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Friedrich Wilhelm IV. zur Zeit der 48er Revolution

Proklamation des preußischen Königs vom 21. März 1848: "An mein Volk und an die deutsche Nation"

Titel: Friedrich Wilhelm IV. zur Zeit der 48er Revolution

Hausarbeit , 2009 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M. A. Alexander Gajewski (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der kurze Zeitraum von Anfang März 1848 bis zum 23. Juli 1849, dem Tag der endgültigen Kapitulation der letzten Revolutionäre in der Festung Rastatt, ist uns wegen des Versuchs die Länder des Deutschen Bundes durch eine liberale Verfassung, ausgearbeitet und verabschiedet durch eine erstmalig tagende gesamtdeutsche Nationalversammlung, in einem gesamtdeutschen Staat mit Grund- und Bürgerrechten zu vereinigen, als ein erfreulicher Abschnitt in der oft so dunklen deutschen Geschichte in Erinnerung geblieben. Die Ereignisse der wenigen Monate und die beschlossene Reichsverfassung der Frankfurter Parlamentarier haben das Denken vieler Liberaler und Demokraten in Deutschland grundlegend geprägt und letztendlich dazu geführt, dass die Verfassung von 1848 der Weimarer Verfassung und nicht zuletzt dem Grundgesetz der Bundesrepublik in wesentlichen Punkten als Vorbild gedient hat.
Doch darf die Märzrevolution nicht als ein plötzliches Ereignis betrachtet werden, welches über Nacht in den Ländern des Deutschen Bundes einfiel. Die Wurzeln der Revolution liegen tiefer und sind vielfältig. Allein die Quellen des deutschen Liberalismus, der zusammen mit dem Nationalismus eine der wichtigsten Grundströmungen der Zeit darstellte und deren Ideen Einzug in das Denken vieler Bürger gefunden haben, liegen in der Aufklärung zur und vor allem auch nach der Zeit der Französischen Revolution.
Das Verlangen nach politischen und ökonomischen Reformen, beeinflusst durch eben jene aufkommenden liberalen und nationalen Ideen im wirtschaftlich erstarkten Bürgertum oder die ungelöste Verfassungsfrage in Preußen, sind ebenso Ursachen für die Revolution, wie der Pauperismus in den unteren Bevölkerungsschichten, der als Zuspitzung der sozialen Frage, als sozioökonomisches Phänomen, der in Deutschland einsetzenden Industrialisierung, betrachtet werden muss.
Von der Möglichkeit weitere Gründe für die Entwicklung der revolutionären Stimmung im Deutschen Bund anzuführen, um somit nochmals die Pluralität der Revolutionsursachen zu unterstreichen, wird hier abgesehen, um den Rahmen einer einleitenden Darstellung nicht zu sprengen. Wichtiger, vor allem im Zusammenhang mit meiner Quelle, der Proklamation des preußischen Königs Friedrich Wilhelms IV.: „An mein Volk und an die deutsche Nation“, vom 21. März 1848, erscheint mir eine intensivere Auseinandersetzung mit der Person des preußischen Monarchen im Vor- und Umfeld der Revolution, insbesondere in Preußen [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenkritik

2.1. Quellenbeschreibung

2.2. Innere Kritik

2.2.1. Sprachliche Aufschlüsselung

2.2.2. Sachliche Aufschlüsselung

3. Quelleninterpretation

3.1. Inhaltsangabe

3.2. Einordnung in den historischen Kontext

3.2.1. Staats- und Herrschaftsauffassung Friedrich Wilhelms IV.

3.2.2. Vormärz und Restauration in Deutschland

3.2.3. Friedrich Wilhelm IV. während der Märzrevolution in Preußen und Deutschland

3.2.4. Konterrevolution und Ende der Nationalversammlung

4. Ergebnis und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Proklamation Friedrich Wilhelms IV. „An mein Volk und an die deutsche Nation“ vom 21. März 1848, um das Spannungsfeld zwischen dem monarchischen Herrschaftsverständnis und den liberalen Forderungen der Märzrevolution zu untersuchen.

  • Quellenkritische Untersuchung der Proklamation des preußischen Königs
  • Staats- und Herrschaftsauffassung Friedrich Wilhelms IV. im Kontext des Gottesgnadentums
  • Historische Einordnung der Märzrevolution in Preußen und Deutschland
  • Analyse der Dynamik zwischen Nationalversammlung und preußischer Krone
  • Konterrevolution und Scheitern der verfassungspolitischen Bestrebungen

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Staats- und Herrschaftsauffassung Friedrich Wilhelms IV.

Friedrich Wilhelm IV. wurde am 15. Oktober 1795 als erstes Kind des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. und seiner Frau, der Königin Louise Auguste Wilhelmine Amalia, geboren. Anders als bei seinem Bruder Wilhelm I. zeigte sich beim jungen Kronprinzen eine Entwicklung, die nicht den allgemeinen preußischen Vorstellungen eines Monarchen entsprach. Sein Talent für militärische Angelegenheiten war sehr beschränkt. Im Gegenzug entdeckte er jedoch frühzeitig sein Interesse für Zeichnung und Architektur. Auch seine Religiosität war ein bemerkenswerter Ausdruck seines sich früh entwickelnden Charakters.

Häufig als „Romantiker auf dem Thron“ beschrieben, hatten ihn die Befreiungskriege gegen Napoléon, wie bereits in der Einleitung erwähnt, sehr geprägt. Aber nicht nur die Erfahrungen, die er während der Kriegsjahre machte, sondern vor allem auch die Romane des deutschen Dichters Friedrich de la Motte Fouqué, beeinflussten in erheblichen Maße sein Deutschlandbild und darüber hinaus seine Staats- und Herrschaftsauffassung.

Fouqué, der in seinen Romanen häufig eine mittelalterliche Welt schuf, in der ehrenwürdige Ritter, in einem durch patriarchalische Ordnung und gottgewollte Standesunterschiede vorgegebenen Rahmen, ihre Handlungen vollzogen, wurde so zum Lieblingsautor des preußischen Thronfolgers.

Aufgrund dieser heilen mittelalterlichen Welt, in der auch das Deutschtum eine wichtige Rolle spielte, stellte er sein nationales Bewusstsein in den Mittelpunkt seines Denkens und seiner Ideale. In ihm keimte der Wunsch nach einem vereinigten Deutschland, das sich von der inneren Gestalt allerdings nicht mit dem Deutschland deckte, wie es von den liberalen Kräften des Vormärzes gefordert wurde. Vielmehr übernahm er die Idee eines ständisch gegliederten alten Reiches auf christlich-religiöser Grundlage, wie es angeblich im Mittelalter existiert habe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Märzrevolution 1848 und die zentrale Rolle Friedrich Wilhelms IV. für das preußische Herrschaftsverständnis ein.

2. Quellenkritik: Hier erfolgt eine formale und inhaltliche Untersuchung der Proklamation des preußischen Königs von 1848.

3. Quelleninterpretation: In diesem Hauptteil wird die Proklamation in den historischen Kontext der Märzrevolution sowie das Weltbild Friedrich Wilhelms IV. eingebettet.

4. Ergebnis und Ausblick: Das Fazit fasst die Ambivalenz des preußischen Monarchen gegenüber liberalen Reformen zusammen und bewertet die Auswirkungen der gescheiterten Revolution auf die spätere Reichsgründung.

Schlüsselwörter

Friedrich Wilhelm IV., Märzrevolution, Preußen, Nationalversammlung, Gottesgnadentum, Liberalismus, Vormärz, Restauration, konstitutionelle Monarchie, Reichsverfassung, Nationalstaat, Pauperismus, Ständegesellschaft, Gegenrevolution, preußischer König.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Quelleninterpretation der Proklamation Friedrich Wilhelms IV. vom 21. März 1848 und dem Umgang des Königs mit der Märzrevolution.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Staatsauffassung des Königs, die Ursachen der Revolution sowie der Konflikt zwischen monarchischer Tradition und liberalen Reformforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Handeln Friedrich Wilhelms IV. im Lichte seiner persönlichen Überzeugungen und des politischen Drucks der Revolutionszeit zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der quellenkritischen Analyse und ordnet den Text in den historisch-politischen Kontext der Jahre 1848/49 ein.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Quellenkritik sowie die Einordnung der Proklamation in den Vormärz, die Märzrevolution und die darauffolgende Konterrevolution.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Friedrich Wilhelm IV., Märzrevolution, Gottesgnadentum, preußische Monarchie und konstitutionelle Verfassung geprägt.

Wie stand Friedrich Wilhelm IV. zur Idee einer Verfassung?

Er lehnte eine geschriebene Verfassung als Einschränkung seiner gottgegebenen Macht ab, ließ sich jedoch unter dem massiven Druck der Revolution zu liberalen Zugeständnissen hinreißen.

Warum lehnte der König die Kaiserkrone 1849 ab?

Er verweigerte die Annahme der Krone, da sie ihm von Vertretern des Volkes und nicht von den deutschen Fürsten angeboten wurde, was seinem Verständnis von Legitimität widersprach.

Welche Bedeutung hatte der Romanautor Friedrich de la Motte Fouqué für den König?

Fouqués Werke prägten das romantische und mittelalterlich-ständische Weltbild des Monarchen, das seine politische Haltung ein Leben lang beeinflusste.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Friedrich Wilhelm IV. zur Zeit der 48er Revolution
Untertitel
Proklamation des preußischen Königs vom 21. März 1848: "An mein Volk und an die deutsche Nation"
Hochschule
Universität Rostock  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Einführung in die Geschichtswissenschaften
Note
1,3
Autor
M. A. Alexander Gajewski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
24
Katalognummer
V292918
ISBN (eBook)
9783656901396
ISBN (Buch)
9783656901402
Sprache
Deutsch
Schlagworte
friedrich wilhelm zeit revolution proklamation königs märz volk nation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. A. Alexander Gajewski (Autor:in), 2009, Friedrich Wilhelm IV. zur Zeit der 48er Revolution, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/292918
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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