Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Pedagogy - Miscellaneous Topics

Pädagogische Interventionen in der offenen Jugendarbeit. Alltagskommunikative Praktiken

Title: Pädagogische Interventionen in der offenen Jugendarbeit. Alltagskommunikative Praktiken

Term Paper , 2015 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Joy Baruna (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Insbesondere für Berufsanfänger stellt sich die Frage, wie Interventionen in einem von Alltagskommunikation geprägten Setting umgesetzt werden und wie die Pädagogen mit den Jugendlichen interagieren. Herrscht hier absolute Beliebigkeit, oder lassen sich Muster und Regeln erkennen?

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf den offenen Bereich in Jugendhäusern o.ä. Einrichtungen, in dem Jugendliche Freunde treffen, Spiel- und Sportangebote sowie Beratungsangebote wahrnehmen können. Strukturierte Kurse, Arbeitsgemeinschaften, etc. stehen hier nicht im Fokus. Zunächst wird das Handlungsfeld der Offenen Jugendarbeit vorgestellt und ein kurzer Überblick gegeben bezüglich der rechtlichen Grundlagen, Aufgaben und Adressaten.

Des Weiteren werden die Herausforderungen, denen sich Pädagogen in diesem Feld stellen müssen, identifiziert. Anschließend folgt eine Auseinandersetzung mit den Besuchern dieser Einrichtungen und ihren alltäglichen Kommunikationsformen, sowie schließlich eine Analyse der Mittel und Regeln, die pädagogischen Interventionen in diesem Feld zugrundeliegen, aber auch der Fehlerpotentiale, die sich aus den Besonderheiten dieses Bereiches ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Die Offene Jugendarbeit als pädagogisches Handlungsfeld

a) Rechtliche Grundlagen, Adressaten und Aufgaben im Überblick

b) Herausforderungen und Besonderheiten im Hinblick auf pädagogische Interventionen und Interaktionen zwischen Fachkräften und Besuchern

3) Jugendliche Akteure in der sozialpädagogischen Arena der Offenen Jugendarbeit

a) Formen der Alltagskommunikation

b) Die Pädagogen aus der Sicht der Jugendlichen

4) Pädagogische Interventionen im Rahmen der Offenen Jugendarbeit

a) Grundregeln und die pädagogische Bedeutung von Modulationen

b) Fehlerpotentiale

5) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld pädagogischer Interventionen innerhalb der informellen Alltagskommunikation in der Offenen Jugendarbeit. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Fachkräfte in einem freizeitgeprägten, teils diffusen Setting professionell agieren können, ohne den offenen Charakter der Einrichtung durch aufoktroyierte pädagogische Maßnahmen zu gefährden.

  • Strukturen und Herausforderungen der Offenen Jugendarbeit
  • Kommunikationsformen und Performances in jugendlichen Peer-Groups
  • Analyse pädagogischer Interventionsstrategien im Alltag (Modulation)
  • Die Rolle der pädagogischen Fachkraft als authentischer Akteur
  • Gelingensbedingungen und Fehlerpotentiale professionellen Handelns

Auszug aus dem Buch

a) Grundregeln und die pädagogische Bedeutung von Modulationen

Die Sparsamkeitsregel schreibt vor, bei der Umwandlung von alltäglichen Kommunikationsformen in gezielte pädagogische Interventionen oder Beratungsangebote behutsam und unauffällig vorzugehen (S. 164). Dies beziehe sich u.a. auf den sprachlichen Stil. Wortwahl und Ton würden umgangssprachlichen, alltäglichen Kommunikationspraktiken der Besucher ähneln. So fragt eine Mitarbeiterin in der von Cloos (2013) untersuchten Einrichtungen eine Jugendliche, welche ein Problem zu haben scheint, ob sie „quatschen“ wolle (S. 65). „Dabei bleibt offen, was für ein Angebot „Quatschen“ überhaupt beinhaltet: Erfolgt hier ein Angebot für Beratung, für ein freundschaftliches Gespräch oder etwas ganz anderes?“ (ebd., S. 65). Das Wort „quatschen“ kann also individuell ausgelegt werden und bleibt von seiner Bedeutung her zunächst diffus. Auch findet keine förmliche Terminvereinbarung statt, welche einerseits die Asymmetrie der Beziehung, andererseits das pädagogische Moment in den Vordergrund rücken würde (vgl. ebd.). Der natürliche Interaktionsfluss wird nicht künstlich unterbrochen, um ein pädagogisches Angebot zu offerieren.

Durch die leichte Modulation des Rahmens, welche ein verstecktes Beratungsangebot impliziert, das durch die Jugendliche angenommen oder abgelehnt werden kann, bleibt die offene, ungezwungene Atmosphäre und eine Beziehung auf Augenhöhe erhalten, was unter Umständen auch dazu beitragen könnte, dass die Besucherin aus dem genannten Beispiel ihre Sorgen eher mitteilt, als dies in einer klassischen Beziehung zwischen Pädagoge und Klient der Fall wäre. Denn die Jugendlichen möchten, wie bereits angedeutet (vgl. 2a) in der Einrichtung primär ihre Freizeit verbringen (vgl. Cloos & Köngeter, 2009) und würden, wie zu vermuten ist, eine offene Pädagogisierung oder aufoktroyierte Hilfs- oder Beratungsangebote eher ablehnen. Sparsame Modulationen dienen dementsprechend dazu, „den alltäglichen Freizeitcharakter der sozialen Veranstaltung Jugendarbeit aufrechtzuerhalten und die bildungsorientierten Grundintentionen damit in Einklang zu bringen – ohne daraus eine pädagogische Veranstaltung zu machen“ (Cloos, 2013, S. 65).

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, wie pädagogische Interventionen in einem von informeller Alltagskommunikation geprägten Setting stattfinden können, ohne den Charakter der Offenen Jugendarbeit zu verfälschen.

2) Die Offene Jugendarbeit als pädagogisches Handlungsfeld: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen und strukturellen Grundlagen sowie die spezifischen Herausforderungen, die sich für Pädagogen durch die Unverbindlichkeit und Diskontinuität in diesem Arbeitsfeld ergeben.

3) Jugendliche Akteure in der sozialpädagogischen Arena der Offenen Jugendarbeit: Hier wird der Fokus auf die jugendliche Peer-Group gelegt, deren Kommunikationsformen (Performances, Scherzkommunikation) als eigenständige, identitätsstiftende Aktivitäten analysiert werden.

4) Pädagogische Interventionen im Rahmen der Offenen Jugendarbeit: Dieses Kapitel stellt zentrale Handlungsregeln (Sparsamkeits-, Mitmach-, Sichtbarkeitsregel) vor und diskutiert das Konzept der Modulation sowie potenzielle Fehlerquellen professionellen Handelns.

5) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass professionelle Arbeit in diesem Feld einen ständigen Balanceakt erfordert, der hohe Anforderungen an Flexibilität, Spontanität und Fingerspitzengefühl der Pädagogen stellt.

Schlüsselwörter

Offene Jugendarbeit, pädagogische Interventionen, Alltagskommunikation, Modulation, Peer-Groups, Sparsamkeitsregel, Mitmachregel, Sichtbarkeitsregel, Professionelles Handeln, Sozialpädagogische Arena, Jugendliche, Beziehungsarbeit, Handlungsfähigkeit, Selbstbildung, Jugendeinrichtungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen an pädagogische Fachkräfte in der Offenen Jugendarbeit und der Frage, wie diese in informellen Settings professionell intervenieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Struktur der Offenen Jugendarbeit, die Bedeutung jugendlicher Peer-Gruppen, spezifische Kommunikationsmuster sowie die theoretische Fundierung pädagogischen Handelns.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Pädagogen durch gezielte, jedoch zurückhaltende (sparsame) Modulationen des Rahmens pädagogisch wirken können, ohne den freizeitpädagogischen Charakter der Einrichtung zu beeinträchtigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Anwendung soziologischer Konzepte, insbesondere der Rahmen-Analyse nach Erving Goffman.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Handlungsfeld der Offenen Jugendarbeit, die Bedeutung von Alltagskommunikation und Selbstinszenierungen der Jugendlichen sowie konkrete Handlungsregeln (Sparsamkeit, Mitmachen, Sichtbarkeit) für pädagogisches Fachpersonal.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Modulation, sozialpädagogische Arena, informelle Bildung, Beziehungsarbeit und das Spannungsfeld zwischen professionellem Anspruch und freizeitähnlichem Setting.

Warum wird die „Sparsamkeitsregel“ als so wichtig für Pädagogen erachtet?

Die Sparsamkeitsregel ist entscheidend, um den offenen Charakter der Jugendarbeit nicht zu gefährden. Sie sorgt dafür, dass Interventionen unauffällig bleiben und der natürliche Interaktionsfluss der Jugendlichen nicht durch aufoktroyierte pädagogische Angebote gestört wird.

Wie unterscheidet sich die Interaktion in der Offenen Jugendarbeit von einem Schulsetting?

Im Gegensatz zur Schule fehlt in der Offenen Jugendarbeit ein fester, institutionalisierter Rahmen. Die Interaktionen sind freizeitgeprägt, die Ziele sind weniger starr definiert und die pädagogische Beziehung muss ständig neu ausgehandelt werden.

Welche Risiken birgt der Versuch der Pädagogen, „cool“ oder authentisch zu wirken?

Das größte Risiko besteht darin, als nicht authentisch wahrgenommen zu werden, wenn Pädagogen versuchen, die jugendliche Sprache oder das Verhalten der Peer-Group zu kopieren, was zu einem Vertrauensverlust führen kann.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Pädagogische Interventionen in der offenen Jugendarbeit. Alltagskommunikative Praktiken
College
Free University of Berlin  (Erziehungswissenschaft und Psychologie)
Grade
1,0
Author
Joy Baruna (Author)
Publication Year
2015
Pages
16
Catalog Number
V299823
ISBN (eBook)
9783656970446
ISBN (Book)
9783656970453
Language
German
Tags
Erziehungswissenschaft Kommunikation Offene Jugendarbeit Psychologie Gesprächsführung Soziale Arbeit Intervention Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joy Baruna (Author), 2015, Pädagogische Interventionen in der offenen Jugendarbeit. Alltagskommunikative Praktiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/299823
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint