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Die Stigmatisierung von Eigennamen

Titel: Die Stigmatisierung von Eigennamen

Essay , 2008 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sabrina Cornelii (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Eigennamen sind Bestandteil aller Sprachen. In ihnen kommen linguistische und sozialphilosophische Deutungen und Bedeutungen zusammen. Eigennamen haben den Vorteil, dass sie Hinweise dafür liefern, wie Objekte und Sachverhalten eindeutig zueinander stehen, d.h. sie haben vor allem Anderen eine Identifizierungsfunktion. So ersetzen die Eigennamen als Substantive direkt hinweisende Gesten, so dass eine Referenz vollzogen werden kann.
Im globalen Zeitalter werden neue Eigennamen für Personen kreiert, Namen wandern per Internet durch die virtuellen Welten und man tauscht sich in Foren über die verschiedensten Namen aus den unterschiedlichsten Kulturen aus und übernimmt sie in den eigenen Sprachschatz. Es hat sich eine Praxis im Umgang mit Kultur entwickelt, in der auch die Wertschätzung des anderen sich in der Antizipation von Eigennamen ausdrückt.
Dieses Kurzessay ist der Stigmatisierung von Eigennamen auf der Spur. Dabei soll sich kritisch mit dem Prozess der Stigmatisierung von echten Eigennamen beschäftigt werden.
Wir versuchen uns der negativen Stigmatisierung von Eigennamen aus linguistischer und aus soziokultureller Perspektive zu nähern, weil sich an diesem Problemfeld beide Untersuchungswege kreuzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktion des Eigennamens

2.1 Identifizierung

2.2 Bedeutung

3. Stigmatisierung von Eigennamen als De-Individualisierung

4. Grenzen der Stigmatisierung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziokulturelle und linguistische Dimension von Eigennamen sowie deren Potenzial zur Stigmatisierung. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Eigennamen nicht nur der Identifikation dienen, sondern als Instrumente der Ausgrenzung und De-Individualisierung missbraucht werden können.

  • Die identifizierende Funktion von Eigennamen im sozialen Kontext.
  • Die semantische Bedeutung und der symbolische Charakter von Namen.
  • Prozesse der Stigmatisierung und Etikettierung durch Eigennamen.
  • Der Zusammenhang zwischen sprachlicher Gewalt und der Zerstörung von Singularität.
  • Möglichkeiten der Grenzziehung durch veränderten Namensgebrauch.

Auszug aus dem Buch

3. Stigmatisierung von Eigennamen als De‐Individualisierung

Stigmatisierung ist die Zuschreibung negativer Eigenschaften, die zu einer Abwertung der betroffenen führt. Sie steht in engem Zusammenhang mit Etikettierung und Labeling, beides Formen der Reduzierung der Merkmale einer Person auf ein von ihr gezeigtes, durch die Gesellschaft als abweichend angesehenes Verhalten, die andere negative Zuschreibungen nach sich ziehen.

„Die diskriminierende Rede zielt darauf, den Adressaten einer Rede von der Gemeinschaft derjenigen, zu denen der Sprecher zugehörig ist, auszugrenzen.“ Jeder Mensch ist von unverwechselbarer Individualität und Singularität. Eigennamen weisen immer auch auf den umgebenden Kontext hin und stehen „in Relation zu dessen soziolinguistischen und pragmatischen Spezifizierungen, sowie in allgemeiner Form als bestimmter Name und als Name in einer bestimmten Form auf die zugehörigen sozialen und kulturellen beziehungsweise sozial- wie kulturhistorischen Kontexte und Situationen“. In einem mit stigmatisierenden Elementen, wertschätzenden Kontext, wird demnach mit dem verfälschenden oder verzerrenden Gebrauch von Eigennamen ein negatives Urteil gesprochen, ein Einzelnes wird unter etwas Allgemeines subsumiert. Ihm wird seine Singularität aberkannt, wie dem Isidor oder dem Cohn: er ist kein Einzelmensch, keine Person im Sinne des Gesetzbuches, er ist stattdessen ein Typ, ein Gesicht oder besser eine Visage.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Eigennamen in der Sprache und führt in die Thematik der negativen Identifizierung und gesellschaftlichen Stigmatisierung ein.

2. Funktion des Eigennamens: Dieses Kapitel analysiert die identifizierende Funktion von Eigennamen sowie deren Bedeutung als sprachliche Zeichen in der Kommunikation.

2.1 Identifizierung: Hier wird dargelegt, wie Eigennamen zur Individuierung beitragen und eine Referenz zwischen Sprache und Individuum herstellen.

2.2 Bedeutung: Dieser Abschnitt erörtert die inhaltliche Seite des Eigennamens als Bedeutungsträger im Kontext soziolinguistischer Regelwerke.

3. Stigmatisierung von Eigennamen als De-Individualisierung: Das Kapitel untersucht, wie durch die Perversion von Eigennamen in Schimpfnamen Individuen entmenschlicht und als Teil einer stigmatisierten Gruppe wahrgenommen werden.

4. Grenzen der Stigmatisierung: Hier wird diskutiert, wie durch aktiven Sprachgebrauch und Umdeutungsprozesse der Stigmatisierung entgegengewirkt werden kann.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die linguistische Betrachtung von Eigennamen untrennbar mit sprachsoziologischen Kontexten verbunden ist und eine kritische Theoriebildung erfordert.

Schlüsselwörter

Eigennamen, Stigmatisierung, Identität, De-Individualisierung, Linguistik, Soziokulturelle Bedeutung, Diskriminierung, Etikettierung, Sprachliche Gewalt, Singularität, Personennamen, Onomastik, Semantik, Namensspott, Selbstbezeichnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Eigennamen im menschlichen Miteinander und untersucht, wie diese zur Ausgrenzung und Abwertung von Personen verwendet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Identifizierungsfunktion von Namen, die linguistische Semantik sowie die Prozesse der sozialen Stigmatisierung durch diskriminierenden Namensgebrauch.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Prozess zu beleuchten, durch den Eigennamen – die eigentlich ein Individuum kennzeichnen sollen – in abwertende, stigmatisierende Prädikate verwandelt werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt einen essayistischen Ansatz, der linguistische Theorien mit sprachsoziologischen Analysen und gesellschaftshistorischen Beispielen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Grundfunktion von Namen, die Analyse von Stigmatisierung als Mittel der Entindividualisierung und die Möglichkeiten zur Überwindung solcher diskriminierenden Strukturen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Eigennamen, De-Individualisierung, Stigmatisierung, Identität und sprachliche Gewalt charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Funktion eines Namens von einem Appellativum?

Im Gegensatz zu Appellativa weisen Eigennamen keine semantischen Merkmale auf, die den Referenten beschreiben, sondern dienen als formale Bezeichnung zur eindeutigen Individuierung.

Was bedeutet der Begriff "De-Individualisierung" in diesem Kontext?

Er beschreibt den Prozess, bei dem einem Individuum durch stigmatisierende Namensnennung seine Einzigartigkeit abgesprochen wird, um es stattdessen als bloßen Repräsentanten einer abgewerteten Gruppe darzustellen.

Wie kann das Stigma eines Namens laut der Arbeit gebrochen werden?

Ein Ausweg aus der stigmatisierenden Macht ist die bewusste Aneignung des Namens durch die Betroffenen selbst, um ihn als positive Selbstbezeichnung umzudeuten.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Stigmatisierung von Eigennamen
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
Varietäten des Deutschen
Note
1,3
Autor
Sabrina Cornelii (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
13
Katalognummer
V288834
ISBN (eBook)
9783656890881
ISBN (Buch)
9783656890898
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stigmatisierung Eigennamen Varietäten linguistische Sprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabrina Cornelii (Autor:in), 2008, Die Stigmatisierung von Eigennamen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/288834
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Leseprobe aus  13  Seiten
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