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Die Verfassung von 1818 als Abschluss der Reformzeit in Bayern

Title: Die Verfassung von 1818 als Abschluss der Reformzeit in Bayern

Term Paper , 2008 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

World History - Modern History

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Summary Excerpt Details

Am 15. August 1769 erblickte ein Junge in Ajaccio auf Korsika das Licht der Welt, der ein halbes Jahrhundert später die alte Ordnung Europas grundlegend verändert haben sollte. Die Rede ist von Napoléon Bonaparte.

Der Bedeutung dieses Mannes hat Thomas Nipperdey mit seinem berühmt gewordenen Zitat „Am Anfang war Napoleon" beigepflichtet. Der Historiker begann 1983 mit diesem Satz sein berühmtes Werk „Deutsche Geschichte 1800-1866“ und räumte somit dem Einfluss Napoleons für die Umwälzungen des langen 19. Jahrhunderts einen hohen Stellenwert ein.
Ihren Anfang nahmen die tiefgreifenden Veränderungen des politisch-sozialen Systems mit dem Ereignis der Französischen Revolution, die „tiefe Spuren in der geistigen und politischen Entwicklung“ in vielen Ländern Europas hinterließ. Aber „für die Deutschen“, erklärt Nipperdey „ist der Umsturz der alten Ordnung reale Erfahrung erst unter Napoleon und in der Form des Militär-Imperiums geworden.“
Seit 1792 weitete Frankreich unter seinem Konsul durch die Revolutionskriege seinen Einfluss auf Europa aus. Durch die Mediatisierung und die Säkularisierung im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses im Jahre 1803 konnten viele der deutschen Fürsten ihre Gebiete vergrößern. Mit dem Ziel weiterer territorialer Gewinne wechselten „viele Fürsten 1805 endgültig in das Lager Napoleons“. So wurde unter anderem auch Bayern zum Königreich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Bedeutung der rheinbündischen Reformen

2. Analyse der bayerischen Verfassung von 1818 als Abschluss der Reformzeit

2.1. Die Rolle der Ständeversammlung

2.1.1. Aufbau der Kammern

2.1.2. Kompetenzverteilung zwischen Monarch und Volksvertretung

2.1.3. Ungleichheit der politischen Mitwirkung

2.2. Durchsetzung der inneren Souveränität des Staates

2.2.1. Verwaltungs- und Beamtenreform

2.2.2. Die Stellung des Adels und der Fortbestand ständischer Privilegien

2.2.3. Der Souveränitätsanspruch des Staates gegenüber der Kirche

2.3. Aufbau einer egalitären Staatsbürgergesellschaft

2.3.1. Die Stellung des Individuums im Staat

2.3.2. Der Gleichheitsgrundsatz

2.3.3. Die verfassungsmäßig garantierten Grund- und Freiheitsrechte

2.3.3.1. Die Sicherung der Person und des Eigentums

2.3.3.2. Die Presse- und Gewissensfreiheit

3. Die Verfassung von 1818 - eine Momentaufnahme auf dem Weg in die Moderne

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die bayerische Verfassung von 1818, um zu prüfen, ob sie den Abschluss der Reformzeit darstellt oder eine Zwischenstufe auf dem Weg zur Moderne bildet. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf das Spannungsfeld zwischen traditionellen ständischen Strukturen und den beginnenden parlamentarischen sowie egalitären Elementen des modernen Staates.

  • Die Rolle der Ständeversammlung und deren Kompetenzverhältnis zum Monarchen.
  • Die Durchsetzung staatlicher Souveränität durch Verwaltungs- und Beamtenreformen.
  • Die Transformation des Adels und der Fortbestand ständischer Privilegien.
  • Der Aufbau einer egalitären Staatsbürgergesellschaft durch Grund- und Freiheitsrechte.

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Kompetenzverteilung zwischen Monarch und Volksvertretung

Der Monarch war verpflichtet die Kammern mindestens alle drei Jahre einzuberufen, konnte die Sitzungen aber jederzeit auflösen oder vertagen. In Bezug auf ihre Rechte war die Ständeversammlung nicht mit einem heutigen Parlament vergleichbar. Gegenüber den umfassenden Rechten des Königs kam der Ständeversammlung nur ein geringes Maß an Kompetenzen zu, die sich auf das „Recht[ ] des Beyrathes, der Zustimmung, der Willigung, der Wünsche und der Beschwerdeführung“ begrenzten. An dieser Einschränkung zeigt sich auch das Grundprinzip der Verfassung, die von Maximilian Joseph „aus […] freye[m] Entschlusse“ erlassen wurde und nicht den Charakter eines Vertrages zwischen Volk und König als gleichberechtigte Partner trägt. Der Monarch betonte durch die oktroyierte Verfassung seinen freien Willen zur Selbstbeschränkung seiner Machtausübung, die nicht auf Druck oder Forderungen des Volkes erfolgte. Er war formell der alleinige Schöpfer der Verfassung und stand damit über allen anderen Verfassungsorganen. Durch die Formulierung des monarchischen Prinzips wird seine klare Vormachtstellung deutlich:

„Der König ist Oberhaupt des Staats, vereiniget in sich alle Rechte der Staatsgewalt, und übt sie unter den von Ihm gegebenen in der gegenwärtigen Verfassungs-Urkunde festgesetzten Bestimmungen aus.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Bedeutung der rheinbündischen Reformen: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext des Rheinbundes unter dem Protektorat Napoleons und die damit verbundenen gesellschaftspolitischen Umbrüche. Es beleuchtet zudem die historiographische Rezeption und die Bedeutung der Reformen für die Modernisierung des süddeutschen Raums.

2. Analyse der bayerischen Verfassung von 1818 als Abschluss der Reformzeit: Das Hauptkapitel untersucht die konkreten Bestimmungen der Verfassung von 1818, unterteilt in die Rolle der Volksvertretung, die staatliche Souveränität und den Aufbau einer egalitären Gesellschaftsordnung.

3. Die Verfassung von 1818 - eine Momentaufnahme auf dem Weg in die Moderne: Das Fazit ordnet die Verfassung historisch ein und bewertet sie als Kompromiss zwischen alter ständischer Ordnung und neuen modernen Prinzipien, womit sie den Grundstein für den bayerischen Parlamentarismus legte.

Schlüsselwörter

Bayerische Verfassung 1818, Rheinbund, Reformzeit, Konstitutionalismus, Ständeversammlung, Souveränität, Verwaltungsreform, Staatsbürgergesellschaft, Gleichheitsgrundsatz, Grundrechte, Parlamentarismus, Monarchisches Prinzip, Montgelas, Modernisierung, Rechtsstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der bayerischen Verfassung von 1818 und ihrer historischen Einordnung in die bayerische Reformzeit des frühen 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Einführung der Volksvertretung, die Durchsetzung der Staatssouveränität gegenüber Adel und Kirche sowie die Etablierung einer egalitären Staatsbürgergesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob die Verfassung als reiner Abschluss der Reformen oder als dynamischer Entwicklungsschritt auf dem Weg zum modernen Staat zu werten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine verfassungsanalytische Methode, die durch die Einbettung in den historischen Kontext und eine Bewertung der Fortschrittlichkeit der Regelungen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte, die das Verhältnis von Monarch und Volksvertretung, die innere Souveränität des Staates und die Entwicklung des Individuums zum Staatsbürger detailliert analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Konstitutionalismus, Ständeversammlung, Rechtsgleichheit, Grundrechte, Verwaltungsreform und die Rolle des Monarchen im 19. Jahrhundert.

Wie bewertet der Text die Rolle des Adels?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Adel zwar seine unabhängige politische Macht verlor und in das System eingegliedert wurde, aber dennoch über lange Zeit wesentliche Privilegien und eine privilegierte Stellung behielt.

Warum wird die Verfassung als "Momentaufnahme" bezeichnet?

Weil sie den Übergang von der ständischen zur modernen Gesellschaft markiert und zwar keine vollständige Demokratie darstellte, aber die rechtliche Basis für die spätere politische Entwicklung und den Parlamentarismus in Bayern bildete.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Die Verfassung von 1818 als Abschluss der Reformzeit in Bayern
College
University of Regensburg  (Institut für moderne Geschichte)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V299978
ISBN (eBook)
9783656965176
ISBN (Book)
9783656965183
Language
German
Tags
verfassung abschluss reformzeit bayern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2008, Die Verfassung von 1818 als Abschluss der Reformzeit in Bayern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/299978
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