Im folgenden werde ich die soziale Situation der Afro-Amerikaner in den Staaten unter dem Gesichtspunkt des ′American Dream′ erörtern. Dabei werde ich mich fast ausschließlich auf folgende Literatur beziehen: Jennifer L. Hochschild: "Facing up to the American Dream. Race, Class and the Soul of the Nation".
Hochschild hat die soziale Situation der verschiedenen Bevölkerungsschichten in den USA untersucht. In erster Linie beschäftigt sie sich mit der Realisierung des ′American Dreams′ bei der weißen Bevölkerung, und im Gegensatz dazu, bei der schwarzen Bevölkerung. Dabei erläutert sie verschärft die Benachteiligung der Afro-Amerikaner im amerikanischen System. Nachfolgend werde ich einige Standpunkte Hochschilds aufgreifen, sie erläutern und gegebenfalls kritisieren.
Doch vorerst werde ich ein wenig auf den ′National Character′ eingehen, der in diesem Kontext im engen Zusammenhang mit dem Begriff ′American Dream′ steht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der ’National Character’
3. Bedeutung und Problematik des ’American Dream’s
4. Unterschied der Kulturen
5. Entwicklung des ’American Dream’s
6. Ausgrenzung der afro-amerikanischen Gesellschaft
7. Schlußfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die soziale Situation von Afro-Amerikanern in den USA unter dem spezifischen Gesichtspunkt der Realisierung des "American Dream". Dabei werden die theoretischen Ansätze von Jennifer L. Hochschild kritisch analysiert, um aufzuzeigen, inwieweit rassistische Barrieren und strukturelle Ungleichheiten die Chancengleichheit in der amerikanischen Gesellschaft weiterhin beeinflussen.
- Historische und kulturelle Genese des "National Character" in den USA.
- Die Bedeutung des "Frontier"-Begriffs für die US-amerikanische Identitätsbildung.
- Kritische Auseinandersetzung mit der Ideologie des sozialen Aufstiegs und des Erfolgsstrebens.
- Differenzierung der sozioökonomischen Situation innerhalb der afro-amerikanischen Bevölkerung.
- Analyse der Wahrnehmung von Diskriminierung und Chancengleichheit aus der Perspektive verschiedener Bevölkerungsgruppen.
Auszug aus dem Buch
Der 'National Character'
Zuerst ist es sinnvoll, den Begriff 'National Character' genau zu erläutern. Die amerikanische Nation setzt sich aus verschiedenen Nationen zusammen; zuerst besiedelten Einwanderer aus Europa den neu entdeckten Kontinent. Obwohl sie aus verschiedenen Kulturen stammten, bildete sich bald eine 'amerikanische Nation'. Folgende, wichtige Eigenschaften werden gewohnheitsmäßig in einer Nation vereint: dieselbe ethnische, sprachliche, religiöse und politische Herkunft. Die amerikanische Nation widerspricht dieser Aussage, sie fand ihren Ursprung in verschiedenen Nationen. Es ist eine Nation, die sich entsprechend gebildet und entwickelt hat. Mit ihr hat sich der 'National Character' gebildet, das Bewußtsein dieser eigenständigen Kultur, die sich aus eben diesen diversen Kulturen zusammensetzt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der zentralen Literaturquelle zur Untersuchung der sozialen Situation der Afro-Amerikaner.
Der ’National Character’: Erläuterung der historischen Wurzeln und der kulturellen Identitätsbildung einer Einwanderernation.
Bedeutung und Problematik des ’American Dream’s: Analyse der zentralen Ideologie des unbegrenzten Erfolgs und des Einflusses des Frontier-Gedankens.
Unterschied der Kulturen: Untersuchung der soziokulturellen Unterschiede zwischen den USA und Afrika sowie deren Einfluss auf die Assimilation.
Entwicklung des ’American Dream’s: Diskussion der Ambivalenz zwischen Wunschvorstellung und gesellschaftlicher Realität für den Einzelnen.
Ausgrenzung der afro-amerikanischen Gesellschaft: Kritische Betrachtung der strukturellen Barrieren und der Diskrepanz zwischen verschiedenen sozialen Schichten der afro-amerikanischen Bevölkerung.
Schlußfolgerung: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklungschancen und die Feststellung, dass trotz bestehender Herausforderungen eine positive Entwicklung zur Gleichberechtigung erkennbar ist.
Schlüsselwörter
American Dream, Afro-Amerikaner, National Character, soziale Schichtung, Rassismus, Chancengleichheit, USA, Jennifer L. Hochschild, soziale Mobilität, Mittelschicht, Diskriminierung, Integration, kulturelle Identität, Frontier-Mythos, Weltwirtschaftsmacht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die soziale Situation von Afro-Amerikanern in den USA und untersucht, inwiefern der "American Dream" für diese Bevölkerungsgruppe tatsächlich realisierbar ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die historische Identitätsbildung (National Character), die Ideologie des Erfolgsstrebens, sozioökonomische Klasseneinteilungen und das Spannungsfeld zwischen Diskriminierung und Integration.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Thesen von Jennifer L. Hochschild zur sozialen Benachteiligung der afro-amerikanischen Gesellschaft kritisch zu reflektieren und den aktuellen Stand der Gleichberechtigung einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, bei der zentrale soziologische Standpunkte anhand von Fachliteratur wie "Facing up to the American Dream" diskutiert und kritisch hinterfragt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Genese der amerikanischen Nation, der Bedeutung des Frontier-Begriffs, der sozioökonomischen Differenzierung innerhalb der afro-amerikanischen Gemeinschaft sowie dem Einfluss von Rassismus auf den sozialen Aufstieg.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem American Dream, soziale Mobilität, Rassismus, kulturelle Identität und die soziologische Unterscheidung der amerikanischen Mittelschicht.
Inwiefern unterscheidet sich die Auffassung über Diskriminierung laut der Autorin?
Die Arbeit stellt fest, dass insbesondere Angehörige der afro-amerikanischen Mittelschicht Diskriminierung als Hindernis empfinden, während dies in der Unterschicht teilweise anders wahrgenommen wird.
Wie bewertet die Autorin die Rolle des Staates?
Die Autorin argumentiert, dass staatliche Unterstützung eine wichtige Rolle spielen sollte, um finanzielle Nöte in benachteiligten Schichten zu lindern und so Kriminalität sowie die soziale Ausgrenzung zu verringern.
- Quote paper
- M. A. Alexandra Mohr (Author), 2000, Der 'National Character' und die Idee vom 'American Dream' - Afro-Amerikaner und ihre Realisierung des American Dreams, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/2993