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Der gegenwärtige Nachlass frauenspezifischer Satzendpartikeln im Japanischen

Titel: Der gegenwärtige Nachlass frauenspezifischer Satzendpartikeln im Japanischen

Hausarbeit , 2008 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Andrea Kluge (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden werde ich zunächst einen Überblick über das soziale Verhalten und das Rollenbild der Frau innerhalb der japanischen Gesellschaft geben und dabei ebenso auf deren im Vollzug befindenden Wandel eingehen.

Im anschließenden Kapitel, welches konkret auf die frauenspezifischen Sprachmerkmale im Japanischen eingeht, gebe ich zunächst eine Einführung ins Japanische sowie einen kurzen Überblick zum historischen Hintergrund der japanischen „Frauensprache“, bevor ich die wesentlichen frauenspezifischen Sprachmerkmale sowie die in meiner Arbeit wichtige Kategorie der Satzendpartikeln im Detail vorstelle.

In direktem Anschluss folgt meine Untersuchung, in der ich anhand von verschiedenen japanischen Serienausschnitten den gegenwärtigen Nachlass dieser Satzendpartikeln bzw. ihre Annäherung an die unmarkierten, männlichen Satzendpartikeln aufzeigen möchte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0.0 Einleitung

1.0 Sozialverhalten und Rollenbild der japanischen Frau

2.0 Frauenspezifische Sprachmerkmale im Japanischen

2.1 Grundlegendes zur japanischen Sprache

2.2 Umriss der umgangssprachlichen Geschlechterdifferenzen

2.3 Die frauenspezifischen Satzendpartikeln im Detail

3.0 Untersuchung: Der gegenwärtige Nachlass frauenspezifischer Satzendpartikeln

4.0 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den diachronen Wandel der japanischen "Frauensprache", insbesondere den Nachlass spezifischer Satzendpartikeln in der Umgangssprache junger japanischer Frauen, und setzt diesen in Bezug zur gesellschaftlichen Emanzipation sowie dem veränderten Rollenbild der Frau.

  • Sozialer Wandel und Rollenverständnis der japanischen Frau
  • Grundlagen der geschlechtsspezifischen Sprachverwendung im Japanischen
  • Analyse typischer "Frauenwörter" und deren Bedeutung
  • Empirische Untersuchung anhand von Serienausschnitten (1972–2007)
  • Die Annäherung weiblicher Ausdrucksweisen an die unmarkierte männliche Sprache

Auszug aus dem Buch

3.0 Untersuchung: Der gegenwärtige Nachlass frauenspezifischer Satzendpartikeln

Für meine nachfolgende Untersuchung habe ich vier Ausschnitte aus verschiedenen japanischen Fernsehdramen ausgewählt und transkribiert. Einziges Kriterium meiner Auswahl war, dass alle Ausschnitte in ihrem Entstehungsdatum deutlich auseinanderliegen und sich in ihnen Gespräche zwischen zwanzig- bis dreißigjährigen japanischen Frauen finden lassen. Die Fernsehserien stammen jeweils aus den Jahren 1972, 1985, 2005 und 2007 und alle „Sprecherinnen“ sind Frauen in ihren 20ern.

Die jeweils frauenspezifischen Sprachmerkmale habe ich in den einzelnen Transkriptionen hervorgehoben. Die in ihrer Verwendung gegenwärtig eher aufgehobenen Sprachelemente habe ich dabei mit Fettschrift, die heutzutage noch gängig verwendeten Sprachelemente mit einem Unterstrich versehen. Elemente, die früher nur den Männern vorbehalten waren und nun auch von den Frauen verwendet werden, habe ich rot und fett markiert.

Der Grund, dass ich gerade Fernsehserien für meine Untersuchung ausgewählt habe, liegt zum einen an ihrer medial einfachen Abrufbarkeit dank gegenwärtig verbreiteter Internet-Videoseiten, als auch in der von Fritzsche (1998:269) nach Maderdonner (1995) zitierten Tatsache, dass sich „der Wandel der Geschlechterrollen und das Aufbrechen der geschlechtersegregierenden Domänenteilung besonders deutlich […] in der japanischen Populärkultur und in Fernsehdramen“ nachvollziehen lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

0.0 Einleitung: Die Einleitung führt in die soziolinguistische Genderlekt-Theorie ein und skizziert das Ziel der Arbeit, den Rückgang frauenspezifischer Satzendpartikeln in Japan zu untersuchen.

1.0 Sozialverhalten und Rollenbild der japanischen Frau: Dieses Kapitel erläutert den historischen Wandel vom konfuzianischen Frauenbild hin zu einer zunehmenden gesellschaftlichen Gleichstellung und Selbstständigkeit japanischer Frauen.

2.0 Frauenspezifische Sprachmerkmale im Japanischen: Das Kapitel bietet eine Einführung in die japanische Sprache sowie einen historischen Abriss der "Frauensprache" und detailliert die Verwendung spezifischer Satzendpartikeln.

3.0 Untersuchung: Der gegenwärtige Nachlass frauenspezifischer Satzendpartikeln: Hier erfolgt die empirische Analyse von vier verschiedenen Serienausschnitten, um den diachronen Rückgang weiblich konnotierter Satzendpartikeln aufzuzeigen.

4.0 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die gesellschaftliche Emanzipation der Frau zu einer messbaren Annäherung an die unmarkierte männliche Umgangssprache geführt hat.

Schlüsselwörter

Soziolinguistik, Genderlekt, Japanische Sprache, Frauensprache, Satzendpartikeln, Rollenbild, Sprachwandel, Emanzipation, Umgangssprache, Soziologie, Japan, Fernsehserien, Transkription, Geschlechterdifferenzen, Sprachverwendung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die Sprache japanischer Frauen im Kontext ihrer gesellschaftlichen Emanzipation verändert hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen Soziologie (Rollenbild der Frau) und Linguistik (geschlechtsspezifische Sprachmerkmale im Japanischen).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass der Gebrauch frauenspezifischer Satzendpartikeln zugunsten einer unmarkierten, männlich geprägten Ausdrucksweise abgenommen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Autorin führt eine empirische Analyse durch, indem sie vier unterschiedliche japanische Fernsehdramen aus verschiedenen Jahrzehnten transkribiert und linguistisch auswertet.

Was ist der Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen, den sozialen Wandel in Japan, eine detaillierte Erläuterung der Partikeln und die konkrete Analyse der ausgewählten Serienausschnitte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Genderlekt, japanische Frauensprache, Sprachwandel und geschlechtsspezifische Satzendpartikeln.

Warum spielt die Meiji-Epoche in der Arbeit eine Rolle?

Sie dient als historischer Referenzpunkt, um das konservative, konfuzianische Frauenbild und die daraus resultierenden sprachlichen Anforderungen an Frauen zu verdeutlichen.

Was bedeutet der "Nachlass" im Kontext der Satzendpartikeln?

Der Nachlass beschreibt das Phänomen, dass ehemals typisch weibliche sprachliche Formen seltener verwendet werden und zunehmend durch neutralere oder ursprünglich männliche Partikeln ersetzt werden.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der gegenwärtige Nachlass frauenspezifischer Satzendpartikeln im Japanischen
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1,3
Autor
Andrea Kluge (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V301312
ISBN (eBook)
9783656975922
ISBN (Buch)
9783656975939
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nachlass satzendpartikeln japanischen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andrea Kluge (Autor:in), 2008, Der gegenwärtige Nachlass frauenspezifischer Satzendpartikeln im Japanischen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/301312
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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