Die Versorgung von Patienten mit totalen Prothesen ist kein neuartiges Konzept. Im Ersten Teil dieser Dokumentation wurde ausführlich die Herstellung einer Totalen Prothese im Doublierverfahren beschrieben. Der Schwerpunkt lag auf der Dokumentation von Indikation und Kontraindikationen sowie der Vor- und Nachteile dieser Behandlungsmodalität. Darüber hinaus soll nun die einfache Handhabung für den Zahnarzt anhand einer Studie dargestellt werden. Hierbei wird die Herstellung der Totalen Prothese im Doublierverfahren der Totalen Prothese im konventionellen Herstellungsverfahren vergleichend gegenübergestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Abstract
2. Keywords
3. Introduction
4. Patienten, Material und Methode
4.1 Diagramm 1: Verteilung der Altersgruppen.
4.2 Diagramm 2: Geschlechterverteilung der Probanden.
5. Ergebnis der Befragungen
6. 1. Finden der Vertikalen
7. 2. Anzahl der Einproben
8. 3. Behandlungsdauer der Sitzungen
9. 4. Patientenzufriedenheit
10. 5. Abdrucknahme
11. 6. Prothesensitz
12. Schlussfolgerungen
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Effektivität und Handhabung des Doublierverfahrens bei der Herstellung von Totalprothesen im Vergleich zu konventionellen Methoden, basierend auf einer klinischen Studie mit 21 Probanden.
- Vergleich der klinischen Handhabung zwischen Duplikatprothesen und konventionellen Totalprothesen.
- Analyse der Patientenzufriedenheit und des Behandlungskomforts.
- Untersuchung der technischen Präzision bei der Übertragung habitueller Interkuspidationsstellungen.
- Evaluierung der Behandlungsdauer und notwendiger Anpassungsschritte (Einproben).
Auszug aus dem Buch
1. Finden der Vertikalen
Viele Patienten sind nicht in der Lage bewusst ihre Zähne in eine normale Interkuspidationsstellung zu bringen, weil normalerweise alle physiologischen Vorgänge beim Kauen und Sprechen unbewusst ablaufen. Durch die doublierte Prothese, die der Patient durch lange Jahre inkoorperiert hat, nähert er sich zwangslos in eine frühere habituell adaptierte Interkuspidation an, die mittels eines einfachen Quetschbisses verschlüsselt wird. Die einzelnen vertikalen Abstandbestimmungen wie die metrische, phonetische, physiognomische und muskelphysiologische erspart man sich. Hieraus resultiert ein wesentlich geringerer Zeitaufwand. Zweifelslos werden mittels extraoraler und intraoraler Registriermethoden sehr gute klinische Ergebnisse erzielt. Trotzdem hat für die tägliche Praxis die doublierte Prothese ihre volle Berechtigung, wenn sie denn sorgfältig durchgeführt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
Introduction: Vorstellung der Ausgangslage und des Erhebungszeitraums für die Untersuchung zur Anwendung des Doublierverfahrens bei 21 Patientenfällen.
Patienten, Material und Methode: Detaillierte Beschreibung der Probandenstruktur hinsichtlich Alter und Geschlecht sowie Erläuterung des statistischen Aufbaus.
Ergebnis der Befragungen: Auswertung der zahnärztlichen Rückmeldungen zu den Vorteilen des Doublierverfahrens, insbesondere bei der vertikalen Bestimmung und der Passgenauigkeit.
1. Finden der Vertikalen: Erläuterung, warum das Doublierverfahren die physiologische Kieferrelation leichter reproduzierbar macht als klassische Messmethoden.
2. Anzahl der Einproben: Beschreibung der Vorteile des Verfahrens bei der Reduktion von Korrekturschritten durch präzise Kopie der alten Prothesenform.
3. Behandlungsdauer der Sitzungen: Analyse der Zeitersparnis durch minimierte Fehler in der Relation und Aufstellung der Zähne.
4. Patientenzufriedenheit: Untersuchung der subjektiven Wahrnehmung der Patienten hinsichtlich Komfort und Akzeptanz des Zahnersatzes.
5. Abdrucknahme: Beschreibung der technischen Vorteile, bei denen die Duplikatprothese die Funktion eines Funktionslöffels übernimmt.
6. Prothesensitz: Betrachtung der verbesserten Saugfähigkeit und Passgenauigkeit durch die dimensionale Übereinstimmung mit dem anatomischen Lager.
Schlussfolgerungen: Fazit zur Bedeutung des Doublierverfahrens für den Behandlungserfolg unter Berücksichtigung sowohl technischer als auch psychologischer Faktoren.
Schlüsselwörter
Totale Prothese, Doublierverfahren, zahnlose Kiefer, Interkuspidation, Bissregistrierung, Patientenzufriedenheit, Einprobe, Prothesensitz, Zahntechnik, Funktionslöffel, Okklusion, klinische Studie, Kieferprothetik, prothetische Rehabilitation, Mundhöhle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung und den Vorteilen des Doublierverfahrens bei der Herstellung von Totalprothesen im Vergleich zu konventionellen Fertigungsmethoden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit fokussiert sich auf die klinische Handhabung, die Patientenzufriedenheit, die Effizienz des Herstellungsprozesses sowie die anatomische Passgenauigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Ziel ist es, den Mehrwert des Doublierverfahrens hinsichtlich Zeitersparnis, Präzision der Kieferrelation und Steigerung des Patientenkomforts wissenschaftlich aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Datengewinnung verwendet?
Es wurde eine empirische Befragung von Zahnärzten durchgeführt, die 21 spezifische Patientenfälle mit Totalprothesen im Doublierverfahren dokumentierten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert schrittweise die einzelnen Phasen der Prothesenherstellung und Anwendung, von der Bestimmung der Vertikalen bis hin zum finalen Prothesensitz.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Totale Prothese, Doublierverfahren, zahnlose Kiefer, Interkuspidation und klinische Passgenauigkeit.
Warum ist das "Finden der Vertikalen" im Doublierverfahren laut Autor einfacher?
Durch die Kopie der alten, bereits an den Patienten adaptierten Prothese entfallen komplexe manuelle Messungen, da die physiologische Gewohnheit des Patienten direkt übernommen wird.
Welche Rolle spielt die psychologische Komponente bei der Behandlung?
Der Autor betont, dass neben dem technischen Wissen auch Feingefühl notwendig ist, da die Umstellung auf neuen Zahnersatz für ältere Patienten eine hohe emotionale und physiologische Anpassungsleistung erfordert.
- Arbeit zitieren
- Thomas Hahn (Autor:in), 2015, Die tägliche Praxis in der Totalprothetik. Die Handhabung für den Zahnarzt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/293186