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Krankheitsbild und Therapiemöglichkeiten der Schizophrenie

Titel: Krankheitsbild und Therapiemöglichkeiten der Schizophrenie

Hausarbeit , 2012 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Maria Csallner (Autor:in)

Medizin - Neurologie, Psychiatrie, Süchte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Wort Schizophrenie ist auch heute noch mit vielen Vorurteilen belastet. Für die meisten Menschen hat es eine abwertende Bedeutung. Mit der Schizophrenie assoziieren viele Menschen „Verrücktheit“, „Geisteskrankheit“ und „Irresein“. Ein Teil der Bevölkerung denkt, dass Schizophrenie unheilbar ist, dass die Erkrankten mehrere Persönlichkeiten haben und unberechenbar und gefährlich sind. Das zeigt, dass der Bevölkerung nur wenig über diese Krankheit bekannt ist. Denn viele wissen nicht, was sich hinter der Schizophrenie verbirgt. Die Krankheit ist mehr als nur Verfolgungswahn oder verrückte Dinge sagen. Sie ist eine schwere psychiatrische Erkrankung, die sehr vielfältig in ihren Erscheinungsformen ist. Dadurch ist die Krankheit nur schwer zu verstehen.
Gegenstand meiner Hausarbeit ist es einen Überblick über das Krankheitsbild der Schizophrenie und deren Therapiemöglichkeiten zu geben. Auch ich wusste anfangs sehr wenig über diese Erkrankung. Durch die Veranstaltung „Leben mit Verhaltensauffälligkeit und psychischer Krankheit“ im Rahmen des Studiums wuchs mein Interesse, mehr über die Schizophrenie zu erfahren. Ich habe mich vor allem mit den Symptomen, Ursachen und Therapiemöglichkeiten auseinander gesetzt. Da die Schizophrenie aber ein sehr komplexes Krankheitsgeschehen darstellt und sowohl in der Ausprägung der Symptome als auch in ihrem Verlauf sehr unterschiedlich sein kann, sind einige aufgeführte Inhalte nur umrissen worden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Allgemeiner Teil

Definition

Historisches

Epidemiologie

Klassifikation nach ICD-10

Paranoide Schizophrenie (F20.0)

Hebephrene Schizophrenie (F20.1)

Katatone Schizophrenie (F20.2)

Undifferenzierte Schizophrenie (F20.3)

Postschizophrene Depression (F20.4)

Schizophrenes Residuum (F20.5)

Schizophrenia simplex (F20.6)

Symptomatik

Grundsymptome

Formale Denkstörungen

Störungen der Affektivität

Ich-Störungen

Ambivalenz

Autismus

Akzessorische Symptome

Wahn

Halluzinationen

Katatone Symptome

Ursachen

Genetische Faktoren

Biologische Faktoren

Psychosoziale Faktoren

Vulnerabilitäts-Stress-Modell

Verlauf

Prodromalphase

Akute Phase

Residualphase

Prognose

Therapiemöglichkeiten

Medikamentöse Therapie

Psychotherapie

Soziotherapie

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über das komplexe Krankheitsbild der Schizophrenie. Das primäre Ziel besteht darin, die Symptomatik, die vielfältigen Ursachen sowie die modernen Therapiemöglichkeiten darzustellen, um ein besseres Verständnis für die Erkrankung und die Lebenssituation der Betroffenen zu schaffen.

  • Klassifikation und Unterformen der Schizophrenie nach ICD-10
  • Detaillierte Analyse der Grund- und akzessorischen Symptome
  • Erklärung der Ursachenmodelle (genetisch, biologisch, psychosozial)
  • Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell als integrativer Erklärungsansatz
  • Interdisziplinäre Therapiestrategien (Medikamente, Psychotherapie, Soziotherapie)

Auszug aus dem Buch

Formale Denkstörungen

„Formale Denkstörungen sind Störungen des Gedankenablaufs, die sich sowohl im subjektiven Erleben als auch in seinen sprachlichen Äußerungen auswirken“ (Deister u.a. 1998, S. 64). Das Denken des Schizophrenen ist unklar, sonderbar, bizarr und verschroben. Bei starker Ausprägung versteht der Zuhörer nicht mehr, was der Schizophrene eigentlich sagen will. (vgl. Bleuler 1972, S. 392) Das Denken ist zerfahren und der logische Zusammenhang fehlt, so dass die Äußerungen unsinnig wirken (vgl. Bondy 1997, S. 19). Auch kann es dazu kommen, dass der Gedanke ohne jeden Grund plötzlich und unvermittelt, zum Beispiel mitten in einem Satz oder Wort, abreißt. Dies nennt man Sperrung, welche der Kranke als „Gedankenentzug“ erleben kann. Einen flüssigen Gedankengang erlebt er als „Gedankendrängen“. (vgl. Bleuler 1972, S. 44) „Subjektiv empfindet der Schizophrene die Veränderung seines Denkens sehr oft: das Denken wird ihm fremd, als ob es nicht mehr ihm selbst zukäme; die Gedanken werden ihm, wie er meint, aufgezwungen oder sie laufen automatisch ab“ (Bleuler 1972, S.44). Wenn der Schizophrene auf eine ihm gestellte Frage nicht eingeht oder sie inhaltlich nicht beantwortet, nennt man das Vorbeireden. Die Gedanken des Kranken können schleppend und mühsam sein. Sein Gedankengang ist dann verlangsamt und verzögert. Aber es kann auch sein, dass ihn viele Einfälle und Gedanken überstürzen. (vgl. Deister u.a. 1998, S. 65) Begriffe können sich in ihrem Sinn verändern, verbinden oder verdichten. So bildet der Kranke ganz neue Wörter oder setzt verschiedene Begriffe zusammen. So wird aus traurig und grausig = trausig. (vgl. Finzen 2011, S. 69) Hier wird deutlich, dass der Schizophrene nicht gedankenarm ist, sondern denkerisch tätig ist und über eine Fülle von Begriffen verfügt (vgl. Bleuler 1972, S.44).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht die soziale Stigmatisierung der Schizophrenie und beschreibt die Motivation sowie das Ziel der Arbeit, einen fundierten Überblick über das Krankheitsbild zu geben.

Allgemeiner Teil: Dieser Abschnitt definiert Schizophrenie als endogene Psychose, grenzt sie von anderen Störungen ab und betrachtet historische sowie epidemiologische Aspekte.

Klassifikation nach ICD-10: Hier werden die diagnostischen Kriterien gemäß der ICD-10 erläutert und die verschiedenen klinischen Unterformen der Erkrankung einzeln vorgestellt.

Symptomatik: Dieses Kapitel detailliert die verschiedenen Symptome, wobei zwischen Grundsymptomen und akzessorischen Symptomen unterschieden wird.

Ursachen: Eine umfassende Analyse der potenziellen Auslöser, darunter genetische, biologische und psychosoziale Faktoren, wird durch das Vulnerabilitäts-Stress-Modell verknüpft.

Verlauf: Die verschiedenen Phasen der Erkrankung – von der Prodromalphase über die akute Phase bis zur Residualphase – werden hier strukturiert dargelegt.

Therapiemöglichkeiten: Ein integrativer Behandlungsansatz, bestehend aus medikamentöser Therapie, Psychotherapie und Soziotherapie, wird als Weg zu einer verbesserten Lebensqualität erläutert.

Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Komplexität der Schizophrenie und die Notwendigkeit einer individuellen Behandlung ab.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Psychose, Diagnostik, Symptomatik, Wahn, Halluzinationen, ICD-10, Genetische Faktoren, Dopamin-Hypothese, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Neuroleptika, Psychotherapie, Soziotherapie, Rehabilitation, Krankheitsverlauf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über das Krankheitsbild der Schizophrenie, von den ersten Symptomen bis hin zu modernen Therapiemöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die medizinische Klassifikation, die Symptombeschreibung, die ätiologischen Ursachenmodelle sowie der interdisziplinäre Behandlungsansatz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Vielfalt der Schizophrenie zu schaffen und aufzuzeigen, wie Betroffene durch eine Kombination aus Therapieformen unterstützt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Publikationen, Lehrbücher und offizieller Leitlinien zur Psychiatrie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Einordnung, die detaillierte Symptomatik, die Ursachenforschung und die verschiedenen therapeutischen Interventionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Schizophrenie, Psychose, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Neuroleptika und die verschiedenen therapeutischen Säulen.

Was besagt das Vulnerabilitäts-Stress-Modell im Kontext dieser Arbeit?

Das Modell erklärt, dass Schizophrenie durch das Zusammenwirken von individueller genetischer oder biologischer Verletzlichkeit und belastenden psychosozialen Stressfaktoren ausgelöst wird.

Warum ist die Soziotherapie laut der Arbeit so wichtig?

Die Soziotherapie ist entscheidend für die Wiedereingliederung in den Alltag und das gesellschaftliche Leben, da sie praktische Unterstützung bei der Lebensbewältigung nach einem stationären Aufenthalt bietet.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Krankheitsbild und Therapiemöglichkeiten der Schizophrenie
Hochschule
Fachhochschule Kiel
Note
1,3
Autor
Maria Csallner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V298816
ISBN (eBook)
9783656952855
ISBN (Buch)
9783656952862
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schizophrenie psychische Krankheiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria Csallner (Autor:in), 2012, Krankheitsbild und Therapiemöglichkeiten der Schizophrenie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/298816
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Leseprobe aus  21  Seiten
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