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Soziale Phobien innerhalb einer kulturell divergenten Gesellschaft

Beeinflussung der deskriptiven und analytischen Epidemiologie durch regionale und kulturelle Parameter

Title: Soziale Phobien innerhalb einer kulturell divergenten Gesellschaft

Term Paper , 2012 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Frank Hainke (Author)

Psychology - Social Psychology

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‚Ich ängstige mich, also bin ich‘. Die Umdeutung des berühmten Ausspruchs von Descartes ist womöglich die kürzeste Beschreibung, die die Bedeutung der Angst für den Menschen deutlich macht. Er zeigt wie Ängste in selbstverständlicher Weise das Leben von Menschen bestimmen, ohne dass der einzelne Mensch bewusst seine Existenz daraus ableiten und erkennen würde. Die Vertrautheit des Menschen mit der naturgegebenen und auch nützlichen Angst zu leben, verschleiert die weitläufigen Bereiche der Angst, welche nicht unmittelbar als lebensbedrohlich gelten und doch das Leben von Betroffenen in erheblichen Umfang einschränken.

Es stellt sich die Frage, in wie weit sich regionale und kulturelle Parameter dafür verantwortlich zeigen. Wie können kulturelle Normen und Unterschiede soziale Angststörungen hervorrufen und wie beeinflussen oder verstärken womöglich die Intensitäten der Parameter das Krankheitsbild? Im Gegensatz zu anderen Angststörungen, die z.B. durch Traumata ausgelöst werden, sind soziale Phobien und Angststörungen individuelle Störungen, die die Verhaltensprozesse eines Betroffenen lenken. Die Vielfalt der Möglichkeiten und Variationen, die die abweichenden Verhaltensmuster von Fall zu Fall einnehmen können, erfordern im Gegenzug eine ebenso vielfältige und flexible Kenntnis darüber, wie die Normen der Gesellschaft im Umfeld eines Menschen aufgebaut sind.

Dieser Vorgehensweise liegt die Idee zugrunde, dass ein Mensch nicht in einem kulturellen Vakuum existieren kann. Denn, so die Definition des Psychologen Philip Zimbardo, die „Schwelle, ab der ein bestimmtes Verhalten ein Anpassungsproblem darstellt, hängt zumindest teilweise davon ab, wie das Verhalten im kulturellen Kontext beurteilt wird“. Die nachfolgende Untersuchung verfolgt nicht den Anspruch einen gänzlich neuen Sachverhalt zu schaffen, vielmehr soll sie einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand vermitteln und darüber hinaus die besondere Problematik einer epidemiologischen Untersuchung der sozialen Angststörung im kulturellen Kontext verdeutlichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie und Klassifikation Phobischer Störungen

2.1. Ätiologie der Sozialen Phobie

2.2 Kulturelle Divergenzen

2.2.1 Kulturelle Parameter

3. Die Epidemiologie von phobischen Störungen

3.1 Prävalenz und Inzidenz

4. Ergebnisse und Fazit der Untersuchung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss von kulturellen und regionalen Parametern auf die deskriptive und analytische Epidemiologie sozialer Phobien. Ziel ist es, die Problematik zu verdeutlichen, dass gängige diagnostische Kriterien bei der Anwendung auf kulturell diverse Gesellschaften an ihre Grenzen stoßen und nicht unmittelbar universal übertragbar sind.

  • Theoretische Grundlagen und Klassifikation phobischer Störungen (ICD-10 vs. DSM-IV)
  • Einfluss kultureller Divergenzen und Akkulturation auf die Entstehung von Ängsten
  • Epidemiologische Kennzahlen wie Prävalenz und Inzidenz im Kontext sozialer Phobien
  • Diskussion regionaler Unterschiede, insbesondere zwischen Ost- und Westdeutschland
  • Herausforderungen bei der interkulturellen Diagnostik und Erforschung von Angststörungen

Auszug aus dem Buch

2.1. ÄTIOLOGIE DER SOZIALEN PHOBIE

Vor 1980 wurde die soziale Phobie noch allgemein unter den phobischen Störungen kategorisiert. Als eigenständiges Störungsbild ist die soziale Phobie also noch ein recht ‚junges‘ Mitglied im Klassifikationssystem des DSM-IV. Die mit der sozialen Phobie einhergehende Angst vor sozialen Situationen, wie z.B. das Sprechen vor Menschen oder die Interaktionen mit dem anderen Geschlecht, hat seitdem eine immer größer werdende Bedeutung in der Psychologie selbst, bzw. in der Häufigkeit der diagnostizierten Fälle, erfahren.

Die Gründe für diesen Bedeutungswandel erkennt u.a. die Psychologin Kristin Mitte zum einen in der Varianz und der Häufigkeit der angstauslösenden Situationen und zum anderen in der Intensität der Furcht bzw. der Angst davor ein peinliches Verhalten zu zeigen. Während z.B. die Angst vor öffentlichen Auftritten oder das Reden vor Menschen gerne mit Begriffen wie ‚Lampenfieber‘ o.ä. in ihrer Bedeutung heruntergespielt wird, werden nach Ansicht der Psychologin, für Angstpatienten „die meisten sozialen Situationen auf Dauer nur unter größten sozialen Nachteilen vermieden werden können“.

Professor Philip Zimbardo von der Stanford University schreibt zu diesem Sachverhalt, dass leichte Ängste überwunden und die alltäglich anfallenden Aufgaben bewältigt werden können, „Phobien dagegen [..] die Anpassung an die Erfordernisse des täglichen Lebens [stören]; sie verursachen Leiden und verhindern zielführendes Verhalten.“ Die Folgen für Betroffene sind ein steigender oder beständig hoher Leidensdruck. Hinzu kommt auch die Tendenz, dass man zunehmend von ‚Sozialer Angststörung‘ anstelle von ‚sozialer Phobie‘ spricht, um definitorisch den starken Beeinträchtigungen durch die Störung gerecht zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die existenzielle Bedeutung von Angst und stellt die Forschungsfrage, wie soziale Angststörungen durch kulturelle und regionale Parameter beeinflusst werden.

2. Theorie und Klassifikation Phobischer Störungen: Dieses Kapitel erläutert die diagnostischen Einordnungen im ICD-10 und DSM-IV und diskutiert deren Grenzen bei der Erfassung psychischer Störungen.

2.1. Ätiologie der Sozialen Phobie: Es werden verschiedene ätiologische Modelle vorgestellt und die Entwicklung der sozialen Phobie von einer unspezifischen Angst hin zu einem eigenständigen Störungsbild analysiert.

2.2 Kulturelle Divergenzen: Dieses Kapitel untersucht, wie soziale Prozesse und kulturelle Normen das Entstehen von Angststörungen fördern können, insbesondere in urbanen Ballungsräumen.

2.2.1 Kulturelle Parameter: Hier wird die Unterscheidung zwischen individualistischen und kollektivistischen Gesellschaften diskutiert sowie der Begriff der Akkulturation im Kontext von Angststörungen definiert.

3. Die Epidemiologie von phobischen Störungen: Das Kapitel bietet einen Überblick über epidemiologische Forschungsmethoden und die Anwendung dieser auf phobische Störungen.

3.1 Prävalenz und Inzidenz: Hier werden statistische Kennzahlen wie die 12-Monats-Prävalenz und regionale Unterschiede, etwa in Berlin, sowie geschlechtsspezifische Diskrepanzen beleuchtet.

4. Ergebnisse und Fazit der Untersuchung: Die Ergebnisse fassen zusammen, dass westliche Störungskonzepte nicht ungeprüft auf andere Kulturkreise übertragbar sind und betonen die Notwendigkeit, den Akkulturationsgrad stärker zu berücksichtigen.

5. Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis aller verwendeten Quellen, Lehrbücher und Internet-Publikationen zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Soziale Phobie, Angststörungen, Epidemiologie, Kulturelle Divergenzen, Akkulturation, ICD-10, DSM-IV, Prävalenz, Inzidenz, psychische Gesundheit, interkulturelle Psychologie, Migrationshintergrund, soziale Interaktion, individuelle Prägung, Störungskonzepte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der sozialen Phobie und untersucht, inwieweit regionale sowie kulturelle Faktoren die Epidemiologie und das Krankheitsbild dieser Angststörung innerhalb einer heterogenen Gesellschaft beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Feldern gehören die theoretische Klassifikation von Angststörungen, die ätiologischen Erklärungsmodelle, kulturelle Einflüsse wie Individualismus versus Kollektivismus sowie epidemiologische Daten zur Verbreitung der Störung.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Problematik einer interkulturellen epidemiologischen Untersuchung aufzuzeigen und zu verdeutlichen, warum westliche Diagnosekonzepte im globalen oder kulturvergleichenden Kontext auf Einschränkungen stoßen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die auf vorhandenen wissenschaftlichen Untersuchungen und epidemiologischen Daten basiert, um Trends und Zusammenhänge im Bereich der Angstforschung analytisch abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition und Klassifikation von Phobien, die Erläuterung kultureller Parameter und Akkulturationsprozesse sowie die Analyse epidemiologischer Kennzahlen unter Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten in Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie soziale Phobie, Epidemiologie, Akkulturation, kulturelle Divergenz und die Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Diagnose der sozialen Phobie zwischen ICD-10 und DSM-IV?

Die Arbeit stellt fest, dass die Systeme unterschiedliche Schwerpunkte bei der Gewichtung körperlicher Symptome und bei der Berücksichtigung kulturspezifischer Charakteristika setzen, was die Vergleichbarkeit statistischer Daten erschwert.

Welche Rolle spielt der Akkulturationsgrad für Betroffene?

Der Akkulturationsgrad beschreibt den Anpassungsprozess an eine neue Kultur und ist laut der Arbeit ein wesentlicher Faktor, der bei Migranten darüber entscheidet, ob soziale Interaktionsschwierigkeiten eher als Störung oder als Teil eines kulturellen Anpassungsprozesses zu werten sind.

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Details

Title
Soziale Phobien innerhalb einer kulturell divergenten Gesellschaft
Subtitle
Beeinflussung der deskriptiven und analytischen Epidemiologie durch regionale und kulturelle Parameter
College
University of Koblenz-Landau  (Psychologie)
Course
Psychische Störungen - Schwerpunkt Angststörungen
Grade
1,3
Author
Frank Hainke (Author)
Publication Year
2012
Pages
18
Catalog Number
V293388
ISBN (eBook)
9783656908586
ISBN (Book)
9783656908593
Language
German
Tags
Angsstörungen deskriptive Epidemiologie analytische Epidemiologie phobische Störungen kulturelle Divergenz Diagnostik Phobien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Hainke (Author), 2012, Soziale Phobien innerhalb einer kulturell divergenten Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/293388
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