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Nachtragsmanagement. Anforderungen und Kalkulation von Nachträgen

Title: Nachtragsmanagement. Anforderungen und Kalkulation von Nachträgen

Academic Paper , 2003 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Ing. Dennis Bausch (Author)

Engineering - Civil Engineering

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Summary Excerpt Details

In der alltäglichen Baupraxis spielen Nachträge eine sehr große Rolle. Kaum ein Bauvorhaben wird ohne Nachträge abgewickelt, da sich im Laufe einer Bauphase sehr oft Veränderungen der Leistung und der Rahmenbedingungen ergeben. Es ist zu beobachten, dass die Bauvertragspartner im Umgang mit dem so genannten Nachtragsmanagement immer wieder erhebliche Schwierigkeiten haben. Resultat daraus ist in vielen Fällen, dass bei einer späteren, oftmals gerichtlichen Auseinandersetzung dem AN häufig zusätzliche Vergütungsansprüche aberkannt werden.

Im Zuge der Nachtragsbehandlung ist aufzuweisen, auf welcher Rechtsgrundlage der geschlossene Vertrag basiert. Bei einem BGB-Vertrag können Leistungsänderungen nur im Einverständnis beider Vertragspartner getroffen werden. Bei einem VOB-Vertrag hat der AG nach dem § 1 Nr. 3 VOB/B das Recht, einseitig den Vertrag zu ändern, indem er Änderungsanordnungen trifft oder zusätzliche Leistungen fordert. Der AN erhält dann bei Abschluss eines Vertrages auf der Grundlage der VOB automatisch einen Vergütungsanspruch.

Kernziel eines vernünftigen Nachtragsmanagements müsste sein, alle Vereinbarungen über die Vergütungsänderungen und die daraus resultierenden Kosten vor Beginn der Arbeiten zu treffen. Ist das nicht der Fall, ist der AN häufig dazu gezwungen, diese Mehrvergütungsansprüche langfristig vorzufinanzieren. Das ist dann mit weiteren erheblichen Mehrkosten verbunden. Ferner ist es nach Ende der Arbeiten immer sehr schwer, mit dem AG eine Einigung über die Vergütung zu erzielen, da der AN das „Druckmittel“ der Arbeitsverweigerung nicht mehr zur Verfügung hat. Eine Einstellung der Arbeiten kann der AN aber nur dann begründen, wenn der AG sich ganz und gar den Mehrvergütungsansprüchen verschließt. Beauftragt der AG die Nachtragsleistung dem Grunde nach, ohne eine Vereinbarung über die Preise zu treffen, hat der AN nicht das Recht zur Einstellung der Arbeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Nachtragsmanagement

1.1. Anforderungen an das Nachtragsmanagement

a) Ankündigung der Ansprüche

aa) Musterbrief: Ankündigung von Vergütungsänderungen

b) Leistungsbeschreibung für Nachträge

c) Inhalt des Nachtragsangebotes

d) Pflichten der Vertragspartner

e) Einstellung der Arbeiten

1.2. Nachtragskalkulation

a) Lohnkosten

b) Stoff-, Material- und Gerätekosten

c) Gemeinkosten der Baustelle

d) Allgemeine Geschäftskosten, Wagnis und Gewinn

e) Nachunternehmerleistungen

f) Kalkulation von Nachträgen beim Pauschalvertrag

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die strukturierte Darlegung eines effektiven Nachtragsmanagements in der Baupraxis, um rechtliche Schwierigkeiten zu minimieren und Vergütungsansprüche für Auftragnehmer durch ordnungsgemäße Dokumentation und Kalkulation zu sichern.

  • Rechtliche Grundlagen und Voraussetzungen für Nachtragsforderungen (BGB vs. VOB/B).
  • Prozessabläufe bei der Ankündigung und Leistungsbeschreibung von Nachträgen.
  • Methodik der Nachtragskalkulation unter Berücksichtigung von Lohn-, Material- und Gerätekosten.
  • Besonderheiten bei Pauschalverträgen und der Umgang mit Nachunternehmerleistungen.
  • Pflichten der Vertragspartner bei der Prüfung und Durchsetzung von Mehrvergütungsansprüchen.

Auszug aus dem Buch

1. Nachtragsmanagement

In der alltäglichen Baupraxis spielen Nachträge eine sehr große Rolle. Kaum ein Bauvorhaben wird ohne Nachträge abgewickelt, da sich im Laufe einer Bauphase sehr oft Veränderungen der Leistung und der Rahmenbedingungen ergeben. Es ist zu beobachten, dass die Bauvertragspartner im Umgang mit dem so genannten Nachtragsmanagement immer wieder erhebliche Schwierigkeiten haben. Resultat daraus ist in vielen Fällen, dass bei einer späteren, oftmals gerichtlichen Auseinandersetzung dem AN häufig zusätzliche Vergütungsansprüche aberkannt werden.

Im Zuge der Nachtragsbehandlung ist aufzuweisen, auf welcher Rechtsgrundlage der geschlossene Vertrag basiert. Bei einem BGB – Vertrag können Leistungsänderungen nur im Einverständnis beider Vertragspartner getroffen werden. Bei einem VOB – Vertrag hat der AG nach dem § 1 Nr. 3 VOB/B das Recht, einseitig den Vertrag zu ändern, indem er Änderungsanordnungen trifft oder zusätzliche Leistungen fordert. Der AN erhält dann bei Abschluss eines Vertrages auf der Grundlage der VOB automatisch einen Vergütungsanspruch.

Kernziel eines vernünftigen Nachtragsmanagements müsste sein, alle Vereinbarungen über die Vergütungsänderungen und die daraus resultierenden Kosten vor Beginn der Arbeiten zu treffen. Ist das nicht der Fall, ist der AN häufig dazu gezwungen, diese Mehrvergütungsansprüche langfristig vorzufinanzieren. Das ist dann mit weiteren erheblichen Mehrkosten verbunden. Ferner ist es nach Ende der Arbeiten immer sehr schwer, mit dem AG eine Einigung über die Vergütung zu erzielen, da der AN das „Druckmittel“ der Arbeitsverweigerung nicht mehr zur Verfügung hat. Eine Einstellung der Arbeiten kann der AN aber nur dann begründen, wenn der AG sich ganz und gar den Mehrvergütungsansprüchen verschließt. Beauftragt der AG die Nachtragsleistung dem Grunde nach, ohne eine Vereinbarung über die Preise zu treffen, hat der AN nicht das Recht zur Einstellung der Arbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Nachtragsmanagement: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Nachträgen in der Baupraxis, stellt die Unterschiede zwischen BGB- und VOB-Verträgen heraus und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen Vereinbarung und Dokumentation.

1.1. Anforderungen an das Nachtragsmanagement: Hier werden die prozessualen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Dokumentation, die korrekte Ankündigung von Ansprüchen und die Erstellung von Leistungsbeschreibungen für Nachträge detailliert behandelt.

1.2. Nachtragskalkulation: Dieses Kapitel widmet sich der methodischen Ermittlung der Nachtragspreise auf Basis der Hauptkalkulation und erörtert spezifische Kostenstellen wie Lohn, Material, Geräte sowie die Besonderheiten bei Pauschalverträgen.

Schlüsselwörter

Nachtragsmanagement, Bauvertrag, VOB/B, BGB, Vergütungsanspruch, Nachtragskalkulation, Leistungsänderung, Dokumentation, Bauzeitverlängerung, Einheitspreis, Pauschalvertrag, Nachunternehmer, Planungshaftung, Mehrkosten, Schlussrechnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtssichere Abwicklung und betriebswirtschaftliche Kalkulation von Nachträgen in Bauvorhaben, basierend auf den Regelungen der VOB/B und des BGB.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen das Nachtragsmanagement, die Anforderungsanalyse an Dokumentationsprozesse, die systematische Nachtragskalkulation und die rechtliche Einordnung von Leistungsänderungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Bauvertragspartnern eine methodische Anleitung zu geben, um Mehrvergütungsansprüche professionell vorzubereiten, rechtzeitig anzukündigen und durch eine nachvollziehbare Kalkulation erfolgreich durchzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine praxisorientierte Analyse, indem sie rechtliche Grundlagen, Kommentare und Urteile mit den betrieblichen Anforderungen der Baustelle verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die administrative Abwicklung (Management, Dokumentation, Pflichten) und die kalkulatorische Ermittlung der Nachtragskosten unter Berücksichtigung der Hauptauftragskalkulation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nachtragsmanagement, VOB/B, Vergütungsanspruch, Nachtragskalkulation und Bauvertragsrecht charakterisieren.

Wie sollte ein Auftragnehmer bei einer Leistungsänderung verfahren?

Der Auftragnehmer sollte den Anspruch vor Beginn der Arbeiten ankündigen, eine vollständige Dokumentation führen und eine auf der Hauptkalkulation basierende, prüffähige Nachtragskalkulation vorlegen.

Warum ist eine frühzeitige Einigung über Nachtragspreise wichtig?

Eine frühzeitige Einigung ist wichtig, da der Auftragnehmer nach Arbeitsbeginn oft keine effektiven Druckmittel zur Durchsetzung seiner Forderungen mehr hat und das Risiko einer langfristigen Vorfinanzierung besteht.

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Details

Title
Nachtragsmanagement. Anforderungen und Kalkulation von Nachträgen
College
University of Applied Sciences Giessen
Grade
1,0
Author
Dipl.-Ing. Dennis Bausch (Author)
Publication Year
2003
Pages
26
Catalog Number
V288733
ISBN (eBook)
9783656889533
ISBN (Book)
9783656906087
Language
German
Tags
nachtragsmanagement anforderungen kalkulation nachträgen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Ing. Dennis Bausch (Author), 2003, Nachtragsmanagement. Anforderungen und Kalkulation von Nachträgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/288733
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