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Die Möglichkeit von irrationalen Urteilen und Handlungen. Davidsons Auffassung von Willensschwäche

Titel: Die Möglichkeit von irrationalen Urteilen und Handlungen. Davidsons Auffassung von Willensschwäche

Seminararbeit , 2013 , 36 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nicole Hauser (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das menschliche Denken wird, soweit wir in der Philosophie zurückblicken können, auf dessen Rationalität untersucht. Vernunft gilt gemeinhin als zentrales menschliches Merkmal, das keinen bedeutenden Philosophen in den letzten Jahrhunderten und gar Jahrtausenden unberührt gelassen hat.

Mit dieser Auseinandersetzung gehen seit jeher Fragen der Grenzen menschlicher Vernunft einher. Der amerikanische Philosoph Donald Davidson sieht Irrationalität als „[...] ein Versagen innerhalb des Hauses der Vernunft“ und beschreibt eine irrationale Handlung als einen „[...] rationale[n] Prozess oder Zustand -, der in die Irre gegangen ist.“ In diesem Sinne setzt er die Rationalität als Grundlage zur Möglichkeit irrationaler Gedanken, Handlungen oder Absichten voraus und stellt sich die Frage, wie besagter Prozess oder Zustand möglich ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

Antike Wegbereitung

Davidsons Willensschwäche als Irrationalität

Das Unbewusste im Irrationalen

Kognitive Täuschungen

Die Überschätzung des eigenen Einflusses

Abwertung durch Zeit

Die unbewusste Absicht irrational zu urteilen – ein Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Phänomen der Willensschwäche an der Schnittstelle von Philosophie und Psychologie, mit dem Ziel, Donald Davidsons Theorie des Geistes als System interagierender Subsysteme durch psychologische Konzepte kognitiver Verzerrungen zu konkretisieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Philosophische Grundlagen der Willensschwäche von der Antike bis Davidson
  • Die Struktur irrationalen Handelns als Konflikt zwischen Bewusstseinsteilen
  • Einfluss unbewusster kognitiver Prozesse auf die Entscheidungsfindung
  • Psychologische Mechanismen wie Framing-Effekt, Selbstüberschätzung und Delay Discounting
  • Kritische Analyse der Voraussetzung eines "besten Urteils" unter Berücksichtigung unbewusster Faktoren

Auszug aus dem Buch

Davidsons Willensschwäche als Irrationalität

Willensschwäche beinhaltet nach Donald Davidson drei Faktoren: Die Handlung muss absichtlich ausgeführt werden, die handelnde Person muss von der Möglichkeit einer alternativen Handlung überzeugt sein und sie muss daraufhin urteilen, dass die letztere Alternative „unter Berücksichtigung aller Umstände“ besser wäre, als die Handlung, die sie letztlich ausführt. Angewendet auf das oben genannte Beispiel von Roberts Dilemma, hiesse das: Robert bleibt absichtlich an der Feier, er ist gleichzeitig davon überzeugt, dass er auch nach Hause gehen könnte und urteilt, dass nach Hause zu gehen in Anbetracht seiner Situation besser wäre, als zu bleiben. Robert bleibt nun aber an der Feier, obwohl er der Meinung ist, es sei unter Berücksichtigung aller relevanten Gründe besser, nach Hause zu gehen.

Diese Vorgehensweise ist in Davidsons Verständnis irrational. In seinem Aufsatz ‚Wie ist Willensschwäche möglich?’ geht Davidson der Entstehung von willensschwachen Handlungen nach, auf dessen Argumentationsstruktur ich in diesem beschränkten Rahmen nicht detailliert werde eingehen können. Im Wesentlichen führt Davidson unbeherrschtes Handeln auf die Unterscheidung von relationalen und nicht-konditionalen Urteile zurück. Das relationale oder konditionale Urteil kann mit einer Meinung verglichen werden, zu der eine Person aus den ihr bekannten Gründen darüber gelangt, dass die Handlung a besser ist als die Handlung b. Im Gegensatz dazu, definiert Davidson ein nicht-konditionales Urteil als ‚Handlung a ist besser als Handlung b’, welches insofern einen absoluten Charakter annimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Einführung in das philosophische Problem der Willensschwäche und Vorstellung des analytischen Rahmens nach Donald Davidson.

Antike Wegbereitung: Diskussion der antiken Ansätze von Sokrates, Platon und Aristoteles zur Einordnung von Handeln wider besseres Wissen.

Davidsons Willensschwäche als Irrationalität: Analyse von Davidsons Modell, das willensschwaches Handeln als Bruch zwischen konditionalen und nicht-konditionalen Urteilen definiert.

Das Unbewusste im Irrationalen: Untersuchung von Davidsons These eines in Subsysteme unterteilten Geistes zur Erklärung irrationaler, aber absichtlicher Handlungen.

Kognitive Täuschungen: Hinführung zu psychologischen Modellen wie Heuristiken und Biases, die als unbewusste Faktoren bei Urteilsbildungen wirken.

Die Überschätzung des eigenen Einflusses: Darstellung der Prospect Theory und der Auswirkungen von Selbstüberschätzung auf die rationalitätsnahe Entscheidungsfindung.

Abwertung durch Zeit: Analyse des Delay Discounting als Faktor, der die Standhaftigkeit bei langfristigen Zielen durch kurzfristige Belohnungspräferenzen untergräbt.

Die unbewusste Absicht irrational zu urteilen – ein Fazit: Zusammenführung der psychologischen Erkenntnisse zur Kritik an Davidsons Annahme der bewussten Absichtsbildung.

Schlüsselwörter

Willensschwäche, Irrationalität, Donald Davidson, Akrasia, Unbewusstes, Kognitive Verzerrungen, Heuristiken, Prospect Theory, Delay Discounting, Selbstüberschätzung, Philosophie des Geistes, Urteilsbildung, Mentale Abkürzungen, Entscheidungsfindung, Handlungsrationalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das philosophische Phänomen der Willensschwäche (Akrasia) auf Basis der Theorien von Donald Davidson und ergänzt diese durch psychologische Erkenntnisse über unbewusste kognitive Prozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verbindet klassische Philosophie mit moderner Sozialpsychologie, um aufzuzeigen, wie kognitive Mechanismen und eine unterteilte Struktur des Geistes irrationale Handlungen beeinflussen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Davidsons abstraktes Modell des in Subsysteme unterteilten Geistes durch psychologische Phänomene konkret zu interpretieren und kritisch zu hinterfragen, ob die Voraussetzung eines rationalen "besten Urteils" haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische, philosophische Erörterung, die durch Literaturanalyse und die Integration empirischer psychologischer Konzepte (z.B. Prospect Theory) gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die antiken philosophischen Grundlagen, Davidsons spezifische Theorie der Irrationalität und eine umfassende Untersuchung kognitiver Täuschungen und Zeitabwertungs-Effekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Willensschwäche, Irrationalität, Unbewusstes, kognitive Verzerrungen, Heuristiken und die Unterteilung des Geistes.

Wie erklärt Davidson den Übergang zur Willensschwäche?

Davidson sieht die Ursache in einem unzulässigen Übergang von einem konditionalen zu einem nicht-konditionalen Urteil, wobei der Handelnde gegen sein eigenes Prinzip verstößt, nach seinem besten Urteil zu handeln.

Inwiefern hinterfragt die Arbeit Davidsons Annahmen?

Die Autorin stellt die These auf, dass unbewusste Faktoren bereits die Absichtsbildung selbst beeinflussen, was Davidsons Festhalten an der bewussten Wahl einer "schlechteren Option" widerspricht.

Welche Rolle spielt die Zeitabwertung?

Der Effekt des Delay Discounting zeigt, dass Menschen dazu neigen, unmittelbare Belohnungen höher zu gewichten als spätere, was Handlungen begünstigt, die den eigenen Prinzipien entgegenstehen.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Möglichkeit von irrationalen Urteilen und Handlungen. Davidsons Auffassung von Willensschwäche
Hochschule
Universität Zürich  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Philosophie der Willensschwäche
Note
2,0
Autor
Nicole Hauser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
36
Katalognummer
V299420
ISBN (eBook)
9783656962649
ISBN (Buch)
9783656962656
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Willensschwäche Ethik Philosophie Selbsttäuschung Psychoanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Hauser (Autor:in), 2013, Die Möglichkeit von irrationalen Urteilen und Handlungen. Davidsons Auffassung von Willensschwäche, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/299420
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Leseprobe aus  36  Seiten
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