Diese Seminararbeit untersucht die Sprache und die Sprachreflexion im Rahmenlehrplan sowie im Schulbuch der DDR. Dabei wird zuerst auf das Schulbuch als Untersuchungsgegenstand eingegangen, indem die Merkmale und Funktionen in einem Schulbuch kenntlich gemacht werden. Ferner wird die Schulbuchforschung im Allgemeinen definiert und erläutert und mit Hilfe von Schwerpunkten und Methoden der Schulbuchforschung eingegrenzt. In einem weiteren Kapitel wird dann speziell die Sprache und die Sprachreflexion in der DDR untersucht, indem der Aufbau des Schulbuchs von 1960 und 1983 kenntlich gemacht und verglichen wird. Als nächstes soll geklärt werden, was die Muttersprache leisten soll und wie diese Aufgaben von der Lehrkraft umgesetzt werden sollen. Um die Bestimmungen im Rahmenlehrplan mit den Umsetzungen im Unterricht analysieren zu können, wird in Punkt 4.3 der Rahmenlehrplan von 1951 und 1981 im Hinblick auf Sprache und Sprachreflexion beschrieben sowie miteinander verglichen. Des Weiteren werden Aufgaben und Übungen aus den Büchern „Muttersprache“ von 1960 und 1983 vorgestellt, so dass eine abschließende Untersuchung zur Sprachreflexion erfolgen kann.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Schulbuch als Untersuchungsgegenstand
2.1 Merkmale des Schulbuchs
2.2 Funktionen des Schulbuchs
2.2.1 Außerschulische Funktionen
2.2.2 Allgemein-didaktische Funktionen von Schulbüchern
3. Die Schulbuchforschung
3.1 Schwerpunkte der Schulbuchforschung
3.2 Methoden der Schulbuchforschung
4. Untersuchung der Sprache und Sprachreflexion in der DDR
4.1 Aufbau des Schulbuchs „Muttersprache“ von 1960 und 1983 im Hinblick auf Sprachreflexion und Sprachbewertung
4.2 Die „Muttersprache“ der DDR in Klasse 7
4.3 Rahmenlehrplan von 1958 und 1981
4.4 Beispielaufgaben aus dem Schulbuch „Muttersprache“ von 1960/1985 zur Sprache und Sprachreflexion
5. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Entwicklung der Sprachreflexion und Sprachbewertung im DDR-Deutschunterricht anhand von Lehrplänen und Schulbuchbeispielen aus den Jahren 1960 und 1983 zu untersuchen und kritisch zu vergleichen.
- Theoretische Grundlagen der Schulbuchforschung
- Funktionen und Merkmale von Schulbüchern als Bildungsmedien
- Vergleichende Analyse der Lehrpläne von 1958 und 1981
- Untersuchung von Aufgabenstellungen zur Sprachreflexion in der DDR
- Wandel des Erziehungsziels von der sozialistischen Persönlichkeit hin zu moderneren Unterrichtsansätzen
Auszug aus dem Buch
4.4 Beispielaufgaben aus dem Schulbuch „Muttersprache“ von 1960/1985 zur Sprache und Sprachreflexion
Der Rahmenplan von 1958 sieht, wie bereits erwähnt, vor, dass Übungen und Aufgaben des Sprachunterrichts das Neue, was beim Aufbau des Sozialismus in den Städten /Dörfern geschaffen wird, zum Inhalt haben müssen. Die Aufgabe dazu im Buch von 1960 kann folgende sein: „Berichte über die Erfüllung eines Punktes eures Pionierauftrages im ersten Halbjahr!“ Diese bewirkt, dass die Schüler Tatsachen, Absichten und Vorgänge begründen lernen, über die zeitlichen Beziehungen zwischen zwei Geschehnissen genaue Rechenschaft ablegen können, Tatsachen und Vorgänge durch Vergleiche veranschaulichen können und Merkmale von Personen und Gegenständen erkennen und mit Hilfe eines bezüglichen Nebensatzes bezeichnen lernen. Weiter heißt es, dass die Schüler Handlungen begründen und Meinungen darlegen können. Mit der Aufgabe „Versetze dich an Ingos Stelle und eröffne die Diskussion.“ wird dieses ermöglicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Schulbuch als zentrales Lehr- und Lernmedium und umreißt die methodische Herangehensweise der Seminararbeit zur Untersuchung der Sprachreflexion in der DDR.
2. Das Schulbuch als Untersuchungsgegenstand: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Merkmale und die vielfältigen didaktischen sowie außerschulischen Funktionen von Schulbüchern.
3. Die Schulbuchforschung: Hier werden die Schwerpunkte und die wissenschaftlichen Methoden der Schulbuchforschung vorgestellt, um den theoretischen Rahmen für die Analyse zu setzen.
4. Untersuchung der Sprache und Sprachreflexion in der DDR: Der Hauptteil analysiert spezifische Schulbücher und Rahmenlehrpläne der DDR hinsichtlich ihres Aufbaus und ihrer Aufgabenstellungen zur Sprachreflexion.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und verdeutlicht den Wandel der Zielsetzungen im DDR-Schulwesen über die Jahrzehnte.
Schlüsselwörter
Schulbuchforschung, DDR-Bildungssystem, Sprachreflexion, Muttersprache, Rahmenlehrplan, Sozialistische Erziehung, Deutschunterricht, Schulbuchanalyse, Sprachbewertung, Sprachgebrauch, Didaktik, Schulpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Konzepte der Sprachreflexion und Sprachbewertung im Deutschunterricht der DDR auf Basis von Lehrplänen und Schulbüchern aus den Jahren 1960 und 1983.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Schulbuchforschung, die didaktische Analyse von Lehrwerken sowie die historische Betrachtung pädagogischer Zielsetzungen im DDR-Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist der Vergleich, wie sich die Anforderungen an Sprachreflexion und die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit durch die Schulbücher im Laufe der Zeit verändert haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der systematischen Einzelanalyse von Schulbuchkapiteln und Rahmenlehrplänen sowie den historischen Vergleich.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Aufbau der Schulbücher "Muttersprache", die Vorgaben der Rahmenlehrpläne von 1958 und 1981 sowie konkrete Aufgabenbeispiele analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Schulbuchforschung, DDR-Bildung, Sprachreflexion, Sozialistische Erziehung und didaktische Funktionsanalyse.
Wie unterscheidet sich das Schulbuch von 1960 von dem von 1983?
Das Buch von 1960 konzentriert sich stärker auf ideologisch geprägte Sprachlehre und politisierte Aufgaben, während spätere Ausgaben zunehmend fachsprachliche Begriffe integrieren.
Welche Rolle spielt die "sozialistische Persönlichkeit" in den Aufgabenstellungen?
Sie dient als erzieherisches Ideal, das durch problemhaltige Aufgaben und die Reflexion über das eigene gesellschaftliche Handeln innerhalb der Pionierorganisation gefestigt werden sollte.
- Arbeit zitieren
- Tanja Bergsieker (Autor:in), 2014, Sprache und Sprachreflexion im Rahmenlehrplan und Schulbuch in der DDR, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/295486