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Soziale Arbeit im Wandel. Perspektiven und Risiken der zunehmenden Ökonomisierung

Titel: Soziale Arbeit im Wandel. Perspektiven und Risiken der zunehmenden Ökonomisierung

Hausarbeit , 2013 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anna Siedlewski (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Profession der sozialen Arbeit in der Bundesrepublik Deutschland sieht sich im aktuellen Zeitgeschehen einer Vielzahl struktureller Umgestaltungen und neuen Anforderungen gegen-übergestellt. Durch grundlegende gesellschaftliche Veränderungen wie dem demografischen Wandel und der Globalisierung entsteht im Arbeitsbereich des Sozialen ein wachsender Ökonomisierungsdruck, welcher unter anderem mit der Einführung diverser Begriffe und Strategien aus der Betriebswirtschaft einhergeht (Lutz 2008:3). Die soziale Arbeit ist dabei als Ganzes sowohl in ihren Leistungen, als auch in ihren Strukturen und Zielsetzungen betroffen (Frieß 2006:14).
In Deutschland entstand im Laufe der letzten Jahre eine vielseitige Debatte über die bestehende Problematik, welche sich dabei besonders mit den Auswirkungen der Ökonomisierung auf die soziale Arbeit als Profession und auf die davon unmittelbar Betroffenen beschäftigt (Dahme, Wohlfahrt 2006:28). Die Relevanz zur Untersuchung des Phänomens der Ökonomisierung innerhalb der sozialen Arbeit zeigt sich besonders deutlich anhand der bestehenden Diskussionen und differenzierten Meinungen bezüglich der Thematik. So sehen viele Beteiligte den Wandel der sozialen Arbeit in einem kritischen Licht und fürchten die Entstehung und Verfestigung gravierender Schwierigkeiten, während andere Parteien der Ökonomisierung vielfältige Möglichkeiten zur Bereicherung der Profession zusprechen (Buestrich, Wohlfahrt 2008:17).
Die aktuelle Entwicklung wirft die Frage auf, inwiefern der Tätigkeitsbereich der sozialen Arbeit im Zuge der neuentstandenen Gegebenheiten und Herausforderungen beeinflusst wird. Welche positiven Fortschritte und welche kritischen Aspekte bringt eine „Verbetriebswirtschaftlichung“ im Bereich des Sozialen mit sich? Lassen sich wirtschaftliche Zielsetzungen ohne weiteres mit dem Leitbild der sozialen Arbeit vereinbaren, oder entsteht durch Einflüsse wie dem eines wach-senden Kostendrucks eine verminderte Qualität der angebotenen Leistungen?
Ziel dieser Arbeit ist es, die Frage nach den Chancen und Risiken, welche sich im Zuge der Ökonomisierung für die Profession der sozialen Arbeit innerhalb der Bundesrepublik Deutschlands ergeben, anhand einer eingehenden Analyse zu beantworten und entstehende Veränderungen näher zu untersuchen. Dabei werden zunächst die Begrifflichkeiten der sozialen Arbeit und der Ökonomisierung in diesem Kontext definiert, um die grundlegenden Ursachen des Phänomens der Ökonomisierung zu beschreiben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ökonomisierung im Bereich der sozialen Arbeit

2.1 Ursachen

2.2 Beeinflussende Faktoren

3. Soziale Arbeit im Wandlungsprozess

3.1 Perspektiven

3.2 Risiken

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den aktuellen Wandel der sozialen Arbeit in der Bundesrepublik Deutschland unter dem Einfluss zunehmender Ökonomisierung. Ziel ist es, die daraus resultierenden Perspektiven und Risiken für die Profession durch eine theoretische Analyse der Strategien des „Neuen Steuerungsmodells“ und der „aktivierenden Sozialpolitik“ kritisch herauszuarbeiten.

  • Auswirkungen ökonomischer Einflüsse auf die soziale Arbeit
  • Analyse des „Neuen Steuerungsmodells“ und Kontraktmanagement
  • Konsequenzen der „aktivierenden Sozialpolitik“ für Klienten und Profession
  • Spannungsfeld zwischen Effizienzsteigerung und fachlicher Qualität
  • Veränderungen im Selbstverständnis der Profession und im Arbeitsalltag

Auszug aus dem Buch

3.2 Risiken

Das Hauptrisiko der Profession sozialer Arbeit wird laut Gaitanides durch die aus der Ökonomie übernommenen, vereinheitlichenden Charakterisierungen von sozial geleisteten Diensten verursacht (2000:128). Da sich die Qualität von sozialer Arbeit nicht ausschließlich an technisch rationalen Merkmalen, sondern vor allem anhand zwischenmenschlicher Kompetenzen bewerten lässt, können ihre Maßnahmen und Methoden zur Konfliktlösung nicht sinnvoll genormt werden, ohne Potenziale zu verschenken (Gaitanides 2000:128f.).

Die Zunahme von Kostendruck und die geforderte Ausrichtung der eingesetzten Arbeitsweisen an wirtschaftlichem Erfolg rücken sowohl das fachliche Niveau, als auch die Qualität sozialer Dienstleistungen gegenüber von finanziellen Aspekten in den Hintergrund (Seithe 2012:348f.). Unter dieser Sparpolitik leidet dabei vor allem die Klientel sozialer Arbeit: Wo zuvor vornehmlich der Schwerpunkt bei der lebensweltlichen Unterstützung der Hilfsbedürftigen lag, wird nun vermehrt darauf geachtet, ob sich das „investieren“ in bestimmte Subjekte unter Kostengesichtspunkten noch rentiert, wodurch einige relevante Problemgruppen vernachlässigt, und soziale Differenzen gesteigert werden (ebd.:350).

Des Weiteren werden angewandte Maßnahmen einer aktivierenden Sozialpolitik, welche darauf ausgelegt sind, hauptsächlich die Autonomie der betreuten Menschen zu fördern, in einem kritischen Licht gesehen, da infolgedessen die bisher geleistete Unterstützung durch soziale Hilfe abnimmt, und Aufgaben der Problembewältigung den Betreuten selbst aufgebürdet werden (Lutz 2008:6). Soziale Arbeit agiert somit in erster Linie nicht mehr unter dem Leitbild der Fürsorge und des bedingungslosen Förderns ihrer Klientel, sondern verübt Druck und selektiert, wodurch sie - anstatt zu integrieren - zunehmend zu einem gesellschaftlichen Ausschluss beiträgt (Seithe 2012:351ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Wandel der sozialen Arbeit durch ökonomische Zwänge dar und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach den Chancen und Risiken dieser Entwicklung.

2. Ökonomisierung im Bereich der sozialen Arbeit: Dieses Kapitel definiert die Begriffe „Soziale Arbeit“ und „Ökonomisierung“ und legt die theoretische Basis für die Untersuchung der marktwirtschaftlichen Einflussnahme.

2.1 Ursachen: Hier werden die gesellschaftlichen und politischen Motive wie Globalisierung und neoliberales Denken analysiert, die den Ökonomisierungstrend vorantreiben.

2.2 Beeinflussende Faktoren: Dieses Kapitel untersucht Steuerungsinstrumente wie das „Neue Steuerungsmodell“ und die „aktivierende Sozialpolitik“ als Treiber für Strukturveränderungen.

3. Soziale Arbeit im Wandlungsprozess: Der Abschnitt widmet sich den direkten Auswirkungen des Managementbooms auf das professionelle Selbstverständnis und die Arbeitsweisen in der Praxis.

3.1 Perspektiven: Hier werden die potenziellen Vorteile der Ökonomisierung beleuchtet, insbesondere hinsichtlich Strukturierung, Qualitätsbewertung und einer klareren Berufsidentität.

3.2 Risiken: Dieses Kapitel analysiert die Gefahren, wie Qualitätsverlust, Ausgrenzung von Klienten durch Sparzwänge und die Belastung der Mitarbeitenden durch erhöhten Leistungsdruck.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz und den fachlichen Standards der sozialen Arbeit.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Ökonomisierung, Neues Steuerungsmodell, Aktivierende Sozialpolitik, Sozialwirtschaft, Effizienz, Professionalität, Qualitätsmanagement, Kostendruck, Wettbewerb, Lebensweltliche Unterstützung, Berufsfeld, Marktlogik, Soziale Dienste.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den tiefgreifenden strukturellen und inhaltlichen Veränderungen der sozialen Arbeit in Deutschland, die durch den zunehmenden Einfluss betriebswirtschaftlicher Logiken und marktwirtschaftlicher Strategien hervorgerufen werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das „Neue Steuerungsmodell“, die „aktivierende Sozialpolitik“, der wachsende Konkurrenzdruck unter sozialen Dienstleistern sowie das Spannungsfeld zwischen notwendiger Effizienz und der Qualität sozialer Hilfe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, welche positiven Perspektiven und negativen Risiken aus der „Verbetriebswirtschaftlichung“ der sozialen Arbeit für die Profession und die Klienten entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der kritischen Auswertung von Fachdiskursen zu den Auswirkungen ökonomischer Steuerungsinstrumente auf den sozialen Bereich.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen der Ökonomisierung, die Implementierung neuer Steuerungsmechanismen und die konkreten Auswirkungen auf die Beziehungsarbeit sowie das Rollenverständnis der Sozialarbeiter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ökonomisierung, soziale Arbeit, Effizienzsteigerung, aktivierende Sozialpolitik und Qualitätsmanagement charakterisiert.

Wie beeinflusst das „Neue Steuerungsmodell“ die tägliche Arbeit?

Das Modell führt zu einer stärkeren Standardisierung, einer erhöhten Kontrollierbarkeit durch Kennzahlen und dem Zwang, Leistungen in einem wettbewerbsorientierten Umfeld effizient und kostengünstig anzubieten.

Was sind die größten Gefahren für die Klientel?

Ein zentrales Risiko ist die Vernachlässigung schwerer vermittelbarer oder nicht „rentabler“ Zielgruppen sowie eine zunehmende Bürokratisierung, die die individuelle, lebensweltorientierte Unterstützung zugunsten von standardisierten, erfolgsabhängigen Prozessen verdrängt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Arbeit im Wandel. Perspektiven und Risiken der zunehmenden Ökonomisierung
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Das Ehrenamt in der Sozialen Arbeit: Perspektiven und Probleme
Note
1,0
Autor
Anna Siedlewski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V292880
ISBN (eBook)
9783656900498
ISBN (Buch)
9783656900504
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Wandel Chancen Risiken Soziale Arbeit im Wandel Erziehung Erziehungswissenschaften Ehrenamt Ehrenamtliche Arbeit Dienstleistungsarbeit Verwirtschaftlichung Verwirtschaftlichung soziale Arbeit Ehrenamt in der sozialen Arbeit Georg-August-Universität Göttingen Pädagogik Hausarbeit Seminararbeit Ökonomisierung Ökonomisierung soziale Arbeit Profession soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Siedlewski (Autor:in), 2013, Soziale Arbeit im Wandel. Perspektiven und Risiken der zunehmenden Ökonomisierung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/292880
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Leseprobe aus  17  Seiten
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