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Das Bild der Frau in Lukrez „De rerum natura - Welt aus Atomen“

Titel: Das Bild der Frau in Lukrez „De rerum natura - Welt aus Atomen“

Hausarbeit , 2012 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lisa Demmel (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wenn heutzutage Lukrez an den Hochschulen gelehrt wird, ist es keine Verwunderung, dass Männer und Frauen in den Hörsälen sitzen und der Vorlesung gespannt folgen. Macht man sich jedoch bewusst, in welcher Zeit Lukrez sein Werk „De rerum natura - Welt aus Atomen“ verfasste, ist man sich als Frau nicht sicher, ob seine Aufzeichnungen überhaupt an sie gerichtet ist.

Denn stellt man sich die Welt von Lukrez, also das 1. Jahrhundert v. Chr. vor, denkt man sofort an Frauen ohne Rechte und Aufgaben und einer niedrigen Stellung in der Gesellschaft. Oft genug hat man gehört, dass die Frauen
mit den Sklaven gleichgestellt waren und eine Sklavin den niedrigsten Rang, wenn man überhaupt noch von einem Rang sprechen kann, inne hatte. Allein der Aufbau öffentlicher Orte wie das Kolosseum zeigt dies deutlich. In der Mitte saß der Kaiser und die Senatoren, also die mächtigsten Personen des römischen Reiches und hatten des besten Blick auf das Spektakel, dass sich unten ereignete. Das Volk war verteilt auf die übrigen Plätze und je schlechter die Sitze waren, also je schlechter die Sicht nach unten war, desto niedriger war der Rang. Die Frauen saßen zusammen mit den Sklaven ganz oben auf den schlechtesten Plätzen, hatten also auch den schlechtesten Rang.

Doch hat man eine irreleitende Vorstellungen von den alten Römern? War dort die Emanzipation vielleicht schon viel fortgeschrittener als wir heute annehmen? Denn das Kolosseum ist nur ein Beispiel für einen öffentlichen Ort. Wie hat es aber nun im Alltag ausgesehen?

Die nachfolgende Analyse der ausgesuchten Auszüge Lukrez Buch „De rerum natura - Welt aus Atomen“ wird helfen, diese Fragen zu beantworten und man wird feststellen ob das Werk von Lukrez für Frauen oder nur für Männer bestimmt war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Persönliche Meinung über das Frauenbild im 1. Jahrhundert v. Chr.

2. Die Stellung der Frau zur Zeit des Lukrez

3. Lukrez Meinung über die Frauen in seinem Werk „De rerum natura – Welt aus Atomen“ an repräsentativen Beispielen

3.1. Die Vorrede in Buch 1

3.2. Die Venus in Buch 5

3.3. Der Leser „Memmius“

3.4. Das Spiel der Venus in Buch 4

4. Abschließender Vergleich der Position der Frau zwischen der Zeit von Lukrez und heute

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Frauenbild im Werk „De rerum natura“ des antiken Autors Lukrez vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Stellung der Frau im 1. Jahrhundert v. Chr. Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter Textstellen zu klären, ob Lukrez seine philosophischen Lehren auch an Frauen richtete oder ob diese ausschließlich für ein männliches Publikum konzipiert waren.

  • Gesellschaftliche Stellung der Frau im antiken Rom
  • Analyse der Venus-Darstellungen bei Lukrez
  • Identifikation des intendierten Adressatenkreises
  • Kritische Auseinandersetzung mit der epikureischen Liebeskonzeption
  • Vergleich antiker Geschlechterrollen mit modernen Emanzipationsaspekten

Auszug aus dem Buch

3.4. Das Spiel der Venus in Buch 4

Die wahrscheinlich bedeutendste Textstelle in seinem Werkt ist das vierte Buch mit den Versen 1037-1287, die „Spiel der Venus“ bezeichnet werden 15. In den ersten Zeilen wird die „Lust der Venus“, etwa bis Vers 1057, beschrieben 16. Dort schildert Lukrez, dass kaum sind wir alt genug, uns die Liebe beziehungsweise die Erregung packt und dies durch „Glieder und Teile“, also durch den ganzen Körper, „strömt“ 17. Demnach kann sich niemand der Liebe entziehen und fällt ihr zum „Opfer“.

Mit den einleitenden Worten „das ist die Venus für uns“ 18 bestimmt Lukrez, dass die Liebe von Bildern rührt, die das Begehren entfachen. Doch diese Bilder sollen wir verscheuchen und uns nicht davon blenden lassen. Lieber sollen wir uns auf andere Dinge konzentrieren und die Liebe lenkt uns nur von diesen wichtigeren Sachen ab. Wenn man sich dieses Verlangen hingibt, folgen Sorgen und Schmerzen und Lukrez nennt die Liebe dann sogar ein „Geschwür“, also eine Krankheit, die immer schlimmer wird, wenn man sie nicht stoppt oder „heilt“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Persönliche Meinung über das Frauenbild im 1. Jahrhundert v. Chr.: Das Kapitel führt in die historische Ausgangslage ein und hinterfragt kritisch, ob Frauen im alten Rom tatsächlich so rechtlos waren, wie es die soziale Struktur öffentlicher Räume vermuten lässt.

2. Die Stellung der Frau zur Zeit des Lukrez: Hier werden die juristischen und sozialen Abhängigkeiten der Frau im 1. Jahrhundert v. Chr. detailliert beleuchtet, wobei besonders die fehlende Rechtsfähigkeit und die Vormundschaft thematisiert werden.

3. Lukrez Meinung über die Frauen in seinem Werk „De rerum natura – Welt aus Atomen“ an repräsentativen Beispielen: Dieser Hauptteil analysiert spezifische Textstellen, um die Ambivalenz zwischen der traditionellen Anrufung der Venus und der epikureischen Lehre zu ergründen.

3.1. Die Vorrede in Buch 1: Untersucht die Funktion des Venushymnus und diskutiert, inwiefern die Anrufung der Göttin eher der literarischen Tradition als einer tatsächlichen Verehrung entspringt.

3.2. Die Venus in Buch 5: Analysiert die Einbindung der Venus in den Kontext der Jahreszeiten und ihre Rolle als Symbol für Fruchtbarkeit und den Fortbestand des römischen Volkes.

3.3. Der Leser „Memmius“: Erörtert die Rolle des idealen Lesers im Werk und kommt zu dem Schluss, dass dieser gezielt als männliche Identifikationsfigur angelegt ist.

3.4. Das Spiel der Venus in Buch 4: Behandelt die medizinisch-physiologische Sicht des Lukrez auf die Liebe als unstillbaren, körperlichen Trieb und Krankheit.

4. Abschließender Vergleich der Position der Frau zwischen der Zeit von Lukrez und heute: Zieht ein Fazit über die gesellschaftliche Entwicklung und stellt fest, dass moderne Gleichberechtigung in krassem Gegensatz zum Frauenbild der Antike steht.

Schlüsselwörter

Lukrez, De rerum natura, Frauenbild, Antike, Rom, Venus, Epikureismus, Memmius, Geschlechterrolle, Emanzipation, Philosophie, Liebeskonzeption, Gesellschaftsstruktur, Sozialgeschichte, Rechtsstellung der Frau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Bild und die Rolle der Frau im philosophischen Hauptwerk des Lukrez, „De rerum natura“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf dem antiken Frauenbild, der epikureischen Philosophie und der Frage, an wen Lukrez sein Werk adressierte.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob Lukrez seine philosophischen Lehren bewusst auch an Frauen richtete oder ob diese exklusiv für ein männliches Publikum verfasst wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, in der ausgewählte Passagen des Werkes „De rerum natura“ interpretiert und mit historischem Kontext abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Vorrede des Werkes, die Rolle der Venus in verschiedenen Büchern, die Funktion der männlichen Anrede „Memmius“ und die körperbezogene Liebeskritik des Lukrez analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Lukrez, Frauenbild, Antike, Epikureismus, Geschlechterrolle und Emanzipation beschreiben.

Warum spielt die Göttin Venus eine so zentrale Rolle für die Argumentation?

Venus dient als Bindeglied zwischen der traditionellen römischen Weltsicht und der epikureischen Philosophie; ihre Darstellung als „Mutter der Römer“ ermöglicht es Lukrez, seine Lehre trotz ihrer Fremdartigkeit in die Gesellschaft einzubetten.

Wie bewertet der Autor die Liebe bei Lukrez?

Lukrez sieht Liebe nicht als erstrebenswertes Ziel, sondern als körperliche Funktion, die Sorgen bereitet und den Geist benebelt, weshalb er sie als eine Art Krankheit beschreibt.

Ist der Leser „Memmius“ eine historische Person oder ein Symbol?

Obwohl er mit Gaius Memmius identifiziert werden kann, fungiert er im Werk primär als idealer, männlicher Leser, um die Argumentation des Autors zu strukturieren und zu legitimieren.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Bild der Frau in Lukrez „De rerum natura - Welt aus Atomen“
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Lektürekurs
Note
1,7
Autor
Lisa Demmel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
11
Katalognummer
V292649
ISBN (eBook)
9783656897309
ISBN (Buch)
9783656897316
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lukrez De rerum natura Frauenbild Antike
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Demmel (Autor:in), 2012, Das Bild der Frau in Lukrez „De rerum natura - Welt aus Atomen“, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/292649
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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