternehmenskulturen im Kontext zunehmender Internationalisierung und analysiert die daraus resultierenden Herausforderungen für Unternehmen.
- Definition und grundlegende Konzepte der Unternehmenskultur
- Theoretische Entstehung von Verhaltensnormen und Werten
- Einfluss nationaler Besonderheiten auf internationale Geschäftsbeziehungen
- Unterschiede in globalen Kulturkreisen und deren Wirkung auf die Unternehmenskultur
- Herausforderungen des Managements von Sub-Unternehmenskulturen
Auszug aus dem Buch
4. Einfluss der lokalen bzw. nationalen Besonderheiten auf die Unternehmenskultur
Gerade in internationalen Kontext kann es oft vorkommen, dass die Besonderheiten der lokalen bzw. nationalen Kultur einen erheblichen Einfluss auf die Kultur des Unternehmens haben, diese jedoch von Außenstehenden nur schwer nachvollzogen oder gar erkannt werden können. Dies führt oft dazu, dass die Mitglieder einer bestimmten Kultur den Außenstehenden als unhöflich, rüpelhaft oder arrogant betrachten können, weil er die Normen und Verhaltensregeln ihrer Kultur nicht einhält, ohne dabei zu wissen, dass er von diesen Normen keine Ahnung hat.
Die wesentlichen Kulturkreise kann man dabei in verschiedenen Grundcluster ordnen. Große Kulturkreis sind z.B. Asien, Westeuropa und Nordamerika, Osteuropa, arabische Ländern. Bei den Interaktionen zwischen den Mitgliedern dieser großen Kulturkreise kommt es zu den schwerwiegendsten Unterschieden in der Unternehmenskultur, weil auch der kulturelle Hintergrund extrem unterschiedlich ist. So ist z.B. die asiatische Unternehmenskultur sehr viel hierarchischer ausgerichtet als z.B. die westeuropäische. Dies resultiert daraus, weil in Asien die Stellung des Vorgesetzten einem „Meister“ bzw. Lehrer gleicht, der über eine unangefochtene Autorität verfügt. Der Lehrling hat seine Anweisungen ohne Hinterfragen zu befolgen.
Doch auch innerhalb dieser großen Kulturkreise können erhebliche kulturelle Unterschiede identifiziert werden. So ist z.B. die Kommunikation in den anglo-sächsischen Unternehmen weitaus weniger förmlicher als es z.B. in den deutschen Unternehmen der Fall ist, obwohl beide zu dem Westeuropäischen Kulturkreis angehören.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Abstrakt: Der Einleitungsteil umreißt die Bedeutung der Unternehmenskultur als zentrales Element unternehmerischen Handelns und führt in die Thematik der konfliktbehafteten Internationalisierung ein.
2. Definition Unternehmenskultur: Dieses Kapitel definiert Unternehmen als geschlossene Systeme und benennt Einflussfaktoren wie Unternehmensziele, Produkte und lokale Besonderheiten auf die kulturelle Ausprägung.
3. Entstehung der Unternehmenskultur: Der Abschnitt erläutert, wie aus der Notwendigkeit zur Konfliktvermeidung allgemeingültige Werte und Normen entstehen, unterteilt in „Hard facts“ und „Soft facts“.
4. Einfluss der lokalen bzw. nationalen Besonderheiten auf die Unternehmenskultur: Hier wird analysiert, wie unterschiedliche nationale Kulturkreise die Wahrnehmung von Kommunikation und Hierarchie im geschäftlichen Alltag prägen.
5. Herausforderungen der multinationalen Unternehmens aufgrund unterschiedlicher Unternehmenskulturen: Dieses Kapitel thematisiert die Komplexität innerhalb multinationaler Strukturen, in denen verschiedene Sub-Unternehmenskulturen einen gemeinsamen Nenner benötigen.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die Globalisierung Unternehmen dazu zwingt, sowohl bei externen Beziehungen als auch internem „Innenleben“ vielfältige kulturelle Ebenen aktiv zu meistern.
Schlüsselwörter
Unternehmenskultur, Internationalisierung, nationale Besonderheiten, Landeskultur, Werte, Normen, Hard facts, Soft facts, Kulturkreise, Hierarchie, Multinationale Unternehmen, Sub-Unternehmenskulturen, interkulturelle Trainings, globale Geschäftswelt, Unternehmensethik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Bedeutung der Unternehmenskultur und deren Veränderung bzw. Beeinflussung durch den zunehmenden internationalen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die Definition und Entstehung von Unternehmenskultur, den Einfluss nationaler Identitäten auf geschäftliches Verhalten sowie die Problematik multinationaler Organisationen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Einfluss nationaler kultureller Gegebenheiten auf die Unternehmenskultur zu erläutern und auf die damit verbundenen Herausforderungen für globale Unternehmen hinzuweisen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenführung bestehender Modelle und Konzepte aus den Bereichen Ökonomie und Psychologie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Normen (Werten), differenziert zwischen „Hard“ und „Soft facts“ und untersucht die Auswirkungen verschiedener Kulturkreise auf Führung und Kommunikation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Unternehmenskultur, Internationalisierung, Sub-Unternehmenskulturen und die Unterscheidung von nationalen sowie kulturellen Werten.
Wie unterscheiden sich „Hard facts“ und „Soft facts“ im Unternehmenskontext?
„Hard facts“ beziehen sich meist auf gesetzliche Regelungen mit geringem Interpretationsspielraum, während „Soft facts“ ungeschriebene Regeln und Verhaltensweisen beschreiben, die kulturell stark variieren können.
Warum stellt Internationalisierung eine Herausforderung für die Unternehmenskultur dar?
Die Internationalisierung führt dazu, dass Mitarbeiter mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aufeinandertreffen, was ohne Verständnis für die jeweilige „andere“ Unternehmenskultur zu Konflikten oder Fehlwahrnehmungen führen kann.
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- Yana Petrosyan (Author), 2012, Unternehmenskultur und Internationalität. Unterschiedliche Unternehmenskulturen im internationalen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/301339