Bei neuen Produkten, die eine rasante Marktakzeptanz bei gleichzeitig großer Kundennutzung haben, wird oft von Trends gesprochen. Die Informationstechnologie hat sich hier als eine besonders agile Branche erwiesen.
In den vergangenen Jahren haben sich dabei etliche IT gestützte Innovationen als Erfolg herausgestellt, aber auch Misserfolge waren zu verzeichnen. Einige der IT-Innovationen, die zu Trends heranwachsen, nehmen immer größeren Einfluss, auch auf viele Bereiche des täglichen Alltags, und haben somit auch einen Beitrag an der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung.
Diese Arbeit soll Antworten auf die Fragen liefern, was genau Trends überhaupt sind und welche Faktoren eine Innovation zu einem Erfolg oder Misserfolg führen. Erläutert werden einige IT-Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Branchen, die alle die Gemeinsamkeit einer IT-Innovation voraussetzen oder selbst eine darstellen. Konkret wird dabei das Apple iPhone als Beispiel angeführt.
Inhaltsverzeichnis
1.) Thematische Einführung
1.1) Motivation und Zielsetzung
1.2) Aufbau der Arbeit
2.) Begriffliche Grundlagen (C. Meffert)
2.1) Trend
2.2) Invention vs. Innovation
3.) Mobile Devices am Beispiel von Smartphones
3.1) Grundlagen zu Mobile Devices
3.2) Geschichte des Smartphone
3.2.1) Erfolg – Die Revolution des Smartphone durch das iPhone von Apple
3.2.2) Misserfolg – Der verpasste Trend und Niedergang von Nokia und Blackberry (RIM)
3.3) Smartphones - Wachstumsmotor für das mobilen Internet und die Basis für weitere Innovationen
4.) Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die kritischen Faktoren, die IT-Innovationen zu einem marktwirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg führen. Anhand der Fallstudie des Apple iPhones wird analysiert, wie strategische Ausrichtung, Design-Philosophie und Innovationsmanagement über die Marktführerschaft in der Smartphone-Branche entscheiden.
- Grundlagen von Trends und Innovationsmodellen
- Unterscheidung zwischen Erfindung (Invention) und Innovation
- Erfolgsstrategien am Beispiel der iPhone-Revolution
- Ursachen für den Niedergang etablierter Marktführer wie Nokia und RIM
- Bedeutung von Smartphones als Treiber für das mobile Internet
Auszug aus dem Buch
3.2.1) Erfolg – Die Revolution des Smartphone durch das iPhone von Apple
Was hat Apple mit dem iPhone anders gemacht als die bereits etablierten Smartphone-Hersteller wie Nokia oder BlackBerry? Die Begründung dafür lässt sich vielleicht aus dem folgenden Zitat von Steve Jobs ableiten: „Design is not just what it looks like and feels like. Design is how it works.“ (Walker, 2003). Auf diesem Kerngedanken basiert auch der Design Thinking Process, welcher sich wiederum in der Designphilosophie „Form follows function“ von Sir Jonathan Paul Ive (Chef-Designer von Apple) wiederfindet [vgl. (Fend, 2014, p. 33)].
Betrachtet man die technischen Meilensteine der Abbildung 5 so fällt auf, dass Apple den Fokus auf die Grundlegenden Funktionen (siehe auch Abbildung 6) bzw. bestehende IT gelegt hat und dabei die Entwicklung seit dem ersten Smartphone von 1993 berücksichtigt hat ohne dabei die eigenen Stärken und Schwächen zu missachten (siehe Tabelle 3 & Tabelle 4). Dies zeigt deutlich, wie Apple sich an seine Vision gehalten hat: „Apple is committed to bringing the best personal computing experience to students, educators, creative professionals and consumers around the world through its innovative hardware, software and Internet offerings.“ [vgl. (Jurevicius, 2013)].
Mit dem iPhone hat Apple folglich das Design in den Fokus gerückt und die bestehenden oder viel mehr grundlegenden Funktionen in Verbindung mit dem möglichen Stand der Technik zu einem Erlebnis für den Verbraucher gemacht. Dies hat es ermöglicht, aus einem ehemaligen Nischen-Produkt eine Innovation zu machen, welche der breiten Gesellschaft zugänglich wurde.
Durch diese Strategie hat Apple die Einstiegshürde für potentielle Kunden von den „Innovators“ und „Early Adopters“ zu „Early Majority“ verschoben und damit potentiell mehr als 50% aller Kunden bei der Einführung des iPhone angesprochen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Thematische Einführung: Legt den Grundstein der Untersuchung, definiert die Motivation und erläutert den strukturellen Aufbau der Analyse hinsichtlich IT-gestützter Innovationen.
2.) Begriffliche Grundlagen (C. Meffert): Erläutert die theoretischen Konzepte von Trends sowie die essenzielle Unterscheidung zwischen einer technologischen Erfindung und einer marktfähigen Innovation.
3.) Mobile Devices am Beispiel von Smartphones: Analysiert die historische Entwicklung, die disruptiven Erfolgsfaktoren des iPhones sowie die strategischen Fehlentscheidungen, die zum Abstieg von Nokia und RIM führten.
4.) Fazit & Ausblick: Führt die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit agiler Innovationsprozesse für den langfristigen Erfolg in volatilen Technologiemärkten.
Schlüsselwörter
IT-Innovation, Smartphone, Apple iPhone, Innovationsmanagement, Design Thinking, Marktführerschaft, Nokia, BlackBerry, Mobilfunkmarkt, Trendanalyse, Technologie-Disruption, Invention, Mobile Devices, Produktstrategie, Erfolgsfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Mechanismen von IT-Innovationen und analysiert, warum bestimmte Produkte wie das iPhone erfolgreich sind, während andere trotz Marktführerschaft scheitern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt Innovationsmanagement, Trends, die Entwicklung des Smartphone-Marktes und die Bedeutung von Benutzererfahrung (User Experience) für den wirtschaftlichen Erfolg.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu identifizieren, welche Faktoren eine Innovation zu einem Erfolg oder Misserfolg machen und warum etablierte Unternehmen den Anschluss an neue technologische Standards verlieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturrecherche in Kombination mit einer Fallstudienanalyse, bei der Apple (iPhone) als Beispiel für erfolgreiche Innovation und Nokia sowie RIM als Beispiele für gescheiterte Strategien untersucht werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung (Trends/Innovation) und eine detaillierte Analyse der Smartphone-Geschichte mit Fokus auf Marktdaten, Design-Philosophien und strategische Managemententscheidungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Innovationsmanagement, Design Thinking, disruptive Innovation, Marktanteile, technologische Meilensteine und Strategiefehler.
Welche Rolle spielt Steve Jobs in der Analyse?
Steve Jobs wird als zentrale Figur zitiert, deren Design-Philosophie („Design is how it works“) maßgeblich zur Differenzierung und zum Erfolg des iPhones beitrug.
Warum wird RIM (BlackBerry) als negatives Beispiel angeführt?
RIM wird als Beispiel für eine zu starre Unternehmensstrategie genannt, die an einer physischen Tastatur festhielt und das Potenzial eigener Alleinstellungsmerkmale wie des BlackBerry-Messengers (BBM) durch zögerliche Marktöffnung verspielte.
- Arbeit zitieren
- Christian Meffert (Autor:in), 2014, Erfolg und Misserfolg von IT-Innovationen. Mobile Devices dargestellt am Beispiel des Apple iPhone, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/288633