Diese Forschungsarbeit konnte wesentliche Wirkungen seitens der Führungskräfte proaktiv ausgesprochenem Lob, auf Produktivität und Arbeitszufriedenheit nachweisen und somit Analogien zu bereits veröffentlichten Forschungen, wie die von Brown & Elliot (1963) und Herzberg (1966), herstellen.
Zwecks Wirksamkeitsforschung des Prädiktors Lob, wurde eine Gruppe von 15 Personen (N=15), in einem Quasi-Experiment, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes bewusst bei Erfolg gelobt, um die Veränderung der abhängigen Variablen Produktivität und Arbeitszufriedenheit zu messen.
Die operationalisierten Werte weisen eine mittel - signifikante Wirkung auf, so dass die zumindest temporäre Wirkung, unter Mißachtung von weiteren Umfeldbedigungen und Vernachlässigung von nachhaltigen Wirkungen, gegeben ist - aber auf Grund der zu geringen Anzahl der Forschungsteilnehmer keine induktive Vorhersagekraft besitzt.
Es wird empfohlen das Experiment in weiteren Unternehmen, mit deutlich mehr Teilnehmern, fortzuführen.
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung / Abstract
2. Einführung / Theoretischer Teil
2.1 Die operante Konditionierung durch Lob
2.2 Arbeitszufriedenheit als abhängige Variable
2.3 Produktivität als abhängige Variable
3. Fragestellung und Hypothesen
4. Methoden der Forschungsdurchführung
5. Forschungsergebnisse
6. Diskussion der Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Wirksamkeit von proaktivem Lob durch Führungskräfte auf die Produktivität und Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitern. Ziel ist es, anhand eines Quasi-Experiments zu analysieren, ob gezielte verbale Anerkennung als Verstärker fungiert und messbare positive Veränderungen in diesen beiden Bereichen bewirkt.
- Operante Konditionierung durch Lob
- Einfluss von Lob auf die Arbeitszufriedenheit
- Zusammenhang zwischen Lob und Produktivitätssteigerung
- Methodik der Leistungs- und Zufriedenheitsmessung
- Kritische Diskussion extrinsischer Motivationsfaktoren
Auszug aus dem Buch
2.1 Die operante Konditionierung durch Lob
Unter Lob ist die persönlich bezogene, mündlich vom Vorgesetzten in Richtung der jeweiligen Geführten ausgesprochene Anerkennung von Leistungen oder Verhaltensweisen gemeint.
Das ausgesprochene Lob ist in diesem Forschungskontext als prädiktiver Verstärker zu sehen, dessen Wirkung auf Arbeitszufriedenheit und Produktivität mithilfe dieser Arbeit erforscht werden soll.
Die Wirksamkeit von Verstärkern lässt sich aus den Forschungsarbeiten von Burrhus F. Skinner (1994-1990) erläutern, der richtungsweisende Erkenntnisse über die Wirkung von Belohnung/Verstärkung, in Form der operanten Konditionierung, durch das assoziative Lernen erforschte (Myers, 2007). Hierbei kam die von ihm konzipierte „Skinners Box“ zum Einsatz, in der Mäuse dahingehend konditioniert wurden, einen Hebel zu betätigen, um an Futter dranzukommen. Organismen koppeln demnach ihre trainierten Verhaltensweisen mit darauf folgenden Konsequenzen.
Das operante Verhalten bewirkt, dass erwünschte Verhaltensweisen, auf die Verstärker folgen, in ihrer Häufigkeit zunehmen; unerwünschte Verhaltensweisen, die bestraft werden, nehmen in ihrer Häufigkeit dagegen ab. Die angenehme Konsequenz, erhöht die Auftretenswahrscheinlichkeit, unangenehme Konsequenz, vermindert sie.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zusammenfassung / Abstract: Diese Zusammenfassung umreißt das Studiendesign mit N=15 Personen und die Hauptergebnisse hinsichtlich der mittel-signifikanten Wirkungen von Lob auf die abhängigen Variablen.
2. Einführung / Theoretischer Teil: Dieses Kapitel verankert die Forschungsarbeit im Kontext der Arbeits- und Organisationspsychologie und beleuchtet die psychologischen Grundlagen der operanten Konditionierung sowie die Definitionen von Arbeitszufriedenheit.
3. Fragestellung und Hypothesen: Hier werden die Null- und Alternativhypothesen formuliert, die einen positiven Zusammenhang zwischen Lob, Produktivität und Arbeitszufriedenheit postulieren.
4. Methoden der Forschungsdurchführung: Es wird das Design eines Quasi-Experiments beschrieben, bei dem die Wirkung von Lob als unabhängige Variable an zwei Zeitpunkten operationalisiert wurde.
5. Forschungsergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten mittels statistischer Analysen und grafischer Darstellungen, die den Vorher-Nachher-Vergleich der Leistungen und Zufriedenheitswerte verdeutlichen.
6. Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden kritisch bewertet, in Bezug auf die bestehende Literatur (Skinner, Herzberg) eingeordnet und Limitationen, wie die geringe Stichprobengröße, reflektiert.
Schlüsselwörter
Lob, Führungskraft, Produktivität, Arbeitszufriedenheit, operante Konditionierung, Verstärkung, Mitarbeiterführung, Motivationspsychologie, Quasi-Experiment, Personalmanagement, Arbeitspsychologie, Leistungssteigerung, extrinsische Motivation, Mitarbeiterbindung, Arbeitsverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, ob und wie das gezielte Loben durch Vorgesetzte als Instrument der Verhaltenssteuerung die Produktivität und die Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitern beeinflussen kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die operante Konditionierung als psychologisches Lernmodell, die Definition und Messung von Arbeitszufriedenheit sowie die Produktivität im Arbeitskontext.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Das Ziel ist die empirische Überprüfung der Hypothese, dass ein positiver, kausaler Zusammenhang zwischen proaktivem Lob und einer gesteigerten Leistung sowie Zufriedenheit der Geführten existiert.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt ein Quasi-Experiment mit einer Stichprobe von 15 Teilnehmern. Die Auswertung erfolgt mittels deskriptiver Statistik und der Anwendung des Wilcoxon-Tests.
Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Verstärkern und Arbeitszufriedenheit, die Definition der Hypothesen, die Beschreibung des experimentellen Designs sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der Ergebnisse.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Untersuchung?
Besonders prägend sind die Begriffe Lob als Verstärker, Arbeitszufriedenheit, Produktivität, operante Konditionierung und Motivationsförderung.
Wie unterscheidet sich diese Arbeit von den Studien von Herzberg?
Während Herzberg generell zwischen Motivatoren und Hygienefaktoren differenziert, fokussiert sich diese Arbeit spezifisch auf die Wirksamkeit des Prädiktors Lob in einem aktuellen betrieblichen Kontext.
Welche Limitationen nennt der Autor selbst in Bezug auf die Ergebnisse?
Der Autor kritisiert insbesondere die kleine Stichprobengröße (N=15) und den begrenzten Messzeitraum, was die induktive Vorhersagekraft der Ergebnisse einschränkt.
Welche Rolle spielt die extrinsische Motivation laut dem Fazit?
Unter Bezugnahme auf Deci & Ryan wird diskutiert, dass extrinsische Anreize zwar punktuelle Erfolge erzielen können, die intrinsische Motivation für nachhaltige Effekte jedoch nicht ersetzen.
- Arbeit zitieren
- Süleyman Daral (Autor:in), 2015, Untersuchung der Wirksamkeit von Lob durch Führungskräfte im Hinblick auf Produktivität und Arbeitszufriedenheit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/294962