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Christine Wilhelmine von Grävenitz. Zwischen politischer Macht und "Landsverderberin"

Titel: Christine Wilhelmine von Grävenitz. Zwischen politischer Macht und "Landsverderberin"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 24 Seiten

Autor:in: Fabian Lukas (Autor:in)

Geschichte - Allgemeines

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Christine Wilhelmine von Grävenitz und Würben prägte als Mätresse des Herzogs Eberhard Ludwig den württembergischen Hof am Anfang des 18. Jahrhunderts im Wesentlichen. Bis heute wird sie mit dem Begriff der Landsverderberin in Verbindung gebracht.

Im Rahmen dieser Arbeit soll dieser Mythos untersucht und anhand von Quellen rezipiert werden. Dazu stehen einleitend einige allgemeinere Kapitel bezüglich der Ereignis- und Forschungsgeschichte, sowie der allgemeinen Rolle der Frau am Hof. Anschließend soll auf ein Besonderheit der Grävenitz eingegangen werden und zwar auf ihr politisches Wirken, um anschließend anhand der Quellen von Christian Thomasius und Ludwig Timotheus von Spittler, den zeitgenössischen Diskurs über die Mätresse im Allgemeinen, aber auch im Speziellen für die „Landsverderberin“ Christine Wilhelmine von Grävenitz zu analysieren und darzulegen, was diesen Mythos umfasste und wie er sich in den Quellen manifestierte

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ereignisgeschichte

3. Forschungsgeschichte

4. Mätresse und Favorit

5. Frauen am Hof

6. Die Grävenitz in den Augen der Zeitgenossen

7. Christine Wilhelmine von Grävenitz als politische Person

8. Legitimation und politisches Agieren

9. Ziele

10. Die Bezeichnung als „Landsverderberin“

11. Rezeption des Mythos

12. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Mythos der „Landsverderberin“ rund um die Figur der Christina Wilhelmine von Grävenitz, der Mätresse des württembergischen Herzogs Eberhard Ludwig. Ziel ist es, diesen Mythos anhand zeitgenössischer Quellen zu dekonstruieren und die reale politische Rolle sowie den Handlungsspielraum der Grävenitz im absolutistischen Kontext des 18. Jahrhunderts kritisch zu hinterfragen.

  • Die ereignisgeschichtliche Einordnung der Biografie von Christina Wilhelmine von Grävenitz.
  • Die Analyse der Mätresse als politische Akteurin innerhalb des höfischen Gefüges.
  • Die Untersuchung der zeitgenössischen Stigmatisierung als „Landsverderberin“.
  • Der Vergleich von zeitgenössischen Diskursen bei Autoren wie Christian Thomasius und Ludwig Timotheus Freiherr von Spittler.
  • Die Dekonstruktion der patriarchalen Rollenzuschreibungen und moralischen Vorurteile gegenüber Frauen am Hof.

Auszug aus dem Buch

Die Bezeichnung als „Landsverderberin“

Christine Wilhelmine von Grävenitz wurde im Laufe der Zeit zu einer Landsverderberin stigmatisiert. So wurden viele Gedichte und Schmähschriften gegen die Mätresse verfasst. Zwar ging der Herzog gegen diese Schriften vor und tat alles um kritische Stimmen verstummen zu lassen, jedoch lassen sich seine Bemühungen als gescheitert bezeichnen. Der Inhalt solcher Schriften verbreitete sich rasant. Im folgenden Kapitel soll erläutert werden, was diese Stigmatisierung umfasste bevor der Mythos anhand einiger Quellen rezipiert werden soll.

Ein erstes Element des Mythos war die sexuelle Stigmatisierung. Die Mätresse verstieß in ihrer Funktion gegen viele gesellschaftliche Tabus hinsichtlich Sexualität. Sie negierte die Bedeutung der Ehe sowie der Jungfräulichkeit vor dieser und auch den alleinigen Zweck des Geschlechtsverkehrs zur Fortpflanzung. Die Beschuldigungen mündeten meistens in dem Vorwurf der Prostitution.

Ein weiterer Punkt mit dem sich die Mätresse auseinandersetzen musste war die kriminelle Stigmatisierung, also die Mätresse als eine kriminelle Verbrecherin. Ein gutes Beispiel biete der zweite Gerichtsprozess, welcher von Eberhard Ludwigs Nachfolger, Carl Alexander von Württemberg angeordnet wurde. Er beauftragte 1734 eine Untersuchungskommission um strafrechtliches Material zusammenzutragen. Die Vorwürfe reichten von Bigamie und Ehebruch bis hin zu Bestechung und Mordanschlag. Zu einem Schuldspruch kam es aber auch in diesem Verfahren nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsabsicht bezüglich des Mythos der „Landsverderberin“ im Kontext der Grävenitz am württembergischen Hof.

Ereignisgeschichte: Überblick über das Leben von Christina Wilhelmine von Grävenitz, ihren Aufstieg zur Mätresse, ihre zeitweise Ehe mit dem Herzog und ihren späteren Fall.

Forschungsgeschichte: Kritische Auseinandersetzung mit der bisherigen Literatur und der Entwicklung von der negativen Stigmatisierung hin zu einer modernen, figurationsanalytischen Betrachtung.

Mätresse und Favorit: Theoretischer Vergleich der beiden Rollen hinsichtlich ihres politischen Einflusses und der Unterscheidung zwischen formaler und informeller Macht.

Frauen am Hof: Analyse der Rolle der Frau innerhalb der patriarchalen Struktur und höfischen Ordnung unter Einbeziehung der Thesen von Norbert Elias.

Die Grävenitz in den Augen der Zeitgenossen: Darstellung der Wahrnehmung der Grävenitz als Störfaktor innerhalb der sozialen Ordnung und der Anlass für öffentliche Kritik.

Christine Wilhelmine von Grävenitz als politische Person: Untersuchung ihrer tatsächlichen politischen Aktionsmöglichkeiten und des Einflusses der grävenitzschen Fraktion.

Legitimation und politisches Agieren: Erörterung der Methoden politischer Beeinflussung und der Geheimhaltung als notwendiges Instrument am Hof.

Ziele: Analyse der persönlichen und dynastischen Ambitionen der Grävenitz sowie ihrer Strategien zur Erlangung von Unabhängigkeit durch Landbesitz.

Die Bezeichnung als „Landsverderberin“: Untersuchung der verschiedenen Stigmatisierungsebenen (sexuell, kriminell, machtpolitisch) gegen die Mätresse.

Rezeption des Mythos: Analyse der zeitgenössischen Quellen von Christian Thomasius und Ludwig Timotheus von Spittler.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Mätresse als historisches Konstrukt männlicher Zeitgenossen und ihre tatsächliche Rolle als einflussreiche Machtakteurin.

Schlüsselwörter

Christina Wilhelmine von Grävenitz, Mätresse, Landsverderberin, Eberhard Ludwig, Württemberg, Hofgesellschaft, politische Macht, Absolutismus, Frauenrolle, Geschlechtergeschichte, Stigmatisierung, Ludwig Timotheus von Spittler, Christian Thomasius, Figurationsanalyse, Hofpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Figur der Christina Wilhelmine von Grävenitz, die im 18. Jahrhundert als Mätresse des Herzogs Eberhard Ludwig den württembergischen Hof maßgeblich mitgestaltete und als „Landsverderberin“ diffamiert wurde.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Untersuchung des Mätressenwesens, die politische Rolle von Frauen am absolutistischen Hof, die Entstehung historischer Mythen sowie die Geschlechtergeschichte des 18. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die kritische Analyse des „Landsverderberin“-Mythos. Die Autorin hinterfragt, inwieweit die zeitgenössische Stigmatisierung auf tatsächlichem politischen Einfluss der Grävenitz oder auf geschlechtsspezifischen Vorurteilen basierte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Analyse historischer Quellen und greift auf theoretische Ansätze zurück, insbesondere die Figurationsanalyse nach Norbert Elias, um soziale Netzwerke und Machtstrukturen am Hof zu dekonstruieren.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die ereignisgeschichtlichen Fakten, vergleicht Mätressen mit Favoriten, analysiert die Rolle der Frau in der höfischen Gesellschaft und untersucht intensiv die zeitgenössischen Schriften von Thomasius und Spittler.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Mätressenwesen, politische Partizipation von Frauen, Hofkultur, dynastische Politik im Absolutismus und die Rezeptionsgeschichte von historischen Diffamierungskampagnen.

Warum wurde die Grävenitz von Zeitgenossen als „Landsverderberin“ bezeichnet?

Die Bezeichnung resultierte aus einem Zusammenspiel von moralischen Tabubrüchen, ihrer Rolle als Frau in einer Machtposition und der Suche nach Sündenböcken für die politische und finanzielle Situation des Herzogtums.

Welche Rolle spielten die Schriften von Ludwig Timotheus von Spittler für das Bild der Grävenitz?

Spittler festigte den Mythos der „Landsverderberin“, indem er die Mätresse als hinterhältige Intrigantin darstellte, die den Herzog negativ beeinflusste und für den Niedergang des Landes verantwortlich war.

Inwiefern unterschied sich die Macht einer Mätresse von der eines offiziellen Favoriten?

Während Favoriten oft offizielle Ämter bekleiden konnten, agierte die Mätresse zumeist informell. Dennoch verfügte die Grävenitz über ein enges Vertrauensverhältnis zum Herzog, das sie gezielt nutzte, um politischen Einfluss zu generieren.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Christine Wilhelmine von Grävenitz. Zwischen politischer Macht und "Landsverderberin"
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Autor
Fabian Lukas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
24
Katalognummer
V299448
ISBN (eBook)
9783656961789
ISBN (Buch)
9783656961796
Sprache
Deutsch
Schlagworte
christine wilhelmine grävenitz zwischen macht landsverderberin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Lukas (Autor:in), 2014, Christine Wilhelmine von Grävenitz. Zwischen politischer Macht und "Landsverderberin", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/299448
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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