Für das Experiment zur operanten Konditionierung kam mein dreijähriger Hund zum Einsatz. Das Experiment wurde von mir geplant, durchgeführt und anschließend auf der Basis meiner Vorgehensweise und der Ergebnisse im Hinblick auf die Theorien zur operanten Konditionierung interpretiert.
Ich führe meinen Hund täglich aus. Dabei beschränken wir uns aber oftmals lediglich auf das Waldstück vor dem Haus, da mein Hund Angst vor dem Betreten einer Brücke hat. Unter dieser Brücke verläuft eine Autobahn, die viel Lärm von sich gibt. Vor diesen Geräuschen fürchtet sich mein Hund und weigert sich auch nur einen Schritt auf die Brücke zu machen. In diesem Experiment will ich mittels operante Konditionierung meinen Hund dazu bringen, die Brücke zu betreten auch letztlich auch zu überqueren. Ziel ist es also, seine Angst vor den Autobahngeräuschen zu mindern oder im besten Fall ganz aufzuheben. Hilfsmittel für das Experiment sind eine Leine und ein Futterbeutel mit Leckereien. Im Verlauf des Experiments wird eine zweite Person benötigt. Insgesamt wurden für die operante Konditionierung 14 Tage eingeplant.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Experiment
2. Die Durchführung
Tag 1
Tag 2
Tag 2-5
Tag 6
Tag 7-10
Tag 11-13
Tag 14
3. Die Ergebnisse
Tag 1
Tag 2
Tag 2-5
Tag 6
Tag 7-10
Tag 11-13
Tag 14
4. Probleme / Schwierigkeiten
5. Bezug zu Theorien der operanten Konditionierung
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist die praktische Anwendung der Theorie der operanten Konditionierung, um die Angst eines Hundes vor einer Brücke und dem darunterliegenden Autobahnlärm systematisch abzubauen.
- Methodische Planung eines 14-tägigen Konditionierungsexperiments
- Schrittweise Gewöhnung durch positive Verstärkung
- Analyse von Verhaltensänderungen bei Angststörungen
- Reflexion der theoretischen Grundlagen nach Skinner und Thorndike
Auszug aus dem Buch
5. Bezug zu Theorien der operanten Konditionierung
Im Folgenden soll meine Vorgehensweise und die Ergebnisse des Experiments im Hinblick auf die Theorien zur operanten Konditionierung betrachtet werden. Hierzu soll zunächst kurz die Theorie vorgestellt werden.
Zu den Hauptvertretern der operanten Konditionierung wird Skinner (1904-1990) angesehen. Anders als bei der klassischen Konditionierung, ruft bei der operanten Konditionierung ein Reiz keine bereits verfügbare Reaktion hervor, sondern es wird eine neue Reaktion oder „Operation“ entwickelt und diese stabilisiert. Das Paradigma der operanten Konditionierung besteht aus vier Prinzipien. Dazu zählen positive und negative Verstärkung, die Löschung durch Ignorieren und die Löschung durch Bestrafung. Mit Verstärkung ist die Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens gemeint. Es handelt sich um positive Verstärkung, wenn die Verstärkung durch eine Belohnung des Verhaltens auftritt. Bei einer negativen Verstärkung entsteht die Verstärkung durch den Wegfall von etwas Unangenehmen.
Löschen durch Ignorieren mindert die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens, wenn es nicht die erwarteten angenehmen Folgen nach sich zieht. Löschung durch Bestrafung mindert die Auftretenswahrscheinlichkeit, weil es unangenehme Folgen für das Lebewesen hat (vgl. Bovet 2007, S. 182). Allerdings sei hier darauf hingewiesen, dass operante Lernprinzipien keine sicheren Vorhersagen ermöglichen. Das heißt, man kann sich nicht sicher sein, ob Verstärkungen oder Löschungen, wie gewollt eintreten (vgl. Bovet 2007, S. 183).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Experiment: Vorstellung des Versuchsaufbaus, der Hilfsmittel und der Zielsetzung, einem Hund die Angst vor einer lärmbelasteten Brücke zu nehmen.
2. Die Durchführung: Detaillierte Dokumentation des 14-tägigen Trainingsprozesses unter Verwendung von Belohnungen wie Leckereien und Zuspruch.
3. Die Ergebnisse: Beobachtung der Verhaltensentwicklung des Hundes, von anfänglicher Angst und Nervosität bis zur erfolgreichen Bewältigung des angsteinflößenden Ortes.
4. Probleme / Schwierigkeiten: Reflexion über Störfaktoren im Experiment, wie äußere Ablenkungen durch Passanten oder den Bedarf an einer zusätzlichen Hilfsperson.
5. Bezug zu Theorien der operanten Konditionierung: Wissenschaftliche Einordnung der Praxisbeispiele in die Lerntheorien von Skinner und Thorndike mit Fokus auf die positive Verstärkung.
Schlüsselwörter
Operante Konditionierung, Verhaltenspsychologie, Hundetraining, positive Verstärkung, Skinner, Angstabbau, Lerntheorien, Experiment, Verhaltensänderung, Belohnung, Thorndike, Konditionierung, Verhaltensbiologie, Angsttherapie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert ein psychologisches Experiment zur operanten Konditionierung, bei dem einem Hund durch gezieltes Training die Angst vor einer Brücke genommen wird.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind Lerntheorien, die praktische Anwendung von Verstärkungsmechanismen und die Beobachtung von Angstverhalten bei Tieren.
Was ist das primäre Ziel des Experiments?
Das Ziel ist es, das Angstverhalten des Hundes gegenüber Autobahngeräuschen auf einer Brücke durch positive Verstärkung abzubauen, bis der Hund die Brücke problemlos überqueren kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird die Methode der operanten Konditionierung nach B.F. Skinner angewandt, ergänzt durch das Gesetz des Effekts von Thorndike.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Durchführung über 14 Tage, die tägliche Protokollierung der Ergebnisse sowie die Reflexion der auftretenden Schwierigkeiten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie operante Konditionierung, positive Verstärkung, Verhaltensmodifikation und Lerntheorie geprägt.
Wie wurde die Belohnung im Laufe des Experiments angepasst?
Die Belohnung wurde schrittweise variiert: Zunächst gab es Leckereien für kleinste Annäherungen, später nur noch bei Erreichen definierter Distanzen, um das gewünschte Verhalten zu festigen.
Welche Rolle spielt die Hilfsperson in diesem Versuchsaufbau?
Die Hilfsperson ist notwendig, um den Hund bei Bedarf zu halten oder zu begleiten, während der Versuchsleiter sich entfernt, um die Distanz zur Belohnung zu vergrößern.
- Arbeit zitieren
- Taylor Bruhn (Autor:in), 2015, Die operante Konditionierung. Ein Experiment mit Bezug zur Theorie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/298798