Unter Programmplanung wird die Vorbereitung des Veranstaltungs- und Leistungsangebotes einer Bildungseinrichtung verstanden. Damit ist auch das Herstellen und Publizieren eines Programms gemeint.
In dieser Ausarbeitung befassen wir uns mit den zu beachtenden Merkmalen bei der Erstellung und Publikation eines Programmes. Zunächst wird erläutert, was unter Programmplanung verstanden wird und woran sich bei der Erstellung des Programms gerichtet wird. Anschließend wird erklärt, in welchen Schritten ein Programm erstellt wird.
Bevor ein Programm entwickelt wird, macht man sich Gedanken darüber, aus welchem Anlass Menschen ein Angebot wahrnehmen und sich weiterbilden, aus diesem Grund wird nach den Bedarfen und Bedürfnissen der Teilnehmenden gefragt, welche Methoden dafür vorhanden sind werden im 4. Kapitel dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Programmplanung
3 Planungsprozess
4 Bedarfe und Bedürfnisse
4.1 Methoden zur Ist und Soll-Bestimmung nach Bedarfsursachen für Unternehmen
4.1.1 Methoden zur Ist- Bestimmung nach Bedarfsursachen
4.1.2 Methoden zur Soll- Bestimmung nach Bedarfsursachen
4.1.3 Methoden sowohl zur Ist- als auch zur Soll- Bestimmung nach Bedarfsursachen
5 Zielgruppen
5.1 Zielgruppenarbeit
5.2 Zielgruppenansatz
6 Bildungsangebote
7 Angebot und Nachfrage
8 Programmbereiche
9 Ankündigungstexte
10 Informationen
11 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit den wesentlichen Merkmalen und Prozessen bei der Erstellung und Veröffentlichung eines Bildungsprogramms, wobei insbesondere die Verzahnung von Bedarfsanalyse, Zielgruppenorientierung und marktgerechter Kommunikation im Fokus steht.
- Methoden der Bedarfs- und Bedürfnisermittlung in der Weiterbildung
- Konzepte der Zielgruppenarbeit und deren pädagogische sowie politische Ansätze
- Systematik der Angebotsplanung nach didaktischen Kriterien
- Strukturierung von Programmbereichen und Anforderungen an Ankündigungstexte
Auszug aus dem Buch
4 Bedarfe und Bedürfnisse
Die Rezeption von Programmforschungsergebnissen ist unerlässlich, wenn wir Planungshandeln im offenen Feld von Angebot und Nachfrage leisten wollen. Wenn wir differenzierte Planungskompetenz erwerben wollen, ist diese die Basis dafür.
Programme von Weiterbildungsinstitutionen und -organisationen wie unserer, spiegeln mit ihren/ unseren nach Schwerpunkten strukturierten Weiterbildungsangeboten deren/ unsere Angebotsvielfalt wieder. Diese Programme zeigen die Relation zwischen dem Gesamtangebot und den Schwerpunkten auf, informieren über die Entwicklung der Schwerpunkte in den Angeboten, verweisen auf neue Schwerpunkte und zeigen die Verschiebung zwischen den Programmbereichen. Darüber hinaus können sie neue Verbindungen im Prozess der Wissensgenerierung sichtbar machen und neue Befunde über den Modellierungsprozess von Wissen erbringen. Die Programmforschung ist ein Kernbereich moderner Weiterbildungsforschung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Programmplanung sowie die zentralen Schritte bei der Erstellung und Publikation von Bildungsangeboten.
2 Programmplanung: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Programmplanung und differenziert zwischen angebots- und nachfrageorientierten Planungsansätzen.
3 Planungsprozess: Hier wird der Prozess der Programmplanung als Regelkreis beschrieben, der von der Bedarfsermittlung über die Grob- und Feinplanung bis hin zur Evaluation reicht.
4 Bedarfe und Bedürfnisse: Dieses Kapitel erörtert die wissenschaftliche Unterscheidung von Bedarfen und Bedürfnissen und stellt verschiedene Methoden zur Analyse bei Individuen und Unternehmen vor.
5 Zielgruppen: Der Fokus liegt auf der Bedeutung der Zielgruppenorientierung, den Vor- und Nachteilen der Gruppenbildung sowie unterschiedlichen theoretischen Begründungsansätzen.
6 Bildungsangebote: Hier wird das Modell der Angebotsentwicklung vorgestellt, welches sechs zentrale Kriterien umfasst, um Bildungsdienstleistungen systematisch zu planen.
7 Angebot und Nachfrage: Dieses Kapitel beleuchtet das Zusammenspiel von Marktmechanismen und pädagogischer Planung innerhalb von Weiterbildungsorganisationen.
8 Programmbereiche: Es wird die Strukturierung des Weiterbildungsangebots anhand von Volumina und Teilnahmefällen in verschiedenen Themenfeldern analysiert.
9 Ankündigungstexte: Dieses Kapitel behandelt die Anforderungen an eine transparente, informative und werbewirksame Ankündigung von Bildungsangeboten.
10 Informationen: Der abschließende Abschnitt verdeutlicht die Notwendigkeit einer zielgruppengerechten Informationsbereitstellung und die Herausforderungen bei der Vermittlung von Bildungsqualität.
11 Literaturverzeichnis: Verzeichnis der in der Ausarbeitung verwendeten Quellen und Referenzen.
Schlüsselwörter
Programmplanung, Weiterbildung, Bedarfsanalyse, Angebotsplanung, Zielgruppenarbeit, Bildungsmarkt, Didaktik, Makrodidaktik, Nachfrageorientierung, Programmprofil, Veranstaltungsmanagement, Bildungsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die systematische Planung, Organisation und Publikation von Programmen in der Erwachsenenbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Bedarfsermittlung, Zielgruppendefinition, Didaktik der Angebotsentwicklung sowie der wirksamen Kommunikation von Kursangeboten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Prozesse zu schaffen, die von der ersten Idee für ein Bildungsangebot bis zur erfolgreichen Veröffentlichung und Durchführung führen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturgestützte theoretische Ausarbeitung, die Konzepte der Programmforschung und Didaktik zusammenführt und analysiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Planungsprozess, Methoden der Bedarfsanalyse, die Rolle von Zielgruppen sowie die Gestaltung von Inhalten und Ankündigungstexten detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind unter anderem Programmplanung, Bedarfsanalyse, Zielgruppenorientierung, Bildungsangebote und Didaktik.
Wie unterscheiden sich Bedarfe und Bedürfnisse laut Text?
Der Text differenziert Bedarfe als objektive Größen, während Bedürfnisse eher subjektiver Natur sind und häufig als anthropologische Größe verstanden werden.
Warum ist die Zielgruppenarbeit nicht unproblematisch?
Der Text warnt davor, dass Zielgruppen als Konstrukte Defizite unterstellen oder stigmatisierend wirken können, anstatt die individuelle Heterogenität der Lernenden zu erfassen.
Welchen Zweck verfolgen Ankündigungstexte primär?
Sie dienen als zentrales Instrument zur Information und Gewinnung von Teilnehmenden, indem sie Angebotstransparenz schaffen und eine rationale Entscheidungsfindung ermöglichen.
Wie lässt sich die Qualität eines Programms messen?
Der Text merkt kritisch an, dass reine Informationen in Ankündigungen oft nicht ausreichen, um die tatsächliche Qualität der Lehre oder die Qualifikation der Lehrenden vorab zu beurteilen.
- Arbeit zitieren
- Björn Beil (Autor:in), 2015, Programmplanung. Vorbereitung des Veranstaltungs- und Leistungsangebotes einer Bildungseinrichtung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/295872