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Führt das Konzept der Work-Life-Balance zur Angleichung der Geschlechter?

Title: Führt das Konzept der Work-Life-Balance zur  Angleichung der Geschlechter?

Bachelor Thesis , 2014 , 38 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Joanna Gouzioti (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem aktuellen Thema der Work-Life-Balance auseinander. Die drei Begriffe „Work“, „Life“ und „Balance“ deuten auf ein Spannungsverhältnis zwischen Erwerbsarbeit (bzw. Beruf) und privater Zeit (bzw. Freizeit und Familie) hin, die es in Einklang zu bringen gilt. Die Work-Life-Balance-Thematik umschließt sowohl die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben als auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
In dieser Ausarbeitung geht es um die Work-Life-Balance-Maßnahmen, die besonders die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einschließen, da sie sich mit der Gleichberechtigung der Frau auf dem Arbeitsmarkt auseinandersetzen.
Die Thematik um die WLB kann als Ausdruck eines gesellschaftlichen Grundproblems der heutigen Zeit angesehen werden, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft.
Im Fokus der Untersuchung steht jedoch die Chancenungleichheit zwischen den Geschlechtern und somit die erwerbstätige Frau, die schon seit vielen Jahren den Spannungsverhältnissen zwischen Arbeit und Leben ausgesetzt ist und durch wandelnde Prozesse weiter unter Druck gerät.
Die Work-Life-Balance-Problematik ist ebenfalls in Bezug auf Entwicklungen wie der Entgrenzung, im Zusammenhang mit Flexibilisierung und Subjektivierung, von Bedeutung. Denn gerade vor diesem Hintergrund wird eine erfolgreiche Work-Life-Balance verstärkt notwendig.
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts (Industrialisierung) entwickelte sich eine klare Trennung der Bereiche „Arbeit und Leben“. Zu diesem Zeitpunkt bildete sich auch eine Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern heraus, die die Zuweisung von Frauen zum Bereich der Familie und von Männern zum klar von dem privaten Leben getrennten Bereich der Erwerbsarbeit entstehen ließ.
In der Arbeitswelt vollzieht sich seit einigen Jahrzehnten ein Wandel. Wir befinden uns in einer Dienstleistungs-, Wissens- und Informationsgesellschaft, die von einem Ende der Industriegesellschaft ausgeht. Und auch die Grenzen zwischen Arbeit und Leben verwischen zunehmend. Es entstehen neue Arbeitsweisen und Erwerbsformen, neue Modelle von Arbeit, Leben und Zeitverwendung und auch die Geschlechterverhältnisse verändern sich. Frauen und auch Mütter integrieren sich zunehmend in das Erwerbsleben. Trotz dieser Veränderungen bleiben jedoch auch heute noch geschlechterhierarchische Arbeitsteilungen bestehen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Verhältnis von Arbeit und Leben im Wandel

2.1 Entgrenzung von Arbeit

2.1.1 Flexibilisierung von Arbeit

2.1.2 Subjektivierung von Arbeit

2.2 Entgrenzung von Arbeit und Leben

2.3 Entgrenzung der Geschlechterverhältnisse

2.3.1 Bestehende Ungleichheiten

3. Das Konzept der Work-Life-Balance: Angleichung der Geschlechter?

3.1 Entwicklungstendenz: Von der Vereinbarkeit zur Work-Life-Balance

3.2 Definition Work-Life-Balance

3.3 Work-Life-Balance-Maßnahmen

4. Die Realität: Eine kritische Betrachtung

5. Ausblick & Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob das Konzept der Work-Life-Balance geeignet ist, bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in der modernen Arbeitswelt abzubauen und eine tatsächliche Angleichung der Geschlechterrollen zu fördern.

  • Wandel der Arbeitsstrukturen durch Entgrenzung, Flexibilisierung und Subjektivierung.
  • Historische und aktuelle Entwicklung der Geschlechterverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt.
  • Konzeptualisierung und betriebliche Maßnahmen der Work-Life-Balance.
  • Kritische Analyse der Wirksamkeit von WLB-Maßnahmen hinsichtlich der Chancengleichheit.
  • Bedeutung der Unternehmenskultur und Einbindung von Vätern in Sorgeverantwortung.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Subjektivierung von Arbeit

Bevor man zur Subjektivierung von Arbeit übergehen kann, ist es zunächst sinnvoll bei dem Begriff der Subjektivität anzusetzen. Subjektivität wird als Ensemble der individuellen Eigenschaften, Ressourcen und Dispositionen des Menschen verstanden, der aber zugleich immer auch ein sozial eingebundenes Wesen ist (vgl. Kleemann/Voß 2010: 416).

„Subjektivität ist somit ein (wandelbares) Produkt der Verbindung zwischen Person und Gesellschaft, das die Person in ihrer sozialen Umwelt positioniert.“ (vgl. Kleemann/Matuschek/Voß 2002: 57)

Wird Subjektivität als jeweilige Ausstattung mit bestimmten Ressourcen bzw. Dispositionen verstanden, so kann man sagen, dass sie handlungsbefähigend und handlungsleitend zugleich wirkt. Somit kann der Begriff der Subjektivität entweder die Selbstbestimmung oder die Bestimmung durch die Gesellschaft in den Blick nehmen (vgl. ebd.).

Im Folgenden soll die Verwendungs- und Wirkungsweise der Subjektivität in der (Erwerbs-)Arbeit betrachtet werden. An dieser Stelle kann nun der Begriff der Subjektivierung ins Auge gefasst werden, da dieser verdeutlicht, dass historisch konkrete subjektive Leistungen bzw. Handlungen im Zuge der Modernisierungstendenzen gesellschaftlich zunehmend funktional werden. Dies impliziert, dass Subjektivität als Reaktion auf diese zunehmend kontingenten Umweltsituationen abgerufen wird (vgl. ebd.).

Unter Subjektivierung von Arbeit wird somit in der Arbeitssoziologie eine Intensivierung von Subjektivität involvierenden Wechselwirkungen zwischen Person und Betrieb bzw. betrieblich organisierten Arbeitsprozessen verstanden (vgl. ebd. 57f). Hier können die Begriffe Selbstbestimmung und Bestimmung durch die Gesellschaft erneut aufgegriffen werden. Die Erwerbsarbeit unterliegt demnach einem doppelten Subjektivierungsprozess: Einerseits erhöhen die veränderten betrieblichen Strukturen den funktionalen Bedarf der Betriebe nach subjektiven Leistungen, andererseits sind es die Individuen selbst, die eine Subjektivierung der Arbeit betreiben, indem sie verstärkt subjektive Ansprüche herantragen. In diesem Prozess geht es demnach um die Relation zwischen der arbeitenden Person mit ihren subjektiven Leistungen, Fähigkeiten, Sinndeutungen, Ansprüchen, etc. und der betrieblichen Arbeitssituation mit deren Anforderungen an die Arbeitskraft und deren Möglichkeiten für Handlungsspielräume (vgl. ebd. 58).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Work-Life-Balance und Formulierung der Forschungsfrage zur Geschlechterangleichung.

2. Das Verhältnis von Arbeit und Leben im Wandel: Analyse der gesellschaftlichen Transformationsprozesse wie Entgrenzung, Flexibilisierung und Subjektivierung sowie deren Auswirkungen auf die Geschlechterverhältnisse.

3. Das Konzept der Work-Life-Balance: Angleichung der Geschlechter?: Vorstellung des WLB-Konzepts, seiner Definition sowie der gängigen betrieblichen Maßnahmen zur Vereinbarkeit.

4. Die Realität: Eine kritische Betrachtung: Kritische Untersuchung der praktischen Umsetzung von WLB-Maßnahmen und deren tatsächlicher Beitrag zur Gleichberechtigung.

5. Ausblick & Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der notwendigen Bedingungen für eine zukünftige Geschlechterangleichung.

Schlüsselwörter

Work-Life-Balance, Entgrenzung von Arbeit, Flexibilisierung, Subjektivierung, Geschlechterverhältnisse, Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Erwerbsarbeit, Sorgearbeit, Chancengleichheit, Arbeitszeitmodelle, Unternehmensmonitor, Doppelbelastung, Care-work, Geschlechtersegregation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Konzept der Work-Life-Balance im Hinblick auf seine Eignung, geschlechtsspezifische Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt abzubauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel der Erwerbsarbeit durch Entgrenzungsprozesse, die historische Entwicklung der Geschlechterrollen und die betriebliche Praxis der Vereinbarkeitsförderung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Ist das Konzept der Work-Life-Balance in der Lage, bestehenden Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern entgegenzuwirken und eine Angleichung zu versprechen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung soziologischer Fachliteratur zum Strukturwandel der Arbeit sowie der kritischen Auswertung von Daten, wie etwa dem Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entgrenzungstendenzen der Arbeit, die historische Genese der Geschlechtertrennung und die kritische Würdigung betrieblicher WLB-Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Work-Life-Balance, Entgrenzung, Flexibilisierung, Chancengleichheit und Sorgearbeit definiert.

Warum sind flexible Arbeitszeiten für die Geschlechterangleichung ambivalent?

Sie bieten zwar Zeitsouveränität, können aber bei betrieblicher Steuerung zu Synchronisationsproblemen und Mehrbelastung führen, die insbesondere Frauen aufgrund ihrer Sorgeverantwortung stärker treffen.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur?

Die Unternehmenskultur ist entscheidend, da sie über die Akzeptanz von Maßnahmen wie Elternzeit oder Teilzeit entscheidet und bestimmt, ob diese als Privileg oder als Karrierenachteil wahrgenommen werden.

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Details

Title
Führt das Konzept der Work-Life-Balance zur Angleichung der Geschlechter?
College
Bielefeld University  (Universität)
Course
Arbeitssoziologie
Grade
1,0
Author
Joanna Gouzioti (Author)
Publication Year
2014
Pages
38
Catalog Number
V293145
ISBN (eBook)
9783656905134
ISBN (Book)
9783656905141
Language
German
Tags
Arbeit und Leben Gleichstellung der Geschlechter in der Arbeitswelt Flexibilität der Arbeitswelt Subjektivieung in der Arbeitswelt Entgrenzung von Arbeit und Leben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joanna Gouzioti (Author), 2014, Führt das Konzept der Work-Life-Balance zur Angleichung der Geschlechter?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/293145
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