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Der Freitod als Inszenierung. Ein Vergleich von Senecas und Petrons Selbstmord

Titel: Der Freitod als Inszenierung. Ein Vergleich  von Senecas und Petrons Selbstmord

Facharbeit (Schule) , 2009 , 31 Seiten , Note: 15,0

Autor:in: Eva Hittinger (Autor:in)

Latein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zusammenhang mit der Aufdeckung der Pisonischen Verschwörung gegen Nero wurden viele Verdächtigte dazu gezwungen, sich selbst umzubringen. Oft taten sie es durch das Öffnen der Pulsadern, „was damals die bequemste Todesart war“ (quae tum promptissima mortis via (Tac. ann. XVI 17, 5)). Auch Seneca und Petron, denen durch Nero die Selbstentleibung befohlen worden war, wählten diese Methode.
Die Selbstmorde dieser beiden Persönlichkeiten werden im Zuge dieser Arbeit untersucht, erläutert und verglichen.

Die Arbeit gliedert sich folgendermaßen:
Zunächst werden die Quellen, auf denen diese Arbeit aufbaut, vorgestellt, danach erfolgt ein kurzer Abriss über Leben und Werk Senecas und Petrons sowie eine Darstellung über die Zeit, in der sie lebten. Im Anschluss daran folgt eine getrennte Untersuchung beider Selbstmorde. Schließlich werden diese nach verschiedenen Gesichtspunkten miteinander verglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

1.2 Erläuterung der eigenen Vorgehensweise

2. Quellen

2.1 Leben und Werk des Cassius Dio

2.2 Leben und Werk des P. Cornelius Tacitus

2.3 Bemerkung zu den Quellen

3. Hintergrundinformationen

3.1 Kurzbiographie Senecas

3.2 Kurzbiographie Petrons

3.3 Die Pisonische Verschwörung

4. Seneca und die Philosophie

4.1 Der Einfluss der Stoa auf die Römer

4.2 Vorbilder und Lehrer Senecas

4.3 Senecas Auffassung vom Tod

5. Senecas Tod

5.1 Die Geschehnisse unmittelbar vor Senecas Tod

5.2 Senecas Selbsttötung

5.3 Die Diskussion um Tacitus’ Haltung Seneca gegenüber

6. Petrons Tod

6.1 Die Geschehnisse unmittelbar vor Petrons Tod

6.2 Petrons Selbsttötung

6.3 Zum Charakter Petrons

7. Vergleich zwischen dem Selbstmord Senecas und Petrons

8. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die erzwungenen Suizide von Seneca und Petron unter Kaiser Nero. Dabei wird analysiert, wie Tacitus und Cassius Dio diese Ereignisse darstellen und welche Rolle die stoische Philosophie sowie der politische Kontext der Pisonischen Verschwörung für die Gestaltung der jeweiligen Todesart spielen.

  • Darstellung der historischen Quellen (Tacitus und Cassius Dio)
  • Biographische Hintergründe von Seneca und Petron
  • Analyse der Pisonischen Verschwörung
  • Philosophische Einordnung des Todesverständnisses bei Seneca
  • Detaillierter Vergleich der Inszenierung beider Selbstmorde

Auszug aus dem Buch

5.2 Senecas Selbsttötung

Was Senecas Gattin Paulina angeht, so unterscheiden sich die Überlieferungen deutlich.

Dio berichtet in gehässiger Weise, „wie fast immer, wenn es um die Person des Philosophen geht“, dass Seneca seiner Frau befohlen habe, ihm in den Selbstmord zu folgen. Als Begründung habe er angegeben, dass er sie gelehrt habe, den Tod zu verachten und deshalb müsse sie mit ihm zusammen aus der Welt scheiden. Seneca habe sowohl sich selbst als auch Paulina die Adern aufgeschnitten.

Tacitus hingegen stellt die Szene deutlich positiver dar: Seneca umarmte zunächst seine Gattin Paulina und trug ihr auf, sich nach seinem Tod nicht völlig der Trauer hinzugeben und sich mit der Erinnerung an sein tugendhaftes Leben zu trösten. Paulina hatte aber den Entschluss gefasst, gemeinsam mit Seneca zu sterben und dieser widersetzte sich ihrem Wunsch nicht. Er erkannte aufgrund seiner Liebe zu ihr, dass sie durch ihren Tod möglichen „Gewalttaten“ nach dem Ableben ihres Gatten zuvorkommen würde. Er „rühmte (…) das decus ihres Entschlusses, der den seinen (…) an claritudo übertreffe.“ Gleichzeitig schwingt in amor auch eine gewisse Besorgnis mit, die aus seiner Liebe zu Paulina resultiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Suizid-Inszenierung in der Antike und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

2. Quellen: Vorstellung der primären historischen Quellen, insbesondere die Annalen des Tacitus und das Werk von Cassius Dio, sowie deren Bewertung.

3. Hintergrundinformationen: Biographische Skizzen von Seneca und Petron sowie Darstellung der politischen Umstände der Pisonischen Verschwörung.

4. Seneca und die Philosophie: Analyse des stoischen Einflusses auf Seneca, seiner Lehrer und seiner theoretischen Einstellung zum Tod.

5. Senecas Tod: Untersuchung der konkreten Umstände seines erzwungenen Suizids und der wissenschaftlichen Debatte um Tacitus’ Haltung.

6. Petrons Tod: Darstellung von Petrons Lebensstil, seiner Verwicklung in die Verschwörung und seines distanzierten, heiteren Umgangs mit dem Sterben.

7. Vergleich zwischen dem Selbstmord Senecas und Petrons: Gegenüberstellung der beiden Sterbeprozesse hinsichtlich Philosophie, Haltung und Intention.

8. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Erkenntnisse und Einordnung des bewussten Kontrasts zwischen beiden Persönlichkeiten bei Tacitus.

Schlüsselwörter

Seneca, Petron, Tacitus, Kaiser Nero, Pisonische Verschwörung, Stoa, Suizid, Selbstmord, Inszenierung, Annalen, Philosophie, Cassius Dio, Römische Geschichte, Tod, Paulina

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die unter Zwang vollzogenen Selbstmorde von Seneca und Petron während der Regierungszeit Neros und vergleicht, wie diese historisch überliefert und literarisch inszeniert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das stoische Todesverständnis, die römische Politik unter Nero, die Pisonische Verschwörung sowie die literarische Darstellung von Suiziden in antiken Geschichtswerken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Unterschiede in der "Inszenierung" des Todes bei Seneca und Petron herauszuarbeiten und zu ergründen, warum Tacitus diese beiden Suizide in seinen Annalen in einen bewussten Kontrast zueinander stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-philologische Arbeit, die auf einer quellenkritischen Analyse der antiken Texte von Tacitus und Cassius Dio sowie auf der Auswertung aktueller Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Quellen, biographische Hintergründe, die philosophische Einordnung, eine detaillierte Rekonstruktion beider Todesfälle sowie einen abschließenden analytischen Vergleich.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Seneca, Petron, Tacitus, Stoa, Pisonische Verschwörung, Suizid und Kontrastdarstellung.

Wie unterscheidet sich Senecas Sterben von dem des Petron?

Senecas Suizid wird als philosophisch ernsthaft und in Anlehnung an Sokrates dargestellt, während Petron seinen Tod mit einer inszenierten Leichtigkeit und einem distanzierten, fast ironischen Verhalten gegenüber Freunden und dem Kaiser beging.

Welche Rolle spielt die Ehefrau Paulina in der Schilderung?

Paulina wird von Tacitus als eine Frau dargestellt, die aus eigenem Willen mit ihrem Mann sterben wollte, was den heroischen Aspekt von Senecas Tod unterstreicht, während Dio dies kritischer als Befehl Senecas deutet.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Freitod als Inszenierung. Ein Vergleich von Senecas und Petrons Selbstmord
Note
15,0
Autor
Eva Hittinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
31
Katalognummer
V300062
ISBN (eBook)
9783656964872
ISBN (Buch)
9783656964889
Sprache
Deutsch
Schlagworte
freitod inszenierung vergleich senecas petrons selbstmord
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva Hittinger (Autor:in), 2009, Der Freitod als Inszenierung. Ein Vergleich von Senecas und Petrons Selbstmord, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/300062
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Leseprobe aus  31  Seiten
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