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Funktionalistischer Religionsbegriff. Bedeutung und Funktion von Religion in der Gesellschaft

Title: Funktionalistischer Religionsbegriff. Bedeutung und Funktion von Religion in der Gesellschaft

Research Paper (undergraduate) , 2013 , 11 Pages , Grade: 3

Autor:in: Veronika Pril (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology

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Religionen erfüllen eine Funktion. Bereits der polnische Sozialanthropologe Bronislaw Malinowski bemerkte dies, indem er auf die affektstabilisierende Wirkung religiöser Praktiken hinwies. Beispielsweise lässt ein Ritual vor einer längeren Schiffsfahrt die Seeleute eine gewisse Zuversicht empfinden, sodass sie auf ihre sichere Heimkehr vertrauen können.

Roy Rappaport, ein Anthropologe aus den USA, erkannte als Funktion der Religion die Regelung gesellschaftlichen und ökologischen Gleichgewichts. Seine Untersuchungen eines Ritualzyklus in Neuguinea ergaben, dass die Opferung der Hausschweine von ihrer Anzahl abhängig ist. Sind es zu viele, werden sie geopfert, doch nur, wenn sie gleichzeitig bei niedriger Population geschützt werden. Im Ritual, das ein fester Teil der Religion ist, wird also der Bestand der Hausschweine reguliert.

An diese funktionalen Ansätze knüpft der kognitive und strukturale Ansatz an, der Religion als Abbild menschlichen Handelns und zugleich als Vorbild dafür versteht.
„Religionen halten aus dieser Perspektive die Kategorien bereit, mit denen Menschen ihre Gesellschaft schaffen“ (Heidemann 2011: 188, 189). Heidemann führt als Bespiel die religiös erklärten Speisevorschriften an. Diese lassen Statusgruppen und Schichten entstehen und bilden Gemeinschaften. Anders gesagt: eine Gruppe von Menschen wird von einer anderen getrennt und entwickelt eine eigene, ganz spezielle Identität

In dieser Arbeit wird es um die Anfänge des funktionalistischen Ansatzes gehen, um die ersten Schritte hin zur Auffassung der Religion als menschliche Institution mit einer Funktion für die Gesellschaft. Wegbereiter für diesen Ansatz war unter anderem Émile Durkheim. Seine Theorie zum Religionsbegriff, sowie zur Bedeutung von Religion wird auf den folgenden Seiten beleuchtet und erklärt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die elementaren Formen des religiösen Lebens

3. Was ist Religion?

4. Der Totemismus der Aranda

5. Die Funktion von Religion

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den funktionalistischen Religionsbegriff im Kontext der Ethnologie, wobei der Fokus insbesondere auf den soziologischen Theorien von Émile Durkheim liegt. Ziel ist es, die Rolle der Religion als menschliche Institution zu beleuchten, die gesellschaftliche Zusammenhalte stiftet, Normen vermittelt und als moralische Autorität fungiert.

  • Anfänge und Grundlagen funktionalistischer Religionsansätze
  • Definition von Religion nach Émile Durkheim
  • Die Aufteilung der Welt in heilig und profan
  • Der Totemismus als Modell der gesellschaftlichen Integration
  • Religiöse Praktiken als kollektive Bewusstseinsbildung

Auszug aus dem Buch

3. Was ist Religion?

Bevor die Frage nach dem Sinn der religiösen Phänomene beantwortet werden kann, gilt es zunächst einmal den Religionsbegriff zu definieren. Diese Definition ist wichtig, denn nicht- religiöse Handlungen, Systeme von Ideen und Praktiken müssen von religiösen unterschieden werden. Religion sollte als konkret erfassbare Wirklichkeit, als eine natürliche Äußerung menschlicher Tätigkeit untersucht werden, frei von Leidenschaften, Vorurteilen und Gewohnheiten.

Gängige Definitionen messen der Religion das Charakteristikum des Übernatürlichen bei, den Glauben an eine Gottheit oder, um es allgemeiner mit E. B. Tylors Worten zu formulieren, „Religion…der Glaube an geistige Wesen“ (zit. nach E.B. Tylor in Laubscher 1983: 232). Durkheim distanziert sich von all diesen Äußerungen, da sie nicht universal für jede existierende Religion zutreffen. Außerdem nehmen sie die Religion als Ganzes in den Blick, wohingegen Durkheim sie als eine Summe aus vielen Einzelteilen versteht, als ein „komplexes System von Mythen, Dogmen, Riten und Zeremonien“ (Durkheim 2007: 60). Definieren lässt sich diese Summe also nur durch ihre Bestandteile.

Was aber alle religiösen Überzeugungen gemeinsam haben, ist die Aufteilung der Dinge, ja sogar der Welt, in zwei Klassen bzw. Bereiche: profan und heilig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die funktionalistische Betrachtung von Religion ein und skizziert die Bedeutung von Ritualen für die soziale Stabilität und Identitätsbildung anhand von Autoren wie Malinowski, Rappaport und Durkheim.

2. Die elementaren Formen des religiösen Lebens: Dieses Kapitel stellt Émile Durkheim und sein grundlegendes Werk vor, das als Ausgangspunkt für die Analyse der gesellschaftlichen Bedeutung religiöser Kulte dient.

3. Was ist Religion?: Hier wird der Religionsbegriff im Sinne einer Unterscheidung zwischen heilig und profan definiert, wobei Religion als ein komplexes System von Riten und Überzeugungen innerhalb einer Gemeinschaft verstanden wird.

4. Der Totemismus der Aranda: Der Totemismus dient als konkretes Modell, um die Integration des Individuums in den Klan und die Verehrung der Gemeinschaft als überindividuelle Macht zu veranschaulichen.

5. Die Funktion von Religion: Dieses Kapitel arbeitet die universelle Funktion von Religion heraus, die darin besteht, gesellschaftliche Ideale zu vermitteln, moralische Autorität auszuüben und das kollektive Bewusstsein zu festigen.

6. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der Religion als Bedingung für die Vergesellschaftung und als Spiegel der kollektiven Identität.

Schlüsselwörter

Funktionalismus, Religion, Émile Durkheim, Gesellschaft, Heilig, Profan, Soziologie, Ethnologie, Totemismus, Aranda, Ritual, Gemeinschaft, Kollektives Bewusstsein, Moralische Autorität, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den funktionalistischen Ansatz in der Religionsethnologie und untersucht, welche soziale Bedeutung und Funktion Religion in menschlichen Gesellschaften einnimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Religion, die Dichotomie von heilig und profan, die Analyse des Totemismus sowie die Rolle von Religion bei der Konstituierung kollektiver Identität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die religiösen Phänomene nicht als Irrtümer, sondern als soziale Realitäten zu begreifen, die dem Menschen helfen, sich in eine Gesellschaft zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die funktionstheoretische Erforschung religiöser Phänomene, insbesondere durch die theoretische Herleitung nach Émile Durkheim.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition von Religion, der Fallstudie zum Totemismus der Aranda sowie der Analyse der universellen Funktionen von Religion in der Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Funktionalismus, soziale Kohäsion, Durkheim, Heiliges, Profanes, Totemismus und kollektives Bewusstsein.

Warum wählt Durkheim gerade den Totemismus der Aranda als Modell?

Durkheim wählt diese Gesellschaftsform, da sie einfach strukturiert ist, was es ermöglicht, die wesentlichen Elemente und Funktionen von Religion deutlicher zu erkennen und auf andere Gesellschaften zu übertragen.

Wie unterscheidet sich Religion nach Durkheim von Magie?

Im Gegensatz zur Magie, die oft anonym ist und auf einer Art Arbeitsverhältnis beruht, schafft Religion eine moralische Gemeinschaft, die Menschen durch geteilte Werte und Riten verbindet.

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Details

Title
Funktionalistischer Religionsbegriff. Bedeutung und Funktion von Religion in der Gesellschaft
College
University of Münster  (Ethnologie)
Grade
3
Author
Veronika Pril (Author)
Publication Year
2013
Pages
11
Catalog Number
V300908
ISBN (eBook)
9783656970965
ISBN (Book)
9783656970972
Language
German
Tags
Religion Funktionalismus Émile Durkheim Totemismus Ritual
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Veronika Pril (Author), 2013, Funktionalistischer Religionsbegriff. Bedeutung und Funktion von Religion in der Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/300908
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