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Der Soldat Hans von Seeckt. Selbstzeugnisse in historischer Kritik

Titel: Der Soldat Hans von Seeckt. Selbstzeugnisse in historischer Kritik

Hausarbeit , 2009 , 22 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte - Allgemeines

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit, die schon mit ihrem Titel die Zweigleisigkeit der Fragestellung gibt, bietet neben der Einführung in das politische Denken des Generals Hans von Seeckt, auch eine militär- und ideengeschichtliche Grundlage. Seine Schriften und deren Analyse, sowie die moderne Literatur, bilden diese Grundlage und den Untersuchungsgegenstand der Personendarsellung von Seeckts und lassen sich mit der Hauptfragestellung auseinanderzusetzen. Ein Versuch, eine Analyse Seeckts politischer Einstellungen während der Jahre 1919-1921 vorzunehmen.
War Seeckt ein unpolitischer Soldat? Oder war er ein parteiischer, opportunistischer, rechtsgesinnter und machtgieriger Offizier wie es die moderne Literatur uns ihn schildert?
Gibt es einen Begriff des unpolitischen Soldaten und wo begegnet er uns?
Wenn man den Begriff „unpolitischer Soldat, bzw. Offizier“ verstehen will, muss man auf die Tradition der preußischen Armee seit der preußischen Heeresreform von Friedrich Wilhelm III und noch stärker seit Bismarck zurückgreifen. Die Anhänger mussten von jeglicher politischer bzw. parteipolitischer Tätigkeit ausgeschlossen und unabhängig sein. Aber laut dem Handbuch zur deutschen Militärgeschichte ist so ein Heer immer mit dem Staatsgedanken identisch. In Weimarer Republik waren „politische Betätigungen“ für Soldaten verboten. Die Ablehnung dieser Prinzipien war eine Norm in der Republik. So bildete diese pseudo- überparteiische Einstellung das Kriterium für die Beurteilung der politischen Umwelt und Einstufung der Parteien. Das Prinzip des „Unpolitischen“ verkörperten in der Reichswehr vor allem die Generäle Gröner, Seeckt und Geßler.
Als nächster Schritt: anhand der Selbstzeugnisse von Seeckt möchte ich der Frage des unpolitischen Soldaten nachgehen und seine widersprüchlichen Gedanken auflösen. Bei der Behandlung dieses Themas möchte ich mich auf drei wichtigsten und bekanntesten Selbstzeugnissen Seeckts stüzen, die für die Fragestellung relevant sind, nämlich die Schriften „Zukunft des Reiches“ (1929) und die Reichswehr (1933), konzentrieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2 Biografische Abrisse

2.1 Prägung in der Monarchie

2,2 Seeckt und die Republik von 1919-1921

3 Seeckts Schriften und geistes-politische Auffassungen

3.1 Die unpolitische Armee in „Die Reichswehr“ und „Gedanken eines Soldaten“

3.2.2 Der Stand des Offizierskorps

3.2.3 Prinzip der unpolitischen Armee und „Staat im Staat“- Auffassung

3.3 Der Staatsgedanke in „Die Zukunft des Reiches“

4 Historische Forschungskritik

4.1 Rabenaus Urteil

4.2 Seeckts politische Einstellung in der modernen Literatur

Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das politische Denken und Handeln des Generals Hans von Seeckt während der Weimarer Republik, insbesondere unter der Fragestellung, ob er als "unpolitischer Soldat" zu charakterisieren ist oder ob seine militärischen Strategien als politisches Kalkül zu werten sind. Dabei wird anhand von Selbstzeugnissen und historischer Fachliteratur analysiert, inwieweit Seeckts Wirken die Reichswehr beeinflusste und in ein Spannungsfeld zwischen militärischer Tradition und demokratischer Realität führte.

  • Analyse des Begriffs "unpolitischer Soldat" in der preußisch-deutschen Tradition.
  • Untersuchung der Rolle von Hans von Seeckt im Kontext der Reichswehr und des Kapp-Putsches.
  • Vergleichende Betrachtung der Schriften Seeckts ("Die Reichswehr", "Die Zukunft des Reiches").
  • Kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Forschungspositionen zu Seeckts politischer Einstellung.
  • Diskussion des Konzepts "Staat im Staat" im Hinblick auf das Verhältnis von Armee und parlamentarischer Demokratie.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Der Stand des Offizierskorps

Für Seeckt war es klar, dass nicht die Schwierigkeit der Übertragung der alten Prinzipien und Traditionen das Problem war, sondern den alten Wert der Autorität eines Befehlshabers oder wie er sagt „Führers“ wiederherzustellen. Das Offizierskorps (mit 4000 Mann) musste reformiert und an den neuen Staat angepasst werden, was das schwierigste war. Gerade das Pflichtbewusstsein der Offiziere dem Vaterland zu dienen, war der entscheidende Moment für die Überwindung der inneren Hemmungen und des Verratsgefühls. Wenn im wilhelminischen Reich, der monarchische Staat diese Verkörperung war, so trat jetzt an seine Stelle die Republik, die die neue Pflicht der Offiziere sein sollte. So musste es bei der Reichswehrgründung eine neue und freiwillige Auffassung und Erkenntnis von Treu zum Vaterland gefunden werden. Das Offizierskorps musste, laut Seeckt, nicht nach der politischen Form, sondern nach der traditionellen Pflicht fragen. Das heißt über dem Parlament und der Verfassung stehen und den Staat repräsentieren.

Seeckt unterstrich, dass die Offiziersauswahl nie politisch war, sondern verlief gemäß der Fronterfahrung eines Mannes, der dann Unteroffizier bzw. Offizier werden konnte oder weiter geblieben war. So musste auch die neue Armee ohne politische Vorurteile geformt werden.

Die Truppenmoral der Reichswehr musste vor allem in der Kameradschaftsprägung und Vorbild- bzw. Autoritätsverständnis bestehen. Das konnte weder die Regierung noch der Friedensvertrag verbieten.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der politischen Rolle von Hans von Seeckt vor und erläutert die methodische Grundlage durch die Analyse seiner Schriften und der Forschungsliteratur.

2 Biografische Abrisse: Dieses Kapitel zeichnet den Werdegang Seeckts in der Monarchie und seine Haltung während der frühen Jahre der Weimarer Republik nach.

3 Seeckts Schriften und geistes-politische Auffassungen: Hier werden Seeckts zentrale militärische und politische Gedanken analysiert, insbesondere seine Konzepte einer "unpolitischen Armee" und eines autoritären Staatsgedankens.

3.1 Die unpolitische Armee in „Die Reichswehr“ und „Gedanken eines Soldaten“: Dieser Abschnitt untersucht Seeckts ideologische Betonung der Kontinuität und Exklusivität des Militärs.

3.2.2 Der Stand des Offizierskorps: Dieses Unterkapitel beleuchtet die Notwendigkeit der Autoritätswiederherstellung und die Integration der Offiziere in den neuen Staat unter Beibehaltung traditioneller Werte.

3.2.3 Prinzip der unpolitischen Armee und „Staat im Staat“- Auffassung: Die Analyse konzentriert sich auf die Versuche Seeckts, die Reichswehr von parteipolitischen Einflüssen abzuschirmen und sie als loyale, neutrale Stütze der Staatsgewalt zu etablieren.

3.3 Der Staatsgedanke in „Die Zukunft des Reiches“: Das Kapitel behandelt Seeckts visionäre Vorstellungen eines autoritär geführten Staates und seine Ablehnung des parlamentarischen Systems.

4 Historische Forschungskritik: Dieser Teil setzt sich kritisch mit der wissenschaftlichen Bewertung Seeckts durch verschiedene Historiker auseinander.

4.1 Rabenaus Urteil: Hier wird die Biografie von Friedrich von Rabenau analysiert, die Seeckt eher apologetisch als loyalen Soldaten darstellt.

4.2 Seeckts politische Einstellung in der modernen Literatur: Dieser Abschnitt fasst moderne Forschungspositionen zusammen, die Seeckt oft als politisch kalkulierenden Akteur kritisch betrachten.

Schlussteil: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass Seeckt zwar ein traditioneller Soldat war, seine Handlungen jedoch restaurativen Zielen dienten.

6 Literatur und- Quellenverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Hans von Seeckt, Reichswehr, Weimarer Republik, unpolitische Armee, Offizierskorps, Kapp-Putsch, Staatsgedanke, Militärgeschichte, preußische Tradition, Parlamentarismus, historische Forschungskritik, Autorität, Führerschaft, Souveränität, Neutralität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das politische Denken und Wirken des Generals Hans von Seeckt im Kontext der Reichswehr während der Weimarer Republik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Reichswehr, dem Selbstverständnis des Offizierskorps, dem Verhältnis von Militär und Staat sowie der Analyse von Seeckts Schriften und politischer Philosophie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob Seeckt tatsächlich ein "unpolitischer Soldat" war oder ob seine Handlungen als politisches Kalkül zur Machtentfaltung der Armee zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Primärquellen (Selbstzeugnisse Seeckts) sowie einen kritischen Vergleich verschiedener historischer Interpretationen (Forschungskritik).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Seeckts Schriften, sein Konzept der "unpolitischen Armee", seine Rolle beim Kapp-Putsch und die Kontroversen in der historischen Fachliteratur über sein Verhältnis zur Republik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Seeckt, Reichswehr, Weimarer Republik, Staat im Staat, Offizierskorps, Autorität und unpolitisches Soldatentum.

Wie bewertet der Autor Seeckts Verhalten während des Kapp-Putsches?

Der Autor stellt fest, dass Seeckts Passivität einerseits als Befehlsverweigerung, andererseits von Kritikern als politisches Kalkül bzw. Sympathie mit den Putschisten gewertet wird, wobei die Loyalität zur militärischen Einheit im Vordergrund stand.

Zu welchem Schluss kommt die Arbeit bezüglich des Begriffs "unpolitischer Soldat"?

Das Fazit schließt, dass Seeckt ein traditioneller Soldat war, dessen Handlungen restaurative Ziele verfolgten; wenn man jedoch sein Pflichtbewusstsein isoliert betrachtet, kann man ihn durchaus als unpolitischen Soldaten bezeichnen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Soldat Hans von Seeckt. Selbstzeugnisse in historischer Kritik
Hochschule
Universität Potsdam  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Von der Monarchie zur Republik: Deutschland 1917–1923
Note
2,5
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V296195
ISBN (eBook)
9783656940401
ISBN (Buch)
9783656940418
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soldat hans seeckt selbstzeugnisse kritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2009, Der Soldat Hans von Seeckt. Selbstzeugnisse in historischer Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/296195
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Leseprobe aus  22  Seiten
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