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Schubert als Dichter: "Der Hirt auf dem Felsen" - Lied oder musikdramatische Szene?

Titel: Schubert als Dichter: "Der Hirt auf dem Felsen" - Lied oder musikdramatische Szene?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 39 Seiten , Note: 1

Autor:in: M.A. Georgine Maria-Magdalena Balk (Autor:in)

Musik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das obligate Lied Schuberts „Der Hirt auf dem Felsen“ für Klavier, Gesang und Klarinette ist neben dem etwas früher komponierten „Auf dem Strom“ ein Sonderling im Liedschaffen des Komponisten. Es verdankt seine Entstehung wie auch seine Form der Welt des Theaters, im Konkreten der Anregung der Opernsängerin Anna Milder-Hauptmann. In der Fachliteratur wird Der Hirt auf dem Felsen als „durchkomponiert in kantatenhafter Form“ umschrieben. Dies trifft zwar zu, denn eine Kantate gestaltet sich in der Regel wechselweise rezitativisch, arios und kantabel und die Besetzung der Solokantate ist gerne durch konzertierende Instrumente erweitert, doch ist eine weit differenziertere formale Beschreibung nötig. Der Struktur und Stimmumfang nach handelt es sich bei „Der Hirt auf dem Felsen“ nämlich um eine Opernarie, der als Formschema zum einen eine zweisätzige italienische Arie mit vorhergehender Szene zugrunde liegt und die sich gegen Ende zu einem klassischen Duett auswächst. Doch allein im Rahmen dieses Grobrasters lässt sich dieser Gesang nicht voll begreifen. So dürfen zum anderen die formalen Kennzeichen der Da-capo-Arie nicht ganz außer Acht gelassen werden, denn nur mit den Termi beider Gattungen lässt sich dieses komplexe Gebilde gänzlich umschreiben. Auch dramaturgisch entspricht der Gesang der Funktion, die einer Arie im musikdramatischen Kontext einer Oper zukommt. Leicht lässt sich „Der Hirt auf dem Felsen“ als ein konzentrierter Moment der Wende innerhalb eines größeren Handlungszusammenhangs vorstellen.
Um sich dem vielfältigen Charakter des Liedes in ausreichender Weise anzunähern wurden in der vorliegenden Arbeit alle bedeutenden wissenschaftlichen Aspekte behandelt – eine germanistische, theaterwissenschaftliche und nicht zuletzt musikwissenschaftliche Fingerübung.




Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. DAS OBLIGATE LIED

1.1 VERSUCH EINER DEFINITION

1.2 DAS OBLIGATE LIED ZUM ENDE DES 17. JAHRHUNDERTS BIS INS BEGINNENDE 19. JAHRHUNDERT

1.3 DAS OBLIGATE LIED IM KONZERTSAAL

2. DIE KLARINETTE

3. DIE ENTSTEHUNG DES GESANGS „DER HIRT AUF DEM FELSEN“

4. SCHUBERT ALS DICHTER

4.1 DAS AUFGREIFEN VON ROMANTISCHEM TEXTMATERIAL

4.2 SCHUBERTS UMGANG MIT DEN TEXTVORLAGEN

4.2.1 Der Titel

4.2.2 „Der Berghirt“

4.2.3 Chézy-Gedicht

4.2.4 „Liebesgedanken“

4.3 DIE TEXTSTRUKTUR VON „DER HIRT AUF DEM FELSEN“

5. DIE QUELLENLAGE

6. SCHUBERTS VERTONUNG

6.1 DIE BESETZUNG

6.2 DAS WORT-TON-VERHÄLTNIS

6.3 SATZTECHNISCHE ANLAGE

6.4 HARMONISCHE ANALYSE

6.5 VERARBEITETES MUSIKALISCHES KLISCHEE: DAS JODELN

6.5.1 Definition und Beschreibung des Phänomens Jodeln

6.5.2 Jodeln in „DER HIRT AUF DEM FELSEN“

7. LIED ODER MUSIKDRAMATISCHE SZENE?

7.1 LIED

7.2 SZENE

7.3 ERKLÄRUNGSANSATZ

8. SCHLUSSWORT

9. ANLAGEN

9.1 „DER BERGHIRT“

9.2 „LIEBESGEDANKEN“

9.3 „DER HIRT AUF DEM FELSEN“

10. QUELLEN

11. SEKUNDÄRLITERATUR

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht Franz Schuberts Werk „Der Hirt auf dem Felsen“ hinsichtlich seiner gattungsspezifischen Einordnung. Dabei wird hinterfragt, ob das Stück primär als obligates Lied oder als musikdramatische Szene zu begreifen ist, wobei insbesondere die Wechselwirkung zwischen Textstruktur, Musik und der Rolle des obligaten Klarinettenparts analysiert wird.

  • Historische Definition und Entwicklung des „obligaten Liedes“.
  • Die Entstehungsgeschichte des Werkes im Kontext von Schuberts spätem Schaffen.
  • Analyse der Textcollage aus drei verschiedenen literarischen Vorlagen.
  • Musikwissenschaftliche Untersuchung der Satztechnik und harmonischen Anlage.
  • Die Funktion des musikalischen Klischees des „Jodelns“ für die Charakterisierung.

Auszug aus dem Buch

4.2.2 „Der Berghirt“

Das Gedicht liegt in zehn Strophen á drei Versen vor, die alle in Barform (aab) gestaltete sind. Die jeweils ersten beiden Verse haben vier Hebungen und eine männliche Endung, der dritte Vers einer jeden Strophe tritt in seiner bakcheischen Form mit nur einer Hebung hervor und erzeugt den Eindruck eines Echos. Dieser Kurzvers mit weiblicher Endung kann als Herzstück einer jeden Strophe bezeichnet werden, in welchem sich der Inhalt verdichtet.

Schubert übernimmt nur die ersten vier Strophen des Gedichts. Wieso er gerade nur diese vier und nicht mehr oder eine andere Kombination von Strophen entnimmt, erscheint relativ willkürlich. Mit den ersten vier Strophen erreicht er jedenfalls eine ausreichende Schilderung der isolierten Stellung („höchsten Fels“, „tiefe Thal“) des lyrischen Ichs (Strophe 1), der Bergwelt (Strophe 2), der darin eigenen Echowirkung der Stimme (Strophe 3) und der Beschreibung des Grunds für dessen Sehnsucht, nämlich der räumlichen Entfernung von seinem „Liebchen“, einem offensichtlich weiblichen Wesen. Die noch folgenden Naturbeschreibungen Müllers und der direkte Appell an die Geliebte kürzt Schubert. Dem konzentrativen Gedichtfragment und dem vollständigen Gedicht Müllers bleibt zu eigen, dass ein direkter Hinweis auf die Lösung des Sehnsuchtszustands fehlt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. DAS OBLIGATE LIED: Definiert die Gattung des Liedes mit obligaten Instrumenten und ordnet diese historisch zwischen Klavierlied und Kantate ein.

2. DIE KLARINETTE: Beschreibt die historische Entwicklung der Klarinette und deren wachsende Bedeutung als romantisches Soloinstrument.

3. DIE ENTSTEHUNG DES GESANGS „DER HIRT AUF DEM FELSEN“: Beleuchtet die Entstehungsbedingungen des Werks, insbesondere die Anregung durch die Sängerin Anna Milder-Hauptmann.

4. SCHUBERT ALS DICHTER: Analysiert den Umgang Schuberts mit den verschiedenen Textvorlagen von Wilhelm Müller und Wilhelmine von Chézy als „Textpasticcio“.

5. DIE QUELLENLAGE: Beschreibt die überlieferten Manuskripte und die Bedeutung des Primats der Musik gegenüber dem Text.

6. SCHUBERTS VERTONUNG: Untersucht Besetzung, Wort-Ton-Verhältnis, Satztechnik und den Einsatz des Jodel-Klischees im Werk.

7. LIED ODER MUSIKDRAMATISCHE SZENE?: Diskutiert die gattungstheoretische Einordnung des Werkes als hybrides Gebilde zwischen Liedform und opernhafter Szene.

8. SCHLUSSWORT: Fasst Schuberts Bedeutung als musikdramatischer Komponist jenseits seiner bekannten Lieder zusammen.

Schlüsselwörter

Franz Schubert, Der Hirt auf dem Felsen, obligates Lied, musikalische Szene, Klarinette, Wilhelm Müller, Romantik, Jodeln, Satztechnik, Textpasticcio, Vokalmusik, Formanalyse, Belcanto, Anna Milder-Hauptmann.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Franz Schuberts „Der Hirt auf dem Felsen“ und untersucht, ob das Werk klassische Liederstrukturen aufweist oder eher als musikdramatische Szene zu kategorisieren ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Gattungsgeschichte des obligaten Liedes, der Umgang mit literarischen Vorlagen (Textcollage), die musiktheoretische Analyse und die instrumentale Funktion der Klarinette.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die gattungstheoretische Sonderstellung des Werkes in Schuberts Schaffen zu ergründen und aufzuzeigen, wie das Primat der Musik die traditionelle Liedstruktur aufbricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche Analyse, die historisch-kritische Quellenarbeit mit einer strukturellen Form- und Textanalyse kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Textgenese (Müller/Chézy), der Quellenlage der Manuskripte und einer detaillierten Analyse der Vertonung, inklusive Harmonik und Satztechnik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Textpasticcio“, „obligates Instrument“, „musikdramatische Szene“ und „romantische Affektgestaltung“ geprägt.

Welche Bedeutung hat das „Jodeln“ im Werk?

Das Jodeln dient als musikalisches Klischee, das durch spezifische Intervallsprünge und Registerwechsel im Klarinettenpart das Bild des Berg- und Hirtenlebens atmosphärisch unterstützt.

Inwiefern hat Anna Milder-Hauptmann das Werk beeinflusst?

Sie initiierte durch ihre spezifische Anfrage nach „brillanterer Musik“ und eines Textes mit variablen Stimmungen maßgeblich die Entstehung des Werks.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schubert als Dichter: "Der Hirt auf dem Felsen" - Lied oder musikdramatische Szene?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut der Musikwissenschaft)
Veranstaltung
Hauptseminar Das Lied in Dichtung und Musik: Beethoven - Schubert
Note
1
Autor
M.A. Georgine Maria-Magdalena Balk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
39
Katalognummer
V29727
ISBN (eBook)
9783638311687
ISBN (Buch)
9783638727693
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schubert Dichter Hirt Felsen Lied Szene Hauptseminar Lied Dichtung Musik Beethoven Schubert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Georgine Maria-Magdalena Balk (Autor:in), 2004, Schubert als Dichter: "Der Hirt auf dem Felsen" - Lied oder musikdramatische Szene?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/29727
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Leseprobe aus  39  Seiten
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