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Haushaltsproduktion in der Familie. Eine familienökonomische Perspektive

Title: Haushaltsproduktion in der Familie. Eine familienökonomische Perspektive

Term Paper , 2006 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Volkswirtin Rukiye Hamza (Author)

Economics - Finance

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Summary Excerpt Details

Die wirtschaftliche Bedeutung von Haushalt und Familie hat insbesondere seit der Gründung der New Home Economics durch den Ökonomen Gary S. Becker sowohl in der ökonomischen Theorie als auch in der Wirtschaftspolitik zugenommen. Die Reduzierung des Privathaushaltes auf die Rolle einer konsumierenden und faktoranbietenden Wirtschaftseinheit sowie ihre Vernachlässigung in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wurde in der theoretischen Analyse des Privatsektors als gravierender Mangel und als Versäumnis für die Wirtschafts- und Sozialpolitik empfunden, die eine unvollständige Erfassung der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung zur Folge hat. Darüber hinaus begünstigt die Vernachlässigung der Privathaushalte in ihrer Funktion als produktiver Wirtschaftsfaktor die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung der Haushaltsproduktion und Familienökonomie.

Durch die Anwendung der Zeitallokationstheorie und der hierauf basierenden modell-theoretischen Analyse intrafamilialer Allokationsprozesse soll dazu beigetragen werden, das bestehende Theoriedefizit zu beheben. Die monetäre Bewertung und bilanzielle Erfassung im Rahmen von Sattelitenkonten soll ferner dazu verhelfen, der Haushaltsproduktion gesellschaftliche Anerkennung zu verleihen.
Die New Home Economics erweitert den mikroökonomischen Ansatz der Konsumtheorie insofern, als dass Marktgüter nicht wie bisher direkt in die Nutzenfunktion einfließen, sondern als Vorleistungen in die Haushaltsproduktion eingehen. In der klassischen Haushaltsproduktion werden die Vorleistungen mit der Arbeitszeit und den Fähigkeiten der Haushaltsmitglieder zu Konsumgütern weiterverarbeitet und somit die produktive Tätigkeit des Haushaltssektors deutlich.
Die Wertbeimessung der Individuen für Opportunitätsmöglichkeiten der Zeitallokation hat einen großen Einfluss auf die optimal bemessene Input-Kombination der Haushaltsproduktion und wirkt sich sowohl auf den Umfang der im Haushalt produzierten Güter und Dienstleistungen, als auch auf das Arbeitsangebot, den Lohnsatz, die Konsumnachfrage der Privathaushalte und auf den gesamtwirtschaftlichen Konsum und die Beschäftigung aus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definition der Haushaltsproduktion

2. Haushaltsproduktion und Volkswirtschaft

2.1 Haushaltsproduktion und Gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge

2.2 Haushaltsproduktion und Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

3. Die Allokation der Zeit in der Familienökonomie

3.1 Empirische Ergebnisse der intrafamilialen Zeitallokation

3.2 Modell der Haushaltsproduktion nach Becker (1965)

4. Effizienz der Haushaltsproduktion

4.1 Modelltheoretische Betrachtung eines Ein-Personen-Haushaltes

4.1.1 Zeitallokation im Ein-Personen-Haushalt

4.2 Modelltheoretische Betrachtung eines Zwei-Personen-Haushaltes

4.2.1 Zeitallokation im Ein-Personen-Haushalt

4.3 Arbeitsteilung im Haushalt: Comparative Advantage in der Familienökonomie

4.3.1 Arbeitsteilung der Geschlechter in der Familie

4.3.2 Modelltheoretische Betrachtung der Spezialisierung im Haushalt

5. Wert der Haushaltsproduktion

5.1 Marktpreismethode

5.2 Methode der Opportunitätskosten

6. Zusammenfassung und Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Bedeutung der Haushaltsproduktion, deren Integration in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung sowie die theoretischen Grundlagen der intrafamilialen Zeitallokation und Arbeitsteilung.

  • Methoden der monetären Bewertung von unbezahlter Arbeit im Haushalt.
  • Analyse des Modells der Haushaltsproduktion nach Gary S. Becker.
  • Untersuchung von Effizienzvorteilen durch Spezialisierung und Arbeitsteilung.
  • Einfluss gesellschaftlicher Rahmenbedingungen auf die Erwerbsentscheidungen von Frauen.
  • Kritische Betrachtung der Vernachlässigung des Haushaltssektors in der ökonomischen Theorie.

Auszug aus dem Buch

4.3 Arbeitsteilung im Haushalt: Comparative Advantage in der Familienökonomie

In diesem Abschnitt soll untersucht werden, wie Haushaltsproduktion am ökonomisch effizientesten betrieben wird. Der Ökonom Becker führt in seiner Abhandlung „A Treatise on the Family“ (1991) an, dass sich eine effiziente Familienökonomie durch die Arbeitsteilung in der Familie und Spezialisierung in der intrafamilialen Zeitallokation auszeichnet (Becker 1991, 30).

4.3.1 Arbeitsteilung der Geschlechter in der Familie

Becker argumentiert, dass sich Ricardos Theorie des komparativen Vorteils und der Spezialisierung auch auf die Haushaltsökonomie übertragen lässt und eine Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern impliziert. Demnach zeichnet sich ein effizienter Haushalt dadurch aus, dass sich ein Mitglied im Haushalt und das andere auf dem Arbeitsmarkt spezialisieren. Auf diese Weise gelingt es dem gemeinsamen Haushalt sein Nutzenniveau zu maximieren und ein höheres Output als die individuellen Haushalte zusammen zu generieren, da sie durch die Spezialisierung Effizienzgewinne realisieren. Optimal ist, wenn sich das Haushaltsmitglied mit den geringeren Opportunitätskosten (Lohnsatz am Markt) und einem vergleichsweisen Vorteil im Haushalt auf die Haushaltsproduktion spezialisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition der Haushaltsproduktion: Abgrenzung der Haushaltsproduktion von der allgemeinen Haushaltsarbeit sowie Definition als Prozess, in dem Zeit und Marktgüter zu Endprodukten kombiniert werden.

2. Haushaltsproduktion und Volkswirtschaft: Erörterung der Gründe für die bisherige Vernachlässigung der Nichtmarktproduktion in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und deren Konsequenzen.

3. Die Allokation der Zeit in der Familienökonomie: Empirische Betrachtung der Zeitverwendung in Haushalten und theoretische Modellierung mittels Beckers Ansatz.

4. Effizienz der Haushaltsproduktion: Analyse, warum zwei Personen durch Arbeitsteilung effizienter produzieren können als Alleinlebende, unter Anwendung mathematischer Modelle.

5. Wert der Haushaltsproduktion: Darstellung verschiedener Methoden zur monetären Quantifizierung des Haushaltsektors, insbesondere Input- und Opportunitätskostenmethoden.

6. Zusammenfassung und Kritik: Resümee über die Herausforderungen der Bewertung sowie kritische Reflexion der ökonomischen Fehlanreize für Frauen.

Schlüsselwörter

Haushaltsproduktion, Familienökonomie, Zeitallokation, Arbeitsteilung, Humankapital, Opportunitätskosten, Gary S. Becker, Schattenwirtschaft, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Marktpreismethode, Spezialisierung, Erwerbstätigkeit, Familiennutzen, Effizienzgewinne, Nichtmarktproduktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomische Rolle der Haushaltsproduktion und wie diese durch Modelle der Familienökonomie theoretisch erfasst und bewertet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Zeitallokation von Haushaltsmitgliedern, der Effizienz von Arbeitsteilung in der Familie und der monetären Bewertung von unbezahlter Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Theoriedefizit hinsichtlich der Haushaltsproduktion zu beheben und die ökonomische Relevanz dieses Sektors für die Gesamtwirtschaft aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine modelltheoretische Analyse auf Basis neoklassischer mikroökonomischer Ansätze, insbesondere nach dem Modell von Gary S. Becker, angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Zeitallokation, der Effizienz von Ein- und Zwei-Personen-Haushalten sowie der Anwendung mathematischer Methoden zur Bewertung der häuslichen Wertschöpfung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Haushaltsproduktion, Zeitallokation, Familienökonomie, Spezialisierung und Opportunitätskosten.

Welche Rolle spielt die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung laut Becker?

Becker argumentiert, dass biologische Unterschiede und komparative Vorteile zu einer effizienten Spezialisierung führen, bei der Frauen häufiger im Haushalt und Männer am Markt tätig sind.

Warum ist die Bewertung der Haushaltsproduktion problematisch?

Da für Haushaltstätigkeiten keine Marktpreise existieren, ist eine objektive monetäre Erfassung schwierig, was häufig zu einer Unterbewertung führt.

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Details

Title
Haushaltsproduktion in der Familie. Eine familienökonomische Perspektive
College
Free University of Berlin  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Familienökonomik
Grade
1,3
Author
Diplom-Volkswirtin Rukiye Hamza (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V300167
ISBN (eBook)
9783656978572
ISBN (Book)
9783656978589
Language
German
Tags
haushaltsproduktion familie eine perspektive
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Volkswirtin Rukiye Hamza (Author), 2006, Haushaltsproduktion in der Familie. Eine familienökonomische Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/300167
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