Im vorliegenden Praktikumsbericht beschreibe ich meine Eindrücke aus der Hospitation bei Herrn IG, meinem Cheftrainer im Tennispark Versmold und US, meiner Dozentin während der Präsenzphase zur Erlangung der Tennistrainer B‐Lizenz.
Meine Aufenthalte in ihrem Training bilden den ersten Teil meines Berichtes, die Praktika bei Herrn IG bilden den zweiten Teil.
WARM‐UP
Ihre Trainingseinheiten beginnen stets mit einem Warm‐up, bestehend aus Warmlaufen mit Armkreisen und dynamischen Stretching. Es folgen dann plyometrische
Sprungübungen von einem Bein auf das andere über den Doppelkorridor, welche das Aufwärmen intensivieren und außerdem das Gleichgewicht fordern. Um auch den
Oberkörper auf die Schnellkräfte im Tennisspiel vorzubereiten, vollführte JS mit den Armen schnelle Bewegungen wie sie Sprinter während eines 100 Meter‐Laufs einsetzen. Im Anschluss folgten schnelle Tappings, während derer er nur mit dem Vorfuß minimal kurzen
Bodenkontakt hatte. Das Warm‐up endete für ihn mit Bällen, die US zunächst in der Servicebox und dann in das Feld hinter diesen rollte bzw. warf. Für JL galt es diese aufzuheben bzw. zu fangen. Hierbei achtete US bei ihm auf einen tiefen Körperschwerpunkt. Mit den typischen Vor‐ und Seitwärtsbewegungen war sein 15‐minütiges Aufwärmen beendet.
Inhaltsverzeichnis
Training US
Erste Trainingseinheit
Warm-up
Reflektion
Erster Block Aufschlagvariationen
Korbtraining
Taktische Überlegungen
Zweiter Block Aufschlagvariation
Zweite Trainingseinheit
Match-nahe Übungen
Drucksituationen beim Aufschlag
Training Ion Geanta
Kinder- und Jugendtraining
Übungsstunde Gruppe
Übungsstunde Einzel
Variationen Kickaufschlag
Mannschaftsbetreuung
Vorbereitung
Äußere Bedingungen
Matchbeobachtung
Verlauf der Partie
Zielsetzung & Themen
Ziel dieses Berichts ist die Dokumentation der im Rahmen der B-Lizenz-Ausbildung absolvierten Hospitationen bei zwei erfahrenen Tennistrainern. Der Autor reflektiert dabei methodische Ansätze im Leistungs- und Jugendtraining sowie taktische Aspekte der Mannschaftsbetreuung.
- Methodik des professionellen Tennistrainings
- Techniktraining und Fehlerkorrektur bei Kaderathleten
- Strukturierung von Trainingseinheiten für Kinder und Jugendliche
- Taktische Spielvorbereitung und Coaching bei Medenspielen
- Simulation von Drucksituationen im Trainingsbetrieb
Auszug aus dem Buch
ERSTER BLOCK AUFSCHLAGVARIATIONEN
Das Training wurde nach einer kurzen Pause mit einigen Ballwechseln im Kleinfeld fortgesetzt, die aus Volleys von den Beiden bestanden und welche Jan-Lennard mit Überkopfbällen abschloss. Diese Art von schnellem Trainingseinstieg trägt zu einem guten psychischen Aktivierungszustand bei. Vor allem das folgende Aufschlagtraining, welches die Beiden gerne in mehreren Blöcken innerhalb einer Einheit durchführen, erfordert viel Konzentration. Sie griffen im Aufschlagtraining auf, was während der Turniere als verbesserungswürdig identifiziert wurde. Der Schwerpunkt lag auf der Aufschlagvariation im Hinblick auf Drall bzw. Geschwindigkeit. US und JL benutzen stets Zielmarkierungen, sodass jeder Aufschlag bewusst gespielt wurde.
KORBTRAINING
Nach der ersten Serie von etwa dreißig Aufschlägen, folgte für JL das Korbtraining. Auch hierfür wurden entsprechende Zielmarkierungen aufgestellt, denn US legt großen Wert auf die Qualität der Schläge im Training. Mit Zielen und der Streuung der Schläge um diese lässt sich die Schlagqualität kontrollieren. Mir fiel auf, dass die Geschwindigkeit von JL Bällen etwas geringer war, als von anderen Kaderathleten, die auf dem Nachbarplatz trainierten. Andererseits lag seine Fehlerrate deutlich niedriger als bei den anderen Spielern und er traf seine Ziele mit hoher Präzision. Auch traf JL seine Bälle hörbar sauberer. Es waren kein Reißen am Schläger, keine zu spät getroffenen Bälle und nur weiche Bewegungen zu sehen, welche seine Bälle mit Wucht fliegen ließen.
Zusammenfassung der Kapitel
Training US: Der Bericht beschreibt zwei Trainingseinheiten mit Fokus auf Aufschlagvariationen, Technikkorrekturen bei Volleys und der Simulation von Drucksituationen im Wettkampf.
Training Ion Geanta: Dieses Kapitel widmet sich der Methodik im Kinder- und Jugendtraining sowie spezifischen Übungsstunden zur Verbesserung der Beinarbeit und Schlagtechnik.
Mannschaftsbetreuung: Hier wird der Prozess der taktischen Vorbereitung, der Anpassung an äußere Bedingungen und das Coaching während eines Medenspiels beleuchtet.
Schlüsselwörter
Tennistraining, B-Lizenz, Aufschlagvariation, Korbtraining, Techniktraining, Beinarbeit, Mannschaftsbetreuung, Medenspiel, Jugendtraining, Ballwechsel, Trainingsmethodik, Coaching, Wettkampfvorbereitung, Zielmarkierung, Leistungsanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht?
Der Bericht dokumentiert die Hospitationserfahrungen des Autors bei zwei Trainern im Rahmen seiner Ausbildung zur Tennistrainer B-Lizenz.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf technischem Training, spezifischen Übungen für verschiedene Altersklassen, Taktik im Profi- und Mannschaftstennis sowie der Rolle des Trainers bei der Spielbetreuung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Reflexion und Dokumentation der beobachteten Trainingsmethoden, um diese für die eigene Tätigkeit als Tennistrainer nutzbar zu machen.
Welche wissenschaftliche bzw. didaktische Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt die Methode der teilnehmenden Beobachtung und Hospitation, ergänzt durch die anschließende kritische Reflexion und Analyse der beobachteten Trainingsinhalte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert konkrete Trainingseinheiten, Korbtrainings-Strukturen und die praktische Anwendung von Coaching-Strategien in realen Match-Situationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Tennistraining, B-Lizenz, Technikschulung, Korbtraining und Taktik-Coaching.
Wie werden Drucksituationen laut dem Bericht im Training simuliert?
Die Trainer simulieren Stress durch kritische Spielstände (z.B. 0:15 bei 5:4) und fordern den Spieler auf, unter diesen Bedingungen gezielt taktisch kluge Entscheidungen zu treffen.
Warum ist das Korbtraining ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung?
Das Korbtraining ermöglicht eine hohe Wiederholungszahl bei gleichzeitiger Kontrolle der Schlagqualität und Präzision, was für die technische Stabilisierung essenziell ist.
Welche Rolle spielen äußere Bedingungen bei der Taktikberatung?
Wind und Bodenbeschaffenheit erfordern eine taktische Anpassung, etwa durch flache Schläge in die Platzmitte gegen den Wind oder den Einsatz von mehr Topspin mit dem Wind.
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- Anonym (Autor:in), 2013, Praktikumsbericht zur Erlangung der Tennistrainer B-Lizenz (WTV), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/295482