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Tiecks Komödie "Der gestiefelte Kater". Eine Analyse ausgewählter komischer Effekte und deren Wirkung

Title: Tiecks Komödie "Der gestiefelte Kater". Eine Analyse ausgewählter komischer Effekte und deren Wirkung

Term Paper , 2012 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Felix Frohnhoff (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Hausarbeit soll es im Folgenden um die Herausarbeitung und Thematisierung der komischen Effekte und deren intendierte Wirkung in der Komödie "Der gestiefelte Kater" von Ludwig Tieck gehen. Zunächst gebe ich kurz den Inhalt des Stückes wieder, worauf der Versuch einer Definition von Komik, auf dessen Problematik ich noch näher in dieser Einleitung eingehen werde, folgt. Anhand dieser Definition werde ich dann im weiteren Verlauf der Hausarbeit die dazu passenden komischen Effekte in "Der gestiefelte Kater" herausstellen und hinsichtlich ihrer Funktion und Aufgabe näher analysieren. Zum Schluss erfolgt dann die nähere Betrachtung, inwieweit die Botschaft der Komödie und die bereits analysierten komischen Effekte in Verbindung zueinanderstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der gestiefelte Kater – Eine kurze Inhaltsangabe

3. Kontextuell spezifizierte Formen von Komik

3.1. Die Ebenenkomik

3.2. Die Figurenkomik

3.3. Das Satirische

4. Analyse der komischen Effekte

4.1. Analyse der Ebenenkomik

4.2. Analyse der Figurenkomik

4.3. Analyse des Satirischen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komischen Effekte in Ludwig Tiecks Komödie „Der gestiefelte Kater“ sowie deren intendierte Wirkung auf das Publikum. Ziel ist es, anhand einer kontextualistischen Definition von Komik die Mechanismen herauszuarbeiten, durch die Tieck das Publikum irritiert und die menschliche Urteilspraxis kritisiert.

  • Analyse der Ebenenkomik als Durchbrechung der Grenze zwischen Text und Realität
  • Untersuchung der Figurenkomik am Beispiel von Hinze und Hanswurst
  • Die Funktion des fiktiven Publikums als satirisches Mittel
  • Reflexion über die Abkehr von belehrender Moral hin zur reinen Unterhaltung

Auszug aus dem Buch

4.2. Analyse der Figurenkomik

Zweifelsfrei weicht der gestiefelte Kater, im Unterschied zu den restlichen Charakteren in der Komödie, am deutlichsten von der Norm ab. Ein Kater, der menschliche Intelligenz besitzt, redet und Stiefel trägt, also von Grund auf eher Mensch als Tier ist, ist gewiss kein alltägliches Phänomen. „Hinze, der Kater ([…]): - Mein lieber Gottlieb – ich habe ein ordentliches Mitleid mit Euch. Gottlieb (erstaunt). Wie, Kater, du sprichst?“15. „Hinze. Ihr wundert Euch, aber bei dem, was ich für Euch zu thun gesonnen bin, habe ich so viel zu gehen und zu laufen, daß ich notwendig Stiefeln tragen muß.“16 Die komische Figur des Katers spiegelt sich also besonders in seinem ungewöhnlichem Äußeren und in seinem menschlichem Verhalten wieder. Aber nicht nur sein Äußeres wirkt belustigend, auch der Versuch seine tierischen Triebe zu unterdrücken um sich als Mensch bzw. als Jäger auszugeben, erscheinen recht amüsant. „Es ist fatal, daß ich nichts kann singen hören, ohne Lust zu kriegen, es zu fressen; Natur! Natur!“17 Dennoch wird die Figur des Katers nicht als Tölpel dargestellt, sondern als eine dem Menschen überlegende, gerissene und intelligente Figur.

Hinze. Glaubst du denn, daß man tagelang umsonst unterm Ofen liegt und die Augen fest zumacht? – Ich habe dort immer im Stillen fortstudiert. Heimlich und unbemerkt wächst die Kraft des Verstandes, […].18

Noch deutlicher spiegelt sich seine Intelligenz in dieser Scene wieder: Hinze. Wenn wir nicht im Umgang mit den Menschen eine gewisse Verachtung gegen die Sprache bekämen, so könnten wir alle sprechen. Gottlieb. […] Aber warum laßt ihr euch denn so gar nichts merken? Hinze. Um uns keine Verantwortung zuzuziehen, denn wenn uns sogenannten Tieren noch erst die Sprache angeprügelt würde, so wäre gar keine Freude mehr auf der Welt. Was muß der Hund nicht alles thun und lernen! Das Pferd! Es sind dumme Tiere, daß sie sich ihren Verstand merken lassen, sie müssen ihrer Eitelkeit durchaus nachgeben, wir Katzen sind noch immer das freieste Geschlecht, weil wir uns bei aller unsrer Geschicklichkeit so ungeschickt anzustellen wissen, daß es der Mensch ganz aufgibt, uns zu erziehn.19

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Komik-Definition ein und skizziert das methodische Vorgehen zur Analyse der Effekte in Tiecks Werk.

2. Der gestiefelte Kater – Eine kurze Inhaltsangabe: Eine knappe Zusammenfassung des Märchenstoffes und des Motivs des Schauspiels im Schauspiel.

3. Kontextuell spezifizierte Formen von Komik: Theoretische Hinführung zu den Begriffen Ebenenkomik, Figurenkomik und das Satirische im Kontext der Untersuchung.

4. Analyse der komischen Effekte: Der Hauptteil, in dem die zuvor definierten Kategorien auf die konkreten Szenen und Figuren des Stücks angewendet werden.

5. Fazit: Die Zusammenfassung der Ergebnisse betont, dass Tieck primär durch das fiktive Publikum Urteilspraxen hinterfragt und eine Abkehr von lehrhafter Moral zugunsten des Unterhaltungscharakters vollzieht.

Schlüsselwörter

Ludwig Tieck, Der gestiefelte Kater, Komik, Ebenenkomik, Figurenkomik, Satire, Schauspiel im Schauspiel, Kontextualismus, fiktives Publikum, literarische Komödie, Humor, Theorie des Komischen, Literaturwissenschaft, Wirkungsästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Struktur und Funktion komischer Effekte in Ludwig Tiecks Komödie „Der gestiefelte Kater“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Kategorien der Ebenenkomik, der Figurenkomik sowie der Einsatz des Satirischen, insbesondere durch das fiktive Publikum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Es soll analysiert werden, wie Tieck durch spezifische komische Effekte das Publikum zur Reflexion anregt und inwieweit diese Mittel der intendierten Wirkung des Stücks dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Untersuchung verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf einen kontextualistischen Ansatz der Komikforschung, um die Effekte individuell und werkbezogen zu definieren und zu analysieren.

Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Komikformen und deren praktische Analyse am Text, unterteilt in die Ebenenkomik, Figurenkomik und das Satirische.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Ebenenkomik, Satire, fiktives Publikum und die kritische Auseinandersetzung mit der literarischen Urteilspraxis.

Wie spielt das „Schauspiel im Schauspiel“ in die Ebenenkomik hinein?

Das Motiv dient als zentrales Element, um die Grenze zwischen der realen Bühne und der Handlung zu durchbrechen, was beim Zuschauer zur bewussten Irritation führt.

Warum wird der Hofnarr Hanswurst als eine besondere komische Figur hervorgehoben?

Hanswurst wandelt sich vom vermeintlich dummen Tölpel zu einer listigen, reflexiven Figur, was einen wesentlichen komischen Effekt des Werks darstellt.

Welche Rolle spielt das fiktive Publikum für die satirische Wirkung?

Das Publikum wird als satirisches Mittel eingesetzt, um das Scheitern von Interpretationsversuchen und Kategorisierungen darzustellen, wodurch der Zuschauer selbst zur kritischen Reflexion bewegt wird.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor bezüglich der Intention Tiecks?

Tieck möchte den Zuschauer nicht belehren, sondern ihn durch Witz und Albernheit aus seiner Suche nach moralischer Belehrung befreien und zum Genuss der Dichtung anregen.

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Details

Title
Tiecks Komödie "Der gestiefelte Kater". Eine Analyse ausgewählter komischer Effekte und deren Wirkung
College
University of Wuppertal
Course
Komödien des 18. Jahrhunderts
Grade
1,7
Author
Felix Frohnhoff (Author)
Publication Year
2012
Pages
13
Catalog Number
V295666
ISBN (eBook)
9783656938118
ISBN (Book)
9783656938125
Language
German
Tags
tiecks komödie kater eine analyse effekte wirkung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Frohnhoff (Author), 2012, Tiecks Komödie "Der gestiefelte Kater". Eine Analyse ausgewählter komischer Effekte und deren Wirkung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/295666
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