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Der Mythos Atlantis

Titel: Der Mythos Atlantis

Hausarbeit , 2011 , 29 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marcel Fidelak (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"Als aber in späterer Zeit gewaltige Erdbeben und Überschwemmungen eintraten, versank während eines einzigen schrecklichen Tages und einer Nacht (...) die Insel Atlantis." Mit diesen Worten schilderte der antike Philosoph Platon in seinem Dialog "Timaios" den Untergang der mächtigen Insel Atlantis vor vielen tausenden Jahren und machte sie zu einem der größten Mythen der Kulturgeschichte Europas.
Und noch heute beschäftigt dieser Mythos zahlreiche Menschen auf der ganzen Welt. Platons Erzählung des plötzlichen Untergangs einer hoch entwickelten Zivilisation, welche von einem König in beispielhafter Mustergültigkeit regiert wurde und die etliche andere Länder unter ihre Herrschaft bringen konnte, findet sich eingefügt in seinen Dialogen "Timaios" und "Kritias". Wird sie im erstgenannten nur kurz angeschnitten, so erfährt sie im letzteren eine ausführlichere Darstellung, die jedoch unvollendet blieb.
Ziel dieser Arbeit ist es Platons Atlantiserzählung über die Jahrhunderte zu betrachten und ihre Wirkung auf diese nachzuzeichnen. Dabei soll vor allem der Wandel der Atlantisrezeption im Mittelpunkt stehen. Von der Wiederentdeckung der Atlantiserzählung in der Renaissance, über die Staatsutopisten des 16. und 17. Jahrhunderts, wie Thomas Morus oder Francis Bacon, bis zu den Atlantissuchern des späten 19. und des 20. Jahrhunderts. Vor allem das 20. Jahrhundert brachte dabei unzählige, zum Teil krude Theorien über den Standort Atlantis hervor. "Über 40 Orte lassen sich aufzählen, wo man den verschwundenen Kontinent vermutet, darunter der Kaukasus, die Niederlande, die Bahamas, die Arktis, die Mongolei, die Krim, Karthago, Malta, Iran, Australien, Spitzbergen, Ceylon, Brasilien, Preußen, Nord- und Südamerika, Bimini, Südafrika, Marokko, Nigeria, Helgoland, Portugal, Spanien und Grönland."
Um sich mit dem Thema Atlantis näher zu befassen, ist es notwendig sich mit Platons Werken "Timaios" und "Kritias" auseinanderzusetzen. Dies soll im ersten Kapitel dieser Arbeit erfolgen, so werden wir uns dem Inhalt dieser beiden Dialoge widmen. Platons Beschreibung der Insel Atlantis und Ur-Athens, ihr Konflikt miteinander und Atlantis Untergang. In den folgenden Kapiteln werden wir uns der Atlantisrezeption in Antike, Mittelalter und Renaissance widmen, so beflügelte Platons Atlantiserzählung so manchen Denkenden zur Schaffung, wenn auch nur auf dem Papier, einer besseren und gerechteren Welt. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Platons Atlantis

2.1. Timaios und Kritias - Platons Atlantis-Bericht

2.2. Der Mythos Atlantis - Eine Erfindung Platons?

3. Der Mythos Atlantis und seine Nachwirkungen

3.1. Atlantis in Antike und Mittelalter

3.2. Widerentdeckung in der Renaissance

4. Atlantis im 20. Jahrhundert

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Platons Atlantiserzählung über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten, um ihre historische Einordnung und ihren kulturellen Nachhall zu analysieren. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf dem Wandel der Atlantisrezeption – von der ursprünglichen Intention als philosophisches Konstrukt über utopische Staatsentwürfe bis hin zu den pseudowissenschaftlichen Lokalisierungstheorien des 20. Jahrhunderts.

  • Analyse der platonischen Dialoge „Timaios“ und „Kritias“ als Quelle des Mythos.
  • Untersuchung der Rezeptionsgeschichte in der Antike, im Mittelalter und in der Renaissance.
  • Betrachtung von Atlantis als literarische Utopie (z. B. bei Thomas Morus und Francis Bacon).
  • Kritische Auseinandersetzung mit modernen Suchen nach dem Standort von Atlantis.

Auszug aus dem Buch

2.1. Timaios und Kritias - Platons Atlantis-Bericht

Will man sich mit dem Mythos Atlantis befassen, kommt man nicht umhin, sich mit Platons Dialogen "Timaios" und "Kritias" auseinanderzusetzen. So sind sie, wie Edwin S. Ramage feststellte "die primäre und wahrscheinlich die einzige unabhängige Quelle"6 die für die Geschichte um das versunkene Inselreich Atlantis vorliegt.

Zunächst ein paar Worte zu Platon. Er lebte etwa zwischen 427/8 und 347/8 v. Chr und entstammte einem alten Athener Adelsgeschlecht. 388/87 gründete er seine "Akademie" vor den Mauern Athens und lehrte seine philosophischen Auffassungen.7 Dabei vermittelte er seine Lehre vor allem in Form von Dialogen, in denen vor allem Sokrates8 und ihm nahe stehende Personen und Freunde sich miteinander unterhielten. Seine Dialoge verstanden sich als "Lehrstücke", von denen sich Platon erhoffte, dass die in ihnen enthalten Ideen und Utopien eines Tages Wirklichkeit werden würden.9 Der "Timaios" und der "Kritias", beide in Platons letzten Lebensjahren entstanden10, sind zwei dieser Dialoge, in denen er versucht eine Utopie, hier in der Gegenüberstellung von Atlantis und Ur-Athen, darzulegen. Beide Dialoge tragen die Namen ihrer Hauptsprecher, die sich in einer Unterhaltung mit Sokrates befinden.

Der "Timaios" sollte eine Art Fortsetzung von Platons "Staat" sein, in welchem er ein ideales Staatswesen nachgezeichnet hatte.11 Als Zuhörer folgen Sokrates, Kritias und Hermokrates den Worten des Timaios, der ihnen von der Schöpfung der Welt und der Menschen berichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Atlantis-Mythos ein und legt dar, dass es sich hierbei um eine philosophische Erzählung Platons und nicht um eine historische Quelle handelt.

2. Platons Atlantis: Das Kapitel analysiert die Dialoge „Timaios“ und „Kritias“ als primäre Quelle und ordnet Atlantis als utopisches Gegenbild zum idealen Ur-Athen ein.

3. Der Mythos Atlantis und seine Nachwirkungen: Hier wird der Umgang mit dem Mythos von der antiken Rezeption bis zur Wiederentdeckung in der Renaissance unter Einbeziehung verschiedener Denker und Staatsutopisten beleuchtet.

4. Atlantis im 20. Jahrhundert: Dieses Kapitel kritisiert die modernen, oft pseudowissenschaftlichen Versuche, Atlantis als realen Ort zu lokalisieren und auf der Landkarte zu verorten.

5. Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass Atlantis eine faszinierende Erfindung Platons bleibt, die jedoch über Jahrhunderte zur Projektionsfläche für philosophische und politische Wunschvorstellungen diente.

Schlüsselwörter

Atlantis, Platon, Timaios, Kritias, Mythos, Utopie, Staatsphilosophie, Rezeptionsgeschichte, Antike, Renaissance, Ur-Athen, Idealer Staat, Pseudowissenschaft, Kulturgeschichte, Atlantis-Suche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Ursprung und die Wirkungsgeschichte des Atlantis-Mythos von Platon bis in die Gegenwart, wobei der Fokus auf dem Wandel der Wahrnehmung dieser Erzählung liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die philosophische Absicht Platons, die literarische Nutzung des Stoffes in utopischen Staatsentwürfen sowie die moderne Atlantis-Suche.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Atlantis ein von Platon konstruierter Mythos für philosophische Zwecke ist und nicht als historischer Tatsachenbericht missverstanden werden sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine literatur- und ideengeschichtliche Analyse der platonischen Dialoge sowie eine chronologische Untersuchung der Atlantisrezeption bei verschiedenen Denkern und Autoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Inhalt der Dialoge „Timaios“ und „Kritias“, der Interpretation der Utopien von Morus und Bacon sowie der Einordnung verschiedener historischer und moderner Atlantis-Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Atlantis, Platon, Utopie, Idealer Staat, Mythenforschung und die historische Rezeptionsgeschichte.

Warum wird Atlantis heute so oft gesucht?

Die Menschheit ist laut dem Autor von der Geschichte der hochentwickelten Zivilisation derart fasziniert, dass sie dazu neigt, den philosophischen Mythos in der Realität verorten zu wollen.

Welche Bedeutung hatten die Renaissance-Denker für den Mythos?

In der Renaissance wurde das antike Wissen wiederentdeckt; Denker wie Thomas Morus und Francis Bacon nutzten den Atlantis-Mythos als Vorlage, um eigene gesellschaftskritische Utopien zu entwerfen.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Mythos Atlantis
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Veranstaltung
Europas Mythen – von der Antike zum 16. Jahrhundert
Note
1,7
Autor
Marcel Fidelak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
29
Katalognummer
V288837
ISBN (eBook)
9783656890812
ISBN (Buch)
9783656890829
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mythos atlantis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Fidelak (Autor:in), 2011, Der Mythos Atlantis, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/288837
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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